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...   Erstellt am 23.09.2016 - 16:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


VILLA KUNTERBUNT



Ich weiß nicht, wann wir zum ersten Mal den Gedanken hatten, aber irgendwie war er wohl immer da.
Hendrik und Jasmin sind unsere besten Freunde. Wegen Hendrik haben Jasper und ich uns überhaupt erst kennengelernt.
Als Jasmin und ich 14 waren, haben wir uns geschworen, dass wir immer nah beieinander leben würden. Am besten direkt nebeneinander.
Aber als ich 14 war, habe ich wohl kaum damit gerechnet, dass ich mich in einen Norweger verlieben würde und ihm sogar bis in die norwegische Einöde folgen würde.
Ein Kompromiss, den ich mit der Auswanderung eingehen musste: Familie und Freunde blieben zurück in Salzburg. Zwischen Honningsvåg bzw. Trondheim und Salzburg liegen einfach zu viele Kilometer, um zu behaupten, dass ich meine beste Freundin noch nah bei mir habe.
Natürlich gab es Besuche. Etliche sogar. Mal waren wir in Salzburg, mal waren Jasmin und Hendrik hier in Trondheim. Nicht, dass Besuche reichen würden.
Im Juli waren Hendrik und Jasmin mit Yuna und Noah mal wieder bei uns in Trondheim. Wir haben Geburtstage gefeiert (Luuks, Noahs und Lumis und nicht zuletzt meinen), etliche Stunden auf Spielplätzen verbracht, waren Angeln, im Schwimmbad, haben Lagerfeuer und Schatzsuchen gemacht.
Und bei einem unserer “Abenteuerspaziergänge”, haben wir dieses traumhafte, große und etwas baufällige Haus entdeckt, das zu Verkauf stand.
Wir haben gescherzt, dass wir das Haus doch zusammen kaufen könnten und alle zusammen - 4 Erwachsene und 5 Kinder - dort einziehen könnten. Groß genug wäre es allemal. Da hätten auch noch 5 weitere Kinder Platz.
Es wurde zum Running Gag, wir haben ständig herum gesponnen, wie wir das Haus renovieren könnten, wie wir uns das Wohnzimmer und die Küche einrichten würden.
Es wird wohl zwei Wochen so gegangen sein, bis wir eines Abends vollkommen ernst darüber gesprochen haben. Eine weitere Woche verging, in der wir das Haus besichtigten. Und spontan den Kaufvertrag unterschrieben haben.
Und so wurde unser Projekt “Villa Kunterbunt” geboren.





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Luan Javid ♥ Luuk Ardian ♥ Lumi Nahia
26. APRIL 2010 ~ 1. JULI 2011 ~ 9. JULI 2014

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...   Erstellt am 18.06.2017 - 15:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


      ALLER ANFANG IST SCHWER

    Dass der Kaufvertrag nur der Anfang eines unorganisierten Chaos sein würde, hätte mir wohl von Anfang an klar sein müssen, immerhin trafen gleich vier erwachsene Chaoten aufeinander, mit einer Schnapsidee, die unter Alkoholeinfluss am Lagerfeuer enstanden war. Aber wir waren alle blauäugig und total verliebt in die Idee, unter einem Dach wohnen zu können. So blauäugig, dass wir uns gar keine Gedanken um die Finanzierung und den Zustand des Hauses machten. Das fiel uns dann wie Schuppen von den Augen, als wir uns das Haus mit einem Experten (glücklicherweise Jaspers Cousin Filip) ansahen und der natürlich gründlich die Bausubstanz überprüfte. Mit einem für uns erschütternden Ergebnis:

    • ein neues Dach muss her

    • eine Außenwand muss erneuert werden

    • die Treppe ins oberste Stockwerk ist lebensgefährlich

    • an einigen Wänden wuchert der Schimmel

    • zwei tragende Wände im Erdgeschoss sind beschädigt

    • die Kellerwände sind undicht

    • Wasser- und Stromleitungen sind nicht zu gebrauchen

    • im oberen Stockwerk sind die Böden extrem uneben und teilweise gar nicht mehr vorhanden


    Da stellt sich natürlich ganz schnell die Frage, wo man denn da überhaupt anfangen soll und wie zur Hölle wir das finanzieren sollen. Ganz davon abgesehen, dass Hendrik und Jasmin erstmal Arbeit in Norwegen finden müssen und Jasper beruflich sehr eingespannt ist. Und dann wären da ja noch fünf Kinder, die ihre Bedürfnisse haben und nicht darunter leiden sollen. Wo bleibt da noch Zeit und Kraft für eine Renovierung in einem solchen Ausmaß? Denn nur von Fachkräften renovieren zu lassen ist finanziell nunmal nicht drinnen.
    Wir haben sehr viel überlegt, kalkuliert und sämtliche Bekannte und Verwandte, die im handwerklichen Bereich tätig sind um Rat und Hilfe gebeten. Zum Glück ist Jaspers Familie in Norwegen mehr als gut vernetzt, so konnten wir uns einige Fachmeinungen einholen und vor allem Freundschaftspreise aushandeln für die Dinge, die wir definitiv nicht in Eigenleistung schaffen konnten.
    Bis die Planung und die Aufteilung des Hauses fertig war, war es Mitte Oktober und das Wetter verhieß nichts gutes. Somit verlegten wir den Baustart in das neue Jahr. Irgendwann nach dem Winter. Somit hatten wir Zeit noch genauer in die Planung zu gehen, Geld zu sparen und Jobs zu finden.





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...   Erstellt am 16.07.2017 - 18:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


      DER GROSSE ABRISS

    Im Mai konnten wir endlich richtig loslegen. Und da ja einiges komplett neu gemacht werden musste, hatten wir gar keine andere Wahl, als Wände, Balken, Böden, Leitungen und Rohre rauszureißen.

    Zunächst widmeten wir uns den Fenstern, die allesamt raus mussten. Nicht nur, weil die Rahmen sich schon selbst auflösten, sondern auch, weil es sich um eine Einfachverglasung handelte. Da hätten wir auch gleich das Geld verbrennen können, um im Winter zu heizen.
    Jasper und Filip nahmen sich ein Wochenende Zeit, um sämtliche Wände rauszureißen, die weichen mussten. Gleichzeitig entfernten sie die alten Strom- und Wasserleitungen. Einige Außenwände waren leider ebenfalls betroffen. Diese wurden einige Wochen später von Hendrik und seinem Onkel und Cousin wieder neu gemauert.
    Erst zum Schluss deckten wir das Dach ab, entfernten die marroden Balken (also quasi den kompletten Dachstuhl) und ließen ihn von Experten erneuern. Das war wohl mit Abstand die teuerste Aktion für dieses Haus und hat uns mehr gekostet, als das Haus an sich - trotz Freundschaftspreisen.
    Das Haus sah zwischenzeitlich noch marroder und zerstörter aus, als zu dem Zeitpunkt, an dem wir es gekauft hatten, aber was raus muss, muss raus. Wir wollten das Haus schließlich nach unseren Vorstellungen renovieren. Dennoch war es gar nicht so leicht bei diesem Anblick optimistisch zu bleiben. Wie zur Hölle sollte aus dieser Bruchbude jemals ein schönes Zuhause werden?





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