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Rajabeat
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...   Erstellt am 11.02.2007 - 06:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im deutschsprachigen Raum setzte sich die Sitte, am 14. Februar Blumengrüße zu schenken, erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch. Die Blumenhändler und Floristen erklärten diesen Tag seit dem Jahr 1950 zum „Tag der offenen Herzen".
Was den heiligen Valentin als Schutzpatron der Liebenden betrifft, gibt es unterschiedliche Auffassungen, denn der liturgische Kalender kennt gleich zwei Heilige dieses Namens. Der eine war der Bischof von Rätien, sein Gedenktag ist der 7. Jänner, der andere war der Bischof von Terni. In Rom gibt es auch zwei Grabstätten in der Via Flaminia, die je einem Valentin zugeordnet werden, und der Wirrwarr um ihn scheint unlösbar. Jedenfalls geht der Brauch des Blumenschenkens am 14. Februar wahrscheinlich auf die Legende des Bischofs von Terni zurück. Sie erzählt, dass Valentin ein blindes Mädchen geheilt haben und allen Menschen, die traurig waren, Blumen aus seinem Garten geschenkt haben soll. Er soll auch nach christlichem Zeremoniell die Liebespaare trotz Verbot des Kaisers Claudius getraut haben und in Partnerschaftskrisen den Paaren beigestanden sein. 269 wurde er enthauptet. Sein Todestag soll der 14. Februar gewesen sein.
Der Brauch, den Valentinstag als Tag der Liebenden zu begehen, ist allerdings noch viel älter als der beliebte legendäre Blumenbote. Er geht auf den Festtag der römischen Göttin Juno als Beschützerin von Ehe und Familie zurück, der am 14. Februar Blumenopfer dargebracht wurden. Daraus entstand die Sitte, den Frauen blumige Gebinde zu schenken. Angeblich sorgte die Göttin auch als Ratgeberin der Frauen durch ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl. Und am 15. Februar wurde in Rom auch das Fest der Wölfin - die Lupercalia - gefeiert, benannt nach der Grotte der Wölfin, die die Gründer Roms, Romulus und Remus, aufgezogen hatte. Die Tempelpriesterinnen, Lupae genannt, schrieben Namen auf Papyrusstreifen, und junge Männer und Frauen fanden durch eine Losentscheidung zueinander.
Im angelsächsischen Raum wird der Valentinstag bereits seit dem 14. Jahrhundert gefeiert. Im mittelalterlichen England konnte sich jeder Valentin seine Valentine wählen: Entschieden wurde durch das Los oder die erste Begegnung.
Für viele ist der Herzog von Orleans, der 1415 im Londoner Tower gefangen gehalten wurde, der Begründer der „Valentinskarten", weil er seiner Gattin immer wieder Liebesbekundungen aus dem Gefängnis geschickt haben soll. Und bis heute sendet man in England „Valentine Greetings" als anonyme Liebesbriefe, die meist aus vierzeiligen Liebesgedichten und anderen Liebeszeichen bestehen.
Man sieht also, der Brauch, am 14. Februar Blumen zu schenken, hat eine lange Tradition, die weit in die Geschichte zurückreicht. Er gehört auch heute noch zu den beliebtesten Bräuchen.



Die Göttin Juno von Gustave Moreau (* 6. April 1826 in Paris, † 18. April 1898 in Paris)





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