Fast jeder fährt gerne in den Urlaub und da tauchen tausend Fragen auf:
"Soll ich die Pumpe mitnehmen oder kann ich nur auf ICT sein? Sollen zwei Pumpen mit, oder reicht auch eine? Wohin soll ich alles einpacken, in Hauptgepäck, oder in die Handtasche? Und was ist wenn Hauptgepäck verloren geht, und es dauert einige Tage bis gefunden wird?" und etc.
Erzählt von Euren schönsten Tagen und welche Schwierigkeiten traten in Bezug Diabetes!
Ich bin leider nicht jedes Jahr im Urlaub gewesen, aber ich erzähle von meinem letzten in Ibiza, das war vor zwei Jahren. Die Pumpe besaß ich grade mal zwei Jahre. Probleme mit dem Hin- und Rückflug hatte ich nicht. Ich habe die Hälfte von den Utensilien im Hauptgepäck gehabt und die hälfte bei mir im Handgepäck. Insulinampullen Alt und Basal, und die Pen’s hatte ich auch im Handgepäck, damit das wichtigste bloß nicht verloren geht. Die Pumpe habe ich nur eine mitgenommen, die auch an mir dran war. Ersatz habe ich zu Hause gelassen, für die Not habe ich sowieso die Pen-Spritzen. Von dem Diabetologe hatte ich nur den Schreiben das ich der Insulinpumpenträger bin und was ich dafür brauche. Den habe ich aber nicht mal vorgezeigt ich wurde nirgends wo aufgehalten, wobei ich nicht mal die Ampullen getrennt habe, sie waren alle in eine Packung. Ich denke es hängt davon ab wohin man fliegt.
Im Urlaub selbst habe ich überwiegend tagsüber die Pumpe abgesetzt, und stattdessen nur Basal gespritzt, Alt Insulin dann nur zum essen, war natürlich total ungewöhnlich, weil bei der Pumpe, weißt jeder Pumpenträger kann ich Haar genau die Dosierung abspritzen, beim Pen nur mit je 1 I.E. und das ist ja auch nicht so genau, weil auch wenn ich zu lange in Haut lasse und dann rausziehe, bleiben die Tropfen hängen. Zum Abend und bis nach dem Frühstück setzte ich die Pumpe wieder an. Wenn wir außer Strand was vorhatten, habe ich die Pumpe anbehalten und überwiegend auf den Po die Nadel gesetzt, denn zum Not kann ich sie da unter der Badehose verstecken und z.B. oben ohne zu gehen.
Soweit gab’s eigentlich keine Probleme, obwohl ich schon zugeben muss, dass es etwas kompliziert war immer wieder abzurechnen, wie viel ich nachspritzen sollte, wie viel Basal ich spritzen musste. Somit hatte ich auch oft Unterzuckerungen. Die ich aber zum Glück relative rechtszeitig merken kann.
Was für mich noch als lästig war, aber das ist eigentlich nicht nur im Urlaub, es ist überall wo ich im Kontakt mit der Sonne komme, auch in Sonenstudio. Und das Beste daran ist, es ist mal da, mal nicht da und ich habe bis jetzt nicht ganz begriffen, womit das genau zusammen hängt. Das sind die Ausschläge, an der Stelle wo Pflaster klebte, nach dem abmachen soweit alles ok, aber auf der Sonne wird die Stelle Rot mit kleinen Pickelchen, die erst in ein bis zwei Tage erst verschwanden, dabei hinterließen sie runde Hautschädigung, die sich als dünne Filmschutz bzw. Kruste ähnelte, was aus welchem Grund auch immer keine Sonne durchdringen ließ und somit hatte ich weiße Kreise am Bauch. Ich habe schon vermutet, dass das Mit Verbindung von Pflasterstoffen und UV strahlen kommt, die Haut ist an diese Stelle empfindlicher. Das gründliche Reinigen hat auch nicht was gebracht. Und wie gesagt, die Stellen entzündeten sich nicht immer, obwohl sie auch direkt nach dem Nadelabmachen UV abbekommen haben. Falls jemand was kenn unbedingt alles berichten. Danke!
OK, das war’s denke ich. Falls Ihr Fragen habt, gerne beantworte ich sie, aber sonst bin gespannt auch auf eure Geschiechten!
Ich bin leider nicht jedes Jahr im Urlaub gewesen, aber ich erzähle von meinem letzten in Ibiza, das war vor zwei Jahren. Die Pumpe besaß ich grade mal zwei Jahre. Probleme mit dem Hin- und Rückflug hatte ich nicht. Ich habe die Hälfte von den Utensilien im Hauptgepäck gehabt und die hälfte bei mir im Handgepäck. Insulinampullen Alt und Basal, und die Pen’s hatte ich auch im Handgepäck, damit das wichtigste bloß nicht verloren geht. Die Pumpe habe ich nur eine mitgenommen, die auch an mir dran war. Ersatz habe ich zu Hause gelassen, für die Not habe ich sowieso die Pen-Spritzen. Von dem Diabetologe hatte ich nur den Schreiben das ich der Insulinpumpenträger bin und was ich dafür brauche. Den habe ich aber nicht mal vorgezeigt ich wurde nirgends wo aufgehalten, wobei ich nicht mal die Ampullen getrennt habe, sie waren alle in eine Packung. Ich denke es hängt davon ab wohin man fliegt.
Also, mit dem Flieger und den Insulinutensilien hatte ich noch nie Probleme. Ich war zwar noch nicht in Amerika, doch ich denke das es dort auch unproblematisch abläuft. So selten sind die Typ1- Diabetiker nun auch wieder nicht.
PumpisUndCo schrieb
Im Urlaub selbst habe ich überwiegend tagsüber die Pumpe abgesetzt, und stattdessen nur Basal gespritzt, Alt Insulin dann nur zum essen, war natürlich total ungewöhnlich, weil bei der Pumpe, weißt jeder Pumpenträger kann ich Haar genau die Dosierung abspritzen, beim Pen nur mit je 1 I.E. und das ist ja auch nicht so genau, weil auch wenn ich zu lange in Haut lasse und dann rausziehe, bleiben die Tropfen hängen. Zum Abend und bis nach dem Frühstück setzte ich die Pumpe wieder an. Wenn wir außer Strand was vorhatten, habe ich die Pumpe anbehalten und überwiegend auf den Po die Nadel gesetzt, denn zum Not kann ich sie da unter der Badehose verstecken und z.B. oben ohne zu gehen.
Soweit gab’s eigentlich keine Probleme, obwohl ich schon zugeben muss, dass es etwas kompliziert war immer wieder abzurechnen, wie viel ich nachspritzen sollte, wie viel Basal ich spritzen musste. Somit hatte ich auch oft Unterzuckerungen. Die ich aber zum Glück relative rechtszeitig merken kann.
Wow, ganz schön aufwendig. So viel Theater würde ich nicht machen, nur damit man bei mir den Katheder und die Nadel nicht sehen kann. Da würde das Motto gelten lassen:"Lass die Leute reden, sie reden über Jeden!" Nun muß ich allerdings auch sagen, bin keine 30 mehr und auf Partnersuche bin ich auch nicht.
Ich denke, an deiner Stelle würde ich dann im Urlaub ganz auf die Pumpe verzichten und auf Pen ausweichen. Dadurch wäre dann auch die Gefahr der Unterzuckerungen unterbunden, weil es nicht zu überschneidungen mit der Wirksamkeit des Basalinsulins und der Basalrate der Pumpe kommen kann.
Wow, ganz schön aufwendig. So viel Theater würde ich nicht machen, nur damit man bei mir den Katheder und die Nadel nicht sehen kann. Da würde das Motto gelten lassen:"Lass die Leute reden, sie reden über Jeden!"
Nein, ich habe doch nicht deswegen tagsüber abgemacht, oder evtl. auf den Po, weil ich nicht rumzeigen wollte - Das ist mir wuscht, was die anderen sagen. Sondern wegen der Sonne, denn wenn ich oben ohne bin, dann wird der Katheter auch ganz gut aufgewärmt, wenn der auf dem Bauch klebt und das darf nicht sein. Am Po ist er überwiegend versteckt, die Pumpe in der Hosentasche bzw. Shorttasche. Und sehr viel Mühsam habe ich eigentlich nicht empfunden, weil das ruck-zuck ging. Für die Nacht wollte ich auf jeden Fall die Pumpe haben, denn wenn ich länger schlief, hätte ich mit Basal alleine nicht ausgekommen, somit bevorzugte ich Basal nur Tagsüber. Aber mit überschneiden von Basal und der Pumpe war mir schon Bewusst, aber ehrlich gesagt war das für mich sogar besser – da konnte ich mehr „Sünden“ ich meine mehr Eis essen oder Koktels trinken, denn bei Unterzuckerungen erlaube ich mir vieles
Natürlich man darf nicht übertreiben, was bei mir nicht immer der Fall war und ich dann mit Bolus korrigieren musste.
..mmmmh, kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Das mit der Sonne und der Wärme ist klar, das spricht für die Pen-Variante. Und mit einem Langzeitinsulin kann man doch eigentlich auch mal richtig ausschlafen, das wirkt doch bis zu 12 Stunden!?
Und zum "Sündigen" gibt es Bolus-Insulin!
So einen Aufwand wegen der Pumpe betreibe ich nicht, ich trage meine Pumpe auch im Urlaub am Strand, wenn ich oben ohne rumhüpfe. Ich lege sie grundsätzlich nicht ab, weil mir das ganze hin und her mit dem Pen zu umständlich ist. Meine Pumpe gehört eben zu mir.
Ich habe auch immer weiße Stellen, wo die Pflaster saßen, aber ich hab sie halt, weil da die Pflaster sitzen, grins und das macht mir gar nichts aus.
Die letzen Probleme bei einer Urlaubsreise hatte ich 1985, als wir mit dem Zug in die UdSSR gefahren sind und die Zugbegleiter an der Grenze verlangt haben, das wir alle mitgebrachten Äpfel aufschneiden mussten, weil ja was hätte drin sein können, grins.
Und mit einem Langzeitinsulin kann man doch eigentlich auch mal richtig ausschlafen, das wirkt doch bis zu 12 Stunden!?
Es kommt darauf an welche Insulintyp. Ich benutze Protafan, wurde auch Lantus ausprobiert, aber auch da bin ich mit Hohen Werten aufgewacht. In der Klinik, noch vor der Pumpe wurde bei mir über drei Wochen mit verschiedenen Methoden experemintiert, größere Dosis, damit evtl. länger wirkt - gibts in der Nacht Unterzuckerung und die Dosis zu spliten, dann müßte man zimlich spät noch spritzen, was natürlich quälend war, wenn ich früher schlafen will. Daher falls ich auf ICT umsteige, dann nur Tagsüber.
luka schrieb
Und zum "Sündigen" gibt es Bolus-Insulin!
Das weiß ich, ich versuche aber allgemein doch so wenig wie möglich zu sündigen, weil beim Humalog konnte ich beobachten, dass er doch nicht sofort wirkt und ich habe viel bessere Werte, auch nach dem Essen wenn ich 20-30 Min vorher spritze. Die Süßigkeiten gelangen viel schneller in Blut, als Insulin zu wirken anfängt und somit habe ich schlechte Werte innerhalb erste Stunde, Nach 2,5 Std. ist wieder in Ordnung, aber ich will dass es auch innerhalb erster Stunde nicht höher als 180mg% steigt. Den Bolus vorher zu geben kann ich auch nicht immer, weil ich doch nicht weiß ob ich in 30min was essen werde oder nicht. Und bei Unterzuckerung habe ich weniger Bedenken, ich "sündige" und wenn es dabei mehr als zwei BE's sind, dann gebe ich Bolus was zusammen mit Unterzuckerung meißtens gut kombinierbar ist. BZ steigt und bis es über 120mg% angekommen ist, kann Insulin den Rest abfangen. Das ist meine Theorie, die aber auch mit Erfahrung kam
SusiW schrieb
So einen Aufwand wegen der Pumpe betreibe ich nicht, ich trage meine Pumpe auch im Urlaub am Strand, wenn ich oben ohne rumhüpfe. Ich lege sie grundsätzlich nicht ab, weil mir das ganze hin und her mit dem Pen zu umständlich ist. Meine Pumpe gehört eben zu mir.
Man ist doch am Strand nur im Badeanzug, kein richtiges Versteck für die Pumpe und Nadel und ich finde schon etwas gefärlich auf der Sone mit der Pumpe, Insulin wird doch unwirksam, oder ich müsste überwigend aufpassen damit keine direkte Sohne darauf strahlt. Und wennman im Meer schwimmen möchte? Ich trenne mich auch fast nie mit der Pumpe nur zum Sonnen, Swimmbad und in der Sauna. Beim Duschen tuhe sie nur von der Nadel abkoppeln. Ach ja und beim Sex, tuhe ich sie auch nur abkoppeln. Sonst ist sie immer bei mir wie in guten, so in schlechten Zeiten
Tja, so macht jeder andere Erfahrungen! Gut so! Und ich finde es auch sehr interessant von Anderen darüber zu lesen. Da merkt man erstmal wie unterschiedlich die Wirkung von Insulin ist und wie man damit umgehen kann in den verschiedenen Situationen (hier eben im Urlaub).
Allso der Problematik mit unwirksamen Insulin in der Pumpe, wenn man am Strand ist, kann man wirkungsvoll und einfach entgegen wirken. Man trägt die Pumpe in einer geschlossenen möglichst weißen Pumpentasche und wenn man so eine nicht hat, dann legt man die Pumpe eben unter ein Handtuch, wenn man in der Sonne liegt. Da ich ein FKK-Fan bin und meistens gar nichts am Strand anhabe, verstecke ich die Pumpe bzw. die Pflaster nicht. Ich stehe dazu, das ich das Teil trage. Meine Bekannten und Freunde wissen um die Pumpe und alle anderen, die gucken und wenn sie es interessiert und sie mich fragen, erkläre ich das halt. Kein Verstecken. Hab ich nicht nötig. Zum Baden und Duschen koppele ich sie ab, sonst nie!!!!
An den weißen Stellen, wo die Nadel war, messe ich, wie braun ich denn geworden bin, grins.