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sonjadieerste

Status: Offline Registriert seit: 23.01.2009 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 26.02.2009 - 13:03 |  |
Hallo liebe Selber/Ausbauer,
Kurt Reinke warnt in seinen beiden Büchern (Yachtbau/Wie baue ich meine Yacht) ausdrücklich vor der, wie er sie nennt, Billigbauweise mit wenigen/keinen Spanten, speziell bei Knickspantern in Stahl, diese nennt er dort "Blechtrommeln". Diese Bauweise würde keine seegängingen Boote ergeben. Was ist nach Eurer Meinung davon zu halten? Kann eine mangelhafte Bauweise durch die Einbauten "verstärkt" werden (wie es ja bei den "Yoghurt-Bechern" aus GFK zum Teil geschieht..), oder ist von solchen Stahlbooten in Knickspantbauweise (mit wenigen/ausschließlich Längsspanten) in jedem Fall abzuraten? Danke für Euren Rat!
Sonja
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navigator  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 481 Nachricht senden | Erstellt am 26.02.2009 - 20:30 |  |
Hallo Sonja,
wenn das so wäre, dass Stahlboote ohne Querspanten und nur mit Längsspanten unsicher sind, dass müssten alle Scrorpion Boote so sein.
Karl Feltz hat solche Konstruktionen seit den 30iger Jahren zu Hunderten gebaut und auch Selbstbauer (wie ich, 14,50 Slup) haben eine Scorpion gebaut.
Er selbst hat im hohen Alter immer noch den Eigenbauern auf Grund seiner Pläne beigestanden und sogar den Bauplatz besucht (war zweimal bei mir in Düsseldorf- 82 Jahre).
Dabei erzählte er, dass er von seinen 650 Booten- entstanden auf seiner Werft in Hamburg- kein einziges Schiff verloren hat.
Eines ist auf einem Atoll auf die Ringklippen gelaufen. Nach einm Jahr wieder abgeborgen, neuer Anstrich drauf, Technik erneuert. Das Schiff segelt heute noch.
Reincke und Feltz haben immer heftigen Streit um ihre richtige Konstruktion geführt.
Also das Fazit:
Knickspanter mit Längsstringern sind absolut sicher und auch einfach zu bauen.
Gruss
Helmut
Signatur Umwege fördern die Ortskenntnis. |
sonjadieerste

Status: Offline Registriert seit: 23.01.2009 Beiträge: 9 Nachricht senden | Erstellt am 26.02.2009 - 23:37 |  |
Hallo Helmut,
das hört sich ja schon mal gut an. Wir haben die Möglichkeit ein günstiges Boot zu erwerben (holländischer Stahlknickspanter ca 1975) und sind uns eben nicht sicher, ob das Boot stabil/steif genug ist. Es soll ja schließlich nicht auf dem Wannsee rumschippern...
Klar muss man natürlich die Blechstärken kontrollieren und die Korrosion mit Hammer und Schraubenzieher unter die Lupe nehmen. Was wir bis jetzt gesehen haben sieht allerdings ganz gut aus...
Danke für deinen Rat, ist schon mal positiv, dass der erste Poster nichts Gegenteiliges anführt.
Viele Grüße
Sonja
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Frank Moderator
  

Status: Offline Registriert seit: 04.11.2005 Beiträge: 339 Nachricht senden | Erstellt am 27.02.2009 - 18:37 |  |
Wenn ihr euch unsicher fühlt solltet ihr vor einem Kauf einen erfahrenen Stahlbooteigner oder besser einen Gutachter zu Rate ziehen.
Der Preis für ein Gutachten wird sich auf jeden Fall rentieren. Meist finden Die Gutachter Dinge die vom Verkäufer nicht angegeben wurden und die ein Laie für gewöhnlich nicht sieht. Wenn Ihr das Boot dann dennoch kauft könnt ihr das in den Preisverhandlungen einfliesen lassen.
Sollte der Gutachter keine Mängel feststellen können ist es das Geld schon wert gewesen das Gefühl zu haben ein wirklich gesundes Boot gekauft zu haben 
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