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Das Boot - Albertcamus

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...   Erstellt am 07.06.2007 - 10:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Immer wolltest du für mich da sein, wolltest mich beschützen, vor allem und jedem, auch vor mir selbst. Gerade vor mir selbst! WO BIST DU? Gerade jetzt brauche ich dich so sehr… dich und deine Freundschaft. BITTE, du hast es mir doch versprochen! Ich bin so unruhig und kann nicht klar denken und du allein weißt, dass ich furchtbar empfänglich bin für Schmeicheleien, liebe Worte, zufällige Berührungen. Du musst mir helfen, zu erkennen, was gut für mich ist und was mir schaden könnte. Musst mir helfen, mich nicht zu verlieren! Du bist doch mein Freund!

Du weißt, dass es da diesen Mann gibt in meinem Leben. Groß, dunkel, arrogant, charmant und sehr gefährlich. Ich fühle mich in seiner Gegenwart unsicher, bin ihm schutzlos ausgeliefert. Und doch verspüre ich in seiner Nähe ein seltsames Kribbeln in meinem Körper. Seine Blicke zeigen mir, wie sehr er mich begehrt. Seine Worte rauben mir das letzte bisschen Verstand und ich merke, wie unendlich schwer es mir fällt, mich gegen diese Gefühle tief in mir zu wehren.

Seine Hand, die warm und fest auf meinem Arm liegt, wenn er mit mir redet, sein verlangender Blick, der mein Gesicht und meinen Körper streichelt, sein hörbares Einatmen, wenn ich an ihm vorüber gehe, die Bemerkung über meinen erregenden Duft…

Oh Gott, wo bist du? Hilf mir! Ich kann ihm nicht mehr lange wiederstehen!

Noch blicken meine Augen kühl in seine und mein Gesichtsausdruck bleibt neutral… noch lasse ich mir meine wahren Empfindungen nicht anmerken, obwohl ich sicher bin, dass ich mich damit nur selbst beruhigen möchte. Mein Körper lügt nicht, er muss die aufgerichteten Härchen auf meinen Armen sehen und auch diese roten Flecken auf meinem Dekolleté längst bemerkt haben. Auch die Röte, die mir ins Gesicht steigt, wenn ich diesen besonderen Blick von ihm auffange, dürften ihm nur schwer entgangen sein. Auf seinen Lippen liegt immer häufiger ein leicht ironisches Lächeln, so als wüsste er schon längst, was ich so krampfhaft zu verbergen versuche.

Es kann so nicht weitergehen!

Jeden Tag verweilen meine Gedanken ein wenig länger bei ihm, halten meine Augen seinem Blick länger stand, trotzdem ich weiß, dass ich das vermeiden sollte. Es geht nicht anders, denn seine Augen haben mich längst in seinen Bann gezogen. Ist er wütend, verengen sie sich und das kalte Blau seiner Augen bringt mich zum frösteln. Ist er entspannt und belustigt, nehmen sie die Farbe des Meeres an und es funkeln winzige Teufelchen in ihnen. Er versprüht ungeniert seinen Charme und es fällt mir dann unendlich schwer, mich nicht von ihm einwickeln zu lassen.

Verstehst du? Ich habe Angst vor diesem Mann, obwohl ich dir das nicht erklären kann. Noch nicht.

Wenn er mich ansieht, ist sein Blick meist weich und zärtlich. Seine Stimme ist schön, sie klingt ruhig und wahnsinnig erotisch. Und doch jagt sie mir manchmal einen eisigen Frostschauer über den Rücken, denn ich weiß nicht, ob er nur mit mir spielt.

Gerade jetzt brauche ich dich so dringend, brauche dich und deine ruhigen Ratschläge. Möchte, dass du mir hilfst, meine Gedanken zu ordnen. Ich will mich in deine Arme kuscheln, Ruhe finden und deinem beruhigenden Herzschlag lauschen. Bitte halte mich einfach nur fest, denn bei dir fühle ich mich sicher!

Sicher? Sicher bin ich bei ihm nicht und werde es auch nie sein.

Unverwandt starre ich auf seinen Mund, als er nun vor mir stehen bleibt. Mein Atem geht schneller, als ich seine Hände spüre, die meine fest und warm umschließen. Er hält sie fest und ich kann sie ihm nicht entziehen. Will ich das überhaupt noch? Ich senke meinen Blick, betrachte angestrengt den kalten Steinfußboden. Will ihm nicht in die Augen sehen, spüre plötzlich seinen Zeigefinger unter meinem Kinn, der mich zwingt, ihn anzusehen. Seine Augen sind plötzlich tiefdunkel und glitzern. Völlig verängstigt, die Augen weit aufgerissen starre ich ihn an. Ich habe Angst, doch nun vor mir selbst, denn ich kenne mich so nicht. Kann nicht begreifen, warum ich auf einmal soviel Lust und Leidenschaft in seiner Nähe empfinde.

Dieser Mund ist so sinnlich und der Anblick lässt mich vor Erwartung erschauern. Er lächelt leicht, denn längst hat der Jäger in ihm seine Macht über mich erkannt und sein Wissen macht mich zu einer leichten Beute. Ich schließe die Augen, als sich seine Lippen den meinen nähern.

Bitte, warum lässt du mich ausgerechnet jetzt allein? Ich brauche dich so! Ich weiß nicht, was ich tun soll… Fast sehe ich dich vor mir und wie du entschieden den Kopf schüttelst. Ich höre deine beruhigenden Worte. „Du allein musst dich entscheiden. Brauchst du die Sicherheit, die ich dir durch meine Freundschaft geben kann oder willst du deine Leidenschaft und Phantasie ausleben?“
Ich will deine Freundschaft, brauche sie, aber…


Oh, diese Lippen! Wie weich sie sich anfühlen! Sie hauchen kleine zarte Küsse auf meine, wissend, dass ich nicht mehr lange widerstehen kann. Spielerisch knabbern seine Zähne an meinen Lippen und sanft lässt er seine Zunge über sie gleiten. Überrascht stöhne ich auf, als sie sich plötzlich hart und fordernd Einlass verschafft. Seine Zunge sucht meine, spielt mit ihr… macht mich atemlos!

Selbst wenn du es wolltest, jetzt kannst du mich nicht mehr retten, musst es auch gar nicht mehr. Ich habe den Kampf verloren… bin verloren. Es ist zu spät, denn…

… längst habe ich meine Arme um seinen Hals gelegt. Ich will nicht mehr kämpfen… kann es gar nicht mehr. Meine Lust ist zu stark. Er legt seine Hände auf meine Hüften und zieht mich zu sich heran. Ich schmiege mich in seine Arme, dränge mich noch ein wenig enger an ihn. Seine Hände gleiten unter meine Bluse und sanft streichen sie auf meinem Rücken entlang. Gekonnt öffnet er den Verschluss meines BHs. Dann schiebt er mich von sich und ich sehe, dass seine Mundwinkel belustigt zucken. Betreten starre ich auf seine Brust. Doch wieder zwingt er mich, ihn anzusehen und fragt ruhig: „Hast du Angst?“ Ich nicke und er lächelt mich beruhigend an. „Süße, das brauchst du nicht. Ich werde nichts tun, was du nicht willst.“

„Genau das ist ja mein Problem! Ich weiß nicht, was ICH will!“ Warum schreie ich dir meinen Frust entgegen, obwohl ich doch weiß, wie sinnlos das ist, denn du hilfst mir ja doch nicht… hast dich abwartend zurückgezogen und beobachtest mich aus der Ferne.

Unsicher schaue ich auf seine Hände, die nun sanft die Knöpfe meiner Bluse öffnen und sie von meinen Schultern schieben. Höre den raschelnden Stoff zu Boden gleiten. Gekonnt streift er meinen BH ab und lässt ihn hinter mich fallen.

Lange, fast zu lange stehe ich so schutzlos und angespannt vor ihm. Meine Brüste spannen schmerzhaft unter seinen intensiven Blicken und ich bin ihm fast dankbar, als er mir wieder in die Augen sieht und ich seine warmen Hände auf meiner Haut spüre. Er streicht über meine Arme, berührt mein Dekolleté, legt seine Hände auf meine Brüste, streichelt sie zart und doch auch wieder fest. Seine Finger spielen mit meinen Knospen, die sich ihm hart und erregt entgegen strecken.

Überall auf meinem Körper spüre ich seine Hände und als er sie auf meinen Po legt und mich wieder fest an sich zieht, kann ich deutlich seine Erregung fühlen. Wie von selbst gleiten meine Arme von seinen Schultern, wandern über seine Brust, seinen Bauch und zerren ungeduldig an seinem Shirt. Ich höre sein leises Lachen, als er meine Hände weg schiebt und sich das Shirt über den Kopf zieht. Dann greift er wieder nach mir und presst mich an sich. Endlich spüre ich ihn wieder.

Seine warme Haut an meinen nackten Brüsten tut gut und sein hartes Glied an meinem Bauch schaltet nun meinen Verstand vollends ab. Ich öffne mit zitternden Fingern Knopf für Knopf seiner Hose, spüre durch den Stoff des Slips hindurch sein Verlangen. Ich umarme ihn, schiebe meine Hände in seine Jeans und lasse sie dann langsam von seinen festen Pobacken zu seinen Hüften gleiten. Er zieht hörbar die Luft ein, als er meine suchenden Hände auf seinem Bauch spürt und sie sich wenig später in seinen Slip tasteten.

Ich gehe vor ihm in die Knie, befreie sein Glied aus der Enge der Hose und betrachte es atemlos. Stolz und schön ragt es vor meinem Gesicht auf. Ich muss ihn einfach berühren, muss diese glatte und samtweiche Haut mit meinen Fingern erforschen. Meine Lippen sehnen sich nach dem Geschmack seiner Lust…

Warum schiebst du mich jetzt weg von dir, nimmst meine Hände und ziehst mich hoch? Du umarmst mich und hältst meine Handgelenke auf meinem Rücken fest umfangen. Mein Gesicht ist deinem ganz nah und ungläubig kann ich in deinen Augen die gleiche Lust erkennen, die ich empfinde. Warum hinderst du mich dann? Und überhaupt… WO KOMMST DU JETZT HER! Ich brauche dich und deine Vernunft nicht mehr!

Ruhig und ernst blickst du mich an. „Möchtest du das wirklich? Sollen wir unsere Freundschaft aufs Spiel setzen, für etwas, das wir später bereuen könnten?“ Ich höre deine Worte, kenne die Bedeutung, weiß, was du mir damit begreiflich machen willst. Du hast Recht, es wäre nichts mehr, wie es mal war.

Doch dann sehe ich das Verlangen in deinen Augen, das du nicht mehr vor mir verbergen kannst, so sehr du es auch versuchst.

Ich erinnere mich an all die freundschaftlichen Umarmungen und liebevollen Berührungen. In deinen Armen fühlte ich mich immer geborgen, du hast mich verstanden und mich beim kleinsten Kummer getröstet… warst für mich da, wann immer ich dich brauchte.

ICH KONNTE DOCH NICHT WISSEN, DASS ICH MICH IN DICH VERLIEBEN WÜRDE!

Die wunderbaren Gespräche, die wir miteinander geführt haben, müssen doch nicht verloren sein, nur weil wir uns näher gekommen sind, als wir es je für möglich gehalten hätten! Gefühle kann man nicht planen! Du, nur du, hast mein uneingeschränktes Vertrauen, kennst meine intimsten Gedanken und ich spüre einfach, dass es sich lohnt, um dich zu kämpfen. Und ich werde kämpfen, verlass dich drauf!

Vielleicht werde ich es eines Tages bereuen, doch im Augenblick zählt nur eines für mich:

ICH WILL DICH ERLEBEN!





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Sei nicht traurig, wenn etwas vorbei ist - sei froh, dass es gewesen ist...

Chrissi ...

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...   Erstellt am 08.06.2007 - 18:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Daggi,

mir stehen immer noch die Haare hoch. Habe die Geschichte jetzt zum zweiten Mal gelesen. Heute Morgen schon einmal.
Ich konnte mich sehr gut in sie rein versetzen. Hatte am Anfang geglaubt es ginge um zwei verschiedene Männer. Später stellte sich mir die Frage, geht durch die Liebe, die körperliche, evtl. die Freundschaft kaputt? Ach ich weiß nicht, ich habe so viele Gedanken oder auch Gefühle dabei, kann sie nur leider nicht so ausdrücken.
Eigentlich bin ich ja um Worte nicht gerade verlegen. Nur hier?
Was ist wohl besser, die Freundschaft die zur Liebe wird? Oder die Liebe, die einen trifft wie ein Blitz? Die sich ja häufig später als Strohfeuer zeigt? Für mich weiß ich es. Stefan sehen und WISSEN, das ist es, war eins! Obwohl er einen eklig kratzigen Mantel anhatte!
Hast Du sehr gut geschrieben, gefühlt, rüber gebracht.

Liebe Grüße
Chrissi





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Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag!

Daggi ...

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...   Erstellt am 14.06.2007 - 20:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo liebe Chrissi!

Sorry, dass ich erst jetzt antworte... hatte ein paar Tage ne Auszeit (die Bahnfahrt allein wäre schon ne Geschichte wert! Himmel... furchtbar, wenn man sonst mit dem Auto überall hin kutschiert wird! *grins*)

Nun zu meiner Geschichte... Ursprünglich wollte ich auch über zwei Männer schreiben, aber auf Seite 2 ist mir dann die Idee gekommen, aus zweien einen zu machen. Ich denke schon, dass es funktionieren kann, aus Freundschaft Liebe zu machen. Wobei es umgedreht wohl ganz selten ist...

Ich danke dir für das "Mitfiebern" und dass dir die Haare zu Berge stehen und für die Gefühle, die du nicht ausdrücken konntest, die aber da sind.

He Chrissi, mir ist echt klar, dass ein eklig kratzender Mantel dich nicht dran hindern konnte, dahin zu schmelzen!!! Ich hab auch immer bloß Augen für den "Inhalt"!

Allerliebste Grüße von
Daggi





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