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Exit 
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...   Erstellt am 21.11.2006 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


1.Autor: Corinna und Franzi (Exit)


2. Art der Story: Depri und Death

3. Hauptpersonen: Samy (sie „erzählt“ die Geschichte) sie wird bald 17 und ist mit Andi zusammen, Tom

4. Rating: PG-16

5. Warnungen: Es is nich weiter schlimm, aber es sterben Leute auf verschiedene Weisen

6. Disclaimer: Die Jungs von Tokio Hotel,Andi und vielleicht mal ein Kapitelname

7. Claimer: Alle anderen Personen sind frei von uns erfunden worden und gehören unsJ

8. Summary: Lass dich überraschen





Trip to the sky

Kapitel 1

My mind tells me to give up,but my heart don’t let me…

Ich lag schreiend neben seinem leichenblassen, blutüberströmten Körper. In meinem Kopf gab es nur noch den Wiederhall meiner eigenen Schreie, aber es war zwecklos, außer mir war noch niemand da. Es wollte einfach nicht aufhörn, dazu waren die Schnitte wahrscheinlich schon viel zu tief. Andi war zu der Zeit alles für mich und jetzt hatte er es geschafft. Von einer Sekunde zur andren war mir klar, dass er seinem Leben ein Ende gesetzt hatte und ich als einzigste wusste wahrscheinlich warum. Aber jetzt war es zu spät. Mein Verstand sagte mir zwar, dass ich trotzdem schleunigst Hilfe holen sollte, aber mein Herz ließ das nich zu...Ich konnte ihn doch nicht einfach da so liegen lassen!!!

Augenblicklich kam mir der Spruch auf dem Shirt, das er mir zu Weihnachten geschenkt hatte in den Sinn: My mind tells me to give up, but my heart don’t let me...
Jetzt war das T-Shirt von meinen eigenen Tränen durchnässt und mit seinem Blut beschmiert.

Verzweifelt versuchte ich ihn zurück zu holen, aber dazu war er schon zu weit weg. Weit weg von dem Raum in dem ich saß und in dem alles begonnen hatte, in dem Raum in dem wir wahrscheinlich zusammen die schönsten Stunden unseres Lebens verbracht hatten und in dem die anderen 4 nur noch probten wenn sie grad mal Zeit hatten...Ich wusste, dass irgendwann so was passieren würde, aber, dass er mir gleich so was antun musste versteh ich jetzt immer noch nicht...

Ich weiß nich wie lang ich so neben ihm gesessen bin, seine eiskalte Stirn streichelte, versuchte sein Blut mit meinem Jackenärmel zu stoppen, aber irgendwann schaltete sich mein Verstand wieder ein und ich rannte 4 Stufen auf einmal nehmend die Eisentreppe runter. Ich brauchte unendlich lange um mit meinen zitternden Händen die klemmenden Türen zu öffnen und als ich die letzte Tür endlich aufriss prallte ich mit voller Wucht gegen Bill. Ich hatte total vergessn dass wir uns treffen wollten und er schaute mich so geschockt an, dass ich so sehr ich auch wollte kein Wort raus bekam. Irgendwann wurde mir dann klar, dass meine Hände über und über mit Andis Blut beschmiert waren, aber weiter denken konnte ich nicht. Auf einmal gaben meine Beine nach und ich muss ohnmächtig geworden sein. Ich träumte von Messern, von Drogen, von zusammenbrechenden Körpern ,von Blut und immer wieder hatte ich das Gefühl zu fallen.

Ich weiß nicht wie ich dann hochgekommen bin, aber auf einmal lag ich neben Andi. Allein. Außer mir war niemand im Raum und mir war extrem kalt. Wie ein Blitz durchfuhr mich die Erinnerung an das was vor ein paar Minuten oder Sekunden oder Stunden passiert war. Ich hatte keinen blassen Schimmer wie viel Zeit vergangen war und es war mir auch egal. Wichtig war nur noch bei ihm zu sein. Ich zog mir so schnell es meine immer noch zitternden Hände zu liesen mein T-Shirt über den Kopf und wickelte es um Andis rechtes Handgelenk, das nicht aufhören wollte zu bluten. Mir wurde augenblicklich noch kälter und bei dem Versuch mich an Andi zu wärmen schossen mir wieder die Tränen in die Augen. Ich drückte mein Gesicht gegen seine eiskalte Brust und wollte alles einfach vergessen und die höllischen Schmerzen nicht mehr an mein Herz ran lassen.

Mit einem Ruck wurde die Tür aufgestoßen und Bill kam rein mit drei Notärzten im Schlepptau. Ich war so schrecklich froh darüber, dass endlich jemand da war, aber als Hilfe für Andi war es schon zu spät. Die vier schauten mich total entsetzt an, aber mir war es so was von scheißegal, dass ich trotz der eisigen Kälte im Proberaum nur im BH da saß und wir beide von oben bis unten mit Blut beschmiert waren. Ich wollte nur, dass sich endlich jemand um ihn kümmerte und so fing ich an die Sanitäter völlig unkontrolliert anzuschrein. Bill packte mich grob an der Schulter und trug mich raus auf den Gang. Ich konnte gar nichts machen, so viel ich auch zappelte, schrie und heulte er ließ mich nicht los und drückte mich so lang an sich bis ich nicht mehr konnte. Das schlimmste für mich war, dass ich noch nicht mal mit anschauen konnte wie sie Andi wegbrachten. Ich sah nur Bills schwarzes T-Shirt und nahm bloß die trampelnden Schritte der Notärzte wahr. In diesen Sekunden hasste ich Bill über alles, biss ihn mit den letzten Überresten meiner Kraft und schlug um mich. Jetzt weiß ich, dass er es nicht freiwillig getan hat, sondern nur die Anweisungen der drei Typen befolgt hatte und dass es für ihn fast so schlimm war wie für mich, seinen besten Freund so zu sehn.

Nach einer endlos langen Minute setze er mich vorsichtig auf den Boden, aber ich sprang auf, schrie ihm ins Gesicht, dass ich ihn über alles hasste und rannte in meiner endlosen Verzweiflung davon, dem rasenden Krankenwagen hinterher.

Ich konnte einfach nicht mehr, sah schon alles verschwommen, lies mich neben eine Bank fallen und spürte den vertrauten Stich...




Exit 
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...   Erstellt am 26.11.2006 - 09:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


es geht weiter



Kapitel 2

I love walking in the rain,’cause noone knows I’m crying

Warum? Warum ließ er mich allein? Wieso ging er ohne mich?
Meine Gedanken überschlugen sich förmlich...rotierten in meinem Kopf, ohne Stillstand, schon seit zwei Tagen. Ohne Andi konnte und wollte ich nicht mehr leben. Er war der einzige Grund gewesen, warum ich nicht schon längst alles hingeschmissen hatte. Ich lebte für ihn, brauchte ihn, wie er mich gebraucht hatte...Wir hatten gemeinsam stark sein wollen....Wir wollten es zusammen irgendwann schaffen und jetzt....
Warum tat er mir dass nur an?

Ich stand da, im Regen, neben seinen anderen Freunden, starrte den Sarg an... Er war dunkelbraun und ich hatte ein Blumengesteck aus roten Rosen darauf gelegt. Das Bild brannte sich so in mein Gedächtnis ein, dass ich mich jetzt immer noch bis aufs kleinste Detail dran erinnern kann. Alle weinten, sogar seine cooooolen Kumpels wischten sich so unauffällig wie möglich ihre Tränen weg. Ich hab die meisten seiner andren Freunde nie leiden können, ja hasste sie fast, Machos und nur für sich auf der Welt. Aber Andi nicht.

Plötzlich spürte ich einen leichten Druck auf meiner Schulter. Ich sah nicht auf, war unfähig überhaupt etwas zu tun. „Samy...?“ ich erkannte Toms Stimme, die nur ein leises und heiseres Flüstern war. Langsam stand ich auf, konnte Tom einfach nicht in die Augen schauen. Tief in meinem Selbstmitleid versunken verließ den Friedhof, lief die verlassene Straßen entlang...Was sollte ich denn jetzt machen? Neu anfangen...ohne Andi??? Ich schluchzte leise auf.

Nein...Ohne Andi wollte ich nicht um alles auf der Welt leben! Jetzt verlor ich noch das letzte bisschen Selbstbeherrschung, das nicht mit dem Rest untergegangen war und langsam liefen mir warme Tränen über die Wangen. Ich rannte los. Rannte, wohin mich meine Beine auch immer tragen wollten, ich musste weg...Weg von hier. Weg von meinen Gedanken, die mich immer wieder einholte...immer wieder an Andi erinnerten!
Der Regen klatschte mir mit voller Wucht ins Gesicht, als ich über den Asphalt rannte. Ziellos, wie in Trance durchquerte ich mein Wohnviertel.

Ich hatte schon lange die Orientierung verloren, was mir aber genauso egal war, wie die Überreste von meinem Leben. Bis ich in einem der verlassensten Ecken Magdeburgs nicht mehr konnte. Ich blieb keuchend stehen, schaute an dem Gebäude hoch, vor dem ich stehen geblieben war. Ein eiskalter Schauer jagte mir über den Rücken, geschockt taumelte ich einige Schritte rückwärts...

Ich stand vor ihrem Proberaum...Dem Anfang unserer Beziehung, der Ort an dem wir uns das erste mal gesehen hattn...wo wir das erste mal rumgeknutscht haben...und wo er...

Ich konnte gar nicht daran denken...

Plötzlich bäumte sich eine unbeschreibliche Wut in mir auf und die Trauer und der Schmerz der letzten Tage waren wie weggewischt.
Ich war total wütend auf Bill und Tom, die, wenn sie nur dieses eine mal in ihrem Leben pünktlich gekommen wären, den Tod von Andi verhindern hätten können. Ich hasste sie dafür...Ich hasste mich selber dafür, denn das selbe galt für mich...

Entschlossen ging ich zum Eingang des uralten Fabrikgebäudes und blieb abrupt stehen. Ich merkte nicht einmal, wie ich vor Spannung die Luft anhielt. Ungläubig starrte ich die alte Holztüre an, bei der schon der Lack abblätterte und die schon ganz zerkratzt war.
A love S


Ich machte einen Schritt auf die Türe zu und fuhr langsam mit zitternden Finger die Buchstaben nach......und um die war jetzt ein Herz eingeritzt.
Es war ganz neu...zwei drei Tage alt...höchstens vier...
Hörbar atmete ich ein, zog ruckartig die Hand zurück und drehte mich um. Warum? Es war von ihm, dass war mir klar...

Wieso tat er mir das an?

Mir wurde wieder schwindlig, alles verschwamm vor meinen Augen. Vorsichtig lehnte ich mich an die Türe und ließ mich langsam nach untern rutschen. Schon wieder schossen mir die Tränen in die Augen und liefen meine Wangen runter...
Ich rang lange mit mir selber, denn ich wusste, dass es das Falsche war schon wieder einfach allen Problemen aus dem Weg zu gehen aber der allzu vertraute, kurze Stich wischte alles weg. Mit Andi hatte ich es so weit geschafft, aber jetzt war es egal...

Leise schluchzend vergrub ich mein Gesicht in meinen Händen und ließ meinen Tränen freien Lauf. Trotzdem war der Stich wie eine Erlösung, wie ein Hoffnungsschimmer in unsrer längst verlorenen Schlacht...Und dann
tauchte ich langsam ab, in eine zweite Welt...meine Welt.
Eine Welt, in der ich frei war, an nichts schuld, in der ich mutig war, perfekt.
Andis Tod war nahezu egal. Das hier und jetzt zählte, dieser Moment frei zu sein...

....und dann kam der mit dem ich am wenigsten gerechnet hatte.





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