KufiChrille  EL Presidente
     

Status: Offline Registriert seit: 22.09.2007 Beiträge: 3382 Nachricht senden | Erstellt am 08.09.2008 - 13:30 |  |
Traumstart für die Schlittenhunde
Kassel, 8.September 2008
Besser hätte der Start in die erste DEL-Saison für die Kassel Huskies nicht werden können: Nach dem ersten Spielwochenende können die Nordhessen auf eine volle Punkteausbeute verweisen. Sechs Punkte aus den Spielen gegen Hamburg und Ingolstadt – zwei Gegner wesentlich besseren Formats – lassen Kassel weiter jubeln.
Am Ende war es ein mehr als verdienter Erfolg. „Kassel wollte den Sieg einfach mehr als wir“, musste auch Ingolstadts Trainer Benoit Laporte eingestehen. Deshalb kamen die Schlittenhunde auch nach einem unglücklichen 0:2-Rückstand wieder zurück, drehten das Spiel und konnten die Partie für sich entscheiden.
Schon im ersten Spielabschnitt erarbeiteten sich die Kasseler einige gute Einschussmöglichkeiten. Zwei Mal Bartek (8.) und Leavitt (9.) prüften Ingolstadts Jimmy Waite. Von den Gästen kam bis dahin nicht viel, erst in der zwölften Spielminute konnten sie durch einen Bauerntrick Doug Asts im Powerplay auf sich aufmerksam machen. Weil Kassel erneut gut in Unterzahl agierte und kaum Schüsse zuließ und Ingolstadt früh störte, stand am es am Ende des Abschnitts noch immer 0:0
Dafür kamen die Panther im zweiten Drittel mit mehr Tatendrang aus der Pause. Dennoch kam das 0:1durch Greilinger in der sechsten Minute relativ unerwartet, nachdem sich Bartek und Tallaire noch auf der anderen Seite versucht hatten. Mit der Führung im Rücken und einer 5-3-Überzahlsituation hatten der ERC leichtes Spiel und konnte in der 31. Minute durch Holland auf 0:2 erhöhen. Doch die Huskies gaben sich nicht auf und kamen eineinhalb Minuten vor Ende des Drittels zum Anschlusstreffer. Der in den Sturm zurück beorderte Burym nutzte ein Zuspiel von Palmer und eine große Verwirrung rund um das Ingolstädter Tor zum verdienten 1:2.
Was im Schlussabschnitt folgte, war eine Demonstration absoluten Siegeswillens. Während die Huskies ein Offensivfeuerwerk abbrannten, versuchten die Panther mit aller Macht die Führung über die Zeit zu retten, sahen dabei aber keine andere Möglichkeit mehr als mehr Härte ins Spiel zu bringen – doch auch dabei zogen die Schlittenhunde mit. Schmidt (44.) und Beardsmore (51.) kamen zu guten Chancen, bevor Ryan Gaucher einen Abpraller Klinges ungehindert zum 2:2-Ausgleichstreffer in die Maschen schießen konnte (12.). Und die Huskies wollten mehr. Im Minutentakt kamen Pellegrims, Bannister und Leavitt zu hervorragenden Chancen. Ingolstadt wurde immer nervöser, selbst der starke Jimmy Waite zeigte plötzlich Nerven und entging nur haarscharf einem Eigentor. Dann, bei angezeigter Strafe gegen die Gäste, zieht Mike Pellegrims (Foto by City-Press) von der blauen Linie ab, Colin Beardsmore hält die Kelle genau richtig dazwischen und die Scheibe zappelt im Netz. 3:2 für die Huskies – Jubel ähnlich dem der Meisterschaft.
Die Huskies sind zurück in der DEL. Nicht untergehen wollten sie; zeigen, dass sie mithalten können. Das haben sie schon nach dem ersten Wochenende unter Beweis gestellt. Für das Selbstbewusstsein, die Stimmung im Team und den Kampfgeist war das erste DEL-Wochenende ein riesiger Erfolg – und wer weiß, wie weit eine solche Welle der Euphorie tragen kann …
Stimmen zum Spiel
Benoit Laporte, Trainer Ingolstadt Panther:
„Gratulation an Stéphane Richer, das war heute ein verdienter Sieg seiner Mannschaft. Kassel hat gerade im letzten Drittel sehr gut gespielt. Wir mussten heute ohne drei Ausländer antreten, dennoch haben wir in den ersten beiden Dritteln ein gutes Spiel gezeigt. Das erste Tor kurz vor Ende des zweiten Drittels war sehr wichtig für Kassel, der zweite Treffer war sehr unglücklich für uns. Im letzten Drittel waren die Zuschauer sehr stark und haben das Spiel für Kassel gewonnen – unglaublich dieser Lärm. Letztendlich wollte Kassel den Sieg einfach mehr als wir.“
Stéphane Richer, Trainer Kassel Huskies:
„Mein Team hat heute Abend große Moral bewiesen und ist nach einem 0:2-Rückstand wieder zurückgekommen. Wir wussten, dass Ingolstadt kompakt stehen und doch mit viel Druck anfangen würde. Dennoch hatten wir damit in den ersten vierzig Minuten einige Probleme. Im letzten Drittel haben wir die Scheibe öfter tief ins Angriffsdrittel gespielt und konnten so unser Forechecking besser aufziehen. Wir freuen uns sehr über den Sieg, alle Punkte, die wir jetzt bekommen, sind enorm wichtig. Das war ein tolles Wochenende, auch wenn wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Jetzt wollen wir aber erstmal die sechs Punkte genießen. Das Publikum war heute Abend wie ein extra Spieler für uns. Die Stimmung im letzten Drittel kann das Spiel entschieden haben.“
Leona Malorny
Quelle:www.hockeyweb.de
Signatur KLAUSI ICH VERGESSE DICH NIE YOU´LL NEVER WALK ALONE !!! |