DoctorLove  2.Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 22.10.2005 Beiträge: 23 Nachricht senden | Erstellt am 22.10.2005 - 21:07 |  |
AUTOR: DoctorLove für Phantasieworld
Dieses ausführlich geschriebene Tutorial beschäftigt sich damit, wie man einen beliebigen Film in ein Format umwandeln kann, das der heimeigene DVD-Player lesen kann. Ebenfalls enthält es Basis- und Hintergrundwissen über die Eigenschaften verschiedener Film-Formate und Kompressionsverfahren um eine zukünftige Konvertierung oder auch Videobearbeitung besser verstehen zu können. Das Tutorial richtet sich hauptsächlich an Anfänger, ist aber sicherlich auch für Fortgeschrittene interessant.
Welche Filme kann ich mit meinem DVD-Player sehen?
Zu allererst sollte man sich mal ein wenig mit dem DVD-Player beschäftigen und rausfinden welche Video-Formate dieser abspielen kann. Das können z.B. Video-CD (VCD), Super-Video-CD (SVCD), DivX (1 - 5.2) u. XVID (Mpeg4), WMF (WMA, WMV, ASF) sein.
Die gängigsten Formate die ein DVD-Player neben der DVD abspielen kann sind in der Regel die VCD u. die SVCD. Viele Geräte sind auch in der Lage Formate wie MVCD, DSVCD, RSVCD uvm. abzuspielen.
WICHTIG: Nur die aktuelleren DVD-Player sind meistens dazu in der Lage auch Formate wie DivX, XviD u. WMF'S abspielen zu können. Also bitte vorher genau prüfen was der DVD-Player kann. Am besten mal kurz die Anleitung durchblättern.
Wenn ihr euch diese Infos angeeignet habt, könnt ihr euch später entscheiden in welches Format der Film umgewandelt werden soll.
Was sind eigentlich Codecs und was für Formate gibt es?
Abkürzung für COmpressor - DECompressor. Auch Encoder oder Decoder genannt. Ein Codec ist ein hardware- und/oder softwaremäßig realisiertes System, das (Video/Audio)Daten komprimiert und dekomprimiert. Komprimierverfahren werden dazu benutzt um Datei-größen zu verringern, um Speicherplatz sparen zu können. Dekomprimierung bewirkt das Gegenteil. Video u. Audiodateien werden zum Bsp. während des Abspielens kurzfristig in Echtzeit dekomprimiert um eine vernünftige Wiedergabe zu gewährleisten. Codecs werden von Mediaplayern (z.B.: Winamp oder Windows Media Player) zum abspielen von Video- oder Audiodateien benötigt.
Die gängisten Video-Codecs sind:
Mpeg1 (Einsatz insbesondere bei Video-CDs), Mpeg2 (Einsatz insbesondere bei DVD, DVB, HDTV u. Super Video-CDs) DivX, XviD, Windows Media Video (WMV) und RealVideo (RV)
Die gängisten Audio-Codecs sind:
Mpeg1-Layer3 (MP3), Ogg Vorbis, Windows Media Audio (wma), RealAudio, Mpeg-4 AAC und Dolby AC3
CONTAINER
Fälschlicherweise werden häufig die sogenannten Container-Formate mit den Codecs selbst verwechselt.
Um Audio- und Videodaten zusammen in einer Datei unterzubringen sind sogenannte Container notwendig. Das Zusammenführen der Audio- und Videostreams übernimmt ein sogenannter Muxer. Beim Abspielen werden die Streams entsprechend durch einen Demuxer bzw. Splitter wieder getrennt, um dann vom Codec decodiert werden zu können.
Beispiel 1:
der Videocodec heisst DivX oder XviD der Audiocodec heisst MP3, AC3, AAC oder OGG Vorbis
das Containerformat heisst AVI (oder MPEG-4)
Beispiel 2
der Videocodec heisst WMV (Windows Media Video) der Audiocodec heisst WMA (Windows Media Audio)
das Containerformat heisst ASF (Advanced Streaming Format) oder auch WMF (Windows Media File)
weitere gängige Containerformate sind z.B.: MPEG, VOB (DVD-Video), MP4, MOV (Quicktime), OGM (Ogg Media) und MKV (Matroska)
Einige Container-Formate können darüber hinaus weitere Daten wie Untertitel, Menüstrukturen oder zusätzliche Audiostreams enthalten, wie z.B. die VOB-Dateien einer DVD.
WAV-Dateien enthalten in der Regel unkomprimierte Audiodaten (PCM), könnten theoretisch aber auch MP3-codierte Tondaten enthalten.
MPEG
Die Moving Picture Experts Group (MPEG) ist eine Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression den dazugehörenden Bereichen, wie Audiokompression oder Containerformaten beschäftigt. Oftmals wurden Ideen der International Telecommunication Union (ITU) aufgegriffen, erweitert und verbessert.
MPEG ist einer der wichtigsten Containerformate hauptsächlich für die Mpeg-1, Mpeg-2 und Mpeg-4 Codecs, welche heute als wichtige Basis für die Video-CD, die Supervideo-CD und die DVD gelten.
MPEG-1
... wurde für flüssige Video-Wiedergaben entworfen und weist daher große Kompressionsraten auf. MPEG-1 wurde in den 80er Jahren mit dem Ziel entwickelt, Filme auf die beschränkte Datenrate (bis 1,5 Mbit/s) einer mit normaler Geschwindigkeit abgespielten Audio-CD zu komprimieren. Die MPEG-1-Komprimierung bzw. Dekomprimierung war ursprünglich ein hardwareabhängiges Verfahren. Es ist allerdings mittlerweile, dank der schnellen Prozessoren, auch ein Softwaredekomprimieren möglich. Das Ergebnis, mit dementsprechend eher bescheidener Qualität, wird Video-CD (VCD) genannt.
Das Bildformat von MPEG-1 ähnelt dem J-PEG Bild-Format. Der Mpeg-1 Standard wird in 25 Intra-Bildern (I-Bild, I-Frame) pro sekunde regelmäßig wiederholt.
Ein I-Frame ist ein Standbild und dient als Anker für die Hintereinanderschaltung mehrerer Bilder, die dann das flüssige Video ergeben. Neben dem I-Frame gibt es auch noch P-, B- und D-Frames die eine stärkere Kompression aufweisen. (Mehr über Frame-Typen unten bei GOP structure) MPEG-1 besitzt immer den unveränderbaren PAL-Charakter
MPEG-2
Die Video-Kompression von MPEG-1 wurde 1991 durch MPEG-2 deutlich verfeinert und verbessert. MPEG2 ermöglicht außerdem eine extrem hohe Bitrate bei dem Videos verlustfrei aufgezeichnet werden können und bietet somit eine höhere Video-qualität bei geringerer Fehlertoleranz. So hat es sich dazu entwickelt das MPEG-2 heutzutage als Standard für die digitaleFernsehübertragung, der DVD und der SVCD gilt.
MPEG-2 kann im Gegensatz zu MPEG-1 unterschiedliche Video-Systeme wie PAL, NTSC, SECAM, MAC annehmen.
MPEG-4
MPEG-4 wurde 1998 als Nachfolger für MPEG-2 entwickelt. Er erweitert MPEG-2 um verschiedene „Video-Objekte” zu unterstützen, sowie 3D-Inhalte, künstliche Objekte (wie z.B. DVD-Menüs). Mpeg-4 erreicht durch die Anwendung komplexer Algorithmen eine noch stärker verdichtete Kodierung bzw. Kompression als deren Vorgänger. Er gilt als Containerformat da er hevorragend dazu in der Lage ist verschiedene Video- und Audio Codecs (DivX,XviD,MP3,AC3 etc.) zu implementieren.
MP3
Dieses Format aus dem Audiobereich ist Bestandteil des MPEG-1 Standards. Genauer bezeichnet heißt MP3 = MPEG-1 Layer 3. Dieser Codec ist das derzeit beliebteste und beste Audiokomprimierungsverfahren. Es ermöglich eine Musik CD mit 700MB auf ca. 100MB zu reduzieren bei annähernd gleich bleibender Klangqualität. Realisiert wird dies durch löschen von bestimmten Frequenzen. Dies ist möglich, da das menschliche Ohr zum einen sehr träge reagiert beim hören von Musik und zum anderen nur einen Bereich von ca. 16...20000 Hz wahrnimmt. Dies bedeutet, dass man alle Frequenzen drüber und drunter herausnehmen kann und einige Zwischenfrequenzen ebenfalls weglassen kann.
DivX
ist ein MPEG-4 kompatibler Video-Codec, der von DivXNetworks entwickelt wurde. Der Codec ist für seine Fähigkeit bekannt, große Videodateien bei guter Qualität vergleichsweise stark komprimieren zu können. Ein typischer DVD-Film ist sechs bis acht Gigabyte groß, mit der DivX-Videokompression lässt sich der Film auf einem einzigen CD-Rohling (650 - 700 Megabyte) reduzieren. Die Qualität bleibt trotzdem relativ hoch, bei Szenen mit viel Bewegung können jedoch Kompressionsartefakte (z.B. graue Klötzchen im Video) entstehen. Es gibt viele Programme die aus einer normalen DVD eine DivX-Datei erstellen können (rippen). Die resultierende Datei kann dann auf Festplatte gespeichert werden oder auf CD oder DVD gebrannt werden. Da DivX nur das MPEG-4-Simple-Profile unterstützt, empfiehlt es sich, einen zirka zwei Stunden dauernden Film in zwei 700 MB große Videosequenzen zu enkodieren, um eine gute Bildqualität zu erreichen. Sobald das MPEG-4-Advance-Profile vollständig unterstützt wird, sollte jedoch eine 700 MB große Videosequenz völlig für einen kompletten zweistündigen Film ausreichen. Erste Ansätze von MPEG-4-Advance-Profiles in Nero Digital und dem PowerEncoder von CyberLink zeigen dies schon heute! Damit ist es möglich, eine DVD nahezu ohne Qualitätsverlust auf ein Fünftel ihrer ursprünglichen Größe zu schrumpfen.
Die bekanntesten Codecs der Reihe sind DivX 3.11, DivX 5.2.1. Der aktuellste Codec ist DivX 6.0
XviD
XviD ist ein Open Source-MPEG-4-Video-Codec, der ursprünglich auf dem OpenDivX Quellcode basierte. Der zugrunde liegende Quellcode von OpenDivX stammte wiederum aus der MPEG-4-Referenzimplementierung des EU-Projekts 'MoMuSys'. Das XviD-Projekt wurde von mehreren freiwilligen Programmierern gestartet, nachdem der Quellcode von OpenDivX geschlossen wurde. Auch der Name des Projekts ist eine Anspielung darauf (XviD ist DivX rückwärts). Zusammen mit DivX ist dieser Codec der bekannteste MPEG-4-Encoder.
Open Source bedeutet, das der Quelltext des DivX-Codecs unverschlüsselt der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurde (Daher OpenDivX). Hartgesottenen Programmieren gab dies also eine Möglichkeit, die Eigenschaften des Codecs zu verändern und zu optimieren.
Ogg Media
Ogg Media Stream ist ein Doppel-Containerformat für Videos. Ogg-Media-Dateien haben die Dateiendung 'ogm'. Neben Videodaten können sie wie DVDs mehrere Tonspuren in verschiedenen Sprachen sowie Untertitelspuren und Kapitelgliederungen enthalten. Dieses Format wurde hauptsächlich entwickelt, um den Ogg-Vorbis Audiocodec für Videos nutzbar zu machen. Dies ist mit Avi-Containern aus technischen Gründen nicht möglich.
Matroska (MKV)
Das Matroska-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, der Container-Standard für Audio und Video zu werden. Matroska hat seinen Ursprung in einem ähnlichen Projekt, MCF, aber unterscheidet sich von diesem dadurch, dass es auf EBML (Extensible Binary Meta Language), einer Binärversion von XML (Extensible Markup Language) basiert. XML, ist ein Dokumentähnliches Format, das eine von menschen lesbare Programmiersprache in Form einer Baumstruktur verwende So kann z.B. ein Text, eine Tabelle oder auch eine Grafik, mit ein und dem selben Code geschaffen werden. Dies ist auch der Grund, warum die Entwickler einen bedeutenden Vorteil haben, wenn später das Format erweitert wird: Ältere Parser können die neueren Dateien trotzdem noch lesen.
Menüs, wie sie zum Beispiel DVD's haben, sind ebenfalls geplant. Die Endung für Matroskadateien ist .mkv (für Video/Audio) und .mka (nur Audio).
Matroska ist absolut frei für jeden verfüg- und verwendbar, d.h., die Spezifikationen des Bitstreams sind offen einzusehen, auch für jemanden, der daraus ein Closed-source-Projekt macht. Das Ziel des Projektes ist es, der Standard für Container zu werden, das heisst, andere Containerformate wie z. B. AVI, Ogg-Media oder MP4 zu verdrängen.
ASF (Advanced Streaming Format)
ASF oder auch WMFist ein von Microsoft entwickeltes Container-Format, für Audio und Video welches speziell für Webbasiertes Online Streaming ausgelegt ist. ASF-Dateien können auch Objekte enthalten, um Metadaten zu repräsentieren, wie beispielsweise Künstler, Titel, Album und Genre für ein Audiostück oder der Regisseur eines Films. Dies ist sehr ähnlich zu den ID3-Tags von MP3-Dateien.
Die ASF-Struktur (der Container, kein spezieller Codec) ist in den USA (United States Patent 6,041,345 Levi, vom 21 März 2000) von Microsoft patentiert und Microsoft hat dieses Patent gegen über Virtual Dub, einem freien Software Videokonvertierungsprogramm, das nicht einmal vermarktet wurde, geltend gemacht. Der Grund, warum das Patent geltend gemacht wurde, war die Kontrolle über die Inhalte von ASF-Dateien, da nur Programme von Microsoft diese nach offizieller Lesart wiedergeben sollten. Mittlerweile sind jedoch freie Programme wie MPlayer, VLC Mediaplayer und Xine in der Lage, dieses Containerformat wiederzugeben. Die Entwickler der Programme wurden bislang von Microsoft noch nicht belangt.
NTSC
National Television Standards Committee ist eine Organisation, die den Fernsehbildstandard in Nordamerika und Japan definiert. Der entsprechende Standard weist 23,97 Vollbilder (60 Halbbilder also eine Bildwiederholfrequenz von 60Hz) pro Sekunde und 525 Abtastzeilen pro Vollbild auf. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
WICHTIG: Zum abspielen eines Filmes in NTSC, wird ein 60Hz fähiges Fernsehgerät benötigt.
PAL
Phase Alternation Line ist der in Europa, Afrika und Südamerika verwendete Fernsehstandard. Er ist charakterisiert durch 25 Vollbilder (50 Halbbilder also 50Hz) pro Sekunde und 625 Abtastzeilen pro Vollbild. Dieser Standard beschränkt auch den im Fernsehen darzustellenden Bereich von Farben.
ormate (VCD u. SVCD)
VideoCD oder VCD ist ein Standard für das Speichern von Videodaten auf einer Compact Disc (CD) um sie auf speziellen Wiedergabegeräten (VCD-Playern, CD-i-Playern und den meisten DVD-Playern in Verbindung mit einem Fernsehgerät abzuspielen. Wahlweise mit einem Mediaplayer auch auf dem PC abspielbar. Die Daten auf einer VCD werden nach dem MPEG-1 Standard gespeichert. Die VCD-Norm ist folgendermaßen festgelegt:
Fernsehnorm: PAL Auflösung: ( 352 × 288 ) 25 Frames per second (FPS) Bildformat: 4:3 Bildcodierung: MPEG-1 mit CBR (constant Bitrate) Audioformat: Stereo, Mono, Joint-Stereo oder digitaler Surround-Sound (nur eine Tonspur) Untertitel: Keine oder integriert Bitrate: maximal 1.151.929 bit/s für die Bilddaten, genau 224.000 bit/s für die Stereo-Tondaten (im MP2-Format) genau 1.411.200 bit/s für die gesamten Daten.
Letzteres ist mit den Daten einer Audio-CD identisch. Somit beträgt die Abspieldauer einer Standardgemäßen VCD-Norm exakt die einer Audio-CD (650 MB = 74min. ; 700MB = 80min.)
Alles was von der VCD-Norm abweicht ist nicht mehr als standardgemäße Video-CD zu bezeichnen.
Die SuperVideo-CD (SVCD) ist der nachfolger der VCD. Die Daten auf einer SVCD werden nach dem MPEG-2 Standard gespeichert und ermöglichten erstmals eine bessere Qualität bei geringerer Laufzeit. Wie auch das VCD-Format unterliegt die SVCD einer Norm:
Fernsehnorm: PAL, NTSC, SECAM, MAC Auflösung: 480 x 576 (PAL,SECAM) mit 25 FPS 480 x 480 (NTSC) mit 29,97 oder 23,97 FPS Bildformat: 4:3 oder 16:9 Bildcodierung: MPEG-2 mit CBR oder VBR (Variable Bitrate) Audioformat: Stereo, Mono, Joint-Stereo, Dolby Sourround, Dolby Digital 5.1 (1-2 Tonspuren) Untertitel: 1-4 schaltbare Bitrate: maximal 2576 KB/s für Video- u. Audiostream
Auch hier gilt: Alles was von der SVCD-Norm abweicht ist nicht mehr als standardgemäße SuperVideo-CD zu bezeichnen.
Sonstige Formate (MVCD, TVCD, DSVCD etc.)
Formate, die von der obengenannten (S)VCD-Norm abweichen, gewinnen inzwischen immer mehr an Popularität. So gibt es inzwischen z.B Formate wie MVCD, KVCD, TVCD, UVCD, XVCD, XSVCD, XDVD, DSCVD uvm..
Durch frei erhältliche diverse Multimedia-Konvertierungs-Software entstand nun die Möglichkeit, die Eigenschaften des (S)VCD-Charakters grundlegend zu verändern. Die Programme ermöglichten nun eine Veränderung der MPEG-1 und MPEG-2 spezifischen Merkmale in Punkto, Video- und Audio Bitrate, Auflösung, FPS, Bildformat (Aspect Ratio), Bildcodierung (CBR u. VBR), Audioformat, Quantize Matrix, GoP-Structure etc. So sind diese Formate quazi von Bastlern und Programmierern erfundene Formate die jeweils ihrer eigenen Norm unterliegen. Allesamt sind diese Formate dem Begriff "Template" (Schablone, Vorlage) untergeordnet. Durch die in den Templates optmierten Einstellungen wird im Gegensatz zu der (S)VCD eine bessere Kompression, bei relativ guter Bildqualität und längerer Spieldauer erreicht. So ist es z.B. möglich mit diversen Templates bis zu 210 min. an hochauflösendem Filmmaterial auf eine CD (700MB) zu bekommen.
Wo bekomme ich Codecs her?
Um eine gute Grundlage für Videobearbeitung und Videokonvertierung zu haben, benötigt es nun eine breite Palette an En- und Decodern. Denn ohne diese kann ein Film nicht abgespielt und auch nicht in ein anderes Format umgewandelt werden. Um nun alle Möglichkeiten einer Videokonvertierung abzudecken bietet es sich an sog. Codec-packs herunterzuladen.
Jede Menge verschiedener Codecpacks und auch einzelne Codecs gibt es z.B. auf www.free-codecs.com
Zu empfehlen sind:
>>K-Lite Codecpack 2.49<< + die Neuste Version von FFDSHOW + WM9Codecs
oder !!!
>>Ace Mega CoDec Pack<< (die bessere Wahl, da es eine riesige Auswahl an Codecs bietet)
WICHTIG: immer nur ein Codec-Pack installieren. Mehrere installierte Codecpacks können einen Konflikt untereinander auslösen. Videos werden evtll. nicht mehr richtig abgespielt, können Fehlerhaft sein oder auch gar nicht mehr angezeigt werden.
Wie kann ich herausfinden, welche Codecs ein Video benutzt?
Eine gute Möglichkeit um die Eigenschaften eines Videos herauszufinden (z.B. En- und Decoder, Auflösung, Bitrate, FPS etc.) bieten sogenannte Codec-Viewer.
Hier möchte ich nun einmal näher auf den Freeware Codec-viewer >>gspot 2.21<< eingehen, da der vorrangig bei mir zum Einsatz kommt.
download unter:
www.headbands.com/gspot/download.html
Schritt 1: runterladen und installieren
Schritt 2: an die Informationen des Films gelangt ihr am besten folgendermaßen:
Rechtsklick auf eine Videodatei --> öffnen mit --> Gspot Codec Information Appliance
Nun öffnet sich ein Bildschirm bei dem ihr alle wesentlichen Information herausfinden könnt.
 Punkt 1 Gibt an, wo sich das Video befindet und wie groß es ist.
Punkt 2 Beschreibt den Namen des Video-Codecs. Desweiteren gibt es Informationen über die Laufzeit des Filmes (Runtime), die Auflösung (x:y), die durchschnittlich codierte Bitrate in kb/s (Bitrate) und die Anzahl der Bilder pro Sekunde (FPS) an.
Punkt3 Beschreibt den Namen des Audio-Codecs. Unter "Stream" kann falls vorhanden in mehrere Tonspuren eingesehen werden. Hier steht bei Bitrate zusätzlich die Information wieviele Audio-Kanäle verwendet werden (Mono,Stereo,Dolby 5.1 etc.) und welche Bitrate-Codierung verwendet wurde (VBR, CBR). Zu letzterem später mehr.
Punkt4 Auf diesem Button kann z.B. überprüft werden ob ein Header vollständig oder beschädigt ist. Einmal drauf klicken zum "Rendern" des Headers. Ein Header wird verwendet um ein Dateiformat zu beschreiben, den Ursprung der Daten zu erkennen und um die Datei einzulesen. Wenn der Header in Ordnung ist, werden anschliessend die Namen der Video- und Audio-Decoder angezeigt.
WICHTIG: Falls der Header beschädigt ist, wird der "Render" Vorgang abgebrochen. Wenn ein Header beschädigt ist, können Media-Dateien evtll. fehlerhaft sein oder gar nicht mehr abgespielt werden.
Punkt5 gibt weitere Information und detailliertere Beschreibungen der En- und Decoder an.
Wie und womit kann ich nun einen Film in ein anderes Format umwandeln?
Zum umwandeln bzw. konvertieren von Video- u. Audiomaterial bietet sich nun eine Vielzahl verschiedener Programme an. Einer der bekanntesten, flexibelsten und im Moment noch gefragtesten Progamme ist die Tmpeg-Encoder Software.
Genauer gesagt gehe ich in diesem Tutorial näher auf das Programm >>TmpegEnc. 3.0 Xpress<< ein, das es Einsteigerfreundlicher ist als der Vorgänger.
FTP download inkl. Templates:
Info: um weitere Templates zu finden, einfach mal ein wenig googeln.
Los gehts...
Da ihr nun alles wichtige beisammen haben solltet und über ein wenig Hintergrundwissen verfügen solltet, beginnen wir mit der Konvertierung eines beliebigen Filmes.
Anfänger oder Leute die es eilig haben sollten immer den hervorgehobenen und unterstrichenen Punkt wählen.
Schritt 1: Programm starten und "Start new projekt" wählen. Oben rechts auf "Add File" klicken und die Video-Datei von der Festplatte wählen, die umgewandelt bzw. konvertiert werden soll. Anschliessend auf "öffnen" klicken und es erscheint der "Set Source" Bildschirm:

Punkt 1 "OK" (Für Anfänger) Direkt Fortfahren um zum nächsten Bildschirm zu gelangen
Punkt 2 "Cut-Edit" (Für Fortgeschrittene) Bietet die Möglichkeit den Film zu schneiden, so das nur bestimmte Abschnitte des Films zu einer neuen Enddatei konvertiert werden.
Punkt 3 "Filter" (Für Fortgeschrittene) Bietet die Möglichkeit verschiedene Filter zu aktivieren, die bei der Konvertierung berücksichtigt werden.
Filter wie ermöglichen die Bildqualität um ein minimales zu verbessern bzw. Bildfehler manuell zu korrigieren.
Ghost reduction: mindert sogenannte Phantombilder, die bei analogen Signalen mit einer leichten Links- oder Rechtsverschiebung vom Hauptbild auftreten können. Kann man auch als überlagernde Bild-Reflektion bezeichnen.
Noise reduction: Analoge Videosignale sind störanfällig und gerade bei schwachen Signalen ist ein gewisses Rauschen zu sehen (z.B. häufig bei TV-Übertragungen). Dieser Filter kann eingesetzt werden, wenn das Ausgangsmaterial sichtbares Rauschen enthält, was nicht nur schlecht aussieht, sondern auch bewirkt, dass der Encoder wertvolle Bits verschwendet, da er das Rauschen brav encodiert. Andererseits sollte der Filter unbedingt deaktiviert werden, wenn die Bilder rauschfrei sind, da das Video ansonsten verschwommen wirkt.
Andere Filter bewirken z.B. das das Bild geschärft wird ("Sharpness" und/oder durch eine Farbkorrektur ("Color Correction" die Helligkeits-, Kontrast-, und Farbwerte manuell verändert werden können.
Filter können evtll. eine Verbesserung der Bild- und Tonqualität schaffen, es kann aber auch passieren das eine Fehlinterpretation der Signale genau das Gegenteil bewirkt. Vorher also mit der zu konvertierenden Video-Datei ein wenig rumexperimentieren, um zu sehen wie die Filter sich auf das Filmmaterial auswirken.
Punkt4 "Audio-Source browse" (Für Profis) Bietet die Möglichkeit eine seperate Tonspur einzufügen um diese mit einer anderen Bildquelle zu vereinen (muxxen)
Ansich ein simples einfügen einer Audio-Datei, dennoch muss darauf geachtet werden, das die Audio-spur exakt der gleichen länge der Bildquelle entspricht. Eine Audio-datei sollte voher also entsprechend gestreckt, gezerrt oder gestaucht werden um sie dem Bildmaterial anzupassen. Hierfür bieten sich Programme wie VirtualDub, VirtualDubMod, BeSweet oder auch NanDub an.

Punkt 1 "Number of Clip(s)" Zeigt die Anzahl der zu konvertierenden Videos an.
Punkt 2 "Add File" Es besteht die Möglichkeit weitere Video-Dateien hinzuzufügen. Diese werden dann in der angezeigten Reihenfolge nacheinander in das hinterher auszuwählende Format konvertiert. Die Dateien können entweder seperat voneinander konvertiert oder zu einem großen Video vereint werden. Eignet sich z.B. herrvorragend dazu aus 2 SVCD Teilen eine MVCD oder eine AVI-Datei zu erstellen. Später mehr dazu.
Punkt 3 Es besteht bis zu beginn der Konvertierung weiterhin die Möglichkeit das Video zu schneiden oder zu Filtern.
Punkt 4 "Set Output" (Für Anfänger) Auf diesen Button klicken, um zum "Set Output" Bildschirm zu gelangen, wo das Format und deren Eigenschaften bestimmt wird.
Der "Set Output" Bildschirm (Teil 1)
Schritt 2: zunächst einmal öffnet sich jetzt erstmal ein Bildschirm namens "Output Format Selection" Hier habt ihr die Möglichkeit das Format zu bestimmen in das die der Film konvertiert werden soll :

Punkt 1 "DVD" Hier könnt ihr eine standardgemäße DVD (4,7GB) im NTSC oder PAL Format auswählen. Sie bietet die Möglichkeit bis zu 530 min. Video auf eine DVD zu brennen.
Punkt 2 "XDVD" Hier könnt ihr eine nicht standardgemäße XDVD (eXtended DVD) im NTSC oder PAL Format auswählen. Sie bietet die Möglichkeit bis zu 1060 min. Video auf eine DVD zu brennen.
Wichtig: um eine DVD oder XDVD mit Menü etc. zu erstellen benötigt ihr jedoch eine DVD-Authoring-Software (Z.B. TmpegEnc DVD-Author). TmpegEnc 3.0 Xpress erzeugt lediglich das Grundmaterial, Video-Dateien im jeweils dazu gehörigen Format.
Punkt 3 "VCD" Hier könnt ihr eine standardgemäße VCD im NTSC oder PAL Format auswählen. Sie bietet die Möglichkeit bis zu 80 min. Video auf einen CD-Rohling (700MB) zu brennen.
Punkt 4 "SVCD" Hier könnt ihr eine standardgemäße SVCD im NTSC oder PAL Format auswählen. Sie bietet die Möglichkeit bis zu 55 min Video auf einen CD-Rohling (700MB) zu brennen.
Punkt 5 "MPEG Output" (Für Fortgeschrittene und Profis) Hier bietet sich die Möglichkeit eine MPEG-Datei zu erzeugen die einer nicht standardgemäßen (S)VCD oder DVD Ordnung folgt. Die Oberfläche bietet allerlei Möglichkeiten sein "eigenes" Template zu erstellen. Mit diesen Optionsmöglichkeiten u. einigen zusätzlichen Tools wie Matrizen Editoren und Bitrate Kalkulatoren entstanden hier quazi die bisher bekannten und erfolgreichen Templates wie z.B. die MVCD
Weiteres findet ihr unten bei "Infos und MPEG- Konvertierung für Fortgeschrittene"
Punkt 6 "AVI Output" (Für Fortgeschrittene) Hier bietet sich die Möglichkeit einen AVI (MPEG-4) Container zu wählen. Desweiteren kann man hier Container bezogene Video- und Audio codecs wählen.
Weiteres findet ihr unten bei "Konvertierung in eine AVI-Datei"
Punkt 7 "Wave Output" (Für Fortgeschrittene) Hier habt ihr die Möglichkeit die Tonspur aus einer Video-Datei zu extrahieren. Dabei wird nur die Tonspur in ein von euch gewähltes Audio-Format (z.B. MP3 oder OGG) konvertiert.
Tipp: z.B. besonders gut dafür geeignet um aus einem Musik-Video eine MP3 zu machen. Oder auch für Leute die eine asynchrone Tonspur bearbeiten wollen.
Punkt 8 "Windows Media Video Output" Hier kann man Video-Dateien in das Microsoft eigene "Windows Media File" Format konvertieren.
Wichtig: dazu werden alle En- und Decoder der Windows Media 9 Reihe benötigt und zusätzlich das WM9 VCM Package, damit weitere Einstellungen in den Settings vorgenommen werden können. Download unter Microsoft.de oder .com. Nur wenige Codec-Packs liefern diese Codecs mit. Die Gründe dafür sind das sich Microsoft gerne als "Urbheber geistigen Eigentums" dieses Recht vorbehält.
Punkt 9 "Custom Template" (Für Anfänger)
Hier könnt ihr die von Bastlern und Programmieren erstellten MVCD 2.6, DSVCD 3.7 oder RSVCD 1.1 Templates mit unterschiedlichen Auflösungen in NTSC oder PAL wählen. Diese sollte man gegenüber der (S)VCD bevorzugen, da sie eine bessere Kompression bei guter Bild- und Tonqualität ermöglichen und diese nach der Konvertierung weniger Speicherplatz einnehmen. Wahlweise können natürlich auch andere Templates gewählt werden, wenn man sich solche entweder aus dem Internet beschafft hat oder ein selbst erstelltes benutzt.
MVCD's besitzen eine gute Kompatibiltät mit nahezu allen DVD-Playern. DSVCD's bieten zwar eine bessere Bildqualität als die MVCD's da diese mit dem MPEG-2 Videostrom encodiert werden und eine höhere Auflösung haben, die DVD-Player Kompatibilität fällt aber geringer aus. Man hat also keine andere Wahl als die DSVCD Kompatibiltät mit dem Gerät zu testen.
Damit der Film auf eine CD (700MB) passen soll bitte nur eines der folgenden Templates auswählen:
MVCD 2.6 (MPEG-1 PAL 25Fps 352x288 )
MVCD 2.6 (MPEG-1 NTSC 25Fps 352x240 )
DSVCD 3.7 (MPEG-2 PAL 25Fps 448x368 )
DSVCD 3.7 (MPEG-2 NTSC 25Fps 448x368 )
anschliessend "Select" (Punkt 10) wählen um fortzufahren...
Schritt 3: der folgende Bildschirm des "Set Output" Teils, braucht erst mal nicht weiter beachtet zu werden. Hier sollten sich nur Fortgeschrittene dran wagen. Anfänger können sich aber gerne informieren
Weitere Infos zu diesem Bildschirm unten bei "Infos und MPEG- Konvertierung für Fortgeschrittene"
Es geht also direkt weiter in dem ihr oben auf den Button "Encode" klickt. Nun erreicht ihr folgenden Bildschirm:

Punkt 1 "Output all clips in 1 File" Bei dieser Option, werden alle vorher auf dem "Set Source" Bilschirm hinzugefügten Dateien nach und nach automatisch miteinander verknüpft und zu einem großen Film konvertiert.
Punkt 2 "Output clips seperately" Bei dieser Option, werden alle vorher auf dem "Set Source" Bildschirm hinzugefügten Dateien seperat, also unabhängig voneinander konvertiert.
Punkt 3 "Browse" Hier kann der Pfad gewählt werden, auf dem die konvertierte Enddatei automatisch gespeichert wird.
Punkt 4 "Encoder Setting" Bei Encoder Setting gibt es mehrere Einstellungsmöglichkeiten für unterschiedliche echtzeit Previews während der Konvertierung.
Tipp: Bei langsameren Rechnern sollte unter Preview Frequency "No Preview" eingestellt werden.
Punkt 5 "Output Preview" Beim klicken dieses Buttons kann man sich ein Preview bereits vor der Konvertierung ansehen. Das resultierende Endergebnis muss aber nicht mit dem übereinstimmen was im Preview angezeigt wird. Durch die veränderte Quantize Matrix und der veränderten GoP-Structure der Mpeg-Codecs bei den "Custom Templates", kann im Programm internen Player das Preview nicht gerecht wiedergegeben werden, da diser nicht dafür ausgelegt ist.
Punkt 6 "Start Output"
Startet den automatisierten Encodiervorgang. Wenn der Balken 100% erreicht hat ist die vollständige Konvertierung der Datei abgeschlossen.
Info: Wie lange eine Konvertierung dauert, hängt von der Prozessorstärke und dem zu verfügbar stehendem Arbeitsspeicher ab. Kann in der Regel, aber einige Stunden dauern. Auch die Codier-Methode hat einfluss auf die Länge der Encodierung. Weiteres dazu unten bei VBR.
Den Film auf eine CD brennen:
Damit ihr euren konvertierten Film nun auf eurem DVD-Player sehen könnt, müsst ihr ihn dementsprechend brennen.
Dazu solltet ihr am besten die neuste Version des Nero-Burning-Rom verwenden. Hier noch mal eine kleine Übersicht, wie was gebrannt wird.
Zitat: Alle MPEG-1 Dateien (auch die Templates: MVCD, KVCD, UVCD, XVCD etc.) werden als VCD gebrannt. Alle MPEG-2 Dateien (auch die Templates: DSVCD, XSVCD etc.) werden als SVCD gebrannt.
Die (S)VCD sollte immer nur 4x gebrannt werden, um die Kompatibilität zu erhöhen und damit der DVD-Player den Film vernünftig abspielen kann und nicht springt oder schliert.
Nach der Wahl einer (S)VCD grundsätzlich bei "standardgemäße CD erzeugen" das Häckchen entfernen.
Zitat: AVI u. WMF Filme werden grundsätzlich als Daten-CD gebrannt. Max. mit 16x facher Geschwindigkeit.
Warum passen im (S)VCD-Format über 800MB Filmdaten auf einen "700er" Rohling?
Erklärung: Die kleinste Speichereinheit eines CD Rohlings ist ein Sektor. Pro Sektor lassen sich auf einer Daten-CD theoretisch 2352 Byte unterbringen. Allerdings erlaubt der Standard für Daten-CDs, festgeschrieben im Yellow Book, nur 2048 Byte an Nutzerdaten pro Sektor. 280 Byte bleiben der Fehlererkennung und -korrektur vorbehalten, 24 Byte sind für Füll-Byte, Sektor-Adresse und Synchronisation reserviert. Die (S)VCD-Spezifikation hingegen erlaubt pro Sektor 2324 Byte an Nutzerdaten.
Infos und MPEG-Konvertierung für Fortgeschrittene
Anfänger haben hier die Möglichkeit sich intensiver mit den Konvertierungmöglichkeiten ausseinander zusetzen. Selbst Fortgeschrittene können hier noch einiges Lernen.
Befassen wir uns nun einmal mit den anderen Möglichkeiten des TmpegEnc 3.0 Xpress Programms, um eine spezieller definierte Konvertierung zu erreichen. Hierzu begeben wir uns noch einmal auf den "Set Output" Bildschirm.
Der "Set Output" Bildschirm (Teil 2)
Der Bildschirm sollte in etwa so aussehen:

Grundsätzlich ist die größe und die Qualität einer konvertierten End-Datei von einer vielzahl an Faktoren abhängig. Als nächstes folgt eine Auflistung der Elemente (Grundbegriffe), Optionsmöglichkeiten und deren Auswirkungen.
Output Stream Format richtet sich nach dem System und den Werten der MPEG-1 und MPEG-2 Encodierungs-verfahren.
Videosettings
alle Einstellungen in diesem Bereich, beziehen sich nur auf die Video-Encodierung.
Stream Format wählbar sind hier nur MPEG-1 und MPEG-2
Auswirkungen: Da MPEG-2 einen komplexeren Kompressionsalgorythmus zum Erhalt der Qualität benutzt, sind die komprimierten Enddaten bei gleichen Einstellungen immer etwas größer als bei MPEG-1. Desweiteren schaltet die Wahl von MPEG-2 weitere Optionsmöglichkeiten wie die Wahl des Videosystems (PAL, NTSC), DC component presision und dem Video-Modus (Progressive, Interlace uvm.) frei.
Size (Auflösung in pixeln) Legt die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) pro Zeile (vertikal) und Spalte (Horizontal) fest. Vereint ergeben diese eine Auflösung. Optisch vergleichbar in etwa mit einem Gitternetz das aus einer Vielzahl an sehr kleinen Quadraten oder Rechtecken besteht, die für das menschliche Auge kaum erkennbar sind.
Auswirkungen: um so geringer die Auflösung, desto kleiner die Datei, aber desto schlechter die Qualität. um so größer die Auflösung, desto größer die Datei, aber desto besser die Qualität.
Aspect Ratio (Seitenverhältnis) Gibt das Seitenverhältnis von Breite (Anzahl der Spalten) zur Höhe (Anzahl der Zeilen) ausgehend von einem Rechteck an. Das Seitenverhältnisses eines Quadrats ist 1:1 Man unterscheidet auch zwischen Display Aspect Ratio (DAR) und Pixel Aspect Ratio (PAR) welche zusammen das tatsächliche Seitenverhältnis bestimmen.
Zitat: Display Aspec Ratio bestimmt das physikalische Seitenverhälnis (Abhänig vom Display). Pixel Aspect Ratio wird durch das Seitenverhältnis der einzelnen Pixel bestimmt.
Auswirkungen: Die Aspect Ratio hat keinerlei Auswirkung auf Die größe einer Datei, jedoch aber auf die Darstellung des Bildes welches Abhängig von dem Anzeigendem Medium ist.
Zitat: Bei einem Normalen Fernsehr sollte also eine Aspect Ratio von 4:3 gewählt werden. Bei einem Breitbild Fernsehr sollte also eine Aspect Ratio von 16:9 gewählt werden.
Frame Rate (Bildrate oder auch Bildfrequenz in FPS) bestimmt die Anzahl der Vollbilder pro sekunde (Fps = Frames per second). Das menschliche Auge verarbeitet ca. 23-25 Bilder in der sekunde um diese zu einer erkennbaren Bewegung zu machen.
Auswirkungen: Wie sich dieser Wert der die Flüssigkeit der Bildabfolge bestimmt verhält, ist vom Fernsehr-System (ob PAL oder NTSC) abhängig, welche mit unterschiedlicher Bildwiederholfrequenz arbeiten.
um das mal ein wenig zu verdeutlichen es gilt folgendes:
Bei Pal reichen 25 Fps aus um eine für das menschliche Auge erkennbare flüssige Bewegung zu erzeugen. Bei NTSC hingegen reichten bereits 23,97 Fps aus um da mit einer höheren Bildwiederholfrequenz gearbeitet wird.
Bei einer Konvertierung sollte also darauf geachtet werden wieviel Fps welchem System zugute kommt. Um ein flüssiges Bild zu garantieren sollte im PAL jedoch mit 29 Fps und im NTSC mit 25 Fps konvertiert werden.
PAL und NTSC haben aber nur eine Auswirkung wenn der Fernsehr bzw das Display mit dem Röhrensystem arbeitet, auf einem LCD-Bildschirm oder Plasma-Bildschirm haben diese Systeme keinerlei Auswirkung.
In Bezug auf die Größe einer Datei gilt bei den FPS:
Zitat: Je mehr FPS, desto größer die Enddatei Je weniger FPS,desto kleiner die Enddatei
Rate Control Mode (CBR,VBR, VBR CQ)
Der Rate Control Mode und die Bitrate haben wohl die größten Auswirkungen auf Qualität und Größe einer Datei, deshalb unbedingt lesen!!!
Infos und Auswirkungen: der "Rate Control Mode" bestimmt die Methode mit der die Video- und Audiobitrate codiert wird. Wählbar sind CBR, VBR und VBR (CQ)
grundsätzlich gilt bezogen auf die Bitrate:
Zitat: Je höher der Wert, umso besser, die Qualität, aber desto größer die Enddatei Je geringer der Wert, umso schlechter die Qualität, aber desto kleiner die Enddatei
CBR (Constant Bitrate) Bei dieser Methode wird der Film in einem Durchgang Analysiert und gleichzeitig codiert. Die Bitrate hat durchgängig den ganzen Film über einen festen, konstanten Wert. Das bedeutet, dass alle Szenen unabhängig von der darin vorkommenden Bewegung die gleiche Anzahl Bits zugewiesen bekommen.
Auswirkungen: Beim Encodieren von Szenen mit geringer Bewegung werden entweder Bits verschwendet, oder es treten in Szenen mit viel Bewegung möglicherweise sogenannte Blockartefakte auf. Da pro Zeiteinheit stets die gleiche Datenmenge erzeugt wird, kann z.B. mit einem sog. Bitrate Calculator die Größe der Enddatei ermittelt werden. Diese Methode ist inzwischen eher veraltet und bei der Film-encodierung weniger gebräuchlich, da die Enddateien sehr viel größer ausfallen als bei anderen Methoden. Jedoch hat diese Methode die größte Stabilität und abgesehen von einer möglichen Enstehung von Blockartefakten, hat sie die wenigsten Fehlertoleranzen.
VBR (average variable Bitrate) Bei dieser interessanten Methode wird der Film mit einer variierenden Bitrate in 2 Durchgängen encodiert.
Beim ersten Durchgang wird jedes einzelne Bild auf seine Komplexität hin analysiert und deren Werte notiert. Die Komplexität einer Bildabfolge wird durch Häufigkeit und Geschwindigkeit einer kontrastreichen Farb- und Helligkeitswechslung einzelner Pixel bestimmt.
Vorstellbar in etwa so:
Zitat: Eine Film-Szene in der viel Bewegung zu sehen ist, hat komplexe Bilder. Eine Film-Szene in der wenig Bewegung zu sehen ist, hat weniger komplexe Bilder.
Beim zweiten Durchgang wird der eigentliche Codiervorgang gestartet . Hierzu nimmt sich der Encoder die Notizen der Analyse zur hilfe und setzt dementsprechend die Bitrate fest.
Zitat: Eine Film-Szene in der viel Bewegung zu sehen ist, erhält eine hohe Bitrate. Eine Film-Szene in der wenig Bewegung ist zu sehen, erhält eine niedrigere Bitrate.
Da es sich um 2 Durchgänge handelt, spricht man auch vom 2-Pass-Encoding. Deshalb gibt es hier 2 Werte anzugeben, nämlich Maximum u. Minimum Bitrate.
Maximum Bitrate gibt an, welche maximale Bitrate beim encodieren der Bilder verwendet werden soll. Minimum Bitrate legt die minimal zulässige Bitrate fest, die verwendet werden soll. Einige Decoder funktionieren nicht, wenn die Bitrate unter einen bestimmten Wert fällt (Mehr bei Pad Stream)
Auswirkungen: Der Vorteil im Gegensatz zum CBR ist hierbei also das bei der Verwendung einer varierenden Bitrate, viele I-frames an größe verlieren, da an Stellen wo wenig Bewegungen sind dementprechend gespart wird. Die Enddatei kann also evtll. durch die effizientere Bitraten-Verteilung wesentlich kleiner werden als beim CBR, erreicht aber trotzdem eine gute Qualität. Jedoch, kommt es immer auf das Filmmaterial und seine Komplexität bzw. Aufwendigkeit an, wie groß eine konvertierte Datei wird u. lässt sich leider nur schwer mit komplexen Methoden ermitteln. Die VBR (average Bitrate) sollte man in jedem Fall der CBR gegenüber bevorzugen. Da es hier 2 Durchgänge gibt, dauert diese Methode im Gegensatz zum CBR oder VBR (CQ) aber auch fast doppelt so lang.
VBR (Constant quality) Hier wird in nur in einem Durchgang mit variabler Bitrate encodiert. Dabei wird aber versucht, die empfundene Qualität des fertigen Films konstant zu halten. Das Verfahren hält sich hier an den sogenannten CQ-Wert (Constant Quality)
Auswirkungen: Es hängt definitiv vom CQ-Wert ab, wie groß die Enddatei wird und wie gut die Qualität. Die optimalen CQ-Werte hängen von den Eigenschaften des Films und der max. und min. Bitrate ab. Es gibt einige Tools, die in der Lage sind den optimalen CQ-Wert zu ermitteln (CQ-Tester; TOK; CQ-Matic, CQ-Kurve).
Ich rate jedoch davon ab diese Tools zu benutzen, da
1. diese viel zu kompliziert in der Installation sind 2. meistens eine ältere Version von TmpegEnc benötigt wird 3. Die Analyse genauso lange wie der Encodier-Vorgang selbst ist, da dieser emuliert werden muss, um Ergebnisse zu erzielen. 4. Diese in den Ergebnissen sehr umstritten sind.
Aus Erfahrungen kann ich daher sagen das man mit einem guten Ergebnis im Verhältnis zwischen Kompression und Qualität rechnen kann wenn der CQ-Wert zwischen 75 und 90 liegt. Viele Leute bevorzugen den Einsatz der VBR (CQ) da dieser einfach schneller von statten geht und min. ebenso gute Ergebnisse liefert, teils sogar besser sein kann als beim VBR 2-Pass.
Pad Stream Bei beiden VBR Methoden gibt es noch die Möglichkeit den Pad Stream zu aktivieren. Der Pad Stream verhindert das bei fehlerhaften Encodiervorgängen die Bitrate unter den angegebenen minimal Wert fällt, in dem "Füllpackete" eingefügt werden.
Auswirkungen: Diese Option sollte nur aktiviert werden, wenn aufgrund leistungsschwacher Rechner, der Encoder diese Fehler verursacht. Das zeigt sich z.B. dann, wenn die Encodierung abgebrochen wird oder das Programm sich selbst aufhängt. Bei einem System wo die Encodierung bis zu Abschluss der Aufgabe fehlerfrei verläuft, wird der Pad Stream nicht benötigt.
VBV buffer size Dieser Wert bestimmt die Größe des "Video Buffering Verifier" und gibt an, in welchem Umfang der Decoder codierte Videodaten puffern (zwischenspeichern) kann. Bei konstanten Bitraten ermöglicht der Puffer eine bestmögliche Ausnutzung der MPEG-Kompressionstechniken. Er wird mit konstanter Rate (der des Video-Stream) gefüllt und teilweise geleert, wenn ein Frame decodiert wird. Der Puffer füllt sich bei Sequenzen, die gut zu komprimieren sind, und leert sich bei Sequenzen, die weniger gut komprimiert werden können.
Gängige Werte sind 40 für die Herstellung einer MPEG1-VCD und 112 für eine MPEG2-SVCD. Dabei handelt es sich um die durch die Spezifikation erlaubten Minimalwerte, die, sollte für einen bestimmten Player mit größerem VBV-Puffer encodiert werden, erhöht werden können.
Auswirkungen: der VBV buffer Hat keinerlei Auswirkung auf Größe und Qualität einer Datei. Der Wert ist aber abhängig von den Datenraten die encodiert werden müssen. Desto höher die durchschnittliche Bitrate, desto höher sollte auch der Wert sein. Denn wenn der Puffer zu gering ist, ist die Fehlertoleranz deutlich höher, da der Zwischenspeicher nicht mehr mitkommt, weil er überflutet wird. Falls dies eintritt, kann es z.B. zu Bildrucklern und Klötzchen-Entwicklung in Grau u. Grün Stufen kommen. Die einzigen Vorgaben die man hier geben kann sind die Standardwerte für MPEG-1 u. MPEG-2
Bei einer (M)VCD sollte ein Wert von 48KB/s und bei einer (D)SVCD ein Wert von 124KB/s vollkommen ausreichen. Die Automatische Einstellung von TmpegEnc (0 KB/s) arbeitet aber nicht immer zuverlässig.
Video System Wie es der Name schon sagt, hier kann zwischen PAL, NTSC, SECAM oder MAC gewählt werden.
Auswirkungen Das System-Wahl an sich, hat keinerlei Auswirkung auf Größe einer Datei. Jedoch hat sie Auswirkungen auf die Farbqualität und es gibt verschieden Fehlertoleranzen. Wobei PAL und NTSC in der Regel die gängiste Wahl sind. Die beste wahl ist "theoretisch" gesehen MAC da hier die "Cross-Color und "Cross-Luminance" im Gegensatz zu PAL oder NTSC vollständig verhindert wird. C-C und C-L entstehen bei Fehlinterpretation der Farb u. Helligkeitssignale zwischen Sender und Empfänger und stellen eine feine, sich bewegende fehlerhafte farbliche Bild-struktur dar. MAC hat sich allerdings nich durchgesetzt. Bei Secam kann es unter anderem bei einem "Rauschen" (Noise) im Bild zu einem "Farbfeuerwerk" einzelner Pixel und Blöcke (8x8 Pixel) kommen, da diese nicht in schwarz/weis/grau sondern in /grün/rot/blau dargestellt werden.
Ob MAC oder Secam mit der (S)VCD überhaupt kompatibel sind ist ungeklärt.
DC component precision Die DC-Komponente stellt die durchschnittliche Helligkeitsinformation eines Blocks (8x8 Pixel) dar. Bei MPEG1-Videos liegt der Wert fest bei 8 Bits, MPEG2 erlaubt aber eine höhere Genauigkeit. Von Bedeutung ist, dass die DC-Komponente genau wiedergegeben wird.
Auswirkungen: Die Einstellung von 10 Bits, ist für MPEG2-Sequenzen empfehlenswert, es sei denn, es wird mit niedriger Bitrate encodiert. Beim menschlichen Auge ist Helligkeitsempfinden dem Farbempfinden gegenüber dominant. Die Erhöhung des Wertes hat zur Folge das das Helligkeitsempfinden optimal wiedergegeben wird und somit dem Auge eine bessere Qualität vortäuscht.
Video mode Hier gibt es die Wahl zwischen Interlaced, Progrsessiv, 3:2 pulldown Playback, Inverse 3:2 pulldown.
Ein Video Stream der aus Halbbildern aufgebaut ist, wird als Interlaced bezeichnet und verwendet ein Zeilensprungverfahren. Im Gegensatz dazu arbeitet ein progressiver Video Stream mit Vollbildern und benutzt jede Zeile.
Ein TV Gerät (PAL system) kann normalerweise 50 halbilder in der sekunde darstellen ->interlaced, neuere Modelle können allerdings 50 vollbilder bearbeiten (progressive) -> non-interlaced.
Beim 3:2 pulldown wird bei der Wiedergabe eine Konvertierung von 24fps (Film) auf 30fps (NTSC Video) durchgeführt. Inverse 3:2 pulldown macht das Gegenteil.
Auswirkungen: es hängt natürlich davon ab, was der DVD player kann, die bessere quallität bekommt man grundsätzlich mit vollbildern, allerdings hängt es auch davon ab in was die Quelle erstellt wurde, es macht keinen sinn aus einer interlaced quelle unbedingt eine noninterlaced zu machen. Auf Die Datei-größe haben diese Einstellungen keine Auswirkung.
Field Order Wenn das Ausgangsmaterial im Format "interlaced" vorliegt, legt diese Option fest, welches Field eines jeden Frames zuerst angezeigt wird. Zur Wahl steht: "Top field first (field A)" oder "Bottom field first (field B)" Kommt das Ausgangsmaterial von einem DV-Camcorder, ist hier normalerweise "Bottom field first" die richtige Wahl.
Motion search precision Hier wird festgelegt, mit welcher Präzision der Encoder Bewegungen zwischen aufeinander folgenden Bildern verfolgt.
Auswirkungen: Je genauer die Suche, desto länger dauert der Encodiervorgang, aber desto besser das qualitative Ergebnis. Meine Empfehlung hier,ist "High", da meines Erachtens "Highest" keine sichtbaren Verbesserungen liefert, aber die Dauer des Encodiervorgangs dramatisch erhöht. Andrerseits sollten Einstellungen mit niedriger Qualität nur für Testläufe oder bei Einsatz eines sehr langsamen PC's verwendet werden.
Audiosettings
Stream Format Als Audio stream Format beim MPEG output kann entweder MP2 (MPEG-1 Layer II) oder PCM gewählt werden.
Auswirkungen: Die Wahl des MP2-Streams ist hier immer vorzuziehen, da es mehr einstellbare optionen bietet und unterschiedliche Datenraten zulässt, also eine höhere Kompression erreicht werden kann. PCM liefert die Audio-Daten unkomprimiert, ist deshalb festgelegt und erhält pro Kanal eine Bitrate von 768 kbit/s (Stereo also 1536 kbit/s). Ein MP3 stream in ein MPEG-1 oder MPEG-2 Video einzubinden ist wesentlich komplizierter und steht bisher nur wenigen Encodern zur Verfügung. Der TmpegEncoder ist aber dazu in der Lage ein MP3 Stream in eine AVI-Datein einzubinden
Sampling frequency Die Sampling-Frequenz bestimmt die Klang Qualität. Hier die Frequenz-normen an den man sich orientieren kann:
Zitat: 32 kHz (32000 Hz) - Radioqualität. 44,1 kHz (44100 Hz) - CD-Qualität 48 kHz (48000 Hz) - besser als CD-Qualität
Auswirkungen: Mit 32 kHz läßt sich die Audio-Bitrate zwar klein halten, aber es könnte zu Problemen mit einigen DVD-Playern kommen. Von Daher sollte immer 44,1 kHz gewählt werden da sie die beste Qualität wie auch Kompatibiltät bietet. 48 kHz ist eher unbedeutend da die qualitativen Verbesserungen nicht mehr vom Gehör (außer in Ausnahmefällen) erkannt werden können.
Channel Mode und Bitrate Beim PCM kann nur zwischen Mono und Stereo gewählt werden beim MPEG-1 Layer II hingegen gibt er mehrere Modi.
Bei der Einstellung der Bitrate, könnte folgende Richtlinie evtll. hilfreich sein:
Zitat: 64 kbit/s - AM-Radioqualität 192 kbit/s - FM-Radioqualität 384 kbit/s - CD-Qualität
Mono Der Ton liegt nur auf einer Spur und bietet keinerlei Raumklang. Das ist meist bei älteren Serien und TV-Aufnahmen der Fall. Eine Mono Tonspur sollte in TMPGEnc mit nicht mehr als 96 kbit/s bedacht werden, da diese Bandbreite halt nur einem Kanal voll zur Verfügung steht. Diese Einstellung kann verwendet werden, wenn das Ausgangsmaterial mono vorliegt oder die Bitrate auf das minimal Mögliche zusammengepreßt werden soll.
Stereo Linker und rechter Kanal werden in unterschiedliche Audio Streams encodiert. Das Klang empfinden ist räumlich, aber eher unbedeutend. Erst durch die Pro Logic Kodierung enthalten diese Tonspuren echte Raumklanginformationen. Hier sollte mit min. 192 kbit/s encodiert werden um gute Klangqualität zu erreichen.
Joint-Stereo Dies ist zwar kein Soundformat, es bietet sich aber an, dies kurz zu erklären, da es eine wichtige Option in der Audiokodierung darstellt. Während Stereo die beiden Kanäle separat (diskret) behandelt und die verfügbare Bandbreiten (z.B. 160 kbit/s) exakt zu jeweils 50 % aufteilt, wird bei Joint Stereo (JS) ein anderes Verfahren angewandt. Joint Stereo teilt den linken und den rechten Kanal in ein in beiden Kanälen übereinstimmendes Signal und ein "Differenzsignal" auf. So haben wir wieder 2 Kanäle, jedoch nicht Links und Rechts, sondern "Übereinstimmend" und "Differierend". Je nach Bedarf und Komplexität teilt es die gegebene Bandbreite zwischen diesen beiden Kanälen auf. Dadurch wird die verfügbare Bandbreite dynamisch und somit effektiver genutzt. Gerade bei centerlastigen Tonspuren bringt JS eine erhebliche Verbesserung der Tonqualität. Entgegen manchen Gerüchten beeinträchtigt JS nicht die in das Stereosignal eingebetteten Raumklanginformationen, dafür sind lediglich zu geringe Bitraten von unter 160 kbit/s verantwortlich.
Dual Channel Auch als 2-Kanalton bekanntes Format, dass 2 Monospuren zusammenfasst. Wenn das Ausgangsmaterial in 2 Sprachen vorliegt und diese option gewählt wird, werden beide Tonspuren seperat voneinander codiert. Bei der konvertierten End-Datei kann dann beliebig zischen den beiden Tonspuren gewählt werden. Jedoch darf nicht vergessen werden, das diese jeweils in Mono vorliegen und somit keinen Raumklang enthalten.
Auswirkungen aller Modi
Auch hier gilt wieder :
Zitat: Je höher der Wert, umso besser, die Qualität, aber desto größer die Enddatei Je geringer der Wert, umso schlechter die Qualität, aber desto kleiner die Enddatei
Error Protection (CRC) Fügt CRC (Cyclic Redundancy Check) in die Audio-Daten ein und ermöglicht somit dem Decoder eine Fehlerüberprüfung. Wird auf CD, DVD oder Festplatte aufgenommen, machen Fehlerüberprüfungen an anderen Stellen im System diese Option überflüssig. Sie ist dann zu verwenden, wenn mit "unzuverlässigen" Medien übertragen wird.
Original Flag Dabei handelt es sich um ein Kennzeichen im MPEG-Audio-Stream, das nur darüber informiert, daß es sich um Originalmaterial handelt. Es besteht aus einem einzelnen Bit und beeinflußt in keinster Weise den En-/Decoder.
Copyright Flag Dieses Bit signalisiert, daß das Audiomaterial copyright-geschützt ist. Decoder sollten dieses Bit auslesen und gegebenenfalls verhindern, daß der Stream kopiert wird.
Private Flag Dieses Kennzeichen kann ein- oder ausgeschaltet werden, wird aber vom En-/Decoder nicht verwendet. In intelligenten Systemen könnte es verwendet werden, bestimmte Ereignisse auszulösen oder mit niedriger Datenrate zu "streamen".
Info: Einige Videos werden manchmal auf diese weise mit Meta-Informationen versehen, um z.B. beim öffnen der Datei automatisch eine Internetseite zu öffnen, falls verbunden. Aus Erfahrungen kann ich sagen, das diese Option eher lästig ist, da durch sie u.a. das System mit Viren, Würmern und Trojanern infiziert werden kann.
De-emphasis Flag Bei analog aufgenommenem Ton könnte ein Pre-Emphasen-Filter angewandt worden sein, um die Charakteristiken der Frequenzantworten zu ändern. Diese Option signalisiert, daß ein ähnlicher De-Emphasen-Filter im Decoder verwendet werden sollte, um den ursprünglichen Ton wiederzugeben. Bei digital zusammengestellten Streams ist dies nicht notwendig, und die Einstellung sollte deshalb auf "None" belassen werden.
GOP structure (Für Profis)
GOP bedeutet "Group of Pictures" Es handelt sich um eine Ansammlung aufeinanderfolgender Frames, wobei üblicherweise zwischen einer halben und einer ganzen Sekunde Video in einer GOP enthalten sind. Jedes Bild innerhalb der GOP entspricht einem von drei Typen den I-Frames, B-Frames und P-Frames. Bei der Bildverarbeitung werden die Bilder unterschiedlich stark komprimiert und zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. Die I-Bilder werden unabhängig von anderen Bildern komprimiert - sie sind die größten. Andere Bilder werden in Abhängigkeit von den anderen Bilder in dem Videostrom verkleinert. Eine GOP beginnt mit den I-Frames und endet mit den B-Frames. Nach dem Ende beginnt sie von neuem und wiederholt sich den ganzen Film über periodisch.
Um es zu verdeutlichen:
I-Frame Weisst eine geringe Kompression auf, es dient als Basis für die anderen Frame-Typen ist aber gleichzeitig unabhängig von denen und bildet die Einleitung einer funtkionierenden GOP. Um die Rate an I-Frames zu erhöhen, ist es besser, die Größe einer GOP zu reduzieren.
P-Frame Weisst eine höhere Kompression auf, benötigt aber die vorausgegangenen Informationen eines I-Frames.
B-Frame Weisst die höchste Kompression auf, benötigt aber wiederum die vorausgegangen Informationen eines P-Frames.
Maximum frame number per GOP ermöglicht eine Beschränkung der maximalen Anzahl an Frames in einer GOP. Erreicht der Encoder diese Zahl, wird eine neue GOP begonnen.
detect scene change erlaubt dem Encoder nach plötzlichen Szenenwechseln im Video zu suchen und gegebenenfalls an dieser Stelle einen neuen I-Frame einzufügen. Diese Option sollte normalerweise eingestellt sein, wobei im Fall von starker Bewegung in den Videosequenzen mehr I-Frames als notwendig eingeführt werden könnten und die Datei-Größe erheblich ansteigt.
Output bit-stream for edition (closed GOP) wird nur angekreuzt, wenn der encodierte Video-Stream weiter bearbeitet werden soll. Damit werden Abhängigkeiten zwischen den GOPs entfernt. Eine geschlossene GOP beginnt bei einem I-Frame endet aber bereits bei einem P-Frame. B-Frames sind hier nicht mehr von Relevanz.
Auswirkungen Die Einstellungen in der GOP haben grundlegenden Einfluss auf Qualität und Größer der konvertierten Datei. Je höher die Anzahl der B-Frames ist, desto höher ist auch die Kompression. Allerdings kann eine Veränderung dieser Werte die DVD-Player Kompatibilität enorm einschränken. Bei VCD u. SVCD ist die länge der GOP in keinster weise eingeschränkt, jedoch aber bei DVD's. Eine optimale GOP zu finden ist kaum möglich, da es in der Regel vom Videomaterial abhängt was optimal ist.
Quantize (Matrix) (für Profis)
Quantisierungsverfahren sind in der Regel Vektorenrechnungen und bilden die Wurzel der Videokompression. Die Quantize-Matrix (Quantisierungs Matrize) stellt dabei eine Tabellenartige Abbildung in Block-Form (8x8 Pixel) dar, in dem sich 64 Pixel befinden. Jeder Pixel besteht dabei aus einem Bit-Wert der Helligkeits- und Farbinformationen enthält. Vorstellen kann man sich das z.B. in dem man ein Bild nimmt und ein Koordinaten-system einzeichnet.
Es gibt 2 Matrix-Blöcke die einfach formuliert folgendes bedeuten:
der Intra-Block stellt eine Matrix dar, die für die Komprimierung der I-Frames zuständig ist. der Non-Intrablock stellt eine Matrix dar, die für die Komprimierung der P- und B-Frames zuständig ist.
Das ist zwar nicht ganz korrekt, trifft es aber in etwa. Beide Blöcke sind dabei aber voneinander abhängig, da temporal encodiert wird und jeweils die Vektor-Differenz von einem Block zum anderen übertragen wird. Man kann auch von einer Art Gitternetz-System sprechen, das die Informationen auf jeder einzelnen Koordinate eines Bildes speichert und in einer fortlaufenden Bewegung weitergibt (Bewegungsvektoren).
Die Konstruktion bzw. das Finden einer Matrix die optimale Werte enthält, ist aber so gut wie unmöglich und sollte Profis, Forschern und Programmierern vorenthalten bleiben. Wenn man sich daran machen will eine eigene Matrix zu kreieren solltem man ohnehin gute mathematische Kenntnisse besitzen.
Wer sich dennoch nicht zufrieden geben will, kann auf folgenden Seiten seine Kenntnisse zu Codecs, Videokompression, GOP und der Quantize-Matrix auf folgenden Seiten bzw. PDF-Dokumenten vertiefen:
www.mh1.de/publications/MpegOverview/Mpeg_Ueberblick.pdf www-user.tu-chemnitz.de/~mfie/compproj/3picture.htm#picture www.ztt.fh-worms.de/de/seminararbeiten/ws95_96/kompressionsalgorithmen/node62.html www.orthy.de/modules.php?name=News&file=article&sid=765 www.mh1.de/publications/MpegOverview/Mpeg_Ueberblick.pdf www.edv-tipp.de/gastbeitraege/kika001_dct.htm0
Konvertierung in eine AVI-Datei
hierzu wählen wir zuerst bei der Oberkategorie "Set Output" den "AVI Output" und wir stoßen aufs folgende Bild:

Der rot-markierte Bereich ist dabei besonders Interressant.
Zum wählen eines Videocodecs bei "Video output" auf "Settings" klicken. Es öffnet sich ein kleines Fenster Namens "Video Compression" Zum wählen eines Audiocodecs bei "Audio output" auf "Settings" klicken. Es öffnet sich ein kleines Fenster Namens "Audio Compression"
[B]Video Compression:[/B]
zunächst einmal müsst ihr den Video-Compressor wählen, im Moment steht dort noch "Uncompressed RGB". Das unkomprimierte Videoformat im RGB Modus.
RGB gibt das unkomprimierte Farbspektrum an (Rot/Grün/Blau) und wird in der Regel beim AVI-Output nach YUV encodiert. YUV ist ein weiterentwickeltes Farbmodel und arbeitet mit einem reduzierten Farbspektrum, das für das Auge optimiert ist, da im RGB häufig überflüssige Farbinformationen gespeichert sind, die das Auge nicht erfassen kann. Diese werden im YUV quazi entfernt. Undetailliert könnte man auch sagen das so ziemlich alles AVI-Codecs mit einer RGB to YUV kompression arbeiten. Wie dem auch sei, also bei "Compressor" kann der jeweilige Codec gewählt werden. Bevorzugen sollte man hier die folgenden 2 Codecs:
Divx 5.2.1
Xvid Mpeg-4 Codec
Das sind die beiden Codecs, die im Moment noch die beste Kompatibilität (mit DivX fähigen DVD-Playern) im Vergleich zur Qualität und der Komprimierungsrate bieten und einfach am flexibelsten sind. MPEG-4 Fast und Low Motion sind inzwischen veraltet haben aber auch einige Vorteile. So bietet z.B. "Low Motion" eine gute Kompression bei guter Qualität, wenn z.B ein ruhiger Naturfilm gewählt wird.
Zunächst einmal sollte man noch wissen, ob der DVD-Player MPEG-4 im allgemeinen unterstützt oder nur DivX und Xvid. Eine Allgemeine MPEG-4 unterstützung ist eher von Vorteil, da es einen größeren Handlungsraum bietet und evtll. noch Alternativ Codecs gewählt werden können. Leider geben nur wenige Hersteller detailliere Angaben über die integrierten Codecs, deshalb empfiehlt es sich evtll. Informationen auf der Hersteller Homepage einzuholen.
So bieten sich neben, DivX und Xvid noch:
3ivx D4 4.5.1 Pro Video Codec
VP62 Heightened Sharpness Profile
Fast alle anderen sind entweder arg veraltet oder eignen sich nicht, da sie sie relativ verlustfrei codieren und deshalb nur eine niedrige Kompression bieten. Ausser der Microsoft Windows Media video 9 Codec, dieser ist zwar auch mit AVI und einem anderen Audio-Format kompatibel. Sollte aber eher mit dem dazugehörigen WMA Codec zusammengelegt werden.
Nachdem man sich nun für einen Codec entschieden hat, sollte man dennoch nicht sofort auf "OK" klicken. Sondern hat nach Wahl eines Codecs die Möglichkeit, eine Codec-spezifizierte Oberfläche unter die Lupe zu nehmen, auf der detaillierte Einstellungen zur Kompression, vorgenommen werden können. Dazu muss man nur im Codec-Wahl Fenster rechts auf "Setting..." klicken. Wählt man z.B. Bei DivX 5.2.1 die Settings öffnet sich folgendes Fenster:

Genaue Definitionen für Begriffe und optimale Einstellungen im AVI-Bereich erfahrt ihr unter:
www.chip.de/c1_forum/thread.html?bwthreadid=642365
Ich hoffe dieses TUT und gleichzeitige Glossar konnte euch ein wenig Wissen über die Grundlagen der Audio- und Videokonvertierung vermitteln, um bei zukünftiger Videobearbeitung die Zusammenhänge zu verstehen, und um potentielle Eingriffe spezifischer und zielgerichteter vornehmen zu können.
Bei Fragen und Anregungen schickt mir einfach eine PN
MFG
Euer DoctorLove 
PS: Es sieht nach viel aus, aber wenn man sich ein paar Minuten Zeit nimmt, ist es nicht mehr so schwer zu verstehn. Ausserdem zahlt es sich ja für jeden aus...Viel Spass!!!
[Dieser Beitrag wurde am 23.10.2005 - 20:46 von DoctorLove aktualisiert]
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