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focour 
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...   Erstellt am 17.01.2012 - 12:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


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"Döner-Morde" ist das "Unwort des Jahres 2011"

Das Wort "Döner-Morde" hat im Zusammenhang mit den Morden der Zwickauer Terrorgruppe traurigen Ruhm erreicht. Jetzt wurde der Begriff zum "Unwort des Jahres".


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Früher war mehr Lametta.

(Loriot)

Ich liebe es, Menschen beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne ;-)

Judith7 



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...   Erstellt am 17.01.2012 - 16:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn die "Begründung" der Jury für das Unwort des Jahres so stimmt, wie folgt, bin ich irritiert und stimme dem Schreiber voll zu.

Artikel - Unwot des Jahres

Menschen müssen einander mit Respekt begegnen. Und insbesondere Minderheiten müssen davor geschützt werden, von Angehörigen der Mehrheit zu Sündenböcken oder Hassobjekten gemacht zu werden. Sprachliche Verkürzungen wie die Identifikation einer Nation oder eines Volkes mit ihrem Lieblingsgericht leisten solchen Entwicklungen gefährlichen Vorschub. Im vorliegenden Fall sind Menschen ermordet worden, keine gefüllten Teigtaschen. Ich selbst möchte in England nicht als "Kraut" bezeichnet werden, also verwende ich den Ausdruck Döner auch ausschließlich für das Gericht.

Das war meine Zustimmung. Nun zur Ablehnung. In ihrer Begründung rügt die Jury, dass der Begriff "Döner-Morde" von Polizei und Medien geprägt und verwendet worden sei, um von der politischen Dimension der Verbrechen abzulenken. Wörtlich heißt es: "Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde: Die Unterstellung, die Motive der Morde seien im kriminellen Milieu von Schutzgeld- und/oder Drogengeschäften zu suchen, wurde mit dieser Bezeichnung gestützt."

Das nun ist eine schwere Anschuldigung gegen die zuständigen Behörden, die meines Erachtens der Unwort-Jury nicht zusteht. Gerade sind zwei Ermittlungsausschüsse eingesetzt worden, die klären sollen, warum die Verbrechensserie nicht aufgeklärt oder die Taten gar verhindert werden konnten. Ich denke, es gehört zu den Grundsätzen des Rechtsstaates, die Prozesse und die Urteile seiner legitimen Institutionen abzuwarten. Sollten die Untersuchungen ergeben, dass der politische Hintergrund der Taten tatsächlich "willentlich ignoriert" wurde, so muss das zu schweren Strafen führen. Das steht außer Zweifel!





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