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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 14.05.2007 - 08:12 |  |
Tofu
Was ist eigentlich Tofu?
Tofu ist im Prinzip ein "Sojaquark". Er wird aus aus Sojabohnen hergestellt. Der Name verrät schon die Herstellungsmethode: "To" heißt im Chinesischen "Bohne" und das Zeichen "Fu" steht für "gerinnen lassen". Tofu ist daher Sojamilch, deren Eiweiß mit Hilfe von Salzen geronnen ist. Um die Milch zu gewinnen, werden Sojabohnen über Nacht eingeweicht, vermahlen und für wenige Minuten im Dampfdrucktopf aufgekocht.
In China wurde Tofu vor Jahrtausenden als Produkt entdeckt. "Doufu", wie er auf Chinesisch heißt, gelangte dann im 8. Jahrhundert im Reisegepäck buddhistischer Mönche nach Japan, wo er Tofu genannt wurde. Sehr viel später kam er von dort in den Westen. Auch die Sojabohne stammt aus China, wo sie vor etwa 3700 Jahren erstmals aus wildwachsenden Arten gezüchtet wurde. Tofu galt im Reich der Mitte schon immer als ideale Nahrungsergänzung zu Gemüsegerichten, da er leicht herzustellen, leicht verdaulich und billig war. In jedem Dorf waren Bauern zu finden, die sich vor allem in Nachtarbeit durch ihre Tofuherstellung ein Zubrot verdienten. In Japan findet sich eine sehr reiche Tofukultur. Abhängig von der Stoffart, in welcher der Tofuquark gepresst wird, unterscheidet man zwischen dem festeren "Baumwoll-Tofu" und dem feineren "Seiden-Tofu".
Warum Soja regelmäßig einen Platz auf dem Speiseplan finden sollte
Die Sojabohne ist Proteinweltmeister. 35 bis 40 % Eiweiß enthält jede Bohne! Das schafft keine andere Pflanze und auch kein Stück Fleisch. Dazu kommt, dass dieses Eiweiß besonders wertvoll ist, denn es enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper selbst nicht herstellen kann.
Tofu selbst enthält 9-15 % Eiweiß, kein Cholesterin und nur wenig Fett ( 8,6 g / 100g), das zu 78 % aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Er ist kalorienarm (ca. 150 kcal / 100g ), leicht verdaulich und wirkt im Gegensatz zu Hülsenfrüchten basisch.
Wenn Tofu zusammen mit Getreide gegessen wird, steigert sich die Eiweißverwertbarkeit beider Speisen. So können z. B. 100 g Tofu und 50 g gekochter Vollreis die Hälfte des täglichen Eiweißbedarfes eines Erwachsenen decken.
Tofu enthält drei- bis viermal soviel Eisen wie gegartes Fleisch. Damit aber das Eisen vom Organismus besser aufgenommen werden kann, ist es ratsam, Tofu in Verbindung mit einem Vitamin-C-haltigen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.
Es ist wissenschaftlich belegt, dass regelmäßiger Sojagenuss das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen verringert. In der Sojabohne befinden sich sog. Isoflavine, das sind Stoffe, die den weiblichen Geschlechtshormonenen, den Östrogenen, ähneln. Wissenschaftler vermuten, dass diese Stoffe das Brustkrebsrisiko verringern und Beschwerden in den Wechseljahren lindern. Als Beleg dieser These dienen die niederen Brustkrebszahlen in Japan und anderen Ländern, in denen Soja zur täglichen Kost gehört.
In welcher Form wird Tofu angeboten ?
Tofu hat eine gallertartig feste Beschaffenheit und wird meist in Blöcken angeboten. Je mehr Druck und Zeit bei der Herstellung aufgewendet wird, desto fester ist das Endprodukt. Man kann ihn offen mit Wasser bedeckt, vakuumverpackt, getrocknet oder tiefgefroren kaufen. Tofu wird naturbelassen, gewürzt mit Kräutern oder typisch mexikanisch und geräuchert angeboten. Da er kaum Eigengeschmack hat, kann er sehr gut mit Zutaten kombiniert werden, deren Geschmack er rasch annimmt. Beim Einkauf von offenem Tofu sollte man darauf achten, daß er wirklich frisch ist und hygienisch einwandfrei aufbewahrt wird, das heißt in frischem Wasser und einem sauberen Behälter. Verpackter Tofu hält sich ungeöffnet etwa 3 Monate lang, wobei man auf das Verfallsdatum auf der Packung achten sollte. Das gilt auch für getrockneten und tiefgefrorenen Tofu.
Tofu gibt es als Aufstrichpaste oder in Form von Pasteten, in verschiedenen Geschmacksrichtungen (z. B. "Italiana") oder gewürzt mit Kräutern der Provence. Es gibt Tofu-Grillwürstchen, die geschmacklich an "echte" Würstchen herankommen. Es gibt auch Salate auf Tofubasis und in vielen asiatischen Vorspeisen findet sich Tofu eingewickelt.
Was gibt es bei der Aufbewahrung von Tofu beachten ?
Am besten schmeckt Tofu, wenn er möglichst rasch verbraucht wird. Älterer Tofu wird fest und bekommt einen strengen Geschmack. Vakuumverpackter sowie loser Tofu können in einem luftdicht verschlossenen Behälter eingefroren werden. Nach dem Auftauen wird Tofu gummiartig und verfärbt sich gelblich, was seinen Geschmack jedoch nicht beeinträchtigt. Lässt man ihn im Kühlschrank auftauen, verändert sich seine Konsistenz weniger stark und es können sich weniger Bakterien ausbreiten.
Zum Thema "Soja" und "Gentechnik":
Der Anteil an Gen-Soja ist in den letzten Jahren drastisch gewachsen und in wichtigen Erzeugerländern wie den USA werden die genmanipulierten Bohnen meist nicht getrennt vermarktet. Vermischungen bei Ernte, Transport und Vermarktung sind normal. Reformwarenhersteller setzen Sojabohnen soweit wie möglich aus Bio-Anbau ein. Hier ist der Verzicht von Gentechnik durch die EU vorgeschrieben. Es gibt regelmäßige Kontrollen und Stichproben, um die Reinheit zu gewährleisten. Auch bestimmte Reinheitssiegel zeichnen reine Produkte aus.
Was lässt sich aus Tofu machen?
Fester Tofu läßt sich gut in Scheiben schneiden, während weicher Tofu zum Zerkrümeln und Zerdrücken geeignet ist. Durch Einfrieren oder Kochen wird Tofu dicker und gummiartiger. Er schmeckt heiß und kalt und wird gerne für Suppen, Nudelgerichte, Pizza, Hackbraten, Kuchen, Torten oder Gebäcke verwendet. Weicher Tofu, der in der Küchenmaschine dünnflüssig püriert werden kann, ist ein guter Ersatz für saure Sahne oder Frischkäse. In der Pfanne gebraten kann Tofu wie Rührei zubereitet werden. Fester Tofu benötigt eine Garzeit von einigen Minuten und kann sautiert, gebraten, gekocht und sogar gegrillt werden
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 15.05.2007 - 07:56 |  |
Kochen mit Tofu
Tofu liefert wertvolle Energie, ist sättigend, fettarm und leicht verdaulich. Fast alles, was der Mensch benötigt, beinhaltet Tofu. Da er im Geschmack neutral ist, kann er mit den unterschiedlichsten Gewürzen und Saucen viele Charaktereigenschaften entwickeln.
Infos:
* Tofu wird aus der Sojabohne gewonnen, die wegen ihrer Inhaltsstoffe als Powerbohne bezeichnet wird.
* Wegen seines hochwertigen Eiweißes bietet sich Tofu als Fleischersatz geradezu an. Aber auch Lactose-Empfindliche sehen in diesem Nahrungsmittel eine echte Alternative.
* Sojaprodukte wirken günstig gegen Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Krebs und Osteoporose.
* Als "Fettkiller" (kurbelt den Fettsstoffwechsel der Leber an) ist Tofu in der kalorienreduzierten Küche unverzichtbar.
* Im Handel wird Tofu in verschiedenen Formen angeboten.
- frischer Tofu ist geschmacksneutral und kann pikant oder süß zubereitet werden.
- weicher Tofu, enthält mehr Wasser als fester Tofu und wird gerne zu Dips und Cremes verarbeitet.
- Seidentofu wird nicht gepresst und ist puddingartig
- gepresster Tofu wird aus frischem hergestellt, dem allerdings sehr viel Feuchtigkeit entzogen wurde und wird vakuumverpackt angeboten.
- Räuchertofu hat einen leichten Räuchergeschmack.
- Sojagranulat (getrocknete Würfel) wird beim Brotbacken , aber auch in Suppen oder Gemüsegerichten geschätzt.
- Fermentierter Tofu wird wegen des starken Eigengeschmacks gerne zum Marinieren oder als Gewürz beim Kochen verwendet.
* Schnittfester Tofu kann wie Fleisch gebraten oder gegrillt werden.
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