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<Marit> unregistriert |
Essen, Trinken, Genießen und Spaß haben, da darf das passende Porzellan, Besteck und Gläser für ein Essen im Freundes- oder Familienkreis nicht fehlen. Gemütlichkeit schließt eine stilvolle Kulisse nicht aus. ![]() Meißen ist die erste europäische Manufaktur, die Blumen darstellt. Ebenfalls in diesem sächsischen Ort hatte der Chemiker Friedrich Böttger 1709 das Geheimnis des chinesischen Porzellans entdeckt: einen Scherben auf Kaolinbasis. Die so heiß begehrte Formel hält man in Meißen mehr als 20 Jahre lang streng geheim. Nach dem Tod Böttgers übernahm der Porzellanmaler Johann Gregor Höroldt die Leitung der Manufaktur (1719-1731). Seit 1720 finden Muffelfarben Verwendung, die erst nach dem Garbrand aufgebracht werden. Besonders beliebt war der so genannte "Purpurlüster". Unter Höroldt entstanden so bekannte Motiventwürfe wie das Rote-Drachen-Muster und das Zwiebelmuster. In den Jahren 1720-1730 entwirft Johann Gregor Höroldt ein florales Dekor, das von der Asymmetrie und den Farben des japanischen Keramikers Kakiemon sowie bestimmten Elementen der chinesischen »Familie verte« beeinflusst ist. Dieser Entwurf wird »Indianische Blumen« genannt und alsbald von den meisten europäischen Manufakturen übernommen. Zehn Jahre später werden die »Deutschen Blumen« geboren. Sie sind naturgetreuer und manchmal von Insekten umgeben. ![]() | |||
judith Status: Offline Registriert seit: 16.06.2009 Beiträge: 176 Nachricht senden |
da muss ich natürlich gleich fortsetzen. | |||
judith Status: Offline Registriert seit: 16.06.2009 Beiträge: 176 Nachricht senden |
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<Marit> unregistriert |
In der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit verlieren viele Dinge innerhalb kurzer Zeit ihren Nutzen oder werden unmodern. Silber ist anders. ![]() Bei wohlhabenden Familien gehörte Silber seit jeher auf jede festlich gedeckte Tafel. Und auch heute noch gewinnt ein Tisch mit Silberbesteck den Glanz und das stilvolle Ambiente längst vergangener Zeiten. Kaum ein anderes Produkt ist so edel und wertvoll und gleichzeitig so zeitlos. Wer Kultur liebt, der wird auch das Speisen mit edlem Silberbesteck lieben. ![]() Im 17. Jahrhundert besitzt jeder sein eigenes Besteck, das heißt ein Messer und eine Gabel, das er, üblicherweise in ein fein dekoriertes Etui gebettet, zur Mahlzeit mitbringt. Während des Absolutismus erscheinen dann die Besteckformen, die wir heute kennen. Die vom Gastgeber gestellten drei Teile werden zusammen an einer Seite des Tellers aufgelegt, Sie bestehen fast immer aus Silber oder Vermeil, während Gold der königlichen Tafel vorbehalten ist. ![]() Der Löffel, diese uralte Erfindung, ist einer zum Schöpfen oval geformten Hand nachempfunden. Anfangs schnitzt man ihn in einem Stück aus Holz. Im Mittelalter rundet sich die Form zur Laffe, der Stiel ist so breit wie die Handfläche, und man ergreift den Löffel mit der ganzen Hand. Er besteht aus Holz oder Zinn. Die Gabel, in Italien vom 15. Jahrhundert an in Gebrauch, wird in Frankreich durch Katharina von Medici am Hof ihres Sohnes Heinrich III. eingeführt. Im Mittelalter dient das Messer mit spitzer Klinge dazu, Speisen aufzuspießen und zum Mund zu führen. In der Renaissance ist es dann nicht mehr allein auf seine nützliche Funktion beschränkt, sondern wird zum Prestigeobjekt. Es ist aus Gold oder Silber gefertigt, der Griff aus Elfenbein, Schildpatt, Edel-oder Halbedelsteinen, von denen man sich erhofft, sie würden vor Vergiftungen schützen, zeigt Jagdszenen, mythologische Motive oder Fabelwesen. In jener Zeit führt jeder sein eigenes, gewöhnlich einklappbares Messer mit sich - es steckt in einem kostbaren Etui und wird am Gürtel getragen. Die Klingen sind aus Gold, Silber oder Eisen und schön ziseliert. Als Produktionsschwerpunkte im Frankreich des 17. Jahrhunderts kennt man Paris, Straßburg und auch schon Langres. Unter Ludwig XIV. kommen Messer mit Griffen aus Silber auf, da dieses formbare Metall unsichtbare Lötverbindungen und zarte Dekore möglich macht. Leider gehen viele davon wegen des befohlenen Einschmelzens verloren. Sie werden durch Messer mit Griffen aus Keramik, Porzellan oder Bergkristall ersetzt. ![]() ![]() | |||
<Marit> unregistriert |
In früheren Zeiten waren die Schränke voll gestellt mit Kristallgläsern, die man nur zu großen Anlässen verwendete. Alle »guten« Familien waren es sich schuldig, das gesamte Sortiment zu besitzen, zu dem Gläser für Wasser, Rotwein, Weißwein, dazu Flöten oder Schalen für Champagner und Likörgläser gehörten. Manche besaßen auch mehrere Sätze, ![]() Ein altes Glas iässt sich erkennen, wenn man mit dem Finger über den Fuß streicht. Man spürt eine Unregelmäßigkeit, die von der halbgeschmolzenen Glasmasse herrührt, mit der die Teile verbunden wurden. Vom 19. Jahrhundert an wird diese Spur abgeschliffen. Die Farbe alter Gläser ergibt sich aus ihrer Zusammensetzung. Ein altes Glas ist unregelmäßig, es zeigt Mängel wie Blasen und Verunreinigungen, Je leichter es ist, desto älter ist es. Der Fuß eines alten Glases ist oft fast genau so breit wie der Kelch. Farbiges und geschliffenes böhmisches Glas kommt wieder in Mode. Je älter es ist, desto schillernder und intensiver sind die Farben. | |||
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