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<Stentorgamba> unregistriert
| Erstellt am 18.05.2008 - 21:51 |  |
Hallo,
ich möchte demnächst mit einem Selbstbauprojekt für eine Drehorgel, besser gesagt ein Orgelorchestrion, anfangen. Nach einigen Vorübungen mit Flötenwerken nach dem Buch von Karl Bormann möchte ich nun ein "etwas" größeres Werk bauen.
Mein Problem: Ich möchte dieses Werk mit Notenbüchern (Kartonnoten mit Leporellofaltung) bauen, weil mir der Bau eines Spieltisches für Notenrollen - der natürlich automatische Rückspulung oder gar einen Notenrollenwechsler haben müßte - zu aufwendig ist. Ich würde gerne wie bei einer Jahrmarktorgel eine "Ladeschurre" einrichten, in welcher die Noten nach dem Spiel selbständig wieder zurücklaufen (Endlosbetrieb).
Der Haken dabei: Ich habe trotz intensiver Recherche im Netz keine (möglichst inländische) Firma gefunden, welche derartige Notenbücher herstellt - und ein solches Selbstbauprojekt macht wenig Sinn, wenn klar ist, daß es später keine Tonträger gibt 
Kennt hier vielleicht jemand einen Betrieb, der Faltbücher für Orgeln wie z.B. Gebrüder Bruder 107 herstellt?
Herzlichen Dank im Voraus
Stentorgamba
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DL8OZ  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 21.01.2007 Beiträge: 19 Nachricht senden | Erstellt am 08.06.2008 - 20:56 |  |
Hallo Stentorgamba,
hier untenstehende Übersetzung, die Dir vielleicht weiterhilft:
Bei Jan van Eijk in Terwolde kannst Du Dir Orgelbücher (= Faltkarton) lochen lassen. Du kannst selbstarrangierte Midis anliefern, aber es stehen auch eine große Anzahl von Melodien zur Auswahl.
Sie werden sorgfältig per Maschine ausgestanzt und haben gerundete Kanten am Anfang und Ende der Löcher. gegebenfalls mußt Du sie hinterher lackieren. Vergiß nicht den Abstand von der ersten Lochreihe zur Anschlag- (Bezugs-) Kante anzugeben, wenn er vom Standard abweicht.
Standard 36er kosten 6 Euro per Meter, incl. Karton, Versandt geht extra.
Auskünfte:
Jan van Eijk en zonen - Terwolde
tel 0031-571-291206
Gruß Ulrich, DL8OZ
Zu weiteren Fragen versuche ich gern eine Auskunft zu geben. Siehe auch http://uli.stille.biz
Bij Jan van Eijk in Terwolde kan je orgelboeken laten kappen. Je kunt je eigen in orde gemaakte midi's aanleveren, maar er is ook een een ruim assortiment aanwezig waaruit je kan kiezen.
Ze worden keurig machinematig uitgekapt en hebben daarom ronde kanten aan het begin en einde van de gaten. Je moet ze zelf eventueel lakken. Vergeet niet door te geven wat de afstand is van het eerste gat tot de leikant als dat afwijkt van de standaard.
Standaard 36-ers kosten 6 euro per meter, inclusief karton, exclusief verzendkosten.
Voor inlichtingen:
Jan van Eijk en zonen - Terwolde
tel 0571-291206
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<Stentorgamba> unregistriert
| Erstellt am 22.06.2008 - 22:25 |  |
Hallo Ullrich,
Herzlichen Dank für den Tip - ich hatte schon gedacht, das Forum sei inzwischen "ausgestorben"... Auf dem Waldkircher Orgelfest habe ich inzwischen noch zwei weitere Anlaufstellen für Notenbücher ermittelt: Gerhard Kern mit dem ehemaligen Archiv von Carl Frei und Fleck Orgelbau in Waldkirch. Es sieht so aus, als ob es zumindest für die 107er Bruder und die 33er Ruth ein ansehnliches Notenarsenal gibt - wenn man von dem generellen Problem absieht, daß kaum noch neue Titel nachgeschoben werden.
Für mich beginnt damit die - diesmal wirklich große - Planungsphase . Da sowohl die 107er als auch die 33er für einen Heimwerker geradezu gigantische Apparate sind, möchte ich die Röhrenpneumatik diesmal - abweichend vom üblichen Baustil - mit stecherlosen Taschenladen realisieren, damit die Relais einfacher zu bauen sind - spart Arbeit, Material und was nicht da ist, kann auch nicht leckschlagen Jetzt baue ich erst mal ein Funktionsmodell für eine einzige Tonstufe, um die Konstruktion der Taschen zu optimieren und dann die Abmessungen der Windladen festzulegen.
Bei entsprechendem Fortschritt melde ich mich dann wieder.
Mit freundlichem Gruß
Stentorgamba
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DL8OZ  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 21.01.2007 Beiträge: 19 Nachricht senden | Erstellt am 23.06.2008 - 21:30 |  |
Hallo Stentorgamba,
es freut mich zu lesen, dass Du ein größeres Projekt planst. Sicher sind mehrere Wünsche und Vorbedingungen zu berücksichtigen.
In meinem Fall habe ich zwar auch die von Dir erwähnten Unterlagen für mein Vorhaben durchstudiert, doch habe ich zunächst das Projekt geteilt. Im Bau befindet sich eine Orgel mit 43 Stimmen und 13 im Gegengesang. Mit Registern, Bass- und Subbass werden es anfangs 181 Pfeifen (als Strassendrehorgel). Alles in einer Größe, dass sie sich noch unter "normalen" Wohnverhältnissen bewegen lässt.
Die Konstruktion lässt aber auch eine (statische) Heimorgel bzw. Orchestrion zu.
Vorerst wird eine elektronische Steuerung hoffentlich bald eine Melodie unter Kurbelbewegung erklingen lassen.
Die Verwendung von Büchern oder Notenrollen stellt sich als weiteres Projekt dar. Aus heutiger Sicht würde ich das mechanische Abtasten, egal mit welcher Technik, nur dann verwirklichen, wenn ich eine preiswerte Quelle für die Bücher finde oder noch eins draufsattle und mir eine Stanzvorrichtung baue.
Übrigens haben die holländischen Freunde eine lange Traditon in diversen Abtastverfahren. Unterlagen liegen vor.
Da ich aber nicht geübt bin im Arrangieren von Melodien, kann ich nur autodidaktisch zum Ziel gelangen oder muß auf Konserven zurückgreifen. So reicht für mich zunächst der Bau einer Orgel mit einer MIDI-Steuerung. Damit beweise ich mir, dass das System bis hierhin ersteinmal funktioniert.
Eine Erweiterung zu einem Orchestrion ist zu jeder Zeit gegeben.
Viel Erfolg beim Planen und Bau wünscht
Ulrich, DL8OZ
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<Stentorgamba> unregistriert
| Erstellt am 25.06.2008 - 21:42 |  |
Hallo Ullrich,
herzlichen Dank für Deine ermutigenden Worte. Ich plane auch, mein Projekt mit der Salamitaktik durchzuziehen, also zuerst wohl die Melodiewindlade, am Anfang mit nur einer Pfeifenreihe zum prinzipiellen Test und zur Ermutigung zum Weitermachen. Optimalen Bauverlauf vorausgesetzt, folgte dann die Fortführung nach unten für die Gegenmelodie - deren oberste 7 Posaunen werden ja ohnehin über die Melodielade mitgesteuert. Die Begleitung kann auf später warten.
Was das "Bewegen unter normalen Wohnverhältnissen" betrifft, so plane ich in die Orgel von vornherein "Sollbruchstellen" ein, an denen ich sie in transportfähige Teile zerlegen kann. Allerdings plane ich im Gegensatz zu Deinen Vorschlägen zwei grundsätzliche Abweichungen ein:
1. "unter Kurbelbewegung": Die Orgel soll grundsätzlich durch einen Elektromotor angetrieben werden, schon wegen dem bei großen Kraftaufwand.
2. "mechanisches Abtasten": Ich plane hier nicht auf mechanische, sondern auf pneumatische Abtastung nach dem Abstromprinzip (tastenlose Orgel). Eine elektrische Traktur habe ich in Erwägung gezogen, doch wird diese einerseits nicht gerade preiswert (hoher Winddruck => starker Druckpunkt => erfordert starke Tastenmagnete) und ein entsprechender Spieltisch ist nach meinen Erfahrungen hier nicht ganz einfach zu bauen: Ein früher von mir gebautes kleineres Werk arbeitet(e) mit gelochten Telefaxrollen, die mit Lichtschranken abgetastet wurden. Wegen der geringen Lichtschwankungen ist ein so empfindlicher Verstärker erforderlich, daß die Induktionsspitzen der Ventilmagnete regelmäßig zu "Geisternoten" führen.
Eine MIDI-Steuerung möchte ich eigentlich nicht machen - für mich gehören die "laufenden Bücher" am Spieltisch einfach dazu, und wenn es sich machen läßt, möchte ich diesen auch in den Prospekt stellen.
Im Moment bin ich allerdings noch dabei, eine zuverlässige und möglichst einfach in "Großserie" herstellbare Pneumatik zu entwickeln, um die 52 Spuren abzutasten. Ich habe daher erst mal eine Miniaturwindlade mit Sichtfenster gebaut, um verschiedene Bauformen von Relais und Ventiltaschen auszuprobieren - aber richtig zufrieden bin ich bisher noch mit keiner.
Mit freundlichem Gruß
Stentorgamba
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