Rafa  Champions League
     

Status: Offline Registriert seit: 21.06.2005 Beiträge: 870 Nachricht senden | Erstellt am 21.11.2005 - 12:49 |  |
Der Doping-Fall des Fußball-Profis Nemanja Vucicevic überschattete am Sonntag den Erfolg des TSV 1860 München, der zumindest bis Montag die Tabellen-Führung übernommen hat. Den «Löwen» droht in der 2. Bundesliga die Aberkennung des Sieges gegen Wacker Burghausen. Wie nach dem 1:1 (0:1) gegen Erzgebirge Aue in der Allianz Arena bekannt wurde, war Vucicevic am 4. November nach dem Sieg gegen Burghausen positiv getestet worden. Beim 2:0 war der 26 Jahre alte Angreifer in der 74. Minute eingewechselt worden.
«Wir werden versuchen, dem DFB klarzumachen, dass es sich um ein reines Versehen handelt», erklärte 1860-Geschäftsführer Roland Kneißl am Sonntag. Vucicevic, der dem Kader gegen Aue nicht angehörte, habe ohne Absprache mit dem Teamarzt ein Haarwuchsmittel eingenommen, das die seit Januar 2005 verbotene Substanz Finasterid enthält. «Das ist eine Riesendummheit von ihm, das wird intern Konsequenzen haben.»
Der TSV 1860 und Vucicevic müssen eine harte Bestrafung durch den DFB befürchten. Bei einem vergleichbaren Fall in der Regionalliga Nord wurde ein Spieler von Kickers Emden, dem nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf die Einnahme von Finasterid nachgewiesen worden war, für sechs Monate gesperrt. Dem Team wurde vom DFB-Sportgericht der Sieg gegen Düsseldorf aberkannt.
In der Partie gegen Aue hat Jiayi Shao die «Sechziger» vor der dritten Heimniederlage bewahrt. Der Chinese rettete den «Löwen» am 13. Spieltag vor 51 700 Zuschauern mit seinem Treffer in der 68. Spielminute zum 1:1-Endstand wenigstens einen Punkt. Erstmals seit dem dritten Spieltag steht 1860 München nach dem Remis mit 24 Zählern wieder an der Tabellenspitze.
Aue war in der ersten Spielhälfte durch Stürmer Ersin Demir (36.) verdient in Führung gegangen. Erstligareif war aus Sicht der «Löwen» gegen Aue lange Zeit nur die Kulisse von 51 700 Zuschauern. Wie bei den Niederlagen gegen Dynamo Dresden (1:2) und den SC Freiburg (0:1) offenbarten die «Löwen» erneut große Schwächen darin, im eigenen Stadion das Spiel zu machen.
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