WHISPER  Hohepriesterin
       

Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2709 Nachricht senden | Erstellt am 09.10.2006 - 13:31 |  |
Sicher ist den meisten hier ja längst bekannt, dass man sehr vorsichtig sein sollte mit der Bekanntgabe persönlicher Daten im Internet und dass man vor allem in chats nicht Fremden zu sehr vertrauen sollte, auch wenn sie sich noch so "nett" geben.
Aber auch hier lesen sicher noch Gäste mit, denen diese Geschichte eine rechtzeitige Warnung sein kann.............
Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.
Der Gedanke dass sie verfolgt wird, lies Ihr Herz schneller schlagen.
"Du bist lächerlich," sagte Sie sich selbst, "Niemand verfolgt dich."
Um sicher zu gehen beschleunigte Sie Ihr Schritttempo, doch die Schritte
glichen sich Ihren an.
Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh dass sie fast zuhause
war.
Shannon sagte ein schnelles Gebet, "Gott, bitte lass mich sicher nach hause
kommen."
Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.
Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in
den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.
Sie sah aus dem Fenster um nach zu sehen ob jemand da draußen war.
Der Gehweg war leer.
Nach dem durchblättern Ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Snack zu sich
zu nehmen und online zu gehen.
Sie loggte sich unter Ihren Nicknamen ByAngel213 ein. Sie sah in Ihre
Buddyliste und stellte fest dass GoTo123 online ist. Sie schickte ihm eine
Nachricht.
ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist! Ich hab geglaubt dass mich
jemand nach Haus verfolgt hat. Es war total komisch!
GoTo123: Du guckst zu viel Fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst
du nicht in einer sicheren Gegend?
ByAngel213: Natürlich wohn ich in einer sicheren Gegend. Ich nehme an das
ich mir dass nur eingebildet habe, denn ich hab niemanden gesehen, als ich
raus geschaut habe.
GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet raus gegeben. Das
hast du doch nicht gemacht oder?
ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weist du?
GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der schule heute?
ByAngel213: Ja, und wir haben gewonnen!!
GoTo123: Das ist klasse! Gegen wen habt Ihr gespielt?
ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Der irren Uniformen sind total schrecklich! Sie sehen aus wie Bienen.
GoTo123: In welchem Team spielst du?
ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen. Die sind total cool.
GoTo123: Hast du gepitched?
ByAngel213: Nein, ich spiele second Base. Ich muss weg. Meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach hause
kommen. Ich will sie nicht verärgern. CU!
GoTo123: Bis dann. CU!
Während dessen......
GoTo123 ging zum Mitglieds Menü und begann die suche nach ihrem Profil.
Als er es fand, markierte er es und druckte es aus. Er holte einen Stift
heraus und begann auf zu schreiben was er bis jetzt über Angle wusste.
Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: Jan. 3, 1985 Alter:13
Staat in dem sie wohnt: North Carolina
Hobbies: softball, Chore, skating und Shoppen.
Neben dieser Information, wusste er das sie in Canton wohnt, weil sie es ihm grad gesagt hat.
Er weiß das sie bis 18:30 Uhr alleine war, und das jeden Nachmittag bis Ihre Eltern von der Arbeit kommen.
Er wusste das sie im Schulteam Donnerstag nachmittag Softball spielt.
Und dass sich das Team Canton Cats nennt. Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken Ihrer Uniform gedruckt. Er wusste das sie im
siebten Schuljahr der Canton Junior High School war. Das hat sie ihm erzählt.
All dies in einer Unterhaltung die sie Online hatten. Er hatte jetzt genug Information, um sie zu finden.
Shannon erzählte Ihren Eltern nicht von der geschehen auf dem weg nach haus.
Sei wollte nicht das sie Ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel. Eltern
übertreiben immer maßlos und ihre waren die schlimmsten.
Sie wünschte sie wäre kein Einzelkind. Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte, dann wären ihre Eltern nicht so
übertrieben beschützerisch.
Bis Donnerstag, hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.
Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte dass jemand sie an starrte. In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte
ein. Sie sah von Ihrem second Base nach oben, um fest zu stellen das ein Mann sie genau beobachtete. Er lehnte sich gegen den
Zaun und lächelte als sie ihn an sah.
Er sah überhaupt nicht Angsteinflössend aus und sie vergaß schnell wieder Ihre Bedenken.
Nach Saß er auf einer Bank in ihrer nähe, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach. Sie bemerkte sein lächeln auf ein neues
und ging an ihm vorbei. Er nickte und sie lächelte zurück. Ihm fiel der Name auf dem Rücken Ihres Trikots auf und er wusste
dass er sie gefunden hatte.
Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her. Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt. Und als er
wusste wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen.
Jetzt musste er warten. Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit
gekommen ist nach Shannons Haus zu gehen.
Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war seinen Schritt zu machen.
Shannon war in Ihrem Zimmer als sie stimmen im Wohnzimmer hörte. "Shannon, komm her," Ihr Vater rief. Er hörte sich besorgt
an, und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum.
Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
"Setz dich," fing ihr Vater an, "dieser Mann hat uns grad eine sehr
interrasante Geschichte über dich erzählt." Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen? Sie hatte ihn bis heute noch nie zu vor gesehen!
"Weißt du wer ich bin? Shannon?" Fragte der Mann sie.
"Nein," antwortete Shannon.
"Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123."
Shannon war erstaunt. "Das ist nicht möglich! GoTo ist ein Kind in meinem Alter! Er ist 14 und wohnt in Michigan!"
Der Mann lächelte. "Ich weiß dass ich dir das erzählt habe, aber es war
nicht wahr. Siehst du, Shannon, Es gibt Menschen Online die nur so tun als wenn sie Kinder wären; Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen um Kinder zu finden und Ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu
schützen. Ich bin her gekommen um dich zu finden und um dir bei zu bringen wie gefährlich es sein kann zu viel Information
raus zu geben, an Menschen übers Internet.
Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen dich zu finden.
Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ball Teams, und die Position in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot, machte das finden nur noch einfacher."
Shannon war immer noch erstaunt. "Du wohnst nicht in Michigan?"
Er lachte. "Nein, ich wohne in Raleigh. Es hat dir ein sicheres Gefühl
gegeben zu glauben das ich so weit weg wohne, nicht wahr?"
Sie nickte.
"Ich hatte Freunde der ihren Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück. Der Mann fand sie und tötete sie
während sie allein zu Haus war. Kinder wird
beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie allein zu hause
sind, jedoch tun sie es ständig, online.
Sie tricksen dich aus, Informationen raus zu geben, ein wenig hier, ein wenig da.
Bevor du es weißt hast du ihnen genug erzählt damit sie dich
finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe das du daraus etwas gelernt hast und dem nächst vorsichtiger bist."
"Das werd ich" versprach Shannon.
"Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicher sind?"
"Das verspreche ich!"
[Dieser Beitrag wurde am 09.10.2006 - 13:41 von WHISPER aktualisiert]
Signatur Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier... |
WHISPER  Hohepriesterin
       

Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2709 Nachricht senden | Erstellt am 11.10.2006 - 14:14 |  |
Alles schön und gut und sicher richtig, witchi. Es soll aber eine Menge Eltern geben, die nichtmal ahnen, welche DVD`s, Videos oder TV-Programme sich die lieben Kleinen so reinziehen.......was tun diese dann wohl evtl. beim einsamen chatten mit netten "Freunden" , denen sie hemmungslos vertrauen, weil sie sich in ihr Vertrauen geschlichen haben??? 
Signatur Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier... |
odras  Burgbesucher


Status: Offline Registriert seit: 29.08.2006 Beiträge: 18 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2006 - 19:38 |  |
ich persönlich haben kein problem damit, im internet dinge über mich preiszugeben. datensammler doch daten über mich sammeln. wenn man z.b. nach "odras" googlet (im deutschsprachigen raum) verweisen etwa 90% der einträge auf mich - und man findet auch recht schnell meine adresse, meine telefonnummer und die orte, an denen ich mich häufig aufhalte.
ich glaube nicht, dass diese offenheit mich in gefahr bringt. vielmehr gibt sie mir die möglichkeit, mit interessanten ähnlich gesinnten menschen in kontakt zu kommen (das ist auch schon passiert).
übeltätern kann man überall begegnen. ich denke, die gefahren dahingehend sind im www nicht grösser als im real life.
*edit*
und natürlich müssen sich auch eltern bewusst werden, dass das internet für ihre kinder die gleichen gefahren birgt, wie das wirkliche leben.
[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2006 - 19:40 von odras aktualisiert]
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imagination~ideeation~realisation
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