Solitude  Vorsicht - Freigeist :-))
    

Status: Offline Registriert seit: 12.11.2005 Beiträge: 884 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2006 - 22:47 |  |
Es heißt ja immer, egal wie dick ich bin, ich bin doch der gleiche Mensch.
Wir haben heute Freunde wieder gesehen, die in Australien leben und zu unserer Hochzeit angereist sind.
Wir haben uns jetzt 18 Monate nicht gesehen.
Beide konnten sich gar nicht darüber „einkriegen“ wie sehr ich mich verändert hätte 
Und nein, sie meinten nicht nur das Äußerliche , wie sie immer wieder betonten, sondern sie meinten mich als Mensch.
Sie hätten mich noch nie so gelöst und in mir ruhend erlebt. Ich würde wirken wie jemand, dem eine schwere Last genommen worden sei, so befreit…
Würde ich meinen Mann nicht schon 5 Jahre kennen und mit ihm leben hätten sie es auf die Liebe geschoben aber so haben sie mich gefragt, was mich so verändert habe.
Im Gespräch mit ihnen wurde mir klar wie sehr die Essstörung auch mich und meine Persönlichkeit geprägt hat, bzw. wie viel von meinem eigentlichen „Ich“ durch die Störung unterdrückt , ausgebremst wurde.
Es ist eben doch nicht so, dass ich der gleiche Mensch bleibe egal wie dick ich bin. Essstörung und massives Übergewicht belasten einen Menschen eben doch in jeder Hinsicht, es drückt einen nieder, erschlägt einen, macht einem schwer zu schaffen (physisch und psychisch) 
Warum ich das hier schreibe:
Um Euch zu ermutigen, Euer anderes „Ich“ auszupacken, zu befreien, ihm endlich Raum zu geben 
Es gibt so viel Schönes im Leben für das es sich lohnt, den Kampf gegen die ES aufzunehmen. So viel Schönes, was man erst dann leben kann, wenn diese Belastung endlich Vergangenheit ist 
Signatur Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich ) |
Nora  fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
  

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2006 Beiträge: 414 Nachricht senden | Erstellt am 13.04.2006 - 01:26 |  |
Darum beneide ich Dich sehr, Soli. Bei mir ist es eher so, dass ich das Gefühl habe durch mein noch immer vorhandenes ÜG bzw. durch die daraus resultierende schwere Coxarthrose und die Folgen, die mich im Moment wie ein Hammer einholen und treffen in ein tiefes Loch zu fallen 
Ich muss mich wahrscheinlich doch operieren lassen, weil die Schäden an der Hüfte immer schlimmer werden und ich weiß, dass ich noch zu schwer für eine Minimalinvasive Lösung bin.
Das zieht mich runter ohne Ende.
Seit heute versuche ich ein bißchen auf dem Hometrainer zu fahren und wenn es nur für einige Minuten ist. Ich habe das durch die Schmerzen schleifen lassen und das ist genau verkehrt. Schmerzen - Schonhaltung - noch schlechter.
Dauerschmerzen deprimieren ganz schön, bei mir hat sich meine Persönlichkeit eher zum Schlechteren verändert fürchte ich.
Nora
Signatur Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)
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Sunny on her way to the sunny side of life...
   

Status: Offline Registriert seit: 16.11.2005 Beiträge: 668 Nachricht senden | Erstellt am 13.04.2006 - 22:54 |  |
Das tut mir so leid Nora, dauernd Schmerzen zu haben ist natürlich das Allerletzte 
Wie lange hast Du denn noch Zeit bis zu Deiner OP? Ein paar Kilo schaffst Du doch vielleicht noch, Du hast doch Deine Essstörung schon überwunden (einen Fressanfall in Ehren kann niemand verwehren ) und Dein Essverhalten schon umgestellt.
Das ist doch zu schaffen, wirst sehen.
Liebe Grüsse 
Sunny
[Dieser Beitrag wurde am 13.04.2006 - 22:54 von Sunny aktualisiert]
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