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Svenja ...
Pferdeabhängiger
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Registriert seit: 13.07.2005
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...   Erstellt am 12.08.2005 - 09:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


12.08.2005

Auch wenn ich nicht viel geschlafen hatte – und bei dem Gedanken daran unterdrückte ich ein Kichern und war froh, dass Jana und Julia nicht dagewesen waren – wurde ich heute morgen um halb sechs wach. Tom war jedoch schon weg, seine Sachen holen, soviel hatte er gestern Abend gesagt. Ich duschte und deckte dann den Frühstückstisch. Kurz darauf kam Pia die Treppen hinunter und sah sich suchend um. „Wo ist er?“ „Seine Sachen holen.“ Gut gelaunt, aber längst nicht mehr so hibbelig wie gestern, setzte ich Kaffee- und Eierwasser auf. „Muss ich froh sein, dass die Wände schalldicht sind?“, fragte sie lauernd. Ich grinste nur. Sie lachte. „Ertappt, ertappt“, grinste sie. „Lass doch! Wir haben sowieso darüber gesprochen, weil die Kids doch wieder kommen, ihm ist auch nur wichtig, dass wir zusammen sein können.“ Pia sah mich nachdenklich an, ich schenkte Kaffee ein und verteilte die Eier. „Will auch …“, murmelte sie mit einer seltsamen, komischen Verzweiflung. Die Haustür ging. „Ich hatte mir den dritten Schlüssel genommen, ist doch okay, oder?“ Ich bekam einen Kuss und Pia ein „Hey“. „Ja, klar, der Vermieter hat komischerweise zehn Stück hinterlassen. Hau rein!“ „Das lass ich mir nicht zweimal sagen, Bauarbeiter sind immer hungrig.“ „Das hab ich mitgekriegt“, seufzte ich spielerisch und sah mit Genugtuung, wie Amigo sich freundlich an Toms Knie drückte. „Sag mal, Tom“, mischte sich Pia ein, „wann musst du eigentlich sonst arbeiten?“ „Kommt auf die Aufträge an. Wir nehmen immer nur einen an – mit dem Geld für diesen wird verhandelt, Honey“, antwortete er. Honey, hach! „Und dann immer von sieben bis neun, oder wie?“ „Auf Wunsch des Auftraggebers. Sonnstags meistens nicht, aber hier machen wir eine Ausnahme, natürlich …“ „Müsst ihr nicht!“ „Ist aber schon so abgesprochen, wir haben schon oft Sonntags gearbeitet. Samstag ungefähr 50/50, manche wollen das, manche nicht. Normal arbeiten wir von neun bis sieben, bei euch ist das schon am Limit.“ „Na, das geht ja noch …“ „Honey, don’t be sad.“ „Why are you speaking English all the time?“, konterte ich. „Ich hab mal ne Gitarrenausbildung in good, old America gemacht”, erklärte er und köpfte sein Ei. „Uuuuuuups, halb sieben, ich muss los!“ Pia sprang auf und pfiff nach Branco. „Lass Fire im Stall, wenn ich später komme, aber ich denke, ich schaff’s!“, rief ich ihr noch hinterher. Schnell waren sie aus dem Haus. „Meinst du, du verträgst dich mit den Mädels?“, fragte ich nachdenklich. „Nun ja, wenn sie mich nicht allzu oft anknabbern …“ „Schowi!“ Wir blödelten noch eine Weile herum, dann kamen die Jungs und Tom musste ran. Ich räumte die Spülmaschine ein, die schon wieder fast überquoll. Ich würde mal wieder einen halben Putztag einlegen müssen. Ich seufte kurz und schwang mich dann mit den Hunden im Schlepptau aufs Fahrrad. Gegen halb acht kamen wir auf dem Hof an. Ich ging zu Fire, der bereits aufgefuttert hatte, und begann mit Hufe auskratzen. Als ich zum Striegeln kam, dem bequemeren Teil, unterhielt ich mich mal wieder mit meinem Süßen. „Mhm, mein Schatz? Weißt du, was heute alles anliegt? Nein? Gut, dann erzähl ichs dir. Ich werde mit deinem Freund Abdullah und Morning Star – du weißt doch, mittlerweile grast der auch bei dir! – arbeiten, dann muss ich Ausmisten, mich eine Weile um Perle kümmern, und zu Hause muss ich noch putzen, würg! Aber, mein Schatz, die Sonne scheint, wir reiten erstmal ins Gelände, mhm? Wieder durch den Bach, da sind wir eine knappe Stunde im Schritt unterwegs, das ist ein guter Ausgleich für dich, nicht wahr?“ Fire schnaubte zufrieden. Ich putzte ihn zu Ende, dann stellte ich den Kasten in eine Ecke der Box und legte Fire seine Trense an. Pünktlich um acht Uhr führte ich ihn auf den Hof. Mit Schwung landete ich so vorsichtig wie möglich auf seinem Rücken und setzte mich zurecht. Dann pfiff ich nach den Hunden. Die kamen schnell angerannt und liefen freudig mit uns mit. Die Landstraße zu überqueren war wie immer kein Problem, da hier kaum Autos fuhren. Trotzdem blieb da ein gewisser Nervenkitzel. Also war ich froh, als wir auf dem Feldweg waren und zwanzig Minuten später platschte Fire gemütlich durch den Bach, als wollte er den Ritt so lange wie möglich herauszögern. „Ja, mein Süßer, ich weiß. Bald werden wir beiden wieder zusammen zum See reiten, und zum Wasserfall, und quer über die Feldwege. Aber das Springen macht dir genauso Spass, gib es zu. Und wenn du das richtig drauf hast, dann mache ich das auch wieder mit dir, in Ordnung?“ Fire schnaubte zustimmend und ging einen Schritt schneller. Einen Moment mal, ein Hund, zwei Hund, … „Paaaaaaaaam! Paaaaaaaam! Hör auf, dem Hasen hinterherzujagen, komm her! Paaaaaam! Pam!“ Ich seufzte und lenkte Fire aus dem Bach, hier mussten wir sowieso raus. Dann ritten wir in die Richtung über die Wiesen, in die Pam verschwunden war. Doch nach einer Weile kehrte sie wie immer reumütig zurück. Ich schimpfte sie kurz, aus Prinzip, und dann ging es heimwärts. Doch es war schon eine Verzögerung gewesen, sodass wir erst um zehn Uhr auf dem Hof ankamen. Pia und Dover kamen uns entgegen zu einem Geländeritt. Ich ließ mich von Fires Rücken gleiten, die Hunde rannten begeistert auf Tenja zu. Barry musste also auch irgendwo sein, mit Leo oder Pünktchen. Ich führte Fire in seine Box und brachte die Trense weg, dann kratzte ich ihm die Hufe aus und bürstete ihn über. Schließlich durfte er endlich auf die Koppel, in einer Hand hatte ich seinen Strick, in der anderen das Halfter von Abdullah. Der und Morning Star kamen sofort zum Gatter, als ich pfiff, und alle drei bekamen eine dicke Möhre. Dann führte ich Abdullah auf den Hof und band ihn an. Ich brachte Fires Halfter weg und holte Abdullahs Putzbox, seine Trense, einen Sandsack á vierzig Kilogramm, seinen Longiergurt, seine Longe und seinen Sattel. Ich kratzte ihm zuerst die Hufe aus, dann putzte ich ihn kräftig mit Striegel und anschließend Kardätsche. Als ich ihm die Trense angelegt hatte, kamen Barry und Leopold von einer der Hallen oder Plätze. Wir plauderten, bis ich Abdullah ohne Probleme seinen Sattel aufgelegt hatte, darüber den Sandsack, befestigt mit dem Longiergurt. „Bis dann!“, verabschiedete ich mich und führte Abdullah auf den Platz. Er sah sich neugierig um, aber dann konnte ich ihn davon überzeugen, dass es hier nicht viel anders war als in der Halle, und er lief brav an der Longe mit. Er schien das ungewohnte Gewicht wohl zwar zu bemerken, aber wie immer merkte er schnell, wie er sich zu bewegen hatte, damit das Gewicht gut verlagert war. Auch im Trab bekam er das hin. Ich ließ ihn mehrere Male die Richtung wechseln und schließlich kam er mit dem durchaus beträchtlichen Gewicht gut klar. Ich ließ ihn ein paar Runden Schritt gehen und dann galoppieren. Er strauchelte ein paar Mal. Ich ließ ihn abwechselnd fünf Minuten Schritt und zwei Minuten galoppieren. Es dauerte länger als im Trab, bis er seinen Rhythmus gefunden hatte, aber schließlich galoppierte er flüssig – und war nass geschwitzt. Ich ließ ihn im Schritt gehen, bis er sich trocken gelaufen hatte. Dann wurde es höchste Zeit zum Futtern zu gehen, für ihn und auch für mich, da es bereits viertel nach zwölf war. Ich führte meinen Schatz in den Stall und nahm ihm Trense und Sattel ab, damit er sofort seine Nase ins Futter stecken konnte, was er auch tat. Als ich wiederkam, hatte Pia ihm bereits die Hufe ausgekratzt, wie sie sagte, und zusammen putzten wir ihm den letzten Schweiß ab. Dann durfte er futtern. „Und was machst du heute noch?“, fragte ich. „Ein paar Boxen noch, dann vielleicht ein paar Pferde putzen … Ich krieg die Zeit schon rum.“ „Du Glückliche … Auf mich warten noch ganz bestimmte Zimmer zum Putzen …“ „Stimmt, Einkaufen könnte ich auch noch.“ „Mach das doch, nachdem du die Pferde auf die Weiden gebracht hast. Ich bin sowieso im Reiterstübchen und bei Morning Star, und es wird schon nichts Wichtiges für dich sein.“ „Okay, mach ich glatt. Aber mir wärs lieber, wenn du im Stall wärst …“ „Gut, dann geh ich jetzt erst ins Stübchen. Ich bin um viertel nach eins wieder hier.“ „Gebongt!“ Ich ging ins Reiterstübchen und futterte wie immer meinen Salat und trank meine Cola. Dann ging ich zu Morning Star und „Pia Vertretung“.





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~SvEnJa sVeNjA~
~14.01.1992~
~Schreibt mal! IsiSvenja@aol.com~

Comments to:

Madelene: Wie ich dich einschätze, steckst du viel Arbeit in den Hof! Du bist mir sympathisch.

Andy: Danke für den Besuch bei meinen Süßen! Du scheinst verlässlich zu sein. Ich mag dich.

Isa: Lern dich bald besser kennen *hope*

Andrea II ^^: Du bist witzig, bleib bitte so ^^

Willst auch DU hier stehen? Dann schreib MIR hier und JETZT! *lol*


Madelene ...
Pferdeirrer
............



Status: Offline
Registriert seit: 12.07.2005
Beiträge: 365
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...   Erstellt am 12.08.2005 - 09:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bravo!





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Ein guter Trainer kann hören, was ein Pferd zu ihm sagt. Ein großer Tranier versteht sogar sein Flüstern.

Monty Roberts


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