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...   Erstellt am 27.12.2007 - 13:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


UNO warnt vor explodierenden Lebensmittelpreisen

Hungersnot bedroht Millionen von Menschen in allen Kontinenten.
Die explodierenden Lebensmittelpreise stellen nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO eine Bedrohung für Millionen von Menschen in den ärmsten Ländern dar. Allein im Vorjahr sind die Preise für Lebensmittel um 40 Prozent gestiegen, erklärt die Organisation. Für viele Länder sei der Import von Lebensmitteln daher nicht mehr möglich.

Der Aufruf der FAO will eine Unterstützung von Bauern in den ärmsten Ländern der Welt zum Ankauf von Samen und Düngemitteln erreichen. Die FAO fordert aber auch, dass das Thema Agrotreibstoffe vor diesem Hintergrund neu diskutiert wird. Nach Angaben der UN-Organisation sind 37 Länder durch Konflikte und Katastrophen von Hungersnöten bedroht. "Ohne Unterstützung der Bauern in den am schlimmsten betroffenen Staaten, werden die Menschen es nicht schaffen", erklärt FAO-Direktor Jacques Diouf. Der derzeitige Preis für Lebensmittel liegt auf dem höchsten Niveau seit 1990 und ist von 2006 auf 2007 um 25 Prozent gestiegen.

Hungergefährdet sind mehrere Millionen Menschen - vor allem in afrikanischen Staaten, aber auch in Asien wie beispielsweise in Nord-Korea, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan, Indonesien und Nepal. In Mittelamerika sind Haiti, die Dominikanische Republik und Nicaragua nach Überschwemmungen betroffen, nach Zerstörungen durch Wirbelstürme auch die Karibikinseln Dominica, St. Lucia und Jamaika. Das einzige hungergefährdete Land Europas ist die Republik Moldau - zugleich auch eines der ärmsten Länder Europas.

Zur Erhöhung des Nahrungsmittelpreises haben auch großräumige Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten beigetragen. Chinas Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und vor allem nach Fleisch haben der Problematik noch Zündstoff gegeben. Zudem ist die moderne Landwirtschaft stark erdölabhängig. Das ist ein Mitgrund dafür, dass die Preise für die Endprodukte deutlich höher liegen als in den Jahren zuvor. Das Thema Agrotreibstoffe - hier insbesondere die Verwendung von Lebensmittel für die Herstellung von Treibstoffen - wird in einer Konferenz, die kommendes Jahr im Juni über die Bühne gehen wird, thematisiert. Diouf geht jedenfalls davon aus, dass die steigende Nachfrage nach alternativen Treibstoffen die Nachfrage nach nutzbaren Pflanzen verstärkt hat.

Für Kritiker ist der FAO-Bericht keine besonders große Überraschung: "Dass es um die Zukunft der industrialisierten Landwirtschaft schlecht bestellt ist, prophezeie ich seit Jahren", meint der Wiener Humanökologe und Umweltethiker Peter Weish http://www.boku.ac.at im pressetext-Gespräch. Eine erdölabhängige Lebensmittelproduktion, wie sie heute üblich ist, sei nicht zukunftsfähig. Weish kritisiert in diesem Zusammenhang die fehlende Frage nach der Zukunftsfähigkeit von Entwicklungen im gesamten Systemzusammenhang. "Diese fehlt nämlich auch bei der Frage, ob Gentechnik eingesetzt werden soll oder nicht. Von Wirtschaft und Politik instrumentalisierte Expertengremien produzieren Unbedenklichkeitsbestätigungen, Skeptiker werden als inkompetente Pessimisten bezeichnet. Ökologische Systemzusammenhänge sowie Neben- und Spätfolgen spielen in diesen Entscheidungen keine Rolle", kritisiert Weish.

Der Ausweg aus dieser Krise könne nur in einer vielfältig, lokal angepassten kleinräumigen Form der Landwirtschaft möglich werden. "Diese ist in der Lage im Einklang mit biologischer und kultureller Vielfalt die Ernährungsbasis der Menschen zu sichern." Ein Grund, warum Weish auch Gentech-Gegner sei, liege darin, dass mit Hilfe der Gentechnik in Händen von Agro- und Chemiekonzernen die Globalisierung der industriellen Landwirtschaft weiter beschleunigt und zukunftsfähige agrikulturelle Strukturen weltweit aus dem Feld geschlagen werden. Weltweit wächst die Einsicht, dass die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft nur auf dem Weg der Ökologisierung möglich ist. "Das bedeutet Wirtschaften mit der Natur, Schließen der Stoffkreisläufe, lokal angepasste kleinräumige Strukturen mit reicher Sortenvielfalt. Auf diesem Weg ist die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig möglich und es sind hohe Flächenerträge zu erzielen."

Über Erfolge berichtet die FAO aus dem ostafrikanischen Land Malawi: Hier konnte mit Hilfe von Koupons für Bauern der Maisertrag um eine Mio. Tonnen übertroffen werden. Profitiert haben dabei sowohl die Kleinbauern als auch die Bevölkerung.
Quelle:
pressetext.austria 2007
Wolfgang Weitlaner 2007





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...   Erstellt am 27.12.2007 - 13:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was im vorangehenden Artikel noch unbeachtet blieb, steht HIER und muß zur Beurteilung der Gesamtsituation hinzugezogen werden. Dann wir erst das gesamte Ausmaß der tatsächlichen Entwicklung erkennbar, was auch Auswirkungen auf die Ernährungssituation in unserem Land haben wird.





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...   Erstellt am 07.02.2008 - 07:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Klimawandel: Wer 2030 hungern wird

Wie wirkt sich die Klimaerwärmung auf die Ernährungssituation weltweit aus? Forscher haben berechnet, wo die Nahrungsversorgung bis 2030 am gefährdetsten ist

Dass sich weltweit steigende Temperaturen nicht überall negativ auf die landwirtschaftliche Produktion auswirken müssen, ist nachvollziehbar. Ebenso klar ist aber auch, dass sich die Bedingungen für die Landwirtschaft ändern werden. Wenn sich die Erzeuger darauf nicht einstellen, gefährden sie die Versorgung großer Teile der Bevölkerung. Das gilt umso mehr für Gebiete, die jetzt schon durch Mangelernährung gekennzeichnet sind. Wie fit sind die dort angebauten Pflanzen für die unweigerlich kommenden Änderungen? In einem Artikel im Wissenschaftsmagazin Science haben US-Forscher diese Frage untersucht.

weiter: www.heise.de





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...   Erstellt am 22.10.2009 - 19:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Earth Overshoot Day
Die Welt ist nicht genug

Ab dem 25. September leben wir über unsere Verhältnisse. Denn ab diesem Zeitpunkt verbrauchen wir mehr Ressourcen, als unsere Erde in einem Jahr produzieren kann. Von
FOCUS-Online-Autorin Stefanie Reiffert

Wir konsumieren mehr, als unsere Erde produzieren kann Eine Erde allein reicht nicht aus, um die Bedürfnisse der Menschheit zu stillen: Würden alle Menschen so leben wie die Deutschen, würden sie doppelt so viele natürliche Ressourcen im Jahr verbrauchen, als die Erde wieder nachproduzieren könnte. Das hat die gemeinnützige Organisation „Global Footprint Network“ errechnet. Würden alle Menschen so leben wie die US-Bürger, verbrauchten sie im Jahr sogar fünfmal so viel. Die Inder dagegen konsumieren weniger als die Hälfte dessen, was die Erde bereitstellen kann. Im Durchschnitt liegt der Verbauch der Menschheit bei der Kapazität von 1,4 Erden im Jahr 2009.

Den Tag, ab dem wir über unsere Verhältnisse leben, hat „Global Footprint Network“ als Earth Overshoot Day, übersetzt der Welt-Überschreitungs-Tag, ausgerufen. „Das ist eine einfache Frage von Einkommen gegen Ausgaben“ erklärt der Präsident von „Global Footprint Network“, Mathis Wackernagel. Die Menschheit lebt sozusagen auf Kredit, beutet die Ressourcen so aus, dass sich die Bestände nicht mehr erholen können – und sich Treibhausgase in der Atmosphäre anreichern. Die Folgen: Verlust der Biodiversität, Bodenerosion, schrumpfende Wälder und Fischbestände. Nicht zu vergessen natürlich der Klimawandel......

bitte weiterlesen: -->> klick hier





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