DeeJay  Administratorin
         

Status: Offline Registriert seit: 15.08.2005 Beiträge: 822 Nachricht senden | Erstellt am 20.08.2005 - 20:49 |  |
Es gibt eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die für Katzen schädlich sein können. Jedoch ist aufgrund der besonderen Lebensgewohnheiten der Katzen die Gefahr einer Vergiftung - im Gegensatz zu Hunden und Pflanzenfressern - nicht sehr groß.
Die Art der Nahrung, die eine Katze überhaupt zu sich nimmt, ist verhältnismäßig beschränkt. Daraus folgt, daß Köder mit Nagetiergiften, verdorbenes Futter, Abfälle oder andere Giftstoffe weniger von Katzen als von anderen Tierarten beachtet werden. Katzen sind zudem selten verfressen. Sie nehmen Futter bis zur ausreichenden Sättigung auf und dann erst wieder bei erneutem Hungergefühl. Da die meisten Katzen ihr Futter gut durchkauen, haben sie die Möglichkeit, es abzuschmecken und, falls es ihnen widerwärtig erscheint, das Futter abzulehnen.
Katzen können wie andere Lebewesen auf drei Wegen vergiftet werden:
1. durch den Magen-Darm-Trakt, 2. über die Haut und 3. über die Atemwege.
Die beiden erstgenannten Vergiftungen treten in der Praxis oft auf. Im allgemeinen halten Katzen ihr Fell durch häufiges Lecken sauber. Diese Gewohnheit kann dazu führen, daß jeder Giftstoff, der sich auf dem Fell befindet, aufgenommen wird.
Die natürliche Neugierde treibt die Katze an, ihre Umgebung gründlich zu untersuchen, wodurch sie auch an Orte mit potentiellen Giftstoffen gelangen kann. Neugierde bewegt sie dazu, verschiedene im Haushalt vorkommende Pflanzen, die giftig sein können, zu beriechen und zu benagen. Insektenvernichtungsmittel, offene Dosen mit Frostschutzmittel und eine große Menge von potentiell tödlich wirkenden Mitteln werden von ihr untersucht. Der normale Jagdinstinkt der Katze kann dazu führen, daß vergiftete Nagetiere und Insekten gefangen und gefressen werden, dadurch wird auch eine verspätete Vergiftung möglich.
Einige Symptome
* Magen-Darmstörungen * Hautgeschwüre bis Gewebszerfall * Schmerzen im unteren Bauchbereich * Magersucht * Atem- und Kreislaufstörungen * Blausucht (Zunge, Zahnfleisch) * Schock * Zusammenbruch * plötzlicher Verlust des Bewußtseins * Krampfanfälle
Die Erkrankung setzt meist plötzlich ein, und es entwickeln sich rasch schwere klinische Symptome.
Stellen Sie fest, womit sich das Tier vergiftet hat, und nehmen Sie, falls möglich die Verpackung oder sogar eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt.
Symptome: Blutungen an den Schleimhäuten, Haarausfall, Lähmungserscheinungen, Atemstörungen, Erbrechen, starkes Speicheln, Schaum vor dem Maul
Sofortmaßnahmen: Giftart feststellen (zerbissene Arzneipackungen zum Tierarzt mitnehmen), sofort zum Tierarzt.
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