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Judy1Fox unregistriert
| Erstellt am 25.10.2006 - 22:18 | |
Hi,
mich würde mal interessieren, was ihr von Tierversuchen haltet?
Im gewissen Rahmen unvermeidbar?
Traurig, muss aber eben sein?
Nützlich für die Krebsforschung?
Völlig unnütz, weil die Ergebnisse doch nicht auf den Menschen übertragbar sind?
Wenn ihr absolut dagegen seid, wie würdet ihr gegenüber einem Befürworter argumentieren?
Liebe Grüße
Judy
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Paikia  Moderator
      

Status: Offline Registriert seit: 18.07.2005 Beiträge: 453 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2006 - 13:26 | |
Mh schwere Frage,..leichte Antwort..
Also ich denke das Tierversuche vermeidbar sind, es gibt doch bestimmt auch noch andere möglichkeiten zu testen ob das gut ist oder nicht was man herstellt..? Oder? Und nur wenn es bei Tieren den gewünschten Erfekt erzeugt, heißt das ja noch lange nicht, dass das bei uns auch so ist.. Was denkt ihr?
Also ich bin dagegen und würde es so wie ^^ argumentieren und dem Befürwörter mal ein paar Fotos zeigen was man den Tieren damit antut..
LG Paikia
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Die Narben erinnern uns daran das die Vergangenheit einstmal Realität war.... |
Judy1Fox unregistriert
| Erstellt am 28.10.2006 - 19:57 | |
Eine Meinung bis jetzt. Kommen noch mehr?
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robolini  Moderator
      

Status: Offline Registriert seit: 23.02.2004 Beiträge: 1719 Nachricht senden | Erstellt am 30.10.2006 - 13:49 | |
Also ich kenn mich bei dem Thema nicht wirklich gut aus aber denke, das Tierversuche echt vermeidbar sein koennten, jedenfalls in gewissem Maße...
Ich bin dagegen, ausser wenn die Tiere keinen Schaden davon tragen.. Ob das aber ueberhaupt der Fall sein kann, weis ich nicht..
Ich muss grade an die Bilder von Affen denken die irgendwelche Apparaturen auf den Kopf geschraubt bekommen haben... 
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Kiki  Admin
         

Status: Offline Registriert seit: 10.11.2004 Beiträge: 1600 Nachricht senden | Erstellt am 30.10.2006 - 14:55 | |
Hallo,
das ist wirklich ein sehr schwieriges Thema.
Versteht mich nicht falsch, ich bin an sich gegen Tierversuche. Und ich habe auch kein fundiertes Wissen über dieses Thema, sodass ich mir ein Urteil erlauben könnte.
Aber für mich sieht es im Moment so aus, als seien Tierversuche (noch) die einfachste Methode, zu forschen und vermutlich auch die, die die für uns am besten verwertbaren Ergebnisse liefert.
Die Gene von Kleinsäugern stimmen nämlich zu einem sehr hohen Prozentsatz (wenn nicht sogar völlig) mit den unseren überein. Es ist also durchaus schon sehr wahrscheinlich, dass die bei den Tieren erzielten Ergebnisse auf uns Menschen übertragbar sind.
Wenn mich jemand über alternative Methoden aufklären möchte, nur zu! Mich würde schon interessieren, welche Möglichkeiten es noch gibt, ohne Tiere zu quälen und ihre Würde bis aufs Äußerste in Frage zu stellen und wie verwertbar die Ergebnisse sind im Vergleich.
Eine Hochschule in München bietet im Moment Kurse an, die dem Forscher "tiergerechte Tierversuche" nahelegen sollen. Dabei geht es sowohl um eine artgerechte Haltung der Tiere (wie ich gesehen habe leider bei weitem immernoch nicht zufriedenstellend) und darum, den Tieren ja keine Schmerzen zuzufügen und richtig mit ihnen umzugehen. Nun ja, das kann jeder sehen wie er will. Vielleicht stellt es einen Anfang in eine bessere Richtung dar, aber ich weiß nicht... Ich finde es schlimm genug, dass Tiere überhaupt dafür herhalten müssen.
Dass die Tiere immernoch in zu kleinen Plastikboxen leben und auch dort nur wenig Spielzeug bekommen wurde übrigens damit begründet, dass es sonst keine einheitlichen Ergebnisse geben kann (wenn andere Einrichtungen das nicht tun).
Sicher ist es schön und gut, dass mithilfe dieser Tierversuche vielleicht eines Tages Krankheiten wie Krebs geheilt werden können, aber die Frage ist doch, ob wir es uns überhaupt anmaßen dürfen, so viele Lebewesen für unsere Zwecke zu "verbrauchen" bzw. zu missbrauchen.
Nur weil wir als einzige Lebwesen mit dem Verstand ausgestattet worden sind und uns dadurch höher stellen als die Tiere...
Was wäre denn, wenn es die Mäuse Hamster und Ratten wären, die uns für Versuche hernehmen würden?
Es ist also wie immer ein ethisches Problem.
Übrigens schiebe ich persönlich die Tatsache, dass so viele unserer jetzigen Haustier-Hamster an Tumoren erkranken, unter anderem auf die Tatsache, dass Hamster früher als Labortiere gehalten wurden und ihnen Tumorerkrankungen angezüchtet wurden. Die Genveränderungen haben sich möglicherweise weitervererbt.
LG, Anne
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Judy1Fox unregistriert
| Erstellt am 01.11.2006 - 11:20 | |
Hi Anne,
ich habe es vorher genau wie du gesehen:
Zum einen war da ein starkes Unbehagen, ob wir überhaupt das Recht haben, Experimente mit Lebewesen anzustellen, nur weil sie noch nicht so weit entwickelt sind wie wir.
Wie würde es uns wohl gefallen, käme da irgendwann eine weiter entwickelte Zivilisation von irgendwoher und würde uns als Versuchskaninchen verwenden. Völlig auszuschließen ist es ja nicht, dass es irgendwo im Universum noch anderes intelligentes Leben gibt, vielleicht auch intelligenter als der Mensch (wozu ja gar nicht soviel gehört )
Und auch ohne die Vorstellung von außerirdischem Leben zu bemühen, so hatten wir genau das schon mehrfach in unserer Geschichte gehabt: Dass eine andere menschliche Rasse oder schlichtweg Menschen einer anderen Religion als "unwert" erklärt wird, so dass es dann plötzlich legitim erscheint, mit ihnen die widerlichsten Experimente anzustellen.
Tierversuchsgegner beziehen sich damit nicht nur auf das 3. Reich, sondern gehen noch weiter zurück und stellen tatsächlich Parallelen fest zu den Hexenverbrennungen und Prozessen. Auch damals schon wurden Frauen nicht nur einfach gefoltert und getötet, sondern vorher im Namen der Wissenschaft zu Experimenten missbraucht.
Dann habe ich bis jetzt genau wie du gedacht, nun, im Rahmen der Krebsforschung z.B. ist es vielleicht doch gerade noch legitim.
Aber ich habe mir jetzt mal Material von "Ärzte gegen Tierversuche" kommen lassen.
Es scheint so zu sein, dass die Versuchsergebnisse völlig chaotisch sind.
Mal trat bei einem Mäusestamm bei einer Substanz Bronchialkrebs auf, bei einem anderen eine ganz andere Krebsform, ABER NUR BEI DEN WEIBCHEN.
Bei einer anderen Substanz auch bei einem Mäusestamm Krebs, bei einem anderen nur bei den Männchen.
Dafür sind Medikamente schon lange auf dem Markt -wie eines gegen Epilepsie - fast 90 Jahre - das ganz sicher keinen Krebs erzeugt. Das tut es aber widerum bei Versuchen an Ratten.
Ich war selber beim Lesen völlig perplex. Ich habe noch nicht alles fertig gelesen, aber es scheint
tatsächlich so zu sein, dass man die Ergebnisse auf den Müll werfen kann...
Die "Ärzte gegen Tierversuche" sagen, dass die Versuche praktisch nie übertragbar seien. Tierversuche seien keine wissenschaftliche Methode und von daher völlig abzulehnen.
Wie gut fändet ihr es, über so etwas in einem Mäusebuch zu lesen, das eigentlich nur ein reines Haltungs- und Pflegebuch über die Tiere sein soll??? (wie das Zwergenbuch eben)
Wenn ja, wieviel Platz würdet ihr dem einräumen??
Eine Seite in einem Din A5 Buch, oder zwei?
Liebe Grüße
Judy
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Judy1Fox unregistriert
| Erstellt am 01.11.2006 - 11:25 | |
Achso, noch was vergessen.
Kiki schrieb
Übrigens schiebe ich persönlich die Tatsache, dass so viele unserer jetzigen Haustier-Hamster an Tumoren erkranken, unter anderem auf die Tatsache, dass Hamster früher als Labortiere gehalten wurden und ihnen Tumorerkrankungen angezüchtet wurden. Die Genveränderungen haben sich möglicherweise weitervererbt. |
Absolut!
Betrifft in besonderem Maße die Dsungaren, aber ganz stark auch Farbmäuse und Ratten.
Es gab und gibt Diskussionen, ob nicht Ratten eine viel höhere Lebenserwartung hätten als die 2 Jahre.
Befürworter von Tierversuchen, meist in einem wissenschaftlichen Gebiet arbeitend oder auch studierend wie Bio, schreien dann auf und behaupten, das wäre nicht sauber recherchiert worden.
Andererseits kenne ich einen Händler in Frankfurt, der zumindest eine ganze Weile Ratten mit Stammbaum züchtete. Die Tiere wurden durchschnittlich 5-7 Jahre alt...
LG Judy
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Hexana 

Status: Offline Registriert seit: 02.08.2006 Beiträge: 7 Nachricht senden | Erstellt am 01.11.2006 - 18:14 | |
Hi!
Ich kenn mich da auf dem Gebiet auch nicht so aus. Aber ich denke das viele dieser Versuche doch unnötig sind. Und es gibt auch bestimmt möglichkeiten das anders zu erforschen. Aber ich denke das es bei einigen Sachen, wie Krebsforschung, sinnvoll ist. Heisst nicht das es für mich jetzt toll und gut ist. Man könnte es vielleicht anders machen. Ich denke auch das man die Ergebnisse ja dann auch nicht vom Tier auf den menschen übertragen kann. Manchmal vielleicht aber nicht immer.
In einigen Fällen ist es wichtig Tier versuche zu machen aber die Art und Weise ist nicht schön. Ich denk mit Tierversuchen verbindet jeder seine Bilder.
Hab auch mal einen Bericht im Fernsehen gesehen wo sie im Labor eigentlich Tierversuche machten. Haben aber ne Art gefunden es ohne Tier zu machen. Weiss leider nicht mehr genau wo und wie sie das gemacht haben. Ist schon lange her aber ich fand es super.
Also Tierversuche sind eigentlich nicht gut aber manchmal unvermeidbar
Bis dann Steffi
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Judy1Fox unregistriert
| Erstellt am 02.11.2006 - 00:38 | |
Hi Steffi,
aber was ist, wenn in der berühmten Krebsforschung die Ergebnisse eben allesamt chaotisch sind???
Mal erkrankt nur ein Mäusestamm durch eine Substanz an Krebs, bei einem Parallelversuch in der Schweiz ein anderer Mäusestamm wieder gar nicht, dann wieder nur die Weibchen, dort nur die Männchen.
Ein anderes Präparat, das längst freigegeben wurde - weil damals eben noch nicht so viele Tierversuche gemacht wurden - und von dem bekannt ist, dass es beim Menschen garantiert KEINEN KREBS erzeugt, eben dieses Präparat erzeugt aber Krebs bei Ratten...
Wenn also die Ergebnisse in keinster Weise übertragbar sind, noch nicht einmal innerhalb der selben Tierart und erst recht nicht auf den Menschen - wozu brauchen wir sie dann???
Nochmal die Frage: Würdet ihr gerne in einem Mäusebuch noch mehr Informationen darüber lesen?
Wenn ja, wieviele?
Grüße
Judy
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Finnchen  Moderator
      

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2005 Beiträge: 573 Nachricht senden | Erstellt am 02.11.2006 - 11:27 | |
Hallo,
zu erst: Heute kommt auf VOX eine BBC-Reportage über das "Labortier Nummer 1": Die Maus. Leider kommt es erst um 23Uhr, aber die BBC-Reportagen bieten schon gute Informationen.
Ich selber bin in der Ausbildung zur BTA, es ist also gut möglich, dass ich selber auch Tierversuche duchführen "muss".
Sicherlich ist es ein schwieriges Thema zu sagen, haben wir das Recht mit Tieren zu experimentieren und ihnen (in vielen Laboren ist es leider so) keine artgerechte Haltung zu geben? Aber wird mit den "Nutztieren" Schwein, Rindern und Hühnern letzendlich nicht dasselbe gemacht? Diese leben auch nur um zu sterben und als "futter" für uns Menschen zu enden- und ihr Leben kann man auch nicht als artgerecht bezeichnen... Also ist es nicht heuchlerisch zu sagen, die bösen bösen Forscher mit ihren Tierexperimenten und sich gleichzeitig nen Wurstbrot zu machen?
Gleichzeitig leben auch Mäuse, Hamster und Ratten in viel zu kleinen Käfigen bei Menschen in Haushalten.... Die nicht artgerechte Haltung ist meiner Meinung nach eher ein gesellschaftliches Problem: Das Tieren ihre "Rechte" nicht zugesprochen werden, gerade wenns um kleine Tiere geht.
Sicherlich gibt es Experimente deren Sinn bezweifelt werden darf: Müssen Schimpansen rauchen, bloß um zu erfahren welche Auswirkungen Zigaretten haben, da die Süchtigen nicht aufhören zu Rauchen?
Meiner Meinung nach "nein".
Müssen Ratten Alkoholabhängig gemacht werden um mehr Rückschlüsse auf die Alkoholsucht machen zu können? Auch dies ist in meinen Augen sinnlos.
Mittels Tierversuchen wurden aber auch schon viele für die Wissenschaft wichtige Entdeckungen gemacht:
Die Genforschung zum Beispiel- ein Bereich in dem unglaubliches Potenzial liegt- und das nicht nur für Menschen.
Medizintests sind schon wieder kritischer zu sehen- meiner Meinung nach werden viele Tests verfrüht durchgeführt und die angesprochene Übertragbarkeit ist auch zweifelhaft... Zum anderen kann man sich auch nur wundern: Ihr habt doch bestimmt auch den letzten Medikamententestskandal an Menschen mitbekommen oder? Interessanterweise traten schon bei den Mäusetests starke Probleme auf- und trotzdem wurde am Menschen getestet. Vieles liegt also auch in der Verantwortung der Firmen und nicht alle sind gleich.
Aber es werden ja nicht nur Medikamente für Menschen entwickelt, auch in der Tiermedizin wird mit Tieren experimentiert. Und letzendlich freut sich jeder über ein Medikament, dass seinem Hund das Leben rettet und denkt nicht an die Vorangegangen Versuche.
Desweiteren hat sich auch im Tierschutz viel getan- auch dies gilt für Tierexperimente- sie müssen immer beantragt werden und werden geprüft.
So mehr Zeit habe ich erstmal nicht...
Versteht mich nicht falsch, ich denke nicht, dass im Namen der Wissenschaft alles gerechtfertigt werden kann, aber ohne Tierversuche würden wir in der Forschung wahrscheinlich Jahrzehnte zurückliegen.
Und ja, ich würde wahrscheinlich Tierversuche durchführen-sofern sie in meinen Augen einen wissenschaftlichen Sinn ergeben- ich würde sogar gerne bei einer deuschen Firma arbeiten, die Tiermedizin entwickelt.
Gleichzeitig bin ich aber Vegetarierin^^
mfg Sandra
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