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...   Erstellt am 17.09.2007 - 15:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Urheberrechtsreform und die Auswirkungen bis in den Kindergarten!

Nur eine Satire?

Themen: Abmahnunwesen, Abzocker, Ausbildung, Deutschland, News.

Einer gemeinsamen Pressekonfrenz der Bundesjustizministerin Frau Brigitte Zypries und des Vertreters der Musikindustrie Herrn "Mousse T" zufolge, stehen demnächst weitere, sehr weitreichende, Änderungen des Urheberrechts unmittelbar bevor:

"Es kann nicht sein, daß Kinder denken, daß Musik und andere künstlerische Werke einfach umsonst zu haben sind. Kinder müssen lernen, daß Musikstücke einen Urheber haben, der für seine Leistung
angemessen bezahlt werden muß. Dieses Bewußtsein muß den Kindern möglichst frühzeitig beigebracht werden", so die Ministerin weiter zur Urheberrechtsreform, "die Erziehung sollte bereits im Kindergartenalter darauf ausgerichtet werden".

Sie betont, daß "es Kindern sehr einfach zu vermitteln sei, daß das Singen von "Es kommt ein BiBa-Butzmann" oder "Fuchs, du hast die Gans gestohlen", eine angemessene Vergütung verlangt."

Kinder würden das gut verstehen, denn der Eismann bekommt ja schließlich auch Geld für seine Leckereien.

Auf Einwände, daß es gerade bei Kinderliedern oft keinen wirklichen Urheber gäbe, antwortet Frau Zypries: "Wissen Sie, irgendjemand wird dieses Lied das erste Mal gesungen haben, dem steht einfach die Vergütung zu. Basta!".

In Fällen, wo keine eindeutige Urheberschaft mehr festzustellen sein, wäre zu überlegen, ob nicht die im Liedtext behandelten Personengruppen davon direkt davon profitieren sollen. Sie führt
dafür einige Beispiele an:

- "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" -> Müller-Milch
- "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" -> Jägermeister
- "Guten Abend, gute Nacht" -> Dänisches Bettenlager

um nur einige zu nennen.

Auf die Frage, wie diese Form der Vergütung aussehen soll, antwortet Frau Zypries: "Da wir bereits in diesem frühen Lebensabschnitt eine realistische Einstellung zum Wert des geistigen Eigentums herausbilden wollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als ein Pay-per-Song-Modell einzuführen. Bei dieser Konstellation hätten wir auch am wenigsten Widerstand aus der Musikindustrie zu erwarten."

Der Vertreter der Musikindustrie, Herr "Mousse T" äußert sich wie folgt: "Wir begrüßen den Vorschlag von Frau Zypries sehr, obwohl er unsere Vorstellungen nicht komplett abdeckt. Da nur der schulische Bereich (inklusive Kindergartenzeit) davon abgedeckt wird, bleibt dennoch eine große Verwertungslücke bestehen. Aber ein Anfang ist gemacht.", so der Medienvertreter.

"Wir werden diese Aktion unterstützen, und den frühkindlichen Erziehungseinrichtungen verbilligte Abrechnungssysteme zur Verfügung stellen. Die Kinder bekommen bunte Chipkarten, mit denen sie vor dem Singen der Lieder den Bezahlvorgang leicht durchführen können. Allein dieser Vorgang stellt ein wertvolles Training für das spätere Leben dar."

Die Frage, wie sozial schwache Familien die Vergütungsgebühren aufbringen sollen, beantwortet Frau Zypries wie folgt: "Das fällt eigentlich nicht in meinen Verantwortungsbereich, denn dafür ist der Arbeitslosenminister zuständig, aber ich kann ihnen folgende Leitlinie übermitteln: am wichtigsten ist die Vermittlung der Strafbarkeit illegaler Musiknutzung. Derzeit entwickeln wir,
gemeinsam mit dem Bildungsministerium, ein duales Bildungsmodell, welches dieses Problem beseitigt. Familien, denen die Mittel für die Vergütungen fehlen, können ihre Kinder dann selbstverständlich vom Musikunterricht freistellen lassen. Diese Regelung wird bereits seit
Jahrzehnten z.B. beim Religionsunterricht praktiziert, und hat sich bewährt."

Ein Pressevertreter fragt nach: "Bedeutet das, daß dann viele Kinder niemals singen dürfen?"

Herr "T" antwortet: "Nein, das muß es nicht unbedingt bedeuten, derzeit prüfen wir gemeinsam mit der Firma 'Jamba', ob wir solchen Kindern einen werbefinanzierten Musikunterricht anbieten können. Dies könnte z.B. durch das Absingen von Handy-Klingeltönen realisiert werden."

Frau Zypries, Herr "T", wir danken für das Gespräch.

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Diese Äußerungen hat es nie gegeben. Die beteiligten Personen sind frei erfunden, und haben diese Äußerungen niemals gemacht. Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind allerdings
beabsichtigt. Der Beitrag ist Satire und äußerst polemisch geschrieben. Trotzdem melde ich auf die Inhalte und Ideen vorsorglich Werktitelschutz an.

(Quelle: unbekannt)





Signatur

Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki)


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