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AlNo
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 19:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Guten Abend!
Nein, was brandneues kann ich hier nicht posten! Ich hatte schon mal kurz was zum ´76er "Ölprinz" geschrieben, mir dieses Jahr das Textbuch allerdnings nochmal vorgenommen und eine ausfürlichere Zusammenfassung und Kommentar geschrieben. Der alten Erstveröffentlichungsgewohnheit wegen poste ich es es hier nochmal.

Der Ölprinz von Jochen Bludau (geschrieben 1975, also für die Saison 1976)

Personen?
Winnetou, Häuptling der Apachen, Old Shatterhand, Sam Hawkens, Dick Stone, Will Parker
Grinley, genannt der „Ölprinz“, Buttler, Miller, Kennon, Baker, Smith
Duncan, Baumgarten
Mokaschi, Häuptling der Navajos, „Weiße Feder“
Rosalie Ebersbach, Emil Ebersbach, Schmidt, Kantor Hampel
Umgebung von Tucson, Arizona, 1871

Handlung?
1.Bild:

Sprechertext
U.a.:„.....Die weißen Bewohner der Mission San Xavier del Bac ghatten, nachdem ihre Mission mehrmals überfallen worden war, schnell das Weite gesucht. (Zug von Indianern mit Habe, Pferde etc. zieht beim folgenden Text quer übr die Bühne), Die Navajos und Papagos, die sich anfangs mutig gewehrt hatten, aber bald einsehen mussten, dass sie gegen die Übermacht der bewaffneten Banditen machtlos waren, zogen sich in die Berge zurück...“
„...Insgesamt kam er mit den Indianern, denen er gerade soviel gab, dass sie sich nicht übers Ohr gehaut fühlten, und auch den Weißen gut aus.“
Währenddessen Banditen, die sich von Paddy was geben lassen, und Bestatterszene.
„An einem Junitag des Jahres 1871 wird Paddy von den Finders, einer wegen der Cleverness ihres Anführers Grinley so genannten Bande aufgesucht.“

2.Bild:

Die Finders kommen, wollen essen (nur noch Maisfladen da) und trinken. Man ist abgebrannt, aber es gibt nichts mehr zu holen.
Mokaschi und drei Krieger kommen, um – vertragsgemäß – von Indianeragent Paddy Munition für die Jagd, Nahrung und Kleidung zu kaufen. Grinley schiebt Paddy zur Seite: Nö, es sei ausverkauft. Nur Brandy für euch Rotäute gekommen. Los, trink! – Mokaschi spuckt´s ihm ins Gesicht. Ärger. Bleichgesichter seien nur wegen ihrer Waffen tapfer. Na, dann abschnallen!.....und die Finders kriegen die Hucke voll. Buttler will zum Revolver greifen,...

3.Bild:

...da kommt das „Kleeblatt“ mit erhobenen Gewehren.
Die Navajos reiten (ohne Ware) ab. Buttler und Miller sollen ihnen hinterherkundschaften.
Das „Kleeblatt“ ahnt, dass es die Finders sind und stellen sich als „Grinell“, „Berry“ und „White“ vor, Schneider mit 2000 $... Wettschießen mit Preisgeld!
Buttler und Miller zerren Mokaschi am Strick rein, der sich noch hier rumgetrieben habe. Der provokationsfreudige Grinley gießt Brandy über ihn und will ihn skalpieren, da preschen zwei Navajos herein und reißen den Häuptling mit aufs Pferd. Gleichzeitig taucht das „Kleeblatt“ ab. Buttler und Miller müssen wieder den Navajos nach, Grinley: Wenn uns nicht langsam was vernünftiges in die Finger fällt, müssen wir selbst noch anfangen, Mais anzubauen.

4.Bild:

Navajo-Dorf. Unzufriedenheit. Mokaschi klagt über die Regierung, die ihre Bitte nach Waffen, um sich gegen die Banditen zu wehren, ablehnte, aber versprach, ihnen Nahrung und Kleidung zu verkaufen, die aber dann von den Bleichgesichtern selbst verbracht würden. Er will das nächste Feuerroß stoppen und sich schadlos halten!

5.Bild:

Grinley hat einen Plan. Paddy soll an alle Banken in San Diego und Los Angeles telegrapieren – er wisse doch wohl noh, wie das ginge? – , dass man hier sensationelle Ölfunde hab und für 100 000 $ verkaufen wolle. Grinley erklärt sich seinen Plan. Paddy muss ein zweites Telegramm an Grinleys Bruder, Mr.Morton Grinely, San Diego, Garnet Street, schciekn, dass dieser rasch so viel Öl wie beschaffbar und Baumaterial für einen Bohrturm herschicke. Man wolle den Zug am Oregon Pine Field anhalten und das Material – das wird ein hartes Stück Arbeit für euch, Jungs! – zum Gloomeywater schaffen
Buttler und Miller melden einen Auswanderertreck – Grinley will den natürlich noch vorher mitnehmen...


[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2007 - 19:47 von AlNo aktualisiert]




AlNo
unregistriert

...   Erstellt am 15.07.2007 - 19:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


6.Bild:
Drei Wagen kommen. Rosalie befiehlt Lagern. Wo ist denn der Kantor schon wieder?
Paddy bringt Antwort, dass die Materialien sofort zusammengestellt würden und wahrscheinlich noch heute abgehen würden. Kantor Hampel fragt nach dem Treck und verwirrt Grinley mit musikalischem Gerede.
Das „Kleeblatt“ gesellt sich zum Kantor und dem Treck. Schmidt hat von ihnen gehört, Rosalie zänkt herum. Sam warnt vor einem potentiellen Überfall der Finders. Man legt nun Klamotten über Äste und Säcke und versteckt sich.
Die Finders eröffnen das Feuer auf die Attrappen und sind dann vom „Kleeblatt“ überrascht. Rosalie hätte sie gleich erschießen wollen, aber man fesselt sie und Sam, Dick und Will wollen essen gehen. Die Sache mit dem „Banditenchor“ kommt....
Winnetou und Old Shatterhand kommen. Na, ihr drei, in Schwierigkeiten? - Sam: Mit den Finders ei man schon fertig geworden... - Ihr seid aber immer noch in Gefahr: die Navajos haben ihr Kriegsbeil ausgegraben und scheinen etwas zu planen. – Sam berichtet, dass sie die Finders teilweise belauschen konnten. Sie hätten etwas mit Ölfunden, einer Zuglieferung Öl und 100 000 $ vor.
Winnetou will den Treck in das sicherere Tal des großen Bären führen, während Shatterhand den Finders folgt.

7.Bild:

Die Navajos stoppen den Zug, töten den Lokführer und ziehen mit erbeuteten Waren ab (stumm, musikuntrmalt).

8.Bild:

Kennon, Buttler und Miller reiten - ungeduldig auf den Zug - , die Strecke entlang und sehen den überfallenen Zug. Kennon versucht vergeblich, den Zug weiterzufahren. Old Shatterhand ist hinzugekommen und guckt interessiert zu. - Ja, er könne eine Lok fahren. - Wenn du uns hilfst, wird dich Grinley, unser Boß, gut dafür bezahlen! Er soll aber nicht so viel fragen! – Einverstanden. Er soll den Zug noch 7 Meilen bis zum Gloomeywater fahren. Abfahrt. Die drei Finders reiten samt seinem Pferd hinterher.

9.Bild:

Kennon, Miller, Buttler und Shatterhand erreichen die alte Mission.
Grinley erklärt verlegen, dass sie Farmer seien und dringend Saatgut aus dem Zug benötigen, sie hätten schon die letzte Ernte verloren und könnten ihn deswegen auch gar nicht für seine Hlfe bezahlen....Paddy kommt (in Old Shatterhands Anwesenheit) und meldet, das ein Bankier namens Duncan....wohl unsere Ernte kaufen will, wirft Grinley schnell ein. Er (Shatterhand) müsse jetzt weiterreiten, denn sie hätten noch viel Arbeit und keine Zeit mehr, aber er könne sie ja gerne mal besuchen, wenn er wider in der Gegend sei! – Gerne! Shatterhand reitet ab.
Grinley ließt im Telegramm, dass der Bankier Mittwoch , also heute, ankäme! Er schickt die Finders eilends zum Gloomeywater. – Grinley muss gar nicht lange warten, da kommt die Kutsche mit Mr.Duncan und seinem Buchhalter Baumgarten. Grinley (zeitschindend) lässt erst mal die Kutsche zum tränken fahren und Brandy bringen (Paddy trägt den Bestatterrock) und bepricht das Geschäft. Duncan ist schnell überzeugt, doch der misstrauischere Baumgarten fragt spitzfindig, warum der Ort den Gloomeywater heiße, wenn wphl noch nie ein Mensch dort war? – Grinley verlegen. Ja, der Name stamme von ihm. – Abfahrt mit der reinfahrenden Kutsche.


[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2007 - 19:52 von AlNo aktualisiert]




AlNo
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 19:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


10.Bild:
Old Shatterhand trifft sich mit Winnetou und berichtet vom Zug. Erhabe unterwegs nachgeguckt, was er geladen habe: Ölfässer und Bohrturmstützen. Man ahnt den Schwindel.... Da kommt Kantor Hampel singend und dirrigierend. Das „Kleeblatt“, das ihm auf der Spur ist, nimmt den protestierenden Kantor mit zurück zum Treck, auf den sie wegen der Navajos und Finders aufpassen sollen, während Winnetou und Old Shatterhand zu den Navajos reiten.

11.Bild:
Die Finders schleppen noch Ölfässer und tauchen schnell ab, als Grinley den Bankier ankündigt. – Duncan ist vom sprudelnden Öl begeistert. Da tauchen oben zwei Indianer auf, die Grinley geschwind erschießt und in den See stürzen! Duncan ist entsetzt, aber die Warnung des west-erfahrenen Ehrenmannes Grinley, dass die Indianer die Quelle verraten hätten, beruhigt ihn und er will Ölproben nehmen.
Schnell klärt Grinley mit den Finders, dass die beiden nicht getötet, sondern in die Höhle gesperrt würden, da der Mord an einem prominenten Bankier die Rangers auf den Plan rufen würde, während nach einem Betrug hier kein Hahn krähen würde! Bis sie ich aus der Höhle befreit hätten, hätte man die Bankanweisung eingelöst und sei über alle Berge!
Duncan kommt begeistert und kaufwillig wieder. – Dann sei es in beiderseitigem Interesse, es schnell abzuschließen. Es könne ja sein, dass die Indianer die Schüsse gehört hätten. – So wollen wir gehen. – Klar, aber es sei ja ausgemacht gewesen, es gleich hier abzuschließen. – Gut. Oder habt ihr noch Bedenken, Mr.Baumgarten? – Na, das wäre jetzt aber eine Beleidigung für mich!
Duncan unterschreibt. Grinley will ihnen noch ein Geheimnis verraten, die Höhle, die notfalls vor bösen Indianern shütze und vielleicht sogar mit dem Öllager verbunden sei (Begeisterung))....und schon schlagen die Finders die beiden nieder und sperren sie ein. Abritt.

12.Bild:

Rosalie führt die Einwandere zum Gloomeywater, sie wolle die Sache wieder selbst in die Hände nehmen. Sam Hawkens: Winnetou hat seine Gründe, das wir im sicheren Tal warten sollen... Hampel entdeckt Öl im See, Rosalie ist begeistert und wittert das große Geschäft....
Da sprengen die Finders zurück und von allen Seiten tauchen Navajos auf. Mokaschi will Rache für die beiden ermordeten Navajos, worauf Grinley es den Einwanderern in die Schuhe schieben will. Aber Mokaschi lässt sich anhand der vom Tal kommenden Finders-Fährte nicht täuschen und lässt alle Weißen als Verdächtige gefangen nehmen. Nur den Kantor nicht, der ihn um Singproben bittet und deshalb für verrückt gehalten wird. Abmarsch ins Dorf.

13.Bild:

Winnetou und Old Shatterhand kommen ans Gloomeywater. Es werde schwer, die Navajos von der Unschuld der Auswanderer zu überzeugen.... Man hat den Bankier und den Buchhalter nirgends mehr gesehen. Man such, findet Spuren und öffnet die Höhle. Man überzeugt Duncan von Grinleys Hinterhalt und der Falschheit der Ölquelle.
Aufbruch zum Navajo-Dorf mit Duncan und Baumgarten als Mordzeugen..

14.Bild:

Im Navajo-Dorf klagt Mokaschi die Weißen an, Rosalie Ebersbach meint, ihm die Meinung zu geigen. Daraufhin verbietet Mokaschi ihnen den Mund.........Sam: Aber einen Todesgesang dürfe man doch..? Daraufhin singen die Einwanderer (auf Deutsch) zur Melodie von „Oh guter Mond, du gehst so stille“ dem ungebundenen Kantor zu, dass er sie losschneiden solle. Hampel versteht, antwortet singend und schneidet den ersten los – Grinley!
Grinley flieht doch, Winnetou und Old Shatterhand verrsperren ihm den Weg. Dunvan und Baumgarten bezeugen den Mord durch Grinley. Dem „Ölprinz“ bleibt als letzter Ausweg nur der Ölbohrturm. Oben will er den Revolver ziehen, doch ein brennender Pfeil trifft ihn..... Das Resultat ist vorstellbar?
Mokaschi will das Kriegsbeil begraben, der Kantor hat alle Auswanderer losgeschnitten und die Navajos bringen die Wagen herein. Aufsteigen, Abfahrt nach Tucson. Dick Stone und Will Parker treiben die Finders für das Militärgefängnis hinterher. Sam Hawkens schlägt dem seufzenden Kantor noch einen depperten Liedtext für Winnetou vor...


[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2007 - 19:53 von AlNo aktualisiert]




AlNo
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 19:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Besonderheiten?
Buttler ist auch hier nicht der Bruder von Grinley. Gemessen am Redeanteil ist auch nicht er, sondern Kennon der zweite Mann nach Grinley.
Hier kommt noch die alte Mission San Xavier del Bac vor und noch nicht das Dorf St.David. Öl wurde hier noch nie gesucht.
Übrings ist auch noch diese komische Nummer aus dem Buch mit drin, dass Sam Hawkens plötzlich Deutscher ist und „Falke“ heißt. Seinen Worten zufolge sind auch noch Will Parker und Dick Stone aus Deutschland!

Der einleitendende Sprechertext ist nah am Buch.
Winnetous Text und die ist eher gering (es mag absichtlich daran liegen, dass der neue Winnetou-Darsteller der Saison 1976 erst wenig Deutsch konnte und mühselig lernen musste) und die Rolle auch eher klein. Die heute klassischen Elemente Zweikampf und Angriff der Indianer aufs Dorf fehlen.
Ebenso betrügt der Ölprinz seine Leute hier noch nicht um ihre Anteile und auch eine scheinbare Partnerschaft zwischen Grinley und Mokaschi gibt es nicht.

Probleme?

Wer die Zusammenfassung gelesen hat, mag es gemerkt haben: der Ölprinz befindet sich im Navajo-Dorf, als er mit dem Bohrturm in die Luft fliegt. Der Bohrturm steht jedoch nach wie vor am Gloomeywater!!
Die Finders sind 6 Männer. Grinley verspricht jedem 10 000 $. Macht zusammen 60 000 $. Bezahlen soll der Bankier jedoch 100 000 $. Mag denn der ganze Rest für Material- und Transportkosten draufgehen? Oder wusste Grinley, dass seine Leute nicht rechnen können und hatte heimlich also doch einen Betrug an ihnen vor? *g*
Zwischen Grinleys Telegramm an seinen Bruder und dessen Antwort scheinen im Stück nur ein paar Minuten zu vergehen – das dürfte praktisch nicht funktionieren.
Material, das per Zug von San Diego in die Gegend von Tucson geschickt wird, wäre sicherlich mehrere Tage unterwegs. Das solche vergehen, wird im Stück allerdings nicht gesagt.
Auch träumten die Finders anfangs davon, dass man das Spielchen hier beliebig oft wiederholen könne – das spätere Lebenlassen Duncans und damit Verraten des Ortes würde das aber vereiteln.
Und warum marschiert Rosalie denn mit den Einwanderern zum Gloomeywater? Vermutlich glaubt sie die Navajos und Finders zur Räson bringen und somit die sofortige Weiterfahrt ermöglichen zu können – so aus dem Textbuch hervorgehen tut das aber nicht!

[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2007 - 21:10 von AlNo aktualisiert]




AlNo
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 19:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Fazit?

Von den oben genannten Unstimmigkeiten hat dieser „Ölprinz“ auch einiges Gelungenes.
Die Bilder 8 und 9 mit Old Shatterhand als Lokführer gefallen mir sehr gut.

Sam Hawkens darf sich als patent-kauziger Westmann darbieten und muss keine Blödelgags mitmachen. Sein hoher Anteil in den ersten Szenen lässt aber, ähnlich wie im Buch, Winnetou und Old Shatterhand zurücktreten (die auch keine Actionszenen haben).
Dies und dass Grinley erst noch die Idee mit der Ölquelle kommt reduziert wieder etwas die Ähnlichkeiten der ersten Szenen zwischen dem heutigen „Ölprinz“ und „Im Tal des Todes“.
Das Wettschießen kommt hier noch vor, ebenso tauchte es schon zwei Jahre später in „Winnetou I“ wieder auf und wurde anscheinend danach im „Ölprinz“ gestrichen.

Der Humor ist nah am Roman. Der Stil, die aus heutiger Sicht manchmal etwas umständlichen Satzbauweisen und die Textlängen erinnern noch etwas an das „klassische“ Sprechtheater der Textbücher ´50er und ´60er, während es wiederum einiges an Action in Form von vielen Ritten, etlichen Schüssen und einer finalen Explosion gab. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, als wäre es hier so eine Art Übergangsphase. Zum Vergleich: Bludaus 1972er „Unter Geiern“ war noch übervoll an Texten.
Lobenswert finde ich einige Feinheiten: Sam Hawkens begrüßt Old Shatterhand noch als „unser Freund und Schüler“, eine kontinitätsbewußte Anspielung auf „Winnetou I“.

Mir den ausgestopften Klamotten werden die Treckräuber nett überlistet.
Beim Suchen nach der Höhle werden Spuren gelesen, Z.B. ein Stofffetzen entdeckt, Fußabdrücke, ein zerquetschter Käfer, weshalb sich der Stein also kürzlich bewegt haben muss (hier kann Winnetou mal aktiv werden). Duncan wird die Falschheit der Ölquelle vor Augen geführt, indem er auf die noch nicht verwesten, also erst seit kurzem toten Fische im Teich aufmerksam gemacht wird.

Dramaturgisch hat Bludau das Textbuch im Laufe der Zeit sicherlich verbessert – mehr Raum für die Blutsbrüder statt des „Kleeblattes“, v.a. das Finale spannender – und auch einige der oben genannten Ungereimtheiten aus dem Wege geräumt. Einiges könnte man aber, denke ich, ruhig wider in heutige „Ölprinz“-Inszenierungen mit einbringen.

[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2007 - 19:55 von AlNo aktualisiert]




Elspefan 
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 21:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Erst einmal wieder: , AlNo!
Finde ich wieder toll, dass du das Textbuch so intensiv gelesen hast und hier vorstellst!!!

Einige Sachen aus dieser Fassung tauchen auch im diesjähirgen Stück auf (z.B. das Wettschießen, was du vermisst hast oder auch die Mission in San Xavier del Bac).

Die Sache mit den überlisteten Banditen bei dem Trecküberfall gefällt mir auch gut.
Überhaupt macht diese Fassung insgesamt einen guten Eindruck. Kleine Unstimmigkeiten gibt es immer - auch die diesjährige Fassung ist nicht frei davon.




AlNo
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...   Erstellt am 17.07.2007 - 21:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Elspefan schrieb

    Erst einmal wieder: , AlNo!
    Finde ich wieder toll, dass du das Textbuch so intensiv gelesen hast und hier vorstellst!!!

    Einige Sachen aus dieser Fassung tauchen auch im diesjähirgen Stück auf (z.B. das Wettschießen, was du vermisst hast oder auch die Mission in San Xavier del Bac).

    Die Sache mit den überlisteten Banditen bei dem Trecküberfall gefällt mir auch gut.
    Überhaupt macht diese Fassung insgesamt einen guten Eindruck. Kleine Unstimmigkeiten gibt es immer - auch die diesjährige Fassung ist nicht frei davon.


Klar, gerne doch!
Das Wettschießen? San Xavier, kein St.David mehr? Ach, guck an! Doch noch Revival-Stimmung beim Elspe-Chef?
Armer Sam Hawkens - alleine gegen die Finders?Die Szene dürfte aber sehr stark an letztes Jahr erinnern?

Hm-hm, allerdings fand ich die Unstimmigkeiten schon gravierend! Da müsste (und wurde ja wohl auch im Laufe der Zeit) korrigiert werden bzw. das Geschehen abgestimmt werden.
Dass der Kantor beim Blutsbrüder-Meeting und Rosalie und Co. am Gloomeywater auftauchten, fand keine Erklärung, und das Geld...und...

Wie ist es denn dieses Jahr? Die Auswanderer werden schon noch im Dorf überfallen und dann zum Gloomeywater geschleppt?
(2001 war das jedenfalls so - kürzlich hieß es von jemandem im Karl-May-Magazin-Forum, in Elspe gäbe es 2007 wohl Raumverzerrungen, dass plötzlich Ölturm und Navajolager am selben Ort lägen).

Und Mr.Duncan muss aber dran glauben? Aber wen bringt der Ölprinz statt der Indianerfamilie um, was die Navajos ja so in Rage bringt?

[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2007 - 21:26 von AlNo aktualisiert]




Elspefan 
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...   Erstellt am 18.07.2007 - 14:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, ich hoffe, ich vergesse jetzt nichts bei der Antwort...

Am Anfang spielt es in San Xavier del Bac, danach ist der Umbau und das Dorf ist dann St. David.

Das Wettschießen erinnert nicht an letztes Jahr. Dieses Jahr wird auf eine Flasche geschossen - mit prima Effekten.
Sam Hawkens stellt sich als Schneidermeister Grinell vor (!).

Ja, die Auswanderer werden im Dorf überfallen.
Diese Unstimmigkeit mit dem Navajo-Lager und dem auftauchenden Dauncan, der aus seiner Höhle am Gloomywater(!) herauskommt, ist leider nicht beseitigt. Auf der Bühne liegen die Orte nah beieinander, aber in der "Realität" eben nicht. Ebenso der Ölturm. (Grinley verschwindet ja, als er von Old Shatterhand zu den Navajos getrieben wurde und seine Hetzrede gegen OS losschmettert. Danach taucht er bzw. sein Double oben am Ölturm auf.)

Duncan wird niedergeschlagen, als er die Höhle betritt. Bevor dies geschieht, erscheint aber oben ein Indianer (Tim Althoff), der von Grinley erschossen wird. Duncan ist also Zeuge, wie hinterher auch die Navajos erfahren (müssen).

[Dieser Beitrag wurde am 19.07.2007 - 23:06 von Elspefan aktualisiert]




Micha ...
Späher
............

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...   Erstellt am 18.07.2007 - 17:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tim erscheint da oben? Öhm,... hab den wohl bisher übersehen. Hab mich nur gewundert, wo der drauf schießt. Vielleicht sollte ich doch mal ohne Digi gucken.





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Du kannst einfach nicht durch's Leben gehen und Angst haben, du musst leben und es genießen!

Elspefan 
Unter Häuptling
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...   Erstellt am 18.07.2007 - 19:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ist dir das echt noch nicht aufgefallen? Dann wird es aber wirklich Zeit, dass du das Stück mal ohne Kamera vor dem Auge siehst.




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