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Jessica ...





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...   Erstellt am 03.11.2005 - 18:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lily und Marie - Leben mit behinderten Kindern

Mi, 23. November, BR3 19.30 Uhr

Als sich herausstellte, dass Lily und Marie das Down-Syndrom haben, wurden sie gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Ihre Mütter sahen sich nicht in der Lage, ein Kind mit einer solchen geistigen und körperlichen Behinderung aufzuziehen. Aber würden sich für sie Adoptiveltern finden? Martina und Helmut Zilske hatten in ihrem Adoptionsantrag die Frage bejaht, ob sie sich auch ein behindertes Kind vorstellen könnten. Marie wurde geboren und von dem Lehrer-Ehepaar Zilske adoptiert; eineinhalb Jahre später kam Lily in die Familie, ebenfalls mit Down-Syndrom.

Wenn während der Schwangerschaft die Diagnose "Down-Syndrom" gestellt wird, hat das heutzutage in 95 Prozent der Fälle eine Abtreibung zur Folge. Bei vielen anderen Behinderungen gilt das Gleiche. Bis zum Einsetzen der Wehen dürfen solche Kinder vorgeburtlich in Deutschland getötet werden. Ein Leben mit ihnen gilt als unzumutbare Belastung. Die Adoptiveltern von Lily und Marie sehen das anders. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass auch mit Down-Kindern ein erfülltes Familienleben möglich ist. Wenn diese Kinder liebevoll behandelt, gefördert und integriert werden, entwickeln sie sich zu fröhlichen, selbstbewussten Menschen. Niemand, der Lily und Marie kennt, käme auf den Gedanken, ihnen das Lebensrecht abzusprechen.

Das Problem ist, dass Down-Kinder, aber auch andere Behinderte, in der Gesellschaft kaum noch in Erscheinung treten. Kommen sie auf die Welt, werden sie meist in Behinderteneinrichtungen und Sonderschulen aufgenommen. Der Kontakt zur Außenwelt ist dabei sehr beschränkt. Und so wachsen in der Bevölkerung realitätsferne Mutmaßungen über das Ausmaß der Schädigung und das Leid, das eine Behinderung bedeutet. Die ethischen Maßstäbe verschieben sich. Was nicht den Qualitätsnormen einer leistungsgerechten Gesellschaft entspricht, wird - gesetzlich toleriert - stillschweigend ausgesondert. Hebammen, aber auch Frauenärzte und Neonatologen können in einen ethischen Konflikt kommen.

Lily und Marie hatten das Glück, sich wie andere Kinder auch entwickeln zu dürfen. Ihre Adoptiveltern empfinden das Leben mit zwei behinderten Kindern nicht als Opfer, eher als Herausforderung.

Stationen - Religionsmagazin Mittwoch, 23.11.2005
Beginn: 19.30 Uhr Ende: 20.15 Uhr Länge: 45 Min.







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