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sonnennebel  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 15.08.2005 Beiträge: 4380 Nachricht senden | Erstellt am 10.04.2008 - 21:26 |  |
Mein Mann hatte heute seine letzte Prüfung und ist nun fertiger Lehrer. In den letzten Wochen hat er fleißig Bewerbungen geschrieben. Da seine Noten nicht so gut sind (bei zwei Kleinkindern und zwei Eltern im Referendariat hat man nicht sooo viel Zeit) und seine Fächerkombination nicht so oft gebraucht wird, musste er sich in ganz Deutschland bewerben.
Am liebsten würden wir in den Norden ziehen - Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern (gern auch ne Insel). Aber da sind nicht so viele Stellen offen wie beispielsweise in Baden-Württemberg. Lange Rede - kurzer Sinn - von den 10 Bewerbungen, die mein Mann gestern los geschickt hat - wurden heute zwei mit einer Bitte um ein Bewerbungsgespräch beantwortet - allerdings in Baiersbronn und Rastatt (beides BW). Das sind acht Stunden Autofahrt von hier bzw. 10 Stunden von seinen Eltern weg. Und: Es sind beides Kleinstädte. Im Murktal, wo Baiersbronn liegt, wurde bis vor 100 Jahren noch innerhalb der Familien geheiratet, so dass es auch heute nicht mehr als 150 Familiennamen in der Gegend gibt. Touristen finden dahin - die ihre Ruhe haben wollen. 
Kleinstadt - weit weg von größeren Städten - stört mich im Grunde nicht. Aber: Kommt man da in die Gemeinschaft rein? Werden unsere Kinder (speziell Sünje) mit ihren Namen da schief angeguckt? Hat jemand schon mal mit zwei kleinen Kindern so einen weiten Umzug gemacht und kann von seinen Erfahrungen berichten?
Einerseits reizt es mich, weg von hier zu gehen. Ich habe mein Leben lang in Potsdam bzw. Berlin gewohnt und kann ruhig auch mal was anderes sehen. Aber BW ist so weit weg vom Meer und da sind so viele Berge (Fahrrad fahren, Schneechaos im Winter, Auto fahren). Ein bisschen Angst habe ich schon ...
[Dieser Beitrag wurde am 10.04.2008 - 21:28 von sonnennebel aktualisiert]
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Ein Brüderchen von Jasper und Sünje könnte
EN: Maurits, Henri, Kilian, Oskar oder Svante * ZN: Milan, Janne, Hans, Anton, Piet oder Emil(ian)
heißen und ein Schwesterchen
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Meine derzeitigen Lieblingskombis:
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Kaisbeate  Moderatorin
   

Status: Offline Registriert seit: 05.09.2007 Beiträge: 1900 Nachricht senden | Erstellt am 10.04.2008 - 21:42 |  |
Ich kann nicht mitreden, denn ich habe noch keinen Umzug mit Kids und was dazugehört gemeistert.
Aber ich wohne in einem kleinem Dorf, ca. 600 Einwohner. Und ab und an kommen wir auch mal zu "Neuzugängen". 
Letztens Jahr zogen 2 Mütter mit ihren beiden Kindern in unsere Siedlung. Und beide Mütter wurden herzlich aufgenommen. Die Kinden fanden auch recht schnell Anschluss. Bei Kindern geht sowas ja sowieso immer schnell. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, das Sünje wegen ihrem Namen schief angesehen wird. Vielleicht fragen die Leute erst blöd "WIE heißt sie"? Aber das ist auch schnell wieder vorbei. Ich wünsche Euch viel, viel Glück!! Was für ein Lehrer ist Dein Mann denn?
Vielleicht verschlägt es Euch ja nach Niedersachsen, da wohne ich auch. 
Lg und alles Gute!
Beate
Signatur Lieben Gruß, Beate!




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Miezi1  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 04.03.2005 Beiträge: 26719 Nachricht senden | Erstellt am 10.04.2008 - 21:53 |  |
Ich komme von einem kleinen Dorf im Westen Bayerns und da kamen zwar nicht so häufig "Neulinge", aber ein paarmal schon. Die Kinder fanden normalerweise schnell Freundschaften. Von daher würde ich mir da bei Sünje und Jasper keine Sorgen machen. Kleine Kinder kennen diese Skepsis gegenüber Neuen noch nicht.
Außerdem ist Rastatt ja kein Winterbach mit 400 Einwohnern
Es ist ja immerhin eine Kleinstadt, und dieses "Jeder kennt Jeden-Phänomen" ist da ja auch nicht mehr vorhanden
Ich war 18 Jahre lang ein winziges Kaff gewöhnt, ich weiß noch gut, was Dorf heißt, obwohl ich jetzt seit 2004 in einer Großstadt lebe. Für mich ist sowas wie Rastatt auch schon groß.
Ich kann aber schon verstehen, dass das für euch eine Umstellung ist, ihr seid ja Großstadt gewöhnt. So weit weg von Familie, Freunden, Großeltern, das fällt nicht leicht. Aber ich wünsche euch viel Glück
Vielleicht klappt es ja doch in der Nähe bzw. im Norden. Ich drücke euch gaanz fest die Daumen dafür
Wann bist du eigentlich fertig als Lehrerin?
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Mimi99  Super-User


Status: Offline Registriert seit: 28.04.2007 Beiträge: 1392 Nachricht senden | Erstellt am 10.04.2008 - 22:11 |  |
Ich kann jetzt auch nicht aus eigener Erfahrung sprechen, allerdings ist mein Onkel vor ein paar Jahren von der Großstadt auf's Land gezogen. Und da gab es keine Probleme mit den Kindern. 
Julia und Fabian waren damals 2 und 3 Jahre alt und haben sich super dort eingelebt. 
Und ich glaube ehrlich gesagt auch nicht das Sünje wegen ihrem Namen irgendwie blöd angeschaut wird 
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Felix Benjamin Mathias * David Jonathan Lucas * Yaron Maximilian Fabio * Junis Leonard Florian
Ein kleiner Muck würde momentan..
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sonnennebel  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 15.08.2005 Beiträge: 4380 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2008 - 17:48 |  |
Danke für eure netten Worte!
Bekommt man eigentlich in ländlicher bzw. Kleinstadtgegend einfach einen Kitaplatz - vor allem für Jasper, der ja noch nicht 3 Jahre alt ist?
@Kaisbeate und Miezi1
Mein Mann ist Lehrer für Geschichte und Deutsche fürs Gymnasium. Ich werde Lehrerin für die Grundschule für Deutsch, Mathematik und Geschichte (da in Berlin die Grundschule bis Klasse 6 geht). Ich habe im Oktober Prüfungen. Wir müssten also für ca. 5 Wochen getrennt wohnen, wenn es wirklich BW wird.
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jungemammie  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 09.03.2006 Beiträge: 4804 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2008 - 18:38 |  |
hallo 
erstmal :
-lichen Glückwunsch
an deinen mannn !! da fällt euch doch bestimmt schonmal eine große last von den schultern wenn wenigstens er , schon seine prüfungen hinter sich hat oder ?! freut mich das alles geklappt hat 
ich persönlich kann da jetzt nicht aus erfahrung sprechen , ich kann mir einfach nur vorstellen das es eine wahnsinns umstellung für euch sein wird !
du hast gesagt du bzw ihr habt immer in berlin gewohnt und dann aufeinmal von berlin ins "dorf" .. naja , das ist schon was ganz anderes , aber das brauch ich dir ja nicht zu sagen 
eigentlich will ich nur sagen das ich nicht denke das deine zwei mäuse irgendwelch probleme dort bekommen werden , weder mir ihrem namen oder auch generell . kinder leben sich doch eigentlich immer relativ schnell irgendwo ein und kommen meistens auch gut mit neuen / fremden situationen zurecht!
ich hoffe nur für dich und deinen mann wird es genauso leicht und drücke euch dafür ganz fest die daumen 
und auch noch alles gute für deine prüfung in 5 wochen !!
liebe grüße
kathi mit emmy
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Meine Faves
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Liliana, Noemi, Eleonor(a), Rosalie, Malin, Luella, Mayleah,
Lilly, Eleni, Tia, (A)Lana, Philine, Tara, Luna, Valeska, Ella, Laila,
Milla, Liliah, Lilith, Helene, Jolie, Gianna, Linnea, Lola, Luca
Eine zweite Tochter würde so heißen:
Lilly Eleonor(a) Fee 
oder
Lilly Mayleah Noée
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Luis Maksim Rocco 
Rocco Nikita
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Litschi  Super-User


Status: Offline Registriert seit: 28.12.2005 Beiträge: 1074 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2008 - 21:17 |  |
Ich glaube auch, dass Kinder grundsätzlich kaum Probleme haben, sich woanders neu einzuleben.
Im Kindergarten findet man doch immer ganz schnell Anschluss.
Und namenstechnisch glaube ich auch nicht, dass das problematisch wird. Inzwischen gibt es ja ganz viele "außergewöhnliche" Namen, da wird Sünje gar nicht auffallen - vielleicht wird bei Sünje eben anfangs nachgefragt, wie man ihren Namen schreibt, aber sonst werdet ihr sicherlich nicht schief angeschaut.
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Miezi1  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 04.03.2005 Beiträge: 26719 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2008 - 21:36 |  |
@sonnennebel: Ich finde, Geschichte und Deutsch ist keine seltene Fächerkombi
Ich kannte genug Lehrer an meinen Schulen, die diese Kombi haben. Das sind beides "Schöngeistfächer"
Oder ist das bei euch in Potsdam/Berlin anders? Also meine Deutschlehrer hatten meist entweder Geschichte oder Englisch dabei
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kiki  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 27.10.2004 Beiträge: 15186 Nachricht senden | Erstellt am 12.04.2008 - 00:23 |  |
Ich sehe es auch so wie meine Vorschreiberinnen.
Klar ist ein Umzug in ein kleines "Kaff" erstmal eine Umstellung. Aber wennn man zu der Dorfgemeinschaft dazugehören will, schafft man das auch. Ihr müsstet nur offen auf die Leute zugehehen.
Ich wahne ja seit Geburt an selbst in einem kleinen Dorf, und da gab es auch immer mal "Neuzugänge". Klar, wenn die sich nur zuhause einigeln, finden sie keinen Anschluss. Aber wenn man offen auf die "Eingeborenen" zugeht, gibt es (zumindest bei uns im Dorf) keine Probleme. Und gerade durch die Kinder findet ihr sicher schnell Anschluss.
Und in Bezug auf den Namen deiner Tocher (den ich übrigens sehr schön finde), denke ich auch, dass gerade Kinder in der Hinsicht vorurteilsfrei sind.
Ob ein Kind nun Marie, Cheyenne, Hermine, Ayse oder halt Sünje heißt, ist denen erstmal egal. (Wenn sie noch keine Sophie kennen, ist der Name auch neu für sie).
Also, lasst es am besten einfach auf euch zukommen!
Aber trotzdem drücke ich euch natürlich die Daumen, dass es vielleicht doch im Norden was wird!
Signatur Viele Grüße an alle ehrlichen Leute hier im Forum!
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sonnennebel  Super-User
   

Status: Offline Registriert seit: 15.08.2005 Beiträge: 4380 Nachricht senden | Erstellt am 12.04.2008 - 14:23 |  |
@jungemammie
Die Prüfung ist erst im Oktober. Die 5 Wochen beziehen sich auf die Zeitspanne zwischen Schuljahresbeginn in Baden-Würtemberg und meiner Prüfung im Oktober. Danach kann ich ja erst nachziehen.
In Berlin wohnen wir zum Glück nicht. Das ist mir viel zu groß - und ein Jahr Berlin reicht mir voll und ganz. Ich arbeite da nur. Wir wohnen in Potsdam. Das ist aber auch eher eine mittelgroße Stadt.
@Miezi1
Gerade das ist ja das Problem: Es gibt so viele Lehrer, die Deutsch und Geschichte studiert haben, so dass es da so selten freie Stellen gibt und die Konkurrenz ist unglaublich groß. Das meinte ich mit "selten". Schön wäre es, wenn er eine seltene Fächerkombi hätte. Da nn bekäme er wahrscheinlich viel schneller eine Stelle, z.B. Englisch und Latein oder Musik und Spanisch oder Chemie und Mathematik. 
@kiki
Dass die Kinder neuen Namen gegenüber tolerant sind, ist mir klar. Ich habe noch nie Kinder erlebt, die außergewöhnliche Namen belacht haben oder die Kinder deshalb ausgrenzen. Ich meine eher, dass uns die Eltern ausgrenzen, die die Namen unserer Kinder komisch finden. Ich habe doch tatsächlich im Internet ein Forum gefunden, in dem ich niemanden kannte, in denen die Namen meiner Kinder breit gelatscht wurden und in die Jacqueline-Kevin-Justin-Schublade gesteckt wurden. Davor habe ich Angst - oder eben, dass die denken, wir halten uns für etwas Besseres.
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