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Josi 





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...   Erstellt am 20.08.2004 - 10:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Schlecken

Der Hund leckt sich auf Kommando mit der Zunge über die Schnauze.

Vorbereitung: Du brauchst dafür nur ein Superleckerchen und einen fressbereiten Hund. Bei Hunden die zum Sabbern neigen empfiehlt es sich, diese Übung im Freien durchzuführen.

Ablauf: Den Hund auf das Leckerchen in der Hand aufmerksam machen, Dann einfach nur vor Deinem erwartungsvoll dreinblickendem Hund stehenbleiben. Je nach Typ wird er unterschiedlich reagieren. Die meisten Hunde machen das, womit sie in der Regel Erfolg in Form einer Belohnung haben. Ein phlegmatischer Hund wird sich wahrscheinlich nur vor Dich hinsetzen und warten. Egal zu welchem Typ Hund Deiner gehört, Du tust nichts. Kein Kommando geben, denn schließlich kennt der Hund das Kommando "schlecken" noch nicht. Der Erfolg kommt von selbst. Ist das Leckerchen in Deiner Hand wirklich heißbegehrt, dann läuft dem Hund früher oder später das Wasser im Mund zusammen und er wird sich über die Schnauze lecken. Daraufhin bekommt er sofort die Belohnung...sehr schnell damit er verknüpft, daß er die Belohnung wegen des Schleckens bekommen hat. Hier bietet sich ein "Clicker" an, mit dem Du den Moment des Schleckens "clickst" und dann die Belohnung gibst. Jedenfalls wird Dein Hund nach vielen Wiederholungen begreifen, daß er für "sich über´s Maul schlecken" ein Leckerchen bekommt. Wenn Du nun also sicher bist, daß Dein Hund in der gewohnten Trainingssituation sofort schleckt, führst Du ein Kommando dafür ein. Beliebig was, am Besten nicht zu lang z.B. "schleck". Sag also ab nun das Kommando, um den Hund schlecken zu lassen. Jetzt bekommt der Hund natürlich nur noch das Leckerchen auf Kommando und nicht, wenn er sich bespielsweise von selbst vor Dich hin-stellt und schleckt. Sitzt das "schlecken auf Kommando" dann in gewohnter Umgebung, muß natürlich auch in anderen Situationen geübt werden, am besten zuerst in reizarmer Umgebung....




Unten durch

Der Hund kriecht unter etwas hindurch.

Vorbereitung: Das Kommando "unten durch" soll den Hund dazu veranlassen, unter etwas hindurch zukriechen. Dies kann ein z.B. ein gefällter Baumstamm sein, eine Parkbank oder sonstiges. Die Objekte müssen allerdings in der Körpergröße des Hundes angemessen sein. Die Strecke, über die sich der Hund in dieser ungewohnten Körperhaltung fortbewegen muß sollte anfangs so kurz wie möglich gehalten werden. Für einen mittelgroßen Hund bietet sich beispielsweise eine Parkbank an... sofern sie nicht gerade belegt ist. Außerdem sollte keine größere Ablenkung für den Hund vorhanden sein. Achte ausserdem darauf, daß sich unter der Bank kein Regenwasser gesammelt hat, fast nur Retriever lieben "unten durch" mit Schlammbad *g*.

Der Ablauf: Lege den Hund möglichst dicht vor der gewählten Parkbank ob, wichtig ist dabei, daß er schon in Kriechrichtung liegt. Der Kopf kann sich bereits unter der Bank befinden. Geh auf die andere Seite der Parkbank und stelle den Blickkontakt mit Deinem Hund her. Das Superleckerli hast Du natürlich in der Hand und hälst es dem Hund nun ziemlich direkt vor die Nase. Dann den Hund locken. Nimmt er den direkten Weg zum Leckerli, so robbt er unter der Bank durch und bekommt die Belohnung. Bei den folgenden Wiederholungen hälst Du das Leckerchen immer näher bei Dir. Sobald der Hund diesen Schritt verstanden hat, führst Du das Kommando (unten durch) ein, sobald er unter der Bank durchschlüpft. Hat er diesen Ablauf voll und ganz begriffen, deponiere das Leckerchen an einer anderen Stelle, der Hund muß auf Kommando unter der Bank durchrobben und dann das Leckerchen holen. Sinn der Sache ist, daß der Hund lernt, auf Kommando unter etwas hindurch zu-kriechen, ohne den "Leckerchenanreiz" direkt auf der anderen Seite. Natürlich mußt Du Deinen Hund jedesmal belohnen.... allerdings nicht indem Du immer am anderen Ende der Bank wartest. So kannst Du den Hund nämlich auch auf Entfernung "unten durch" kriechen lassen.




Slalom durch die Beine

Der Hund läuft im Slalom durch die gekreuzten Beine seines Besitzers.

Vorbereitung: Wichtig ist hierfür ein geeigneter Hund und der passende Hundeführer dazu. Er sollte im Verhältnis zu seinem Besitzer passen...eine Dogge kann nur schwerlich durch die gekreuzten Beine eines Kindes laufen. Für diese Übung muß der Hund eine gewisse Bindung an seinen Hundeführer haben, da ohne Leine gearbeitet wird. Die Übung kann in der eigenen Wohnung aufgebaut werden. Besonders leicht fällt das Training, wenn der Hund bereits "bei Fuß gehen" beherrscht. Ein Leckerchen soll den Hund veranlassen, die Übung auszuführen. Je nach Hund muß der Besitzer mehr oder minder flink sein, und sich auf die Geschwindigkeit des Hundes einstellen.

Der Ablauf:
Der Hund sitzt in der "bei Fuß Stellung", in der Regel ist dies an Deiner linken Seite. Mit dem rechten Bein gehst Du nun einen Schritt vor, das Linke bleibt unverändert stehen. Unterstützt durch lockende Worte und das Leckerchen in der rechten Hand, das Du dem Hund zwischen den Beinen entgegenhälst, lockst Du den Hund nun auf dem gewünschten Weg auf Deine rechte Seite. Während der Hund die Übung korrekt ausführt, sage das Kommando "slalom" und gib ihm dann das Lecker- chen. Dies ist eine Aufgabe, die der Hund schon nach wenigen Wiederholungen zuverlässig ausführt. Bald werden bereits die Beinstellung und das Wort Slalom genügen, um ihn zur gewünschten Handlung zu bewegen. Das Leckerchen bekommt er natürlich weiterhin, wenn er die Übung korrekt ausgeführt hat.Führt der Hund also nun das einmalige Unterlaufen zuverlässig durch erweiterst Du die Übung. Du machst mit Deinem Hund den ersten Schritt wie gewohnt, allerdings befindet sich das Leckerchen nun nicht in der rechten sondern in der linken Hand. Ist der Hund auf der rechten Seite angekommen, gehe ohne Verzögerung mit dem linken Fuß einen Schritt vor-wärts und locke denn Hund wieder zwischen den Beinen hindurch. Dabei abermals Slalom sagen. Auf der anderen Seite angekommen, erhält der Hund sein verdientes Leckerli. Wieder sind mehrer Wiederholungen nöitg, bis der Hund es begriffen hat. Nun kannst Du langsam die Länge des Slaloms ausdehnen. Natürlich kannst Du anfangs auch eine Vielzahl von Leckerchen in die Hand nehmen und den Hund nach jeder "Unterquerung" belohnen.

Eine Abwandlung bzw. Alternative zum Slalomgehen ist das "Achtenlaufen" Hierbei stehst Du mit gespreizten Beinen auf der Stelle und der Hund muß abwechselnd die Beine umrunden --> 8.




Hepp!

Der Hund balanciert ein Leckerchen auf der Nase und auf "Hepp" wirft er das Leckerchen in die Luft und fängt es auf und darf es dann fressen.

Vorbereitung: Nicht jeder Hund ist für dieses Kunststück geeignet, nur Hunde mit einer langen Schnauze sind in der Lage, ein Leckerli darauf zu balancieren. Ein Mops z.B. wird schwerlich dazu fähig sein, denn er ist so platt vorne, das ein Leckerchen nicht den Halt hätte.

Der Ablauf:
Der Hund wird ins Sitz gebracht und Du stehst neben oder vor ihm, mit dem Leckerli in der Hand. Sobald Du das Leckerli in Richtung Hundeschnauze führst, um es darauf zu legen, wird Dein Hund in der festen Überzeugung, Du willst ihn füttern, nicht stillhalten und sogar versuchen, an das Leckerli heranzukommen. Je nach Hundetyp mehr oder weniger sanft. Die erste Aufgabe besteht also nun darin, das Leckerli auf der Hundeschnauze zu platzieren. Dazu hälst Du die Hundeschnauze fest, nicht mit Gewalt, aber konsequent. Nun näherst Du mit der anderen Hand wieder das Leckerchen Richtung Schnauze. Wehrt sich der Hund gegen das Festhalten, sage bestimmt "nein" oder "aus"...ein Wort, welches er mit etwas Unerwünschtem ver- bindet. Du kannst auch noch "bleib" hinzufügen, sollte der Hund aufstehen und so zum Leckerchen gelangen wollen. Je nach Hund kannst Du nun die Belohnung mehr oder weniger weit an die Schnauze heranführen. Bei einem Hund, der trotz Ermahnung und Festhalten nicht ruhig bleiben kann, mußt Du ganz langsam vorgehen. Hält der Hund ruhig, gib ihm das Leckerchen. Dies übe nun solange, bis der Hund gelassen sitzen bleibt sobald das Leckerli in seine Nähe kommt. Als nächstes nun mußt Du versuchen, ihm das Leckerli auf die Schnauze zu legen, wahrscheinlich wieder mit Unterstützung des Schnauzenfesthaltens und einem mahnendem "nein". Der Griff um die Schnauze muß nun langsam abgebaut werden, Schritt für Schritt mußt Du die Hände vom Hundekopf entfernen. Nach einigen Trainingseinheiten kann er das Leckerchen mehr oder minder lang auf der Nase balancieren. Sollte es herunter fallen mußt Du schneller sein als er...es darf nicht gefressen werden !

Es erfordert je nach Hundetyp einige Geduld, bis der Hund verstanden hat, daß er die Schnauze völlig waagerecht halten muß, um an die Belohnung zu kommen, denn die erhält er nur durch den Balanceakt. Du nimmst nun das Leckerli wieder von seiner Schnauze und gibst es ihm, unterstützt von lobenden Worten und der Aufforderung "nimm",denn der Hund muß unterscheiden lernen, wann Du das Leckerchen auf seine Nase legen willst, und wann Du ihn füttern willst. Auf das Kommando "Hepp" darf der Hund dann versuchen, das Leckerli von seiner Nase ins Maul zu bekommen. Da der Begriff "Hepp" noch keine Bedeutung für ihn hat, mußt Du es anfangs mit einem bekannten Wort verknüpfen...z.B. sitz oder frei und sage dann "Hepp frei" Nach einigen Versuchen wird der Hund bereits beim Wort "hepp" nach dem Leckerli schnappen. Der Hund soll die Belohnung in die Luft schleudern und dann auffangen. Dies ist je nach Hund unterschiedlich schwer zu erreichen, manche Hunde werden es nie lernen. Manche Hunde versuchen von sich aus das Leckerli, bevor es auf den Boden fällt zu erreichen, manche lassen es auf den Boden fallen und fressen es dann. Solchen Typen ist es fast unmöglich ihnen beizubringen, wie es "richtig" sein soll.

Als Vorbereitung für das Fangen aus dem Flug kannst Du erstmal üben, indem Du dem Hund die Leckerchen zuwirst und er sie fangen muß. Führe dabei auch das Kommando "hepp" ein, und sage es möglichst dann, wenn der Hund das Leckerchen gerade fängt. Der Hund soll lernen, die Belohnung im Flug zu fangen, daher mußt Du schneller sein als der Hund, wenn das Leckerli zu Boden fällt. Einen Erfolg im Sinne von Fressen bekommt er nur, wenn er das Leckerli nicht zu Boden fallen läßt. Die Trainingseinheit sollte immer mit einem Erfolgserlebnis enden.




Schäm Dich

Der Hund legt eine oder beide Pfoten über die Augen und sieht so aus als hätte er ein schlechtes Gewissen.

Vorbereitung: Der Hund sollte ins Platz gelegt werden und mit einem einfachen Hilfsmittel versehen werden. Ein Klebestreifen auf der Nase (natürlich einer der nicht zu feste klebt)...er tut dem Hund nicht weh und ist auch sonst völlig harmlos aber für die Zwecke des "schäm dich" Erlernens gut geeignet. Ich würde das nur bei Hunden machen, die nicht panisch/ängstlich reagieren auf solch einen Klebestreifen auf der Nase.

Der Ablauf:
Nachdem der Klebestreifen auf der Schnauze des Hundes klebt, wird dieser versuchen, das lästige Ding abzustreifen und benutzt dazu natürlich seine Pfote(n). Hier ist der Clicker wieder hilfreich: Sobald der Hund versucht mit den Pfoten den Klebestreifen loszuwerden, clicken und loben (belohnen). Nach ein paar Übungen das Kommando "schäm dich" einführen, wieder üben, bis der Hund dies auf Kommando macht.





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