Neugierer 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 28.10.2004 Beiträge: 460 Nachricht senden | Erstellt am 01.06.2009 - 15:38 |  |
Hallo !
Sheeva schrieb
Hui da tut sich ja einiges ^^
Hmm ok also recht überzeugt scheint hier ja keiner zu sein von den Honigwabenresten 
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Neee, nicht wirklich ... soll Dich aber nicht davon abhalten Met zu machen !
Sheeva schrieb
Im verlinkten Thread ist aber von alten gärenden Honigresten die Rede.
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Kann nach einer Woche schon so weit sein ... Honig ist hygroskopisch .. das bedeutet er zieht Wasser an, ist er nicht dicht verschlossen ist der Zuckergehalt schnell abgesunken und der Wasseranteil angestiegen, das läst die Hefen im Honig aktiv werden.
Sheeva schrieb
DAs was ich meine stammt aktuell frisch von ihm, die Teile sind vor .. ner Woche? .. entstanden als er wohl den Honig hergestellt hat.
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Den Honig hat Dein Imker geerntet, hergestellt haben Ihn Bienen zumeist aus Blütennektaren.
Ich habe in der Wanne tote Bienen gesehen ... korrekt ? Was machen die da ?
In einer Woche ist nicht 100% fermentierter Pollen schimmelig. Unsere Pollenfalle (Schei*ding und Schw*inearbeit - nur weil wir zu Allergikern freundlich sind) wird jeden Abend gelehrt, nach drei Tagen ist der Schimmel an frischem Pollen schon mit dem Auge zu erkennen ...
Sheeva schrieb
Ich verlink ihm das hier einfach mal, vllt kann er mal was dazu sagen, ich weiß ja auch nicht warum soviel Honig/Wachs noch über ist *schulterzuck*
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Sieht mir nach Wabenbruch oder ähnlichem aus ... kann man aber schlecht beurteilen ... so fällt das bei uns eigentlich nie an.
Wir lassen Wabenbruch von den Bienen wieder auslecken ... ebenso wie die ausgeschleuderten Waben.
Entdeckelungswachs wird bei uns immer zu einem Aufgesetzten umgearbeitet.
Manche Imker lassen es aber auch abtropfen (dabei zieht er Wasser) und machen daraus Met (siehe: Met aus Honig mit zu hohem Wassergehalt) oder er wird gepresst ...
Nicht mehr ganze Waben und das Entdeckelungswachs kommt mit den Restinhaltstoffen in den Wachsschmelzer ... da trennt es sich dann in Wachs und Trester (der dann auf den Kompost oder Müll kommt).
Sheeva schrieb
Wenn dann natürlich 99% nur schlechte Ergebnisse zu erwarten sind, würd ich mir die Arbeit natürlich auch lieber sparen :/
- Sheeva -
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Was wir mit unseren Resten machen habe ich oben geschrieben. Was ich auf dem Bild sehe würde ich nicht zu einem "guten" Met machen wollen.
Gruß
neugierer ...
... der eben gerade die erste Honigernte 2009 in die Gläser gebracht hat !
Signatur Gruß, Neugierer ... alias Alex der Oberhesse !!
Lahntaler Fruchtweinphantasie & Lahntaler Imkerei "Auf den Stieden" - 35094 Lahntal - bei Marburg in Oberhessen
Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein ! |
Sheeva

Status: Offline Registriert seit: 09.02.2009 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 22.06.2009 - 13:04 |  |
Soooo mal ein kleiner Zwischenbericht.
Im nachhinein muss ich sagen, gut dass ich es ausprobiert hab 
Er hat mir so ~5-10kg vom Entdeckelungswachs / den Wabenresten geschickt, diese würde er normalerweise wie du schon sagtest den Bienen zum ausschlecken überlassen, hat es aber wegen mir eben gesammelt und mir zugeschickt!
War alles ganz frisch und gut verpackt und hat demnach auch nicht gegärt oder ähnliches.
Ich hab mir jetzt die Arbeit gemacht und es komplett gesäubert und den Honig dann eben über ein Wasserbad rausgeholt 
Ergo, Stücke auseinandergebröckelt, wenn Bienen drin warn diese aussortiert (obwohl ich ohnehin danach noch gefiltert habe) und den Rest in ein Wasserbad (destilliertes Wasser bei ca. 36Grad) reingeworfen. Das solange bis der Topf ordentlich voll war, dann umgerührt und mit den Händen die Wachsreste auseinandergezupft, ging mit dem Entdeckelungswachs erstaunlich leicht.
Da Propolis genauso wie das Wachs auch erst bei viel höheren Temperaturen zum Schmelzen anfangen hab ich einfach die Reste abgeschöpft und dann druch ein Sieb in den Gärbehälter gegossen.
Das Honigwasser hab ich getestet, hat ein wirklich super Aroma gehabt und war absolut tauglich!
Bis dahin lief also alles prima, von schlechtem Honig auch keine Rede, warn wie gesagt natürlich einige tote Biene an dem Wachs aber die konnte man leicht rauszupfen.
Gesagt getan, das ganze dann ca. 5x mit einem kleinen Topf *ächz* und das ganze mit Äpfeln und frischem Apfelsaft aufgegossen.
Erstaunlicherweise hat dieses Gebräu im Gegensatz zum letzten WESENTLICH schneller gegärt (obwohl der normale Ansatz zuvor auch schon recht flott war) und auch die Gärung war nach einer Woche schon total am abklingen! Nach ca. 8 Tagen hatte der Met ~13% Alc. 
Ich hatte dafür natürlich noch etwas von den Waben in den Kühlschrank gelegt, die waren brav und sind schön frisch geblieben aber wie gesagt es war auch sehr viel Honig drin der noch kein Wasser gezogen hatte!
Also nochmal ~1L Honigwasser auf den Met draufgekippt .. und meine Güte! Nach 5 Minuten hat der angefangen nochmal zu gären dass mir ganz anders geworden ist ^^
Liegt wohl allgemein an der guten Temperatur die die Flüssigkeiten immer hatten (quasi durch das Honiglösen auf ~25-30 Grad erwärmt)
Habe zwischenzeitlich natürlich abgeschmeckt und bin sehr zufrieden, schmeckt sogar besser als der erste Test mit normalem Kaufhaushonig!
Ich wollte den ganzen Prozess eigentlich dokumentieren, hatte die Kamera aber nie zur Hand und werd wohl erst beim nächsten Mal dazu kommen 
Wie gesagt, bin super zufrieden und werd mir jetzt immer gleich die Reste von ihm schicken lassen und das auch weiterhin so praktizieren zwischenzeitlich halt auch mit normalen Zutaten und anderen Honigsorten.
In meinem Fall war die Sorge also nicht begründet, frisches Entdeckelungswachs (gereinigt von mir ) kann man also durchaus ohne Qualitätsverlust verwenden soweit ich das mal so beurteilen kann.
Und 3l Honigwasser habich auch noch im Kühlschrank für den nächsten Ansatz*gg
Danke für eure Hilfe auf jeden Fall!
Mfg - Sheeva
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