Mediterranea, eine Insel im Mittelmeer.

Eine Insel, ein unabhängiger Kleinstaat - genau im Kreuz der vier größten Mächte dieser Zeit: Rom, Athen, Alexandrien und Karthago - ein Ort der Weisheit und des Wahnsinns, der Korruption und der Freundschaft, der Freiheit und des Kampfes, ein Schmelztiegel der Kulturen und Klassen, wo Senatoren einem illustren Leben frönen, Händler aus aller Welt die exotischsten Dinge darbieten und Sklaven um ihre Freiheit kämpfen. Erlebe das Schicksal: Tauche ein in eine Welt voller Intrigen, Kampf, Spannung, Spaß, Liebe und Hass - werde Teil von Mediterranea!

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Normin 
Ehem. Rebellanführer
Administrator


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Beiträge: 7990
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...   Erstellt am 18.05.2005 - 00:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im tiefsten Keller der Arena befinden sich mehrere grössere Verliese, die vor Dreck nur so strotzen. Hier sind die Schwerverbrecher und Sklaven eingesperrt, die nur zu einem Zweck kämpfen sollen: Um getötet zu werden.

Zum Gang hin befindet sich ein grosses, massives Gitter, in der sich eine vergitterte Tür befindet. Hinten in einer Ecke befindet sich eine mannsgrosse Öfnung im Boden, die ebenfalls vergittert ist.

Schmutziges Stroh liegt auf dem Boden, welches nur ab und zu mal ausgewechselt wird.

Im Gang stecken wenige Fackeln in den Wänden, so dass sie nur wenig Licht in die Verliesse lassen.

Verlies tief unter der Arena #1 befindet sich im Archiv





Signatur
Auch wenn dir die Hände gebunden sind, dein Geist bleibt frei ...


Alexander
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 00:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alexander führte die beiden nach unten ins Verließ, so wie Jaana es ihm befohlen hatte. Auch wenn er wußte, das er es gleich wieder verlassen konnte, so wirkten die Wände doch beklemment auf ihn. Schließlich schloß einer der Wachen eine Zelle auf und Alex nach sich zuerst Arman vor und trennte dessen Fesseln wieder auf. "Ich hoffe du verstehst, warum ich das tun muß..." erklärte er und schob den anderen hinein, bevor er auch Tristan von seinen Fesseln befreite und ebenfalls einsperrte. Direkt hinter ihm fiel die Tür ins Schloß und die Wache schloß ab. "Ich sag der Senatorin Bescheid, haltet hier Wache..." befahl Alex den beiden wachhabenden und verschwand dann mit den beiden anderen Soldaten.

tbc: villa krypton




Tristan
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 00:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Von Villa Caecilia

Tristan stand fassungslos in der Zelle und starrte weiter auf den Boden. Den Weg über hatte er kein Wort gesagt und sich in eisiges Schweigen gehüllt. Nun, als er mit Arman alleine in diesem dreckigen Loch war, blickte er ihn traurig an. Sein Blick war wieder leicht apatisch und er fragte nur leise:
"Warum?"

[Dieser Beitrag wurde am 18.05.2005 - 00:30 von Tristan aktualisiert]




Selim
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 00:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


(von: villa cecidingsbums)

Als sie auf das Arenagebäude zusteuerten blieb Selim unwillkürlich stehen. Wieso hierher? Wieso nicht in die Villa Krypton? Eiskalt lief es ihm den Rücken hinab. Er wusste, wo sie waren. Und er wusste, welche Schicksale sich hier zutrugen. Unsanft stieß man ihn weiter. Es hatte keinen Sinn sich zu wehren.
Das Dunkel um ihn herum wurde immer undurchdringlicher, je tiefer sie unter die Erde gingen. Gestank und Schreie schlugen ihm entgegen und wieder blieb er stehen. Nein, nein, nein!, hallte es immer wieder in seinem Kopf. Wieder wurde er hart weitergeschubst.
Als Alexander ihn losband, sah er ihn aus klaren, geweiteten Augen an, sprach ruhig. "Natürlich verstehe ich, Alexander. Tue, was unumgänglich ist." Dann trat er widerstandslos in die Zelle. Er war erleichtert, als Tristan hinter ihm eintrat. Wenigstens waren sie zusammen.
Als das Gitter sich schloss war es so dunkel, dass er sein Gegenüber fast nicht erkennen konnte. Nur der ferne Schein einer Fackel ließ Tristans Augen aufglimmen. Selim streckte die Arme nach ihm aus, zog ihn an sich. Er brauchte Tristans warmen Körper, um sich bewusst zu werden, dass dies alles kein Traum war. "Ich weiß es nicht Tris... ich weiß es nicht...", murmelte er, den jungen Mann fest an sich gedrückt.




Tristan
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 01:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als Arman Tristan an sich drückte, liess er es nur zu gerne geschehen, auch wenn er sich noch dafür schämte, daß er sie in diese Situation gebracht hatte. Er fühlte sich schuldig. Da war wieder dieser furchtbare Gefühl, daß, nur weil er existierte, andere in Gefahr brachte.
Dennoch legte er vorsichtig seine Hände an Armans Taille, seine Stirn vergrub er in Armans Halsbeuge. Er fühlte seine Nähe und ohne diese würde er verrückter werden denn je.

Wo sie waren, hatte er nur halb registriert. Er hatte die Umgebung kaum wahrgenommen, zu sehr war er in Panik und Scham verfallen und in hilflose Verzweifelung.

Und nun, wo er Arman so nah war, wollte er erst seinen Tränen freien Lauf lassen, doch es ging nicht. Denn er wollte einmal stark sein, so wie er es früher war. Er wollte Arman Hoffnung geben.

Also legte er plötzlich eine Hand in Armans Nacken und drückte vorsichtig dessen Kopf an seine Schulter.





Selim
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 01:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine Weile stand er einfach so da, klammerte sich an Tristan. Für kurze Zeit ließ er sich einfach gehen, lehnte sich an seinen Freund. Er war froh über die Dunkelheit, wusste er doch, dass die Angst ihm deutlich ins Gesicht geschrieben war. Es tat gut, schwach zu sein, doch er wusste, er musste sich zusammen reißen, durfte sich nicht zu lange in diesem Zustand aufhalten, wenn er überleben wollte und Tristan gleich mit. Also straffte er die Schultern, atmete tief ein. Nachdem er sich sorgfälltig in der Zelle umgesehen hatte, zog er Tristan in einen pechschwarzen Winkel der Zelle. "Tristan, hör zu. Ich habe mir etwas überlegt. Warscheinlich werde ich Jaana nicht hinters Licht führen können. Doch da wir nichts zu verlieren haben ist das nicht weiter schlimm. Aber wir müssen es versuchen. Wir müssen versuchen, Lucia aus der Sache rauszuhalten. Sie hat viel für uns getan und nun müssen wir versuchen, auch für sie etwas zu tun. Ich werde Jaana erzählen, dass die Wachen im Turm davon ausgegangen sind, dass sie dich nicht mehr haben will. Sie haben dich verkauft, heimlich, weil sie dachte, dass es sie nicht mehr interessiert, was mit dir ist. Lucia hat dich von ihnen gekauft, aus Mitleid. Ich, der ja die Aufgabe hatte, für dich zu sorgen, wollte dich im Turm besuchen und habe dort erfahren, was geschehen ist. Ich bin zu Lucias Haus und wollte dich nach Hause holen. Alexander hat uns auf dem Rückweg gefunden." Er sprach leise und eindringlich, schließlich wollte er keine ungewollten Mithörer. Er atmete tief ein. "Vielleicht haben wir so eine Chance, lebend aus der Sache rauszukommen. Deine Aufgabe ist es, ruhig zu bleiben. Versuche, auf niemanden los zu gehen, ruhig zu bleiben und so wenig wie möglich zu reden." Er lächelte schief, strich Tristan über die Wange. "Glaubst du, du schaffst das?"

[Dieser Beitrag wurde am 18.05.2005 - 01:30 von Selim aktualisiert]




Tristan
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 01:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als sich Arman von ihm gelöst hatte, dachte er im ersten Moment, es wäre ihm unangenehm, Tristan zu nah zu sein. Aber Tristan dachte eben auch einfach etwas anders als andere. Dann liess er sich von Arman in eine Ecke führen, wo er sich hinhockte und ihm so aufmerksam er konnte, zuhörte.
Dann nickte er nur und murmelte leise:

"Ja, ich bemühe mich ..."
Er spürte, daß es wichtig war. Aber er wußte auch, daß er verrückt war und sich manchmal nicht unter Kontrolle hatte. Er wollte Arman nichts vormachen.




Selim
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 01:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Er nickte leicht. Er wusste, Tristan würde sich Mühe geben. Das würde reichen müssen.
Er ließ sich auf dem dreckigen Stroh nieder, lehnte sich an die Wand hinter ihm. Wie lange Jaana sie wohl warten lassen würde... Da es in der Zelle kein Fenster gab, waren sie praktisch zeitlos. Er haste es, die Orientierung zu verlieren. Momentan wusste er weder wo Westen, noch wo Osten lag. Nachdenklich strich er mit den Fingerspitzen über den kalten, feuchten Stein. Wenigstens war nun diese Ungewissheit, diese Angst, gefunden zu werden verschwunden. Er sah dem, was kommen würde, fast schon gelassen entgegen. Er konnte sowieso nichts tun.




Tristan
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 02:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Langsam stand Tristan auf. Auch er wußte gerade nichts zu sagen. Er fühlte sich nur schlecht und sein Geist und Körper sehnten sich nach der Drogge. Aber auch nach Arman, doch diesen wollte er nicht schon wieder in Anspruch nehmen. Er hatte ihm zu viel angetan.
Also ging er an den Wänden entlang und strich mit seinen Händen an der Mauer entlang. Er sah im Zwielicht die Ketten, die dort angebracht waren und es erinnerte ihn an den Turm der Verrückten. Immerhin hatte man sie nicht angekettet.

Als er am anderen Ende der Zelle angekommen war, ließ er sich nieder und verggrub sein Gesicht in seinen Händen.

Da war es wieder, dieses Gefühl, daß er das Opium brauchte. Würde er wenigstens diese Sucht unter Kontrolle behalten?


"Arman. Ich werde ... soll ... ich Jaana töten, wenn ich sie sehe?"




Selim
unregistriert

...   Erstellt am 18.05.2005 - 02:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Er folgte Tristans Gestallt, denn mehr konnte er nicht erkennen, mit den Augen. Wenn es doch wenigstens ihm gut gehen würde...
"Nein Tris. Tu das nicht. Es wäre viel zu einfach. Menschen wie Jaana wünschen sich einen solchen Tod. Senatorin von Sklaven ermordet. DAS wäre auf der ganzen Insel und warscheinlich auch am Festland in jedermans Munde. Sie würden sie verehren und dich hassen. Menschen sind so. Nein... das ist keine gute Idee. Jaana muss man anders beikommen. Nur leider haben weder du noch ich die Macht dazu." Wenn sein Vater noch auf der Insel wäre... Selim verdrängte diesen Gedanken rasch. Nicht jetzt. Nicht hier. Er zupfte an dem Stroh herum. "Tris... Was ich vorhin in der Villa sagte... Ich meinte das ernst." Auch nicht unbedingt das beste Gesprächsthema, aber wenigstens lenkte es ihn und Tris wohl auch etwas ab.




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