| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  |
Vin unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 02:53 |  |
Lupus

Lupus war nur ein Tier, eben ein Wolf. Aber er kannte seinen Freund Vin, der ihn aufgezogen hatte und ihn liebte ... und irgendwie wußte Lupus nach all den Jahren von Vins Schicksal. Er war nicht drei. Er war nichts so frei wie Lupus, denn dieser hätte gehen können. Und nun spürte Lupus, das es dem Mädchen nicht anders ging als Vin, irgendwie spürte er es und auch wenn er es genoß, daß ihre Finger durch sein Fell strichen, so robbte er sich näher an sie und ganz sanft stubste er sie mit seiner kalten Nase an und vorsichtig leckte er ihr Gesicht .... so wie damals bei Vin, als er fast gestorben war, denn Kupus konnte spüren, wenn ein Mensch in Gefahr war, oder aber einsam- Und Chan war alleine und so versuchte er auf seine Art, ihr ein wenig Schutz zu bieten, so, als wäre es Vin ...
|
|
|
Chan unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 02:58 |  |
Vielleicht konnte er spüren, wie gut ihr sein Trost tat, sie streichelte ihn weiter, schmiegte sich an den Wolf und begann leise zu weinen. All der Schmerz, den sie über die Jahre angesammelt hatte, fand den Weg ins Freie, allein mit dem Wolf in dieser Kammer auf einem Schiff, das ihrer neuen Herrin gehörte.. einer Frau, die Chan-Se noch nicht einmal kannte.
Müde sah das Mädchen Lupus an. Es war tiefe Traurigkeit, die wohl beide verband. Irgendwann schlief sie ein, ganz eng an das weiche Fell des Wolfes geschmiegt.
[Dieser Beitrag wurde am 26.02.2006 - 02:59 von Chan aktualisiert]
|
Vin unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 03:06 |  |
Lupus

Lupus kannte Tränen. Auch wenn es eine Seltenheit war, wenn Vin in diesem Zustand war. Aber Lupus spürte das Unglück des Mädchen und er kuschelte seinen Kopf an den ihren und seine Vorderpfoten berührten ihre Hände. Und dann wartete er ab. Er hatte ein wenig ihr Gesicht geschleckt und ihre Hände und er hatte das Gefühl, das sie nun ruhiger wurde und meinte schliesslich, das sie in ihrer Umarmung um ihn ein schlief. Und er liess es zu.
Lupus war nur ein Tier und emfand sicherlich alles anders als ein Mensch. Aber er fühlte auch. Und als er dann den ruhigen Atem des kleinen Mädchen neben sich spürte, da dachte er an Vin und war in tiefer Sorge. Wie nur sollte er Vin befreien, wie nur sollte er ihm helfen?
Doch dann wurde auch Lupus müde, denn er war verletzt und nun hatte er sich um ein Menschenkind gekümmernt, doch bald schlief auch er einfach nur ein, seine Schnauze neben ihr, eine Pfote über ihrem Arm ...
|
Chan unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 03:11 |  |
Und so schliefen sie, Kind und Wolf, auf dem kalten Boden, nicht auf dem Bett. Denn ein Bett war Chan-Se ohnehin nicht gewohnt.
Sie waren beide so erschöpft, das sie bis am nächsten Tage durchschliefen. Als Chan-Se dann wachwurde, schmiegte sie sich wieder an den schlafenden Wolf, der ihr Trost und Wärme geboten hatte, in der Nacht.
Sie blieb still liegen, ihre Augen geschlossen. Ihr Herz war von Trauer erfüllt.
|
Vin unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 03:16 |  |
Lupus

Und auch wenn Lupus ein wenig Schlaf und Erholung gefunden hatte, so war er doch dofort als Tier erwacht, als das kleine Menschenkind wach wurde. Und auch Lupus genoss die Wärme der Körper, die so eng bei einander waren und als Lupus spürte, das das kleine Menschenkind erwachst war, da drückte er sich näher an ihren Körper, und dann schleckte er ihr liebevoll über den Lopf, den Lupus kannte das Leid der Menschen und wieder dachte er an VIn, aber er konnte nicht sprechen und so wollte er einfach sein Gefühl an das kleine Menschenkind weitergeben, daß sich so alleine fühlte, wie Vin damals ... und behutsam schleckte Lupus ihre Hand ...
|
Chan unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 03:24 |  |
Sie spürte die Feuchtigkeit der leicht rauhen Zunge des Wolfes und sie war tröstlich für das Mädchen. Der Wolf schmiegte sich fester an ihn und Chan ließ ihre Augen geschlossen. Einfach nur fühlen, spüren, das er da war, dieser fremde Wolf, der so bedrückt schien und ihr doch noch Trost spendete.
Chan-Se linste zu dem winzigen Fenster hinauf. Wenn sie herauskäme, könnte sie entkommen. Doch wohin würde sie dies dann bringen?
Sie schloß ihre Augen wieder.
|
Vin unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 15:58 |  |
Lupus

Nach einigen Stunden unruhigen Schlafes hob Lupus seinen Kopf und spitzte die Ohren. Die Geräusche an diesem Ort waren ihm sehr fremd, besonders hier unten in diesem Raum. Er schnupperte. Auch die Gerüche waren fremd.
Er nahm den ruhigen Atem und den Geruch des kleinen Menschenkindes wahr, welches eng an ihn geschmiegt, noch schlief.
Da wwar wieder irgendwo ein fremdes Geräuscht. Lupus war wachsam.
|
Chan unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 16:07 |  |
Chan-Se bekam nicht mit, das Lupus wachgeworden war. Sie war so erschöpft, das sie tief und traumlos schlief, wobei auffällig war, das sie sich NIE auf den Rücken legte - zu groß waren ihre Schmerzen dabei.
[Dieser Beitrag wurde am 26.02.2006 - 18:35 von Chan aktualisiert]
|
Vin unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 18:27 |  |
Lupus

Lupus lauschte den Geräuschen, besonders aber dem in seinem Magen, denn dieser knurrte leicht.
Woher was nehmen, wenn nicht stehlen?
Und dann dachte er an seinen Kameraden Vin und betrübt legte er nun seine Schnauze auf seine Vorderläufe, welche vor ihm ausgestreckt lagen.
(OOC: Meine Handlungsmöglichkeiten sind leider etwas begrenzt) 
|
Chan unregistriert
| Erstellt am 26.02.2006 - 18:57 |  |
Mittlerweile war auch Chan wieder erwacht. Sie blickte sich in der kleinen Koje um und seufzte leise. Es langweilte sie, hier gab es nichts, womit man sich beschäftigen konnte, außer Lupus. Und sie wollte den armen Wolf nicht dauernd behelligen, dem es selber nicht gut zu gehen schien. Langsam stand Chan auf und zog den Hocker zu dem kleinen Bullauge. Sie blickte hinaus. Die Sonne schien und es war warm. Chan-Se zog den Kopf zurück und musterte das Bullauge.
Dann schüttelte sie leicht den Kopf. Keine gute Idee, das würde sicherlich nur Ärger geben. Sie tappste zur Tür und fand diese wider Erwarten unverschlossen. Kurz blickte sie hinaus auf den Flur des Schiffes und machte die Tür wieder zu.
Sie blickte zu Lupus und dann wieder zur Tür und öffnete sie abermals einen Spalt. Wenn der Wolf gehen wollte, konnte er es. Es war nicht recht, ihn hier festzuhalten - sie selbst musste bleiben, aber Lupus war frei, so sah sie es.
|