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Carpenoctem ...



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...   Erstellt am 03.06.2009 - 10:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Noch immer wird von „Bohnenkaffee", „guter Butter" und „schwarzem Tee" geredet, gerade als ob der Normalverbraucher gewöhnlich Kamille oder Zichorie oder Ranzfett zu sich nähme.

Auch dass der Lachs echt ist und nicht ein gefärbter Minderfisch, scheint der Erwähnung zu bedürfen.
- Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang sollen ihren guten Klang behalten; „deutsch", dem Beefsteak oder dem Kaviar zugeordnet, hat nie einen gehabt.

Die pejorative Verwendung unseres Eigenschaftswortes sollte sich doch wohl verbieten.




werner43 ...



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...   Erstellt am 03.06.2009 - 11:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was die Butter und den Kaffee angeht, da geb ich dir recht. Da ist für mich Kaffee immer wirklich auch Kaffee und Butter braucht auch keinen Zusatz "gut".

Bei Tee ist das was anderes, denn es gibt außer Kamille und Schwarztee ja auch noch einige andere, Roibos zum Beispiel oder die ganzen Kräutertees, dann Grüntee oder neuerdings auch weißen Tee. Da ist mir die Bezeichnung Schwarztee oder schwarzer Tee schon wichtig.
zu deinen "deutschen" Beispielen wär sicher auch einiges zu sagen. Aber das überlasse ich anderen.




besucherin
unregistriert

...   Erstellt am 03.06.2009 - 11:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


das schlimmste sah in vor jahren in spanien, an ein lokal:

hier gibt es deutsche bohnenkaffe und deutsche pflaumenkuchen.

und dafür sollte man dorthin?

ebenso in new york, an ein deutsche bäckerei:

german schwarzbrot today.




Anne ...



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...   Erstellt am 03.06.2009 - 12:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


deutscher Bohnenkaffee ist doch falsch.
In Deutschland gibt es kein Kaffeeanbaugebiet

Judith, du hast aber Recht, im Ausland Urlaub machen, um Haxen mit Sauerkraut echt deutsch
zu essen. Wir Deutschen sind einmalig festgefahren in unseren Gewohnheiten. Und da erwarten wir, dass sich Ausländer in unserem Land anpassen und echte Deutsche werden.
Wie hat Ingeborg so treffend geschrieben?
Trott vertrottelt.
Bravo!!!!!!




<Pola>
unregistriert

...   Erstellt am 04.06.2009 - 16:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Anne schrieb

    Wir Deutschen sind einmalig festgefahren in unseren Gewohnheiten.


Sinnsucher-Urlaube
Ein erstaunliches Phänomen:

Leute, die sich einen fünfwöchigen Luxusurlaub im besten Hotel von St. Tropez leisten könnten, fahren nicht in Urlaub, sondern besteigen den Kilimandscharo, um sich dort in einem windigen Zelt die Zehen abzufrieren und sich vor ihrem Führer ihres Geldes zu schämen.

Oder sie „machen“ den Jakobsweg. Latschen sich in fünf Wochen auf einem Feldweg die Socken durch und treffen dort auf Tausende Schwaben und Erfurter.

Sie expedieren in die Antarktis, essen rohe Robben und gehen denen damit echt auf den Keks.

Kurz, sie verbringen eine Zeitspanne an einem möglichst ungastlichen Ort, ringen dort mit beschissenem Wetter und fragwürdigem Essen, um nachts auf einer unbequemen Schlafstatt für ein paar Momente den Sinn des Lebens zu erahnen.

Entnommen aus: Arschgeweih – Das wahre Lexikon der Gegenwart (Ullstein, 231 Seiten, 14,95 Euro)




Carpenoctem ...



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...   Erstellt am 10.06.2009 - 12:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine weitere Unsitte

Dem Antisemitismus widerfährt mit der Benennung eine Ehrung, die ihm nicht zusteht; es sollte geradeaus „Judenhass" heißen.
Ein Antikommunist ist dem Kommunismus feind, der Antikapitalismus wendet sich gegen eine Wirtschaftsverfassung, die er verderblich findet.

Beides ist insofern respektabel, als es den Kommunismus und den gar nicht so üblen Kapitalismus tatsächlich gibt.

Von „Semitismus", gegen den sich ein „Anti-" hätte
wenden können, ist aber nie, als einem politisch-sozialen Phänomen, die Rede gewesen, nirgendwo gab oder gibt es dergleichen.

Antisemitismus war immer schon ein übelmeinend erfundenes Täuschungs- und Lügenwort, dazu bestimmt, das Ressentiment zu bemänteln, das den Übelstand selbst erfindet, gegen den es mit Inbrunst zu Felde zieht.





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