Tagtraeumerin unregistriert
| Erstellt am 14.05.2009 - 14:47 |  |
Manchmal ist das Alleinsein besonders schwer und grenzt hart an die Einsamkeit, denkt Gerda vor dem Spiegel.
Sie schaut sich an. Vier Jahrzehnte liegen da offen vor ihr.
Kleine Fältchen, etwas müde Augen — der Ausdruck in ihrem Gesicht gefällt ihr nicht.
Es ist alles zu schnell gegangen, Spiegel! Der Spiegel schweigt.
Blutjung geheiratet, 3 Kinder geboren, gewaschen, gekocht, geputzt. D
Der Film lief ab, wie Uwe ihn sehen wollte.
Seine Eltern hatten so gelebt, man konnte dieses Leben nicht in Frage stellen.
Dann weiter im Klischee. Uwe betrog sie — sie ließ sich scheiden,
Die Kinder sind aus dem Haus. Sie ist allein.
Einen Beruf hat sie nicht erlernt.
Sie ist die klassische, sitzengebliebene, dumme Pute!
Wo sind alle ihre Träume geblieben?
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