ConanClued  Muschelsammler
 

Status: Offline Registriert seit: 04.07.2005 Beiträge: 84 Nachricht senden | Erstellt am 16.08.2005 - 12:47 |  |
Ist zwar keine News fürs Forum.Aber diesses Thema,beunruhigt micht seid Tagen,es geht um die Toten Kinder aus Moabit.Es ist zwar schon lange her,aber ich möchte das wir uns noch daran erinnern.Danke für euer verständnis.
Der Bericht dazu hier:
nachrichten vom 10.08.2005
Nach dem verheerenden Feuer in einem Berliner Wohnhaus gehen die Ermittler von Brandstiftung aus, halten aber einen fremdenfeindlichen Hintergrund für unwahrscheinlich. Bei dem Brand waren acht Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Kinder.
Ermittler im abgebrannten Treppenhaus: Bewohner gerieten in die Feuerfalle Großbildansicht DPA Ermittler im abgebrannten Treppenhaus: Bewohner gerieten in die Feuerfalle Berlin - Nach Angaben der Feuerwehr wurden in dem vorwiegend von Ausländern bewohnten Haus 25 weitere Personen verletzt, 15 von ihnen schwer. Die genaue Ursache des Feuers ist bislang noch unbekannt, die Ermittler gehen allerdings von Brandstiftung aus. Nach vorläufigen Erkenntnissen waren mehrere im Treppenhaus abgestellte Kinderwagen in Flammen aufgegangen.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zeigte sich "zutiefst erschüttert" über die Brandkatastrophe. Er trauere um die Opfer dieses tragischen Unglücks, und sein tiefes Mitgefühl gelte deren Familien, Freunden und Bekannten. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) schloss einen ausländerfeindlichen Hintergrund für den Brand aus. Es "deutet nichts auf einen politischen Anschlag hin", sagte er. Diese Ansicht teilt auch Oberstaatsanwalt Karl-Heinz Dalheimer. Gegen einen Anschlag spreche allein schon, dass kein Brandbeschleuniger verwendet worden sei, sagte Dalheimer.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Katastrophe durch Verständigungsprobleme begünstigt. Da kaum einer der Bewohner Deutsch gesprochen oder verstanden habe, seien diese nicht den Anweisungen der Rettungskräfte gefolgt, in ihren Wohnungen zu bleiben. Sie hätten dagegen versucht, über das brennende Treppenhaus zu fliehen, sagte Landesbranddirektor Albrecht Broemme. Bewohner des Hauses wiesen allerdings Sprachprobleme als eine der tödlichen Folgen des Brandes zurück.
Das Feuer war kurz nach 23 Uhr im Erdgeschoss des fünfstöckigen Wohnhauses ausgebrochen. Der Brand selbst war laut Feuerwehr nicht sehr groß und innerhalb weniger Minuten gelöscht. Die Wohnungen seien fast alle noch intakt, sagte ein Sprecher. Doch im Hausflur hätten die Flüchtenden bei Temperaturen von 600 Grad und giftigen Rauchgasen keine Chance gehabt.
Bei den Opfern handelt es sich nach bisherigen Ermittlungen um vier Kinder im Alter zwischen zwei und elf Jahren, eine 17-jährige Jugendliche und drei Erwachsene. Vier der sicher identifizierten Personen waren Mitglieder einer polnischstämmigen Familie. Das fünfte Opfer sei ein 27-Jähriger aus dem Kosovo. Die genaue Identität der drei übrigen Opfer, einer 25-jährigen Frau, eines zweijährigen Mädchens und eines vermutlich fünfjährigen Jungen, sei noch nicht endgültig geklärt.
Im Treppenhaus und in einer Wohnung wurden den Angaben zufolge zunächst sechs Tote gefunden, darunter zwei Kinder. Zwei weitere Kinder kamen mit schweren Brandverletzungen und Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, wo sie kurz darauf starben. Insgesamt wurden 43 Personen evakuiert. Die Überlebenden und Feuerwehrleute wurden psychologisch betreut.
Hausbewohner kritisierten unterdessen die Einsatzkräfte nach dem Brand scharf. Ein Mieter des Hauses sagte, auf den Balkonen des Gebäudes hätten Menschen mehr als eine Stunde auf ihre Rettung gewartet. Von den Feuerwehrkräften seien sie jedoch ignoriert worden. Die Feuerwehr widersprach den Vorwürfen: Man habe das Feuer schneller direkt bekämpfen können, anstatt zuerst alle Bewohner mit Leitern von den Balkonen zu holen.
News von 16.8.2005
Ein 12-jähriger Junge hat beim Spielen mit Feuer die Brandkatastrophe von Berlin-Moabit ausgelöst, bei der vor gut einer Woche neun Menschen starben. Das hat Oberstaatsanwalt Karl- Heinz Dalheimer am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin mitgeteilt. Der Junge, der noch nicht strafmündig ist, hat die Tat zugegeben und ist nach Angaben der Ermittler traumatisiert. Auch Angehörige des aus Polen stammenden Kindes kamen bei dem Feuer ums Leben. Gegen die Mutter wird ein Verfahren wegen Verletzung der Aufsichtspflicht eingeleitet. Das Kind ist jetzt bei Verwandten untergebracht
Der Junge hat den Ermittlungen zufolge in der Nähe von zwei im Hausflur abgestellten Kinderwagen mit Papier gekokelt. Als diese Feuer fingen, versuchte das Kind vergeblich, die Flammen zu löschen. Sein 9 Jahre alter Bruder sei zu dieser Zeit hinzugekommen. Beide Kinder rannten dann laut Staatsanwaltschaft in den Hinterhof des Mietshauses und informierten ihre Mutter, die die Feuerwehr rief.
Indizien hätten frühzeitig auf die Spur der Kinder geführt. Diese gaben aber - wie die Mutter - zunächst an, geschlafen zu haben. Der 12-Jährige sei schon früher von Erwachsenen beim Kokeln ertappt worden, berichtete Michael Havemann von der Kriminalpolizei. Am Montag gestand der Junge die Tat. «Das Kind ist in einem Alter, in dem Feuer einfach interessant und spannend ist», sagte Havemann.
Neun aus Polen, dem Kosovo und Bosnien-Herzegowina stammende Menschen starben bei dem Feuer, darunter vier Kinder und eine Jugendliche. 14 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Nach dem Feuer, einem der folgenschwersten Wohnhausbrände in der deutschen Nachkriegsgeschichte, waren die Ermittler sofort von Brandstiftung ausgegangen. Die Polizei machte die zwei verkohlten Kinderwagen als Brandherd aus.
Nach dem Feuer hatte es in Berlin eine heftige Debatte über die Ursache der Katastrophe gegeben. Nach Einschätzung der Feuerwehr hätte es vermutlich keine Toten gegeben, wenn alle Mieter die Anweisungen befolgt und in ihren Wohnungen auf ihre Rettung gewartet hätten. Stattdessen hatten einige Mieter versucht, sich durch den verqualmten Hausflur in Sicherheit zu bringen. Dieser wurde für sie zur Todesfalle.
Feuerwehrchef Albrecht Broemme hatte gesagt, auch mangelnde deutsche Sprachkenntnisse der ausländischen Hausbewohner hätten zu der hohen Opferzahl beigetragen. Dies wiesen Anwohner zurück. Sie kritisierten vielmehr, die Hilfe sei zu spät gekommen und es habe zu wenige Anweisungen durch die Feuerwehr gegeben.
Quelle: mz-web.de
[Dieser Beitrag wurde am 16.08.2005 - 15:26 von ConanClued aktualisiert]
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