Freyja chan


Status: Offline Registriert seit: 02.11.2009 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 03.11.2009 - 02:12 |  |
Kaum bin ich da, muss ich hier natürlich was los werden^^ Naja, ich hoffe, es gefällt euch soweit. Über Kommis würd ich mich natürlich sehr freuen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wünsch euch viel spaß. Die Geschichte ist wohl so in 11 Kapiteln abgeschlossen. Ich versuche so schnell wies geht immer wieder ein Kapitel zu posten.^^ Ps: Bei mir entwickeln sich Geschichten immer recht schnell.
Kapitel 1
Beginn einer etwas anderen Freundschaft
Die schwarze Drachin mit den giftgrünen und schlangenartigen Augen hatte sich in eine Höhle am Strand zurückgezogen. Die Fetzten des Sattels hangen noch auf ihrem Rücken. Ihre Flügel, ein Teil des Rückens und ein Bein waren verletzt. Sie vergrub sich im Sand. Der letzte Kampf, in welchem sie ihren Reiter verlor, war einfach zu schwer gewesen. Ihr Herz war regelrecht zerrissen; der Schmerz war einfach zu groß. Das Meer rauschen, es war irgendwie beruhigend... Doch hatte sie ihren Reiter nicht retten können; es war ein Hinterhalt. Wie gut, dass das Meer bald ihre Spuren verwischen würde.
Unbeirrt lief die junge Frau mit schleppendem Schritt weiter, auch wenn sie sich am Liebsten hier in den Sand legen und einfach schlafen würde, auch wenn das verscheinlich ihr Tod wäre. Ihr schwarzes Haar war zu einem Zopf geflochten, während ihre braunen –fast schwarzen- Augen sich müde umsahen. Von ihrem Schwert, welches sie locker und müde in ihrer rechten Hand hielt, tropfte unbeirrt Blut, genau wie von dem Schnitt an ihrer Wange. Ihre Sachen –Schuhe, Hose und Tunika- waren schlicht und sahen nicht teuer aus. Als sie Stimmen –Geschrei- hinter ihr wieder deutlich hörte, drehte sie sich um und wich einem Schwerthieb aus. Sofort konterte sie und sofort lag der Angreifer am Boden. Doch war er nicht alleine, das wusste sie. Die junge Frau schleppte sich weiter... bis zu einer Höhle.
Sie hörte den Tumult, dachte an einen Angriff und erhob sich. Dann draht sie aus der Höhle, wobei sie ihren linken Vorderlauf schonte, denn er war gebrochen. Der Sand rieselte von ihr. Sie war riesig, regelrecht mächtig. Draußen holte sie tief Luft und verbrannte die fremden Männer mit einem riesigem Feueratem in dem Moment, als ein Mädchen hinfiel.
Überdeutlich konnte sie die Hitze des Feuers auf ihrem Körper fühlen, auch wenn sie nicht getroffen wurde. Keuchend lag sie am Boden mit zusammengekniffenen Augen und es dauerte einige Zeit, bis sie sie öffnete. Sofort sah sie zu ihr, konnte sie den Drachen doch gar nicht übersehen. „D- danke“, murmelte sie leise und holte vor Anstrengung immer noch keuchend Luft.
Sie sah das Mädchen an, sah ihre Verletzungen... doch interessierte es sie nicht. Sie hatte nicht die Höhle verlassen um ihr zuhelfen; sie wollte nur in Ruhe sterben. Nun betrat sie die Höhle wieder, wobei ihre Flügel am Boden schleiften. Schwerfällig legte sie sich wieder hin; hier war es herrlich dunkel und kühl... es betäubte.
Die junge Frau sah ihr nach und konnte nach einiger Zeit endlich wieder einigermaßen ruhig atmen. Doch runzelte sie dann die Stirn, ehe sie sich hinstellte und ihr schwankend nachlief. Am Höhleneingang zögerte sie kurz, nicht aus Angst –vor Drachen hatte sie noch nie angst gehabt-, sondern vor Respekt. „Sagt mir, wo ist Euer Reiter? Ist er männlich oder weiblich?“
Die Drachin schnaubte ihr einigen Sand entgegen und grollte leise.
Woraufhin sie kurz die Augen zusammenkniff.
Dann rollte sie sich zusammen um ihren Arm zu entlasten, legte den Kopf in den Sand und schloss die Augen. „Er... war...“, grollte sie, doch was sollte das andere angehen.
Sie runzelte die Stirn. „W- wie sah er aus? Bitte, sagt es mir...“ Noch ein paar Schritte näherte sie sich ihr. „Mein Vater ist ein Drachenreiter und er schrieb in einem Brief, dass er auf dem Rücken eines grünäugigem sitzt. Er hat die Augen so beschrieben.. das können nur Eure sein.“
Ihre großen grünen Augen musterten sie eindringlich, dann schnupperte sie in ihre Richtung. Doch schloss sie dann die Augen; ihr Körper schmerzte immer noch heftig. Sie schluckte, wollte nicht darüber nachdenken und gab sich die Schuld daran. Sie hätte es besser wissen müssen. Ihre Schuppen waren nicht mehr schwarz und glänzend, sondern grau und matt, was bedeutete, dass es ihr wirklich schlecht ging. „Verschwindet“, grollte sie nur, wollte alleine sein.
„Bitte... seid Ihr meines Vaters Drache? Ich muss ihn finden. Mutter ist krank und sie will ihn noch einmal sehen...“ Immer leiser wurde sie und musterte dabei die Drachin. „Wie Ihr wollt, dann gehe ich eben aus der Höhle“, murmelte sie nur leise und ging wirklich aus der Höhle. Doch blieb sie genau am Eingang stehen und setzte sich hin.
Sie rollte sich zusammen, ist unendlich traurig. Die Drachin grub sich weiter ein und schleuderte ihr ziemlich viel Sand entgegen, der sie ebenfalls fast begrub.
Schnell wühlte sie sich aus dem Sandhaufen und zog scharf die Luft ein, da er ziemlich in den Wunden brannte.
Sie war kaum noch zusehen, nur ihre Schnauze und ihr Kopf lugten hervor. Die Drachin beobachtete sie und hoffte, dass die junge Frau bald ging. Sie roch es: Das Mädchen war die Tochter ihres Reiters. Etwas, das nur noch mehr wehtat.
Langsam stand sie wieder auf und sah sie scheinbar ewig an. Ihre Schultern ließ sie hängen, wusste nicht, was sie sagen sollte. ~Vater ist tot... Mutter liegt im Sterben... ich muss zu ihr... aber wie?“ Stumm verbeugte sie sich vor ihr, ehe sie sich umdrehte.
Die Drachin sah ihr nach und dicke Tränen tropften auf den kalten Sand. Gerne hätte sie ihr bessere Nahrichten gebracht. Oft hatte er von seiner Tochter erzählt. Er war ihr Freund gewesen. Sie schluckte. „Es tut mir leid...“, murmelte sie leise, ehe sie erschöpft einschlief.
Kurz zögerte die Schwarzhaarige, als sie das hörte, und lief dann weiter zum Meer.
Die Drachin hoffte, dass das Mädchen lernte, dass der Krieg schlecht war. Nichts mehr wünschte sie sich, als das Ende des Krieges.
Die junge Frau wusch sich die Wunden sauber und versorgte sie mehr schlecht als recht. Lange blieb sie so sitzen, ehe sie auf die Jagt ging. Jagen konnte sie schon immer und so brachte sie der Drachin ihre Beute.
Diese spürte, dass sie noch da war, doch rührte sie sich nicht und blieb liegen. Nur ab und an hob sich der Sandhügel und ihr Atem pfiff durch die Höhle. Sie schlief, doch war sie wachsam und wusste nicht, wie sie mit ihr umgehen sollte.
Die Drachin musternd schätzte sie ab, wo ihr verletztes Bein war. Dann schnappte sie sich mehrere dicke Äste und zog sich ihre Tunika aus –natürlich trug sie noch eine Untertunika. Dann ging sie an die Stelle des Beines und grub vorsichtig dort den Sand weg, legte das Bein somit einfach –und zugegeben ungefragt- frei.
Sie sah sie an und grollte. Dann zog sie das Bein weg, was sie kurz zusammen zucken ließ. „Ihr braucht selber einen Arzt. Lasst mich allein... das ist vergebene Liebesmüh“, murmelte sie nur.
Die junge Frau funkelte sie an. „Dann brauche ich eben einen Arzt, der nächste ist aber zu weit weg, von daher ist das egal. Auch habe ich des Öfteren meine Wunden schon selbst versorgt und nach hause-“, sie brach ab und sah wieder zum Bein. „Ihr haltet jetzt still, verstanden? Ich kümmre mich darum, fertig aus.“
Die Drachin zuckte zusammen und sah sie an. Doch schubste sie sie dann sanft zurück, schluckte und grub sich wieder ein. „Lasst es, versorgt Euch selbst. Seht zu, dass Ihr nach hause kommt...“, grollte sie und schlief wieder ein.
Sie atmete langsam aus, ehe sie einfach im Schneidersitz sitzen blieb und die Arme vor der Brust verschränkte. „Meine Wunden sind soweit versorgt“, meinte sie nur und dachte nicht mal daran aufzustehen. ~Auch wenn ich mich jetzt auf den Weg nach hause mache ist Mutter schon...“
Sie blinzelte. Immer riss sie der Schmerz aus dem Schlaf. Dann sah sie sie an. ~Hartnäckig... wie ihr Vater~, dachte sie sich, was ihr ein Lächeln entlockte.
Es erschreckte sie leicht. Sie konnte ein leichtes Schlucken nicht verbergen, als sie die riesigen, dolchartigen Zähne sah.
~Was willst du bloß von mir? Wenn du wüsstest, was passiert ist, würdest du mich hassen~, dachte sie sich und lehnte sich etwas zurück.
Das Mädchen schluckte erneut, ehe sie wieder einen ernsten Gesichtsausdruck zustande brachte. „Seht Ihr? Ihr könnt noch nicht mal in Ruhe schlafen. Lasst mich doch einfach Euer Bein sehen während Ihr esst und dann gehen wir zum Meer, wo Ihr Euch erst mal wascht, okay?“ Trotzig reckte sie das Kinn vor.
Sie musternd schüttelte die Drachin den Kopf. „Nur, wenn Ihr dann nach hause geht. Eure Familie macht sich sicherlich Sorgen.“
„Mein Vater... naja, Ihr wisst schon...“, fing sie stockend an. „Meine Schwester ist schon vor Jahren an Lungenentzündung gestorben und Mutter... sie hat das jetzt auch und es ist egal, ob ich mich auf den Weg mache, denn rechtzeitig komme ich nicht mehr zu ihr...“, murmelte sie leise. Dann rutschte sie aber wieder zu ihrem Bein, an welches sie die dicken Äste legte und ihre Tunika fest drum band.
Es scheint ihr so, als hätte sie ihr alles genommen, was sie noch hatte. Sie tat ihr leid und schluckte, ließ das Mädchen aber machen. „Versucht wenigstens rechtzeitig nach hause zukommen. Wenn Ihr es nicht versucht... dann wisst Ihr es nie und werdet es Euer Leben lang bereuen...“, meinte sie ernst, ehe sie sich erhob –was wirklich schwerfällig aussah- und humpelte nach draußen. Der Sand rieselte von ihr und sie sah, dass die Sonne schon lange untergegangen war.
Sie sah ihr nach, ehe sie ihr folgte und den Sand von sich klopfte. „Ich weiß, dass ich es nicht schaffe“, murmelte sie dann und ließ neben ihr her. „Ich komme von weit her, bin nur auf der Suche nach Vater hier her gekommen und bin so müde, dass ich –wenn ich schlafe- die nächsten Tage nicht mehr aufwache“, fügte sie noch an und sah beschämt zu Boden.
Langsam lief sie in das eiskalte Wasser des Meeres und tauchte unter. Endlich hörten ihre Flügel auf zuschmerzen; herrlich war das. Doch tauchte sie bald schon wieder auf; sie würde sie hinfliegen, auch wenn es ihr Schmerzen berieten würde. Der verbrannte Sattel war noch immer auf ihrem Rücken, als sie wieder an Land ging und sie an sah. „Steigt auf.“
Skeptisch sah sie sie an und dann zu ihrem Rücken. „Da hoch?“, fragte sie dann murmelnd. „Sicherlich, dass Ihr das schafft? Ich meine, naja, Ihr seid verletzt und ich will das nicht noch schlimmer machen.“ Dann runzelte sie die Stirn. „Wie soll ich da überhaupt hoch kommen?“
Leicht schnaubte die Drachin, ehe sie das Mädchen an der Untertunika mit den Zähnen packte und sie auf ihren Rücken hob, welcher riefe Furchen und verbrannte Schuppen aufwies. Sie setzte sie auf den Sattel. „Haltet Euch gut fest“, murmelte sie und verlangte, dass sie sich die Handschuhe anzog, denn fliegen war saukalt.
Sie schluckte kurz und musterte ihren Rücken. „Das braucht Ihr mir nicht zweimal sagen“, murmelte sie dann und zog sich die Handschuhe an, welche ihr ein paar Nummern zu groß waren. „Im Dorf gibt es einen Medicus. Lasst ihn Eure Wunden sehen, ja?“ Dann atmete sie tief durch und hielt sich fest.
Nach vorne blickend schwieg sie zu diesem Thema. Es würde so oder so genug Aufregung geben, wenn sie bei ihrem Dorf landete. So schwang sie sich in die Luft. Es schmerzte sie jeder Flügelschlag, doch sobald sie einen Luftstrom gefunden hatte, segelte sie ohne große Schmerzen.
Sofort kniff sie wegen dem Wind etwas die Augen zusammen, ehe sie einfach nach unten schaute. „Wow...“, murmelte sie leise und sagte die ganze Zeit über kein weitres Wort, auch wenn die Wunden der Drachin ihr Sorgen machten.
Meile um Meile flog unter ihnen dahin. Über Dörfer, Städte, Flüsse und weite Landschaften flogen sie, aber achteten nicht wirklich darauf.
„Da unten!“, meinte die junge Frau erst nach einer ganzen Weile, als sie ein ihr wohl bekanntes Dorf erblickte.
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Freyja chan


Status: Offline Registriert seit: 02.11.2009 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 03.11.2009 - 02:13 |  |
Das zweite Kapi ist auch schon fertig^^
Kapitel 2
Endlich schlafen
Die Drachin sah runter zum Dorf –ehe eine Ansammlung von Häusern- und sah, wie die Menschen sich panisch in ihren Häusern versteckten. Sie landete etwas außerhalb und sah das Mädchen auf ihrem Rücken an. Dann kniff sie der Schmerzen wegen die Augen zusammen. „Geht nach hause...“
Sofort zog sie die Handschuhe aus und sprang –mehr oder weniger gelungen- von ihrem Rücken und stellte sich vor sie. „Bitte, bleibt hier“, meinte sie eindringlich. Ihr Blick zeigte, dass sie wirklich an der Drachin hing. Aber dann drehte sie sich um und rannte- noch etwas wackelig auf den Beinen- nach hause. Die Leute begrüßten sie und sie sah, dass sie unsicher waren. Bevor sie ins Haus ging, sah sie noch mal über die Schulter zu ihr und begrüßte dann leise den Heiler, welcher bei ihrer Mutter war.
Es ging ihr sichtlich schlecht; sie lag im Sterben. Unter den Augen hatte sie dunkle Ringe, auch waren ihre Wangen eingefallen und so dünn war sie noch nie gewesen. Doch war sie sichtlich glücklich, dass ihr Mädchen hier war.
Sofort kniete sie sich neben sie ans Bett und beugte sich über sie. „Ich bin hier und du brauchst keine Angst haben... Grüße die Kleine und Vater von mir, ja?“ Sie griff nach ihrer Hand –sichtlich erschrocken, dass sie so kalt war- und küsste sie auf die Schläfe.
Inzwischen zog sich die Drachin auf eine Lichtung nahe des Waldes zurück –jeder Schritt schmerzte- und rollte sich zusammen.
Die kranke Frau lächelte ihre Tochter an. Sie hustete schwer und schloss die Augen. „Werde glücklich... und hasse nicht...“, meinte sie leise mit kratziger Stimme.
„Mache dir keine Sorgen um mich, Mutter. Ich verspreche dir, dass ich auf mich aufpasse und sage Vater, dass seine Freundin auch hier ist... dass ich mich so gut ich kann um sie kümmre...“ Immer leiser wurde sie, als der Druck um ihre Hand nachließ. Mehrmals atmete sie tief durch, ehe sie sich über sie beugte und sie auf die Stirn küsste. „Ich hab dich lieb...“ Dann ging sie raus und ließ den Heiler seine Arbeit machen, obwohl ihr so unglaublich schlecht war.
Die Dorfbewohner sahen sie an und waren froh, dass der Drache weg war. Zu oft flogen Drachen hier vorbei und hatten ihr Vieh geraubt.
Nirgends war die Drachin zusehen. Sie schlief unruhig auf der Lichtung. Immer wieder schreckte sie hoch. Ihr Grollen war im ganzen Wald zuhören. Der Flug hatte sie völlig erschöpft.
Erst sah die junge Frau alle müde an, dann verwirt und schließlich wütend. „Ihr seid doch alle bescheuert! Auf dem Drache ist Vater geflogen!! Nur durch sie bin ich rechtzeitig zu Mutter gekommen, obwohl sie-“, sie brach ab und rannte sofort los. Im Dorf gab es noch einen heiler, einen Medicus, welcher sich nur um Tiere kümmerte. Sie schnappte ihn, auch seine Sachen, und lief mit ihm zur Drachin, denn zu überhören war sie nicht.
Die Drachin hörte sie näher kommen, hob den Kopf leicht und blinzelte. ~Wieso willst du mir so verbissen helfen...?~, fragte sie sich und grollte den Fremden an. Er gefiel ihr nicht, denn er schien panisch zu sein. Sie streckte die Schnauze zu ihnen beiden , schnaubte und rollte sich wieder zusammen.
Keuchend blieb sie stehen und merkte erst gar nicht, dass sie das alleine tat. Mit gerunzelter Stirn drehte sie sich um und konnte den Medicus gerade um einen Baum flitzen sehen. „Na wie toll...“, murmelte sie nur und ging wieder zu ihrem verletzten Bein. „Ich hätte ihn das zwar lieber machen lassen, aber ich kann das auch.“
Sie sah das Mädchen an. „Macht Euch nichts daraus. In diesen Zeiten haben alle angst vor einem großen Schwarzen wie mir... Wir sind selten geworden und doch erzittern die Völker, wenn sie von uns hören“, murmelte sie leise und sah sie weiterhin an. Sie wehrte sich nicht und lies sie machen, doch schnaubte sie laut, als sich Personen aus dem Dorf näherten, die wissen wollten, was los sei.
Die junge Frau sah nicht auf, als sie mit ihr redete, schmierte einfach weiter die Kräuterpaste drauf und schiente es. „Schon als kleines Kind wollte ich immer einen Drachen berühren“, murmelte sie dann. „Ich freute mich wirklich für Vater, als er schrieb, dass er auf einem sitzt, aber ich war auch eifersüchtig“, grinste sie dann. „Mutter... hat das nie verstanden, sie war halt die typische Hausfrau...“ Immer wieder musste sie schlucken und rieb sich über die Augen, ehe sie aufblickte, um sie herum lief und zu den anderen sah. „Was soll denn los sein? Das ist die Drachin, von der Vater geschrieben hat; seine Freundin.“
Die Bewohner sahen sie an; hatten sichtlich angst.
Die Drachin roch deren Angst und schnaubte. Sie sah die Leute an, wobei diese zurück wichen. Dabei wollte sie niemanden erschrecken und lehnte sich zurück.
„Wo ist denn dein Vater, wenn sie doch seine Freundin ist?“, fragte einer ängstlich wirkend. So einen großen Drachen hatten sie noch nie gesehen.
Das Mädchen sah zu ihr hoch, ehe sie wieder zu ihnen blickte und die Schultern etwas hängen ließ. „Vater ist da, wo Mutter auch ist und ich glaube... nein, ich weiß, dass es ihnen gut geht“, meinte sie fest überzeugt und sah wieder zu ihr hoch. „Warum habt ihr solche angst?“, fragte sie dann –konnte es einfach nicht verstehen- und stich ihr leicht über die Schuppen am Hals.
Die Drachin schloss die Augen und ließ sie machen, da sie wusste, dass sie ihr nur helfen wollte.
Zögernd kamen die Dörfler dann Schritt für Schritt näher. Auch wenn ihnen ihr Wiederwille und die Angst anzumerken waren, halfen sie doch mit, sich um die Wunden der Drachin zu kümmern und sie zu versorgen.
Als die Sonne unterging war es dann geschafft. Es wurde merklich kalt.
Die Drachin rollte sich zusammen und schlief schon lange, hatte etwas gegen die Schmerzen bekommen. Ein paar Schuppen von ihrem Rücken mussten entfernt werden, aber das war nichts schlimmes für sie.
Immer wieder rieb sie sich über die Augen, stapelte alles an einer Stelle und bedankte sich bei allen, als sie gingen. Dann fand sie in einer Satteltasche einen Brief ihres Vaters, welcher an sie gerichtet war. Doch musste sie sich neben den Drachenkopf setzten um überhaupt noch etwas Mondlicht abzubekommen. Mehrmals las sie ihn sich durch und merkte gar nicht, dass sie anfing zu weinen.
>>Kümmre dich gut um meine Freundin
und passt gegenseitig auf euch auf.
Ich liebe euch beide
Dann wanderte ihr Blick zur Drachin, steckte den Brief weg, schnappte sich eine Decke –welche sie bekommen hatte- und legte sich hin. Es war wirklich eiskalt, doch kullerte sie sich soweit möglich zusammen und kuschelte sich unbewusst an sie.
Die Drachin wachte kurz aufm ehe sie einen Flügel über sie legte, denn darunter war es herrlich warm. Dann schlief sie wieder ein.
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Freyja chan


Status: Offline Registriert seit: 02.11.2009 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 03.11.2009 - 02:14 |  |
Jetzt kommt auch schon gleich das dritte Kapi. Vielleicht schaff ich bis heut Abend das vierte schon^^
Kapitel 3
Auf die Reise
Leise murmelte sie sich tiefer unter die Decke und wachte morgens zwinkernd auf. Verwirrt sah sie sich um und sah sich das etwas, was über ihr hing –sie erkannte es im ersten Moment gar nicht- perplex an. Dann krabbelte sie langsam und vorsichtig unter ihrem Flügel hervor und streckte sich herzhaft gähnend, wobei ein paar Knochen knackten.
Von dem Gähnen wurde die Drachin geweckt. Sie blinzelte sie an und streckte sich laut grollend. „Ich hoffe, Ihr habt gut geschlafen“, meinte sie und legte den Kopf wieder auf den Boden. Heute wollte sie sich nicht bewegen und genoss die warm aufgehende Sonne.
Sie zwinkerte noch leicht verschlafen, ehe sie sich neben ihren Kopf setzte. „Ja... danke“, murmelte sie leise und erinnerte sich wieder an den Brief. „Mein Vater hat mir einen Brief geschrieben. Er war im Sattel. Er... ermöchte, dass ich mich um Euch kümmre und hat geschrieben, dass er uns alle sehr liebt....“
Schluckend sah sie zu ihr. „Euer Vater... war ein guter Mann. Aber um mich braucht sich niemand kümmern...“
Leicht schlug sie der Drachin vor die Schnauze, was diese überrascht blinzeln ließ. „Mein Vater will, dass ich mich um Euch kümmre, dann mache ich das auch.“
„Aber, ich muss zurück... zurück zum Herr. Dort werde ich einen neuen Reiter bekommen, auch wenn ich das gar nicht will...“, murmelte sie traurig und schloss die Augen.
„Oh“, murmelte die junge Frau leicht geschockt und kuschelte sich leicht an ihren Hals. „Dann komme ich mit... Kann ich nicht Euer Reiter sein?“
Sie sah sie überrascht an. ~Das sie das will..~ Dann legte sie den Kopf leicht schief und schluckte. Sprachlos.
„Lasst mich mit Euch kommen, bitte...“ Sie kniff die Augen zusammen und legte ihr –soweit eben möglich- die Arme um den Hals. „Mich hält hier nichts mehr... Ihr seid das Einzigste, was es noch gibt, dass mir etwas bedeutet...“
„Aber... aber Ihr kennt mich doch gar nicht“, meinte sie nur erstaunt.
Die junge Frau atmete tief durch und meinte: „Dann kenne ich Euch eben nicht, trotzdem bedeutet Ihr mir viel.“
„Nun gut, auch wenn Euer Vater sicher nicht gewollt hätte, dass Ihr mitkommt... so ist es wohl sicherer, Ihr seid bei mir.“
„Vater wusste schon immer, dass ich Drachenreiter... Drachenreiterin werden wollte.“ Jetzt grinste sie über das ganze Gesicht. „Ich bin Tara.“
Sie sah zu ihr runter, beugte sich zu ihr und schubste sie leicht mit der Schnauze an. „Nennt mich Yuki. Den Name gab mir Euer Vater, denn meiner ist unaussprechlich für Euch Menschen. Euer Vater hatte sich immer die Zunge dabei gebrochen.“
Tara setzte sich gerader hin und lachte leise. „Dann hätte ich gerne mal gesehen, wie er sich die Zunge brach.“ Doch stockte sie dann und fing an zu überlegen. „Ähm... ich brauche ja dann einen Sattel, nicht wahr? Aber in der Gegend gibt es keine und Vaters ist nicht mehr zu gebrauchen...“ Jetzt grinste sie breit und sah sie strahlend an. „Darf ich ohne?“
„Wenn Ihr Euch dann halten könnt“, meinte sie leicht lächelnd. „Euer Vater hat es einmal versucht; er wäre fast abgestürzt“, lachte sie, aber sah sich dann um. „Wenn Ihr etwas Fell unterlegen würdet; denn dort schmerzt es noch ein wenig.“
„Dann versuche ich das erst recht“, meinte sie lachend und stand auf. „Ich klau schon irgendwo etwas Fell.“ Schon rannte sie Richtung Dorf.
Yuki sah ihr zwinkernd nach. „Wie kann denn das... Ihr sollt nicht stehlen!“, brüllte sie ihr hinterher. Doch konnte sie eh noch nicht fliegen, noch war sie dafür zu erschöpft. Dann sah sie sich um. Es war so, dass sie wirklich Hunger hatte.
Stolpernd blieb die junge Frau stehen und drehte sich zu ihr um. „Geht’s vielleicht noch lauter?!“ Grummelnd blieb sie, wo sie war. „Dann frage ich eben, ob sie ein paar Kühe für dich haben, okay? Damit Ihr wenigstens etwas zu Essen habt. Wie viel braucht Ihr?“
Yuki sah zu ihr und musste schmunzeln. „Zwei reichen, denke ich“, lachte sie dann und rollte sich wieder zusammen, streckte die Flügel aus. Die Sonne viel herrlich warm auf ihre Schuppen.
„Okay, Meister“, lachte sie dann und rannte zum Dorf. Wenig später kam Tara dann mit einem nervösen Hirten und zwei gefleckten noch nervöseren Kühen zu Yuki zurück. Sie hatte noch eine Art ledernen Rucksack auf dem Rücken. „Lasst es Euch schmecken“, meinte sie dann grinsend und aß ein Stück gebratenes Fleisch.
Yuki lächelte den Hirten unsicher an, welcher junge Kühe mitgebracht hatte. Sie bedankte sich freundlich bei ich, und schlug ihre Klauen in einer der Kühe, welche vor Schmerz und Schreck aufschrie, ehe sie ihr das Genick brach und sie laut schmatzend verschlang.
Tara sah dem Hirten nach, als er fluchtartig das Weite sichte und hatte alle Mühe damit, die andere panische Kuh festzuhalten. „Schneller bitte“, grummelte sie dann mit vor Anstrengung gebeutelter Stimme. Dann stolperte sie und zwei Felle vielen aus dem Rucksack. Sie grinste Yuki lieb an.
Die Drachin packte sich die andere Kuh mit den Klauen und brach auch dieser das Genick, sodass diese einfach zusammensackte. Yuki sah Tara mit blutverschmierten Maul an und meinte grinsend: „Hetzte niemals einen essenden Drachen... das kann tödlich ausgehen.“
Die junge Frau sah sie zwinkernd an und fing dann an zu lachen. „Okay, das war wohl die erste Regel von vielen, welche ich lernen muss, was?“ Flink steckte sie wieder die Felle in den Rucksack, welche sie ‚gefunden’ hatte.
Yuki schüttelte den Kopf und sah sie durchdringend an. „Die zweite: Lügt mich nicht an. Ich will nicht, dass Ihr kriminell werdet, nur wegen mir. Habt Ihr das verstanden?“, fragte sie und riss ein riesiges Stück Fleisch aus der Kuh. Es war wirklich ekelig; überall Blut und kleinere Fleischbrocken.
Sie sah auf den Rucksack und dann verschmitzt zu ihr. „Erstens habe ich gar nicht gesagt, dass ich sie gekauft habe und zweitens habe ich sie nur ohne zufragen geborgt“, meinte sie grinsend, verzog dann aber das Gesicht. „Muss ich Euch dann waschen?“
Yuki sah zu ihr runter und musste lachen. „Wieso waschen?“, fragte sie dann und fraß weiter; zerbiss die Knochen mit Leichtigkeit. Nichts von der Kuh blieb übrig, außer die goldfarbene Glocke, welche etwas blutverschmiert war und im Licht leicht glänzte.
„Warum waschen?! Seht Euch doch mal an; Eure ganze Schnauze ist blutverschmiert und Euer Hals zum Teil auch.“ Dann setzte sie den Rucksack ab, ging zum Rand der Lichtung und sah runter in den tiefen See. „Wetten, ich traue mich da runter zu springen und Ihr nicht?“, fragte sie dann lachend und eher im Scherz.
Yuki sah sie an, ging zu ihr und schubste sie einfach runter, ehe sie wartete und selber hinunter sprang, wodurch eine riesige Wasserfontäne in die Luft schoss.
Vor Schreck schrie Tara auf und holte gerade noch rechtzeitig tief Luft, ehe sie unterging. Doch als sie wieder auftauchte hatte sie auch nicht viel Zeit zum Luftholen, da die Welle über sie schwappte. Keuchend und prustend hielt sie dann den Kopf über Wasser und sah sich um. „Nett... wirklich... ganz nett...“
Die Drachin tauchte unter sie und schubste sie an Land. „Ich dachte, Ihr wolltet baden“, lachte sie und sah Tara dann verlegen an; denn mit deren Vater hatte sie so etwas nie gemacht.
Tara spritzte ihr Wasser entgegen –obwohl das natürlich nicht wirklich etwas brachte- und meinte lachend: „Das schon, aber nächstes mal würde ich gerne mehr Luft holen.“ Dann zwinkerte sie Yuki an. „Drachen sind ja immer süß, aber wenn sie verlegen gucken sind sie ja noch viel süßer“, meinte sie dann grinsend.
Yuki lächelte sie an und spritzte ihr ebenfalls Wasser entgegen, was eine viel größere Wirkung hatte. „Ich? Süß? Das nehmt Ihr zurück“, lachte sie, spielte beleidigt, wendete sich ab und ließ sich treiben.
Tara sah sie an und saß da wie ein begossener Pudel, als sie wieder atmen konnte. „Nein, mache ich nicht“, meinte sie nur grinsend, schwamm zu ihr und kletterte –mehr schlecht als recht- auf sie. „Du bist süß und schön und nett.“
Sie tauchte unter, mit Tara auf ihrem Hals, und schwamm eine Runde –es war herrlich-, ehe sie sich wieder treiben ließ und sah sich dann um. Sie schmunzelte, als sie sah, dass die Dorfbewohner sie beobachteten, musste dann aber gähnen.
Tara klopfte ihr locker auf den Hals und grinste sie an. „Kommt, ist genug für die Figur getan heute. Lasst uns aus dem Wasser gehen, ja?“ Dann hob sie den Kopf, sah erst jetzt die Leute und rief ihnen lachend nur ein „Hey!!“ zu. Dann sprang sie von Yukis Hals.
Yuki rollte sich auf den Bauch und schüttelte sich. „Ich bleibe noch, geht ruhig.“ Dann tauchte sie wieder unter. Sie genoss es, denn hier schmerzte das Bewegen nicht so.
„Aber nicht, dass ihr übertreibt“, meinte sie noch, schwamm zum Ufer und wrang sich die Sachen etwas aus. Ehe sie ins Dorf ging sah sie noch einmal zu Yuki und grinste leicht. Im Dorf zog sie sich erst mal trockene Sachen an und kam mit etwas Brot wieder, welches sie bei her kaute.
Yuki trieb noch im Wasser, als sie Tara wiederkommen sah und lächelt, als sie aus dem Wasser stieg. In leichten Bächen floss es von ihr runter und schüttelte den Rest ab.
Sofort wich die junge Frau vor dem Wasser zurück und bekam so nicht allzu viel ab.
Die Drachin legte sich hin und genoss die untergehende Sonne.
Tara setzte sich neben Yuki und lehnte sich mit den Rücken an sie. Die ganze Zeit sah sie hoch zum Himmel und aß das Brot bei her auf.
Yuki sah zu ihr, schloss die Augen und döste etwas ein.
Wenig später kamen ein paar Leute vom Dorf und der Dorfälteste fragte, einen Seitenblick auf Yuki werfend: „Tara, was wird jetzt? Was hast du vor?“
Ein Grinsen erhellte ihr ganzes Gesicht, aber sie sah nicht zu ihm; nur weiter zum Himmel. „Ich gehe... fliege mit Yuki mit. Ich werde Drachenreiter, wie Vater auch.“ Ihre Augen schienen regelrecht aufzuleuchten. „Das wollte ich schon immer.“
Yuki kuschelte sich an sie und rollte sich neben ihr zusammen.
Die Leute schienen nicht begeistert zu sein. „Wenn das dein Wunsch ist...“, meinte der Älteste zögernd und verschwand mit den anderen wieder Richtung Dorf.
Am Abend wachte Yuki wieder auf. Sie reckte sich und gähnte herzhaft. Zum Horizont blinzelnd meinte sie dann: „Wir sollten langsam los...“
Tara grinste Yuki an und meinte erst mal: „Guten morgen, ähm... abend“ Dann stand sie auf, ging zum Rucksack mit den ‚geliehenen’ Fellen und kam wieder zu ihr. „Glaubt Ihr, dass Ihr schon fliegen könnt?“
Die Drachin sah zu ihr runter und schüttelte den Kopf, dennoch ließ sie Tara aufsteigen, da sie –trotz gebrochenem Bein- schneller laufen konnte.
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Freyja chan


Status: Offline Registriert seit: 02.11.2009 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 03.11.2009 - 22:22 |  |
WIe versprochen das vierte, vielleicht schaff ich auch heut noch das fünfte^^
Kapitel 4
Eine neue Regel
So kamen sie gut voran. Liefen über weite Ebenen und hielten Abstand von Menschensiedlungen. Drei Tage lang... so erreichten sie die Berge, dort musste Yuki aber fliegen.
Immer wieder wanderte Taras Blick zu Yukis verletztem Bein. Ihre Beine hingegen fühlten sich langsam irgendwie taub an, weswegen sie immer wieder über sie rieb. Wenn Yuki lief konnte sie sich ohne Probleme oben halten, sie war nur gespannt, ob das beim Fliegen auch so sein würde. Am Fuße der Berge –der Mond schien hell und kreisrund am Himmel- rutschte sie von Yukis Rücken und legte sich ein Fell auf den Boden, auf welches sie sich dann setzte.
Yuki machte sich lang, es war wirklich spät und das Laufen hatte sie erschöpft. Zum Glück hatte sie sich am Tag ein Wildschwein gefangen, an welchem sie sich nun gütlich tat, nachdem sie Tara ein Feuer entfachte. Dann sah sie zu ihr, schlief aber schnell ein; doch war sie wachsam.
Tara rieb sich immer wieder über die Innenseite ihrer Schenkel und lehnte sich mit dem Rücken an sie. „Schlaft gut...“, murmelte sie leise. Sie selbst aß nicht viel, dafür war sie viel zu nervös. Auch schließ sie erst ziemlich spät ein.
Yuki legte einen Flügel über sie, denn sie mochte Tara wirklich. Doch was, wenn sie kämpfen mussten? Denn Tara hatte noch nie von einem Drachenrücken kämpfen müssen. Sie schluckte, wurde wach und reckte sich.
Überall landeten Drachen. Weiße mit schlitzartigen blauen Augen, welche irgendwie kalt wirkten. Doch trugen sie alle das selbe Wappen: Einem silbernen Kelch, dahinter ein edelsteinbesetztes Schwert auf grünem Grund.
Yuki lächelte sie an –ihre grünen Augen funkelten-, denn sie kannte sie alle. „Es ist schön euch zu sehen. Ich werde bald wieder mit euch fliegen; sofern ich im Lager bin.“
Die Drachen nickten. Sie waren zwar groß, doch im Vergleich zu Yuki waren sie klein. Auch glänzten sie nicht und ihre Augen sahen ernst aus.
Gähnend kullerte sich Tara einen Ball gleich unter Yukis Flügel zusammen und drückte sich an sie. Doch wurde sie von deren Stimme geweckt. Vor sich hingähnend öffnete sie zwinkernd die Augen. „Was ist denn los?“, fragte sie mit schlaftunkender Stimme und krabbelte unter dem Flügel hervor.
Die Weißen waren überrascht, denn sie kannten Yukis vorderen Reiter gut und sahen Tara an; nickten zur Begrüßung.
Tara stellte sich gerader hin und musste bei ihnen den Kopf leicht in den Nacken legen. „Hey, wie geht’s?“, fragte sie dann grinsend.
Der kleinste –aber immer noch große- Weiße reckte den Hals und stupste sie leicht an.
Tara strich ihm über die weiche Nase und sah dann zu Yuki.
Diese lächelte sie an. „Fliegt schon einmal mit ihnen vor. Ich komme nach, versprochen. Drachenehrenwort.“
„Aber... okay. Wenn es Euer Ehrenwort ist, will ich mal auf Euch hören“, meinte sie zögernd; nicht begeistert. Dann kletterte sie auf den Rücken des kleinsten Weißen und hielt sich fest, wenn auch nicht glücklich.
Doch bestanden die Weißen darauf, dass Yuki sofort mitkam und schwangen sich in die Luft.
Yuki schnaufte und folgte hintendrein, da sie sonst die anderen wegwehen würde. Sie flog neben ihnen her und konnte nach einiger Zeit vor ihnen das Lager schon sehen.
Immer wieder sah Tara ohne angst nach unten, aber als ihr Blick dann auf das Lager viel, musste sie schlucken. „Sagt, muss ich irgendetwas beachten und mich an bestimmte Regeln halten?“, fragte sie dann leicht unsicher.
Yuki sah zu ihr und flog mit ein paar Flügelschlägen über ihnen, sodass ihre Gestalt nur durch die Sterne verraten wurde, die sie verdeckte. „Überlasst mir das Reden, ich werde das schon machen. Aber wenn Euch ein höherer Offizier gegenübersteht müsst Ihr salutieren, das ist Pflicht. Außerdem... ach, Ihr werdet es sehen“, meinte sie dann.
„Oh... okay, das werde ich.“ ~Und wo dran erkenne ich so einen Offizier?~, fragte sie sich dann nur, blieb aber still.
Signatur "Du glaubst, dass ein Einiger Luzifer ist?
Du tust gut daran,
die Götter glaubens auch und zittern!" |