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Iánadil 
Lórinan-Bewohner
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...   Erstellt am 16.01.2008 - 18:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Blühende Bäume, das Glitzern der Wasseroberfläche und freundschaftlicher Zusammenhalt vermöchte es nicht, Iánadil in Ardh-Rhûn zu halten.
Schon einige Tage ist er unterwegs zurück - zumindest an den Rand des einst güldenen Elbenforstes Taurelilórinan - reist er durch Engonien hindurch; stets in einiger Entfernung zu menschlichen Siedlungen und aufgewühlten bürgerlichen Verhältnissen. Bürgerkrieg herrscht in Engonien. Er bringt Chaos, Unsicherheit und Verzweiflung, aber auch Triumpf und neue Ordnung mit sich.

Iánadil kann es schwerlich ertragen, seine Heimat, seinen bisherigen Lebensinhalt hinter sich zu lassen. Da er sich dem Wald nach wie vor eng verbunden fühlt, hat sich sein selbst beinahe wie Lórinan verändert. Eine schleichende Wandlung, die Iánadil immer deutlicher wird, so wie vorbeiziehende Wolken den Mond einer sternklaren Nacht freigeben.
Ein Versprechen, dass er gegeben hat, quält ihn immer noch. Der urtümliche Schwur, immer den Hain mit aller Macht zu schützen. Zwar ist er kein Druide des mar-en-cuil lórinanya mehr, doch eine innere Verbundenheit fesselt seine Gefühle an den Viel-Traumwald.

"Wäre Cirnallan hier", spricht er leise aus. Ja, der Erzdruide wüsste rat. Den Gedanken abschüttelnd wandert er langsam weiter.

Der Dryade ist sich gewiss, dass ihn mögliche Gefahren erwarten können, je mehr er sich in die Nähe der boshaften Wälder und verzerrten Linien des Lebens begibt. Eine Kraft, die ihn stärken vermochte, aber auch seine Anwesenheit weiter trägt und verraten kann, umgibt die alten mystischen Windungen der Bäume.

"Er" ist wachsam.
Ein Schatten der Erinnerung flammt kurz in den verborgenen Winkeln des Bewusstseins auf.

Stimmen, Schreie, Pain und Sucht - sie alle sind seine Werkzeuge. Furcht, Intrige, Verrat und Wildheit - sie alle vereint in einem Wesen, dass ebensolche Emotionen durch sein Handeln und Worte weitergibt. Schon in der Vergangenheit wurde Iánadil Opfer von all dieser Verderbtheit.

Doch - dennoch glaubt der dem Lebenskreis der Druiden ausgetretene, dass ihn gerade diese Gestalt mehr versteht, als jene Lórinanbewohner, die nun in Ardh-Rhûn ihr Dasein fristen.
Ist ihm letztendlich ein Feind ähnlicher als er es je wahr haben wollte?

Viele Gespräche fallen Iánadil wieder ein. Wortwechsel mit Lavariel, Tiralidh, Firvellin .. doch sie alle konnten ihn nicht überzeugen, sich vom Wald Lórinans fern zu halten.




[Dieser Beitrag wurde am 17.01.2008 - 02:05 von Iánadil aktualisiert]





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Tavaron Iánadil eglan-en-ringorn estannen taurhên
ehemaliger Druide Taurelilórinans

lavarielnandama ...
Stammgast
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...   Erstellt am 08.02.2008 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lavariel blickte auf die verschneiten Hügel Engoniens, die vor ihm lagen wie die hohe Wellen eines zu Eis erstarrtes Meeres. Kein Vogel sang, kein Laut war zu hören, nur das Wehklagen des Windes, das von dem nun finster gewordenem Taurelilorinan berichtete, der jenseits der weißen Firnsee wugs. Namenloses Grauen gedieh dort wo einst die roten Rosen des Lorinans in großer Zahl blühten. Die vormals Schutz gewährenden Schatten der altgewachsenen Bäume verbargen nun die die Albtraumkreaturen des Schwarzen Windes und die grotesk mutierten Monster des Wylden Hofes. Nichts und niemand war dort sicher wo ER grausame Regentschaft inne hielt. Die Klauenhand an dem Stab der für viele Jahre Cirnallans Eigen war. Cirnallan, der weiße und gerechte Herrscher des „Viel-Traumland-Tals“ war fort gegangen und mit ihm waren die goldenen Tage des Lorinans gezählt.
Doch es gab noch Hoffnung! Ihre Saat war aus gebracht und die Erinnerung war mit den kleinen Beutelchen von reiner, geweihter Erde in die Welt hinaus getragen worden, damit nicht in Vergessenheit geriet, was nicht vergessen werden durfte: Das dort wo jetzt die Düsterniss Herrschaft hält, einst ein lichter Wald war, in dem das unsterbliche Lachen Hunderter zu hören – Tag für Tag. Jahr um Jahr. Ein glückliches Zeitalter lang.
Genau hier, an dieser Stelle hat Lavariel in den letzten warmen Tagen des zurückliegenden Jahres seine Erde verstreut. Die Erde aus dem Beutel, den er aus den Händen Tiralidhs entgegen genommen, als es für alle unumkehrbare Wahrheit geworden war, dass des Lorinans letzten Inseln des Lichts von Dunkelheit verschlungen werden.
Hier stand er im vergangenem Sommer, einen magischen Liederzyklus singend, der Garantie dafür geben würde das jeder Samen den die Erde seiner Seelenheimat in sich barg aufgehen würde. Hier spielte er das erste mal seit dem er nicht mehr im Salasandra der Sippe mit seinen Blutsverwandten eins wurde auf seinem Iama. Einen Ganzen Tag und eine ganze Nacht lang. Im Frühjahr schon würden hier Blumen wachsen. Büsche, Sträucher und zuletzt Bäume würden ihnen folgen ein Wall zu werden gegen die aufziehenden Schrecken. Gegen das Vergessen. Für einen neuen Morgen.

Doch fragte sich Lavariel wann der prophezeite Tag kommen würde. Wann würde die Saat ihrer Bemühungen aufgehen, Blüten hervorbringen und Früchte tragen? ... oder würde der zarte Funke in endloser Dunkelheit ertrinken und der finstere Forst mit seinen faulenden Bäumen zu einem noch grauenhafterem Ort werden. Einem Sumpf aus bösartigem Hass, der gierig alles verschlingt was noch gut und gerecht ist in dieser Welt? Lavariel zitterte. Teils von der Kälte, die langsam durch sein Wintergewand drang, Teils von dem Gedanken das ihm und den anderen eines Tages die letzte Hoffnung schwinden würde, dass alles noch zu einem besserem Ende finden könne?


Von jener Richtung her in die Lavariel schaute, wehte der eisiger Nordwind, der an seiner Kleidung zerrte und den Schnee dieses Morgens glitzern lies. In jene Richtung hatte Iánadil den Wald von Ardh-Rhûn verlassen – auch davon wusste der raue Wind zu berichten. Iánadil war aufgebrochen wieder die Grenzen des Lorinans zu sehen. Entgegen des Rates seiner Freunde machte er sich auf eine Sehnsucht zu stillen, die in den vergangenen Wochen in ihm gewachsen ist. Geplagt von seinen Ängsten. Getrieben von inneren Dämonen ...
Lavariel wäre ihm gern gefolgt. Ein Teil von ihm schrie laut auf bei dem Gedanken seinem treuen Freund Iánadil könnte, dort wo er war ein Leid geschehen ... doch Lavariel wusste wo er jetzt noch dringender gebraucht wurde. Er musste bei Ihr bleiben. Dem Quell seines Lachens und all seiner Sorge...

Es war Zeit. Er musste wieder zurück. Sie sollte nicht wissen warum er hierher gekommen war. Noch nicht. Er wollte sie nicht unnötig beunruhigen. Ihr leidgeplagtes Herz nicht noch mehr belasten.

So löste er seinen Blick vom Horizont, an dem er so lange gebunden war und lies ihn zu dem Tier sinken das zu seinen Füßen lag. Eine Böe klirrender Kälte kam in diesem Moment auf, als wolle ihm der Stürmische aus dem hohen Norden eine Warnung schicken. Der Wind nahm den Schnee der weißen Ebenen auf und lies ihn herumwirbeln, so das der grüngekleideten Elb nun von zahllosen Eiskristallen umspielt wurde. Unbeeindruckt von diesem Schauspiel zog Lavariel sein Jagdmesser und beugte sich zu dem reglosem Grünlandbock hinab, dem ein schlanker Pfeil aus der Flanke ragte. Mit der Linken hielt er ihn an einem seiner Hörner. Das eigene Knie drückte er dem Bock in die Seite um in an den gefrorenen Boden zu binden. Ein Schnitt seines Messers öffnete ihm die Halsschlagader. Dunkles, dampfendes Blut schoss in einer weiten Fontäne hervor. Es benetzte den weißen Schnee, lies ihn sofort hinwegschmelzen. Es schlug wilde Blasen. Es schien zu kochen. Überraschend versuchte sich das Tier mit einem letzten Aufbäumen seinem Schicksal entgegenzustemmen. Ein heiseres, flehendes Röcheln durchbrach die Stille dieses Morgens und der Wind hielt mit einem mal den Atem an ... dann war es vorbei. Er war tot. Lavariel began nach einem Augenblick des Innehaltens damit den Kopf seiner Beute vom Rumpf zu schneiden ... Aus dem Kern der gestreckten Hörner des Bocks würde er sich einen neuen Bogen fertigen. Auch würde das Opfer, dass das Tier gebracht hatte dem Bogen ein paar guter Sehnen geben. Aus seinen Gebeinen würde der Elb gezackte Pfeilspitzen schnitzen ... Der Krieg würde sie einholen. Lavariel wusste es: Der Tag würde kommen an dem ein Bündnis aus Elben und Menschen wieder gemeinsam streiten würde, um den Wald des Taurelilorinan von seiner abscheulichen Besatzung zu befreien. Um das Unrecht wieder rückgängig zu machen, dass wie ein Dorn tief im Fleisch all jener saß die dem Dunkelsten Moment beigewohnt hatten ... es half nichts. Sie mussten wieder kämpfen. In der Flucht würden sie keine Ruhe finden ...

Lavariel wand sich von dem Kadaver seiner Beute ab ... den Rest - das Fleisch würde er den hungrigen Winterwölfen als Mahl zurücklassen ... So kehrte er heim. Heim nach Ardh-Rhûn. ...


[Dieser Beitrag wurde am 17.02.2008 - 22:28 von lavarielnandama aktualisiert]





Signatur
"Das Glück kommt zu denen, die lachen."
japanisches Sprichwort, Autor unbekannt.

Narrator 
Abenteurer
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Registriert seit: 06.12.2006
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...   Erstellt am 07.03.2008 - 07:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Beinahe unmerklich weht eine Präsenz des schwarzen Windes durch die Wipfel des Lórinanforstes - nur, um den ohnehin schwindenden Bäumen das Atmen schwerer zu machen, als es schon ist. Wie eine Liebkosung des Wahnsinns hinterlässt diese sanfte Berührung Stimmen und Schreie von gequälten Seelen in der Luft.
Ist es ein Bote oder Späher der Feen vom Schattenhof?

Es ist ansonsten vollkommen still. Kein Laut von einem Tier ist zu vernehmen. Eine Stille, die den Forst noch unheimlicher macht, wie zuvor. Ein Hauch von winterlichem Frost und todbringenden Visionen strahlen die Bäume des ehemaligen Elbenwaldes aus. Der Stillstand des Lebens scheint eingetreten zu sein, wie ihn die Schwesternschaft vorausgesehen hat.

Iánadil erreicht endlich die kleine Zuflucht derer, die den Wald nicht verlassen wollten oder konnten.
In einiger Entfernung bleibt er stehen und beobachtet das traurige Bild, das sich ihm bietet. Keiner der Elben ist zu sehen, doch selbst das kleine Lagerfeuer verrät deren Versteck.
Der Dryade verhüllt seine Gestalt. Unbekannte Kräfte und Geheimnisse entdeckt er, seit er den nun verdorbenen Boden Lórinans wieder betrat. Es erschreckt ihn fast, wäre nicht ein Gefühl von Macht und Wohlsein damit verbunden.
Zwei Schritt entfernt fallen verdorrte Äste von den Bäumen krachend zu Boden.

Aufgeschreckt von diesem Geräusch blickt der verborgene Elb in die Richtung, aus der das Knacken kam. Nichts ist zu sehen. Dennoch von Unruhe getrieben und alamiert huscht er elegant lautlos einige Meter zum Lager und erreicht das Zelt Pelethions.
Ein Blickwechsel von wenigen Augenblicken genügt, um die Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der weise Elb verliest stumm eine Schrift, die kurz darauf verschwindet.
Nichts geschieht. Jedenfalls nichts, was die Elben bemerken würden.

Iánadils Zauber scheint in sich zusammen zu brechen. Eine Fremde Kraft scheint ihn zu zwingen, sich zu entfernen.
Die Miene des Dryaden zeichnet Enttäuschung und verletzendes Erkennen. Iánadil zieht sich zurück - weiter in den Forst hinein.


[Dieser Beitrag wurde am 07.03.2008 - 07:31 von Narrator aktualisiert]





Signatur
Narrator = Pethron(sindarin) = Erzähler


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