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HugoHase ...
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...   Erstellt am 09.06.2011 - 08:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn ich die Folge "Stiftungsfest" ansehe, bin ich als Musiker immer etwas über den 'musikalischen Anschlußfehler' (so nenne ich das mal) bei den Aufnahmen zu der Chorszene am Anfang des Films mit der hochgeschätzten "Münchner Liedertafel" irritiert: Zu Beginn erklingt "La Montanara" in A-Dur; wenn der Chor mit den eifrig 'mitsingenden' Schauspielern Siegfried Lowitz, Herbert Fleischmann und Hans Stadtmüller gezeigt wird, ertönt nach hartem Schnitt plötzlich B-Dur, um im Mittelteil (ohne Modulation!) wieder A-Dur zu erreichen. Natürlich wird man bei den Filmaufnahmen mehrere Anläufe gebraucht haben, aber spätestens beim abschließenden Schnitt hätte es der Cutterin oder dem Regisseur (immerhin Helmut Käutner!) doch auffallen müssen, das es so nicht zusammenpasst, oder?
Mal ein ungewöhnlicher 'Filmfehler'!




Squire1971 ...
Administrator
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...   Erstellt am 09.06.2011 - 11:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schön, mal einen Musikexperten Tachles schreiben zu sehen. Ungewöhnlicher "Filmfehler", natürlich. Wobei "Stiftungsfest" eine meiner absoluten Lieblingsepisoden der Reihe ist und bleibt.





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"Harry, wir brauchen den Wagen, sofort!!!" (Stephan zu Harry in "Johanna")

http://www.literaturexperte.com/

ross 
Inspektor
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...   Erstellt am 09.06.2011 - 11:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Interessant, dass gerade Helmut Käutner, der immerhin in den Nachkriegsjahren viele Filme mit ausgiebiger musikalischer Untermalung erstellt hat, ein Musikfehler unterläuft.

Ansonsten gehört "Stiftungsfest" auch für mich zu den Lieblingsfolgen. Und Lowitz und Fleischmann haben wirklich mit tiefer Inbrunst gesungen.





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"Ironisch bin ich selber" (Derrick zu Berger in "Tod des Trompeters")

HugoHase ...
Newbie


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...   Erstellt am 09.06.2011 - 12:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Normalerweise werden solche Musikstücke ja als Playback aufgenommen, so daß man bei Wiederholungen stets diesselbe Interpretation hat.
Aber vielleicht wurde diese Technik im Jahre 1974 noch nicht so konsequent angewandt? Damals ist ab und zu auch noch live im Fernsehen gesungen worden, bis man Angst davor bekam, daß sich mal ein Fehler einschleichen könnte (wie es bei uns im Opernbetrieb, der ja immer live abläuft, selbstverständlich auch hin und wieder passiert!).
Aber der Fernsehzuschauer wollte es in späteren Jahren stets perfekt haben!
Sollte der Chorsatz also damals wirklich in der Szene live aufgenommen worden sein, konnte es durchaus passieren, daß ein A-capella-Chor (ohne Begleitung) mal einen Halbton nach unten rutscht...! Richtig auffällig ist es dann später nur durch den harten Schnitt.
Wie dem auch sei, es ist und bleibt eine sehr gute "Derrick"-Folge (auch wenn Fleischmann, deutlich sichtbar, beim Singen mal auf seinen Textspickzettel schaut), mit einem überzeugenden Lowitz, der mir aber auch später sehr gut in "Eine Art Mord" gefällt!




Kabeck ...
Ehreninspektor
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...   Erstellt am 09.06.2011 - 12:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das ist mir bislang noch gar nicht aufgefallen, sehr interessant. Ich mag diese Folge auch sehr gerne, vor allem wegen der wunderbaren Darsteller. Allerdings ist sie mir insgesamt zu dialoglastig, um ihr die Höchstwertung zu geben.





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"In diesem Haus hat Moses die Gesetzestafeln versteckt."
(aus DIE NACHT DES JAGUARS)

Olaf19 ...
Inspektor-Anwärter
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...   Erstellt am 15.02.2012 - 21:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


HugoHase schrieb
    Zu Beginn erklingt "La Montanara" in A-Dur; wenn der Chor mit den eifrig 'mitsingenden' Schauspielern Siegfried Lowitz, Herbert Fleischmann und Hans Stadtmüller gezeigt wird, ertönt nach hartem Schnitt plötzlich B-Dur, um im Mittelteil (ohne Modulation!) wieder A-Dur zu erreichen.

Schande über mein Haupt! Ich habe das Absolute Gehör, und trotzdem ist auch mir das nicht aufgefallen. Da muss mich irgendeine hübsche Nebendarstellerin abgelenkt haben - das Ohr guckt mit oder so...

Modulation von A-dur nach B-Dur und wieder zurück kannst du bei traditioneller volkstümlicher Musik sowie bei Klassischer Musik vor der Romantischen Epoche eh vergessen. Das wäre musikalisch viel zu "kühn". Bei Listz, Berlioz und später Wagner hingegen wäre es gut denkbar.


HugoHase schrieb
    Normalerweise werden solche Musikstücke ja als Playback aufgenommen, so daß man bei Wiederholungen stets diesselbe Interpretation hat. Aber vielleicht wurde diese Technik im Jahre 1974 noch nicht so konsequent angewandt?

Entweder das - oder die Bandgeschwindigkeit wurde durch einen technischen Fehler vorübergehend leicht angehoben, so dass der Abschnitt vor dem Mittelteil um ca. 6% schneller gelaufen ist als davor und danach.

Das entspräche jedenfalls dem von dir festgestellten diatonischen Halbton von A nach B.

Die Temposchwankung wäre nach meinem Dafürhalten eher nicht aufgefallen, ein bisschen "Rubato" ist immer im Spiel.

CU
Olaf





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"Holt schon mal den Wagen, ich komm' gleich nach!" (Kommissar Kress in: "Der Anschlag", Folge 167)

StephanDerrick 
Inspektor
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...   Erstellt am 23.02.2012 - 23:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was mir in dieser Folge das erste Mal aufgefallen hat, es wird immer davon geredetder Mörder habe dem Opfer "die Hände um den Hals gelegt" (oder war es in einer anderen Folge? :huh, und diese Formulierung wird noch in unzähligen Folgen wieder gesagt, wohl eine Lieblings-Formulierung des guten Herbert Reinecker.





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