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Charlotte Administrator Status: Offline Registriert seit: 02.10.2005 Beiträge: 6777 Nachricht senden |
Thomas Mann sagte einmal über sie: "Sie hält einen Platz in der kleinen Galerie von Frauen, die mir, ohne es zu wissen, das Herz bewegt haben." ![]() Paula Wessely Geboren am 20. Januar 1907 war die Tochter eines theaterbegeisterten Metzgermeisters, dessen Schwester Josefine ein gefeierter Star am Burgtheater war. Mit siebzehn trat sie das erste Mal im Wiener Volkstheater auf. Besuchte das Max-Reinhardt-Seminar. Ab 1929 spielte sie am berühmten Theater in der Josefstadt in Wien, wo sie auch ihren späteren Ehemann Attila Hörbiger kennen lernte. Ihren Durchbruch hatte sie jedoch 1932 in Berlin als Rose Bernd von Gerhart Hauptmann. Später ging sie ans Burgtheater in Wien und spielte unter anderem unter Fritz Kortner und Max Reinhardt. ![]() Paula Wessely, Helene Thimig und Max Reinhardt 1933 Der Film entdeckte 1934 ihr Gesicht und in dem Film Maskerade spielte Paula die weibliche Hauptrolle an der Seite von Adolf Wohlbrück. ![]() Sie eroberte ihr Publikum und wurde fortan nur mehr„Die Wessely“ genannt. Viele Rollen die auf sie zugeschnitten waren folgten. Im Sommer 1935 heiratete sie den um elf Jahre älteren Hörbiger. Sie wurden das Traumpaar des Theaters. In den Filmen jedoch konnte sie mir den männlichen Stars der Ufa-Ära drehen. Im Nobelvorort Grinzing ließ sich das Paar, das eine Schauspielerdynastie begründen sollte, nieder. Die Töchter: Elisabeth Orth – Christiane Hörbiger – Maresa Hörbiger wurden geboren und sollten in die Fußstapfen der Eltern treten. Doch wurde die Karriere der Paula Wessely durch den nationalsozialistischen, antipolnischen Propagandafilm "Heimkehr" (1941), in dem sie eine von Polen verfolgte Deutsche spielte, getrübt, zumal man sie und ihren Ehemann beschuldigte, Anhänger der Nationalsozialisten zu sein und an den Propagandafilmen der Nationalsozialisten finanziell kräftig verdient zu haben. Besonders Elfriede Jelinek tat sich mit Schmähschriften auf die Schauspielerin hervor. Jedoch besaß "die Wessely" die Größe, sich nach Kriegsende für ihr Mitwirken an dem Film "Heimkehr" zu entschuldigen: "Ich bedauere es sehr, dass ich damals nicht den Mut gehabt hatte, mich der nationalsozialistischen Propaganda widersetzt zu haben." Ihre Rehabilitation erfolgte dadurch, dass sie nach dem Ende des Krieges zahlreichen jüdischen Schauspielern geholfen hat, sich in der veränderten Welt wieder zurechtzufinden. In den 50/60iger Jahren war sie in mehr als zwanzig Filmproduktionen zu sehen und spielte mit großem Erfolg Theater. Ob in "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund oder als "Gretchen" in Goethes "Faust", ob als "Genia Hofreiter" in Arthur Schnitzlers "Das weite Land" oder in "My Fair Lady", oder 1984 mit Josef Meinrad in "Der Unbestechliche", die Wessely spielte das große Repertoire klassischer Rollen und wurde so zur großen Tragödin. Sie wird zur Kammerschauspielerin ernannt, das Adelsprädikat für österreichischeSchauspieler. Und wieder unterläuft ihr ein Fehler, sie nimmt eine Rolle bei Veit Harlan, den Lieblingsresiggeur der Nazis an. 1957 spielt sie im Film Anders als du und ich der einhellig als reaktionärer Hetzfilm gegen Homosexuelle betrachtet wird, die Hauptrolle. 1987 starb ihr Ehemann Attila Hörbiger im Alter von 91 Jahren an den Folgen eines kurz zuvor erlittenen Schlaganfalles. Die damals 80jährige Paula Wessely zog sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück, nicht ohne vorher eine vielbeachtete Lesung anlässlich ihres 80. Geburtstages im Januar 1987 im Wiener Akademietheater vorgenommen zu haben, mit der sie sich von ihrem Publikum verabschiedet hatte. Die durch den Tod ihres Ehemannes hervorgerufenen schweren Altersdepressionen machten manche ihrer Tage zur Hölle. Trotzdem erscheint sie zur Ernennung der Burgtheater-Doyenne, eine besondere Ehrung, noch einmal öffentlich. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Paula Wessely völlig zurückgezogen in ihrem Haus in der Himmelstraße 24 in Wien-Grinzing, umsorgt von den drei Töchtern, allen voran Maresa Hörbiger und deren Sohn Manuel Witting, der bereits die nächste Generation der Schauspielerfamilie repräsentiert. Christian Tramitz, der Neffe spielte im Film "Der Schuh des Manitou", Cornelius Obonya - Sohn von Elisabeth Orth am Burgtheater, Christianes Sohn Sascha Bigler ist Regisseur. Das sind nur einige des Nachwuchses aus dem Hörbiger-Wessely-Clan. Im April 2000 erkrankte sie an einer schweren Bronchitis, und musste ins Spital eingeliefert werden. Am 11. Mai 2000 ist Paula Wessely im Alter von 93 Jahren in einem Krankenhaus in ihrer Heimatstadt Wien gestorben und wurde neben Attila Hörbiger am Grinzinger Friedhof in Wien zur letzten Ruhe gebettet. ![]() Filmarchiv zeigt Retrospektive Zu ihrem 100. Geburtstag, den die Schauspielerin am 20. Januar 2007 gefeiert hätte, startet das Filmarchiv ab 12. Jänner eine umfassende Retrospektive im Wiener Metro Kino. Quelle: ![]() Signatur Kleine Sünden straft Gott sofort. Für die Großen aber schickt er mich! http://www.premier-thoroughbred-deals.li/ http://www.razyboard.com/system/user_maligne.html | |||
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