Roswitha 

Status: Offline Registriert seit: 08.08.2007 Beiträge: 336 Nachricht senden | Erstellt am 07.04.2008 - 10:03 |  |
Hallo zusammen
[Zitat=Lavida] Heute habe ich den ganzen Tag am PC gesessen, um Flyer für den Tag der Erneuerbaren Energien und dem eigenen Atomausstieg durch Stromanbieterwechsel fertigzustellen.
Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des VCD Minden - Herford, des ADFC und des BUND Kreisgruppe Minden - Lübbecke.
Seit Mitte der 90er Jahre wird der Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe am 26.April als " Tag der erneuerbaren Energien" begangen. In ganz Deutschland lauf am Wochenende danach Aktionen, um die Alternativen zu Atonstrom und fossilien Energien zu zeigen.
Das Thema Tschernobyl ist leider total untergegangen, doch nun brachte es Lavida wieder zur Sprache.
Hier hatte ich eine Mail von Katja Heimberg veröffentlicht, doch sie bat mich, die Mail wieder herauszunehmen, weil sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sei.
Ich habe so viel Werbung für das Buch gemacht, wie es mir möglich war.
Ich habe das Buch in unserer Buchhandlung bestellt, bekommen und gekauft.
Es würde mich sehr freuen, wenn wenigstens ein paar Leute dieses Buch kaufen würden; es ist nicht so teuer, dass nur wohlhabende Menschen es sich leisten können.
Erneuerbare Energien sind zweifellos wichtig für die ganze Menschheit, aber es hilft den Opfern nichts mehr.
Hingegen ein Buch zu kaufen bedeutet, aktiv etwas für diese Menschen zu tun, die unter der Katastrophe heute noch leiden.
Vielen Dank für euer Verständnis.
Roswitha
[Dieser Beitrag wurde am 07.04.2008 - 12:52 von Roswitha aktualisiert]
Signatur Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern
http://www.roswitha-wegmann.ch |
Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3915 Nachricht senden | Erstellt am 07.04.2008 - 18:49 |  |
[Zitat=Roswitha]
Hallo zusammen
Lavida schrieb
Heute habe ich den ganzen Tag am PC gesessen, um Flyer für den Tag der Erneuerbaren Energien und dem eigenen Atomausstieg durch Stromanbieterwechsel fertigzustellen.
Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des VCD Minden - Herford, des ADFC und des BUND Kreisgruppe Minden - Lübbecke.
Seit Mitte der 90er Jahre wird der Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe am 26.April als " Tag der erneuerbaren Energien" begangen.
In ganz Deutschland laufen am Wochenende danach Aktionen, um die Alternativen zu Atonstrom und fossilien Energien zu zeigen.
Das Thema Tschernobyl ist leider total untergegangen, doch nun brachte es Lavida wieder zur Sprache.
Hier hatte ich eine Mail von Katja Heimberg veröffentlicht, doch sie bat mich, die Mail wieder herauszunehmen, weil sie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sei.
Ich habe so viel Werbung für das Buch gemacht, wie es mir möglich war.
Ich habe das Buch in unserer Buchhandlung bestellt, bekommen und gekauft.
Es würde mich sehr freuen, wenn wenigstens ein paar Leute dieses Buch kaufen würden; es ist nicht so teuer, dass nur wohlhabende Menschen es sich leisten können.
Erneuerbare Energien sind zweifellos wichtig für die ganze Menschheit, aber es hilft den Opfern nichts mehr.
Hingegen ein Buch zu kaufen bedeutet, aktiv etwas für diese Menschen zu tun, die unter der Katastrophe heute noch leiden.
Vielen Dank für euer Verständnis.
Roswitha
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Liebe Roswitha,
das Thema ist im Forum untergegangen, aber nicht bundesweit.
Google Suchergebnis:
487.000 Seiten auf Deutsch für Hilfe für Weißrussland
185.000 Seiten für Hilfe für Tschernobyl
Seit 1986 gehöre ich aktiv zu dem Verein http://www.muettergegenatomkraft.de/2_aktuel.html
der nach wie vor nicht nur Hilfe gibt, sondern auch für den Ausstieg kämpft. 
Tschernobyl Hilfsanthologie sollte dem Verein vorgstellt werden, damit das Buch auf den Messen und bei den Aktionen verkauft werden kann.

Münchner Freiwilligen Messe am Sonntag, 20. Januar 2008
Heute Abend wird mein Mann es auf der HP vom BUND verlinken.
Mein Lächeln für Dich
Lisa
Konvoi Hoffnung
OstWestBrücke
LIDAHILFE
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<Tikala> unregistriert
| Erstellt am 28.10.2008 - 09:52 |  |
Atomkraft? Nein Danke!

Zur Zeit wird wieder heftig über die Atomenergie gestritten.
Friedliche Demonstrationen von Kernkraftgegner werden verboten, und damit wird wieder einmal das Grundgesetz einfach ausgehebelt.
Atomkraftgegner kritisieren Demo-Verbot entlang Transportstrecke
Eine der ersten Aktivistinnen war Zita Termeer und Cecilie Lecomte.
Atomkraft AktivistInnen
Frauenwut umgebaut
Sie hat die Initiative Frauen gegen Atom gegründet und ist mit ihrem buntem Antiatombus über Land gefahren.
In Dörfern und Städten haben sie und ihre Freundinnen gegen Atom gesungen und auch informiert.
Sie wurde am 1. November 1918 geboren.
Sie besucht ein Jungengymnasium. Mit 17 Jahren verliebt sie sich in ihren Lehrer und die beiden verloben sich. Das war ein Aufstand. Nach dem Abitur haben sie geheiratet.
1939 wird die erste von sechs Töchtern geboren und die Nazis rüsten zum Krieg.
Damals waren sie und ihr Mann überhaupt nicht politisch interessiert.
Nach dem Krieg pflegt sie ihren Mann, gibt den Beruf auf, weil er es so will und fügt sich wie in all den Jahren dem Willen ihres Mannes.
Als sie herausfindet, dass er sie betrügt, ist sie zutiefst enttäuscht.
Erst als sie sich mit 52 Jahren in einen jüngeren Mann verliebt, verlässt sie Mann und Schwiegermutter, die sie bis dahin auch gepflegt, bekocht und bedient hat, weil ihr Mann es so wollte.
Sie nach Berlin und studiert in mitten all der jungen Studenten Germanistik. Sie erlebt hautnah die Studentenbewegung, die Anfänge der Frauenbewegung.
In dieser Zeit nimmt sie auch wahr, was Atomkraftwerke für eine Gefahr darstellen. Für Zita Termeer ist ein Atomkraftwerk gefährlicher als ein Krieg, weil Menschen nicht durch sichtbare Waffen sondern durch unsichtbare Radioaktivität umgebracht werden.
Sie will nicht mehr tatenlos zusehen. Sie wollte sich kümmern und nicht, wie in der Nazizeit still zu bleiben, kein Interesse zu zeigen, sich nicht einsetzen.
Ihr war klar, dass sie auch mitverantwortlich ist, für das, was in der Welt geschieht.
Sie hatte eine Idee. Sie wollte mit Frauen in einem Bus durch die Lande fahren und überall vor der Atomgefahr warnen.
Als sie in Berlin zunächst keine Mitstreiterinnen findet, geht sie nach Köln, wo eine ihrer Töchter wohnt.
Beim Kongress: Frauen gegen Atom und Militär, veranstaltet von der Frauenzeitschrift Courage und dem Kölner Frauenbuchladen wird ihre Idee begeistert aufgenommen.
Der Slogan :Atomkraft ? Nein Danke
ist von Zita Termeer und wurde auf den Bus geklebt
Sie fahren dorthin, wo Standorte für Wiederaufbereitungsanlagen geplant sind.
Wo sie auch hinkommen, werden sie begeistert empfangen. Sie singen mit Gitarre begleitet, Protestlieder, diskutieren mit Passanten und spielen Theater über eine Atomexplosion.
Auch in Gorleben unterstützt Zita Termeer mit ihrer Gruppe die Kernkraftgegner vor Ort.

Homepage Widersetzen - Atomanlagen in Gorleben
Quelle: Biografien des 20. Jahrhunderts. Elf europäische Frauen im Interview"
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Lavida 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 3915 Nachricht senden | Erstellt am 04.11.2008 - 18:59 |  |
Einst befand sich eine kleine Samtgemeinde in der Elbetalaue in einem Aufstand, der so gewaltig und ungeheuerlich war, dass sie das Herz eines jeden Mannes des Wendlandes mit Schrecken erfüllte.
Die frommen, gerechten Männer schmiedeten im Rathaus, in der Kirche und Wirtshäusern Komplotte, um der schlimmsten Plage seit der Reformation Einhalt zu gebieten.
Die Strafe Gottes, über die allerorten gemunkelt wurde, nannte sich:
Frauen gegen Atom
Stellt euch nur mal die entsetzlichen Zustände vor, die damals im Wendland herrschten:
Frauen meldeten sich zu Wort, machten mobil gegen Politiker, ja sogar gegen die Arbeitgeber ihrer Männer, und man wage es kaum auszusprechen, sie widersprachen ihren Ehemännern und bestreikten sie.
Küchen blieben unbenutzt,
Ehemänner mussten ihr Essen aus der Supermarkttruhe in der Mikrowelle selber aufwärmen
Schulkinder wurden zu Schlüsselkinder, weil ihre Mütter zur Demo waren.
Garagen und Kellerräume waren gefüllt mit mit Broschüren, Informationszettel und Plakaten.
Beim bloßen Gedanken an diese Greuel verfielen sämtliche Männer in tiefe Depression.
Und in all ihrer Verzweiflung drang den Männern auch noch der schauerliche Lärm ans Ohr, den die Frauen machten,wenn sie ihre Parolen riefen oder ihre Antiatomlieder sangen.
Niemand hatte eine Erklärung für das Frauen gegen Atom Phänomen parat.
Nur der Abgeordnete im Bundestag konnte mit einer Theorie aufwarten, derzufolge waren die Frauen aus dem Wendland im Banne einer teuflischen überirdischen Macht namens Gleichberechtigung und Gleichstellung.
»Wenn wir das zulassen, ist es mit der Zivilisation bald aus und vorbei.«, klagte einer der Männer.
»Ich glaube, ich kann das Problem lösen, das Sie alle so beschäftigt.« sagte eine junge Claudia Schiffer Schönheit, die unaufgefordert in den Sitzungssaal eingetreten war.
Die Ratsherren lachten nur blöde. Das Mädchen schüttelte seine blonde Mähne mit einer Bewegung, bei der den Würdenträgern vor Entzücken kleine Schauer über den Rücken liefen.
»Wollen Sie es mich einmal versuchen lassen? Folgen Sie mir«
Die Männer folgten der Frau wie unter Hypnose hinaus auf die Straße und jeder Mann, der sie sah, schloss sich ihnen an, so dass innerhalb kürzester Zeit alle Männer der Stadt, dem blondem Gift folgten.
Von diesem Tage an wurde das Wendland von Frauen regiert. Frauen in allen wichtigen Position der Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche.
Fortan war überall ein friedliches Summen zu hören. Das Räderwerk der Industrie drehte sich glatt und reibungslos, arbeitnehmerfreundlich, umweltbewusst.
Der Grad der Umweltverschmutzung sank drastisch, weil Frau die entsprechenden Gesetze erließ.
Demonstrationen gegen Kernkraftwerke,einem Endlager so wie der Castor Transporte wurden aus dem kleinen, beschaulichem Elbautal, organisiert.
Hunderttausende von Frauen versammelten sich mit ihren Kindern friedlich.
Klimaschutz hatte Priorität. Atomkraft NEIN DANKE
Alles hätte so gut enden können, wenn nicht eines Tages erschien das junge Mädchen mit den blonden Haaren wieder erschienen wäre.
»Also«, verkündete es voller Stolz, »ich hab's geschafft!«
»Was denn?« fragten die Frauen
»Ich habe das Problem gelöst«
»Allerdings, das hast du!« murmelten die Frauen dankbar im Chor.
»Nein, nein, ihr versteht mich nicht.«
» Ich habe Eueren Auftrag im vollen Umfang erfüllt, ihr werdet zufrieden sein.
Eure Männer mußten zunächst einen Intensivkurs absolvieren, dann habe ich sie allesamt umgepolt. Bei einigen war eine klitzekleine Gehirnwäsche nötig, aber mittlerweile kann jeder von ihnen kochen, bügeln und das Haus saubermachen.
Außerdem stehen sie alle hundertprozentig zu dem Grundsatz, dass die Frauen gleichberechtigt sind und die Männer genausoviel im Haushalt tun müssen. Und das Frauen auch politisch aktiv sein dürfen, während sie zu Hause die Kinder hüten.
Und jetzt sind sie also zur Auslieferung freigegeben; wenn ihr nur so freundlich sein wollt, diese Rechnung zu bezahlen.«
»So wahr mir die Göttin helfe! Zur Auslieferung?!«
japste die Bürgermeisterin der Samtgemeinde.
»Uns war nicht klar, dass wir unsere Männer wieder zurückbekommen würden!«
Das Mädchen lachte, allerdings mit einem Anflug von Hysterie.
»Oh, nein, so haben wir nicht gewettet. Ich hatte einen Auftrag, den habe ich buchstabengetreu erfüllt.
Dieses Projekt hat mich mehrere Jahre meines Lebens gekostet.
Ein derart unverbesserlicher Haufen Männer ist mir noch nie untergekommen, doch schließlich und endlich bin ich ihre Herrin geworden.
Das ist das Befriedigende an meiner Branche. Wenn ich sehe, wie die Männer mit sanft leuchtenden Augen Kochrezepte vergleichen und Strickmuster austauschen, dann weiß ich, daß sich der ganze Stress gelohnt hat.
Und nun fahre ich in Urlaub. Ich brauche nämlich dringend eine Pause, erschöpft wie ich bin. Und ihr bekommt die Männer wieder. So wie ihr sie beim mir bestellt habt.«
Den Frauen klappte die Kinnlade runter.
»Ja also«, fragte die Ratsherrin, »wozu in aller Welt haben wir sie eigentlich jemals gebraucht?.«
Und wenn den Frauen aus dem Wendland das nicht eingefallen ist, leben sie auch heute noch glücklich und zufrieden ohne Männer.
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