lebenslust  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5056 Nachricht senden | Erstellt am 12.10.2007 - 09:59 |  |
Studie: UMTS-Strahlung wirkt zehnmal stärker auf die DNA als GSM
"Rechtzeitiges Handeln gefragt"
Es steht zu befürchten, dass ein bis heute nicht ausschließbares Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk mit dem zunehmenden Einsatz von UMTS deutlich ansteigt. Die Strahlung der 3G-Technologie ist fast zehnmal wirksamer als bei GSM und erhöht entsprechend die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Das geht aus Forschungsergebnissen von Professor Franz Adlkofer, Geschäftsführer und Mitglied des Rats der Stiftung für Verhalten und Umwelt, VerUm, mit Sitz in München, hervor.
Adlkofer untersuchte den Einfluss der Mobilfunkstrahlung auf Kulturen menschlicher Zellen. Der dabei erfolgte Nachweis von DNA-Strangbrüchen lasse an der gentoxischen Wirkung von UMTS-Signalen keinen Zweifel mehr zu. "DNA-Strangbrüche treten bereits bei 1/40 des Grenzwertes auf", sagte Adlkofer de.internet.com.
Problematisch bei der Risikobeurteilung ist nach Angaben des Wissenschaftlers vor allem die lange Latenzzeit bei der Krebsentstehung. Bis zu zwanzig und mehr Jahre könne diese betragen, hieß es. Durch die Langzeitfolgen seien deshalb vor allem Kinder mit ihrer hohen Lebenserwartung gefährdet.
Derzeit lägen praktisch noch keine Daten vor, die ein erhöhtes Krebsrisiko in Verbindung mit dem Mobilfunk belegen. Nach Angaben Adlkofers verhindere möglicherweise die lange Latenzzeit, dass der leichte Anstieg der Gehirntumore nach zehnjähriger Nutzung des Mobiltelefons bisher keine statistische Signifikanz erreicht habe. Die Verbreitung von Mobiltelefonen war Mitte der 90er Jahre noch zu gering, um heute konkrete Ergebnisse erwarten zu dürfen.
"Wenn man die bis heute vorliegenden Forschungsergebnisse zur Frage biologischer Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder und ihrer möglichen Folgen insgesamt überdenkt, spricht Einiges dafür, dass die Mobilfunkstrahlung ein Risiko für die Gesundheit des Menschen darstellt, selbst wenn der letzte Beweis dafür noch aussteht", so Adlkofer. Ein Gesundheitsrisiko auf der Grundlage des heutigen Wissenstandes auszuschließen, sei ein "extrem fahrlässiges Unterfangen", für das keine Instanz in unserem Land die Verantwortung übernehmen könne, so der Wissenschaftler.
Mehrere Untersuchungen, darunter die neuere europäische Interphon-Studie, weisen den Angaben zufolge darauf hin, dass das Tumor-Risiko nach einer Nutzungsdauer des Mobiltelefons von zehn und mehr Jahren erhöht sein könnte. Es sei das Gebot der Stunde, die vorhandenen Forschungen weiter zu vertiefen, hieß es.
"Auf keinen Fall ist gegenwärtig auszuschließen, dass mit der zunehmenden technischen Nutzung elektromagnetischer Felder auf unsere Gesellschaft ein Gesundheitsproblem großen Ausmaßes zukommen könnte", sagte Adlkofer. Zum Schutz der Bevölkerung müssen die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik nach dem Vorsorgeprinzip handeln, forderte er. Nicht beharrliches Leugnen sondern die Anerkennung aktueller Forschungsergebnisse solle Grundlage der Risiko-Kommunikation sein.
"Tabak, Asbest und Röntgenstrahlen sind Beispiele dafür, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis die Wissenschaft endgültige Beweise für eine Gesundheitsrisiko vorzulegen vermag", so der Wissenschaftler. "Rechtzeitiges Handeln könnte uns vielleicht eine späte Lektion ersparen." (ck/as)
Quelle: internet.com
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