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Oberchaotin ...



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...   Erstellt am 29.10.2007 - 11:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Waldbröl - Alexandra Röhrig (35) aus Rossenbach kämpfte verzweifelt um ihre neun Monate alte Hündin, die ihr von Mitarbeitern des Tierschutzvereins Oberberg in einer abenteuerlichen Aktion weggenommen wurde. Die Hundehalterin erstattete Strafanzeige wegen Raubes.

Hündin vor dem Einschläfern bewahrt

Ende September besuchte Alexandra Röhrig mit ihren beiden Töchtern das Tierheim Koppelweide, wo sie auf die junge, gehbehinderte Mischlingshündin "Nesca" aufmerksam wurden. Es war Liebe auf den ersten Blick. "Auf unsere Frage, was mit solch einem Hund passiert, wenn ihn keiner kauft, antwortete die Tierheimmitarbeiterin, dass ein behindertes Tier, das ja trotz allem eine lange Lebensdauer habe, kaum vermittelbar sei und bei zu langer Aufenthaltsdauer im Tierheim leider eingeschläfert werden müsse."

Alexandra Röhrig zahlte 180 Euro, unterschrieb einen Vertrag, dessen Kleingedrucktes sie nicht gelesen hatte. Anderenfalls wäre sie vermutlich nicht aus allen Wolken gefallen, als rund dreieinhalb Wochen später zwei Damen aus dem Tierschutzverein bei ihr aufkreuzten und ihr den Hund wegnahmen.

Das Einzugsrecht eines vom Tierschutzverein Oberberg abgegebenen Tieres behält sich der Tierschutzverein Oberberg für die gesamte Lebensdauer des Tieres vor. (Auszug aus dem aktuellen Tierübereignungsvertrag)

Am Montagmittag klingelte es bei Alexandra Röhrig an der Haustür. Zwei Mitarbeiterinnen aus dem Tierheim Koppelweide wollten die Haltung des neun Monate alten Shelty-Mischlings-Hundes überprüfen. ""Nesca" lag in ihrem Körbchen und schlief, stand aber sogleich auf und beschnupperte die beiden Frauen. Obwohl die Tierheimleiterin, die ja auch Tierärztin ist, den Pflegezustand des Hundes ausdrücklich lobte, entschied sich die Dame aus dem Vorstand für eine sofortige Wegnahme des Hundes", erklärt Alexandra Röhrig, die bis heute nicht fassen kann, was dann geschah.

"Die Dame aus dem Vorstand schnappte sich unsere "Nesca", trug sie zu einem Mercedes, schmiss das Tier regelrecht auf die Rückbank und erklärte, das Tier habe es nicht gut bei uns, werde nicht artgerecht gehalten, es sei beschlagnahmt. Ich versuchte, unseren Hund zu retten, steckte meinen Arm zwischen Autotüre und Holm, um ihn wieder aus dem Mercedes zu holen, woraufhin mir die Fahrzeugtür mehrfach gegen den Arm geschlagen wurde", so Alexandra Röhrig, der es schließlich doch gelang, den Hund zu greifen und durch einen Nebeneingang in das dicht angrenzende Haus ihrer Schwiegermutter zu schaffen.

Keine Chance: "Nesca" wurde mitgenommen

"Meine Schwiegermutter hatte den Tumult vor ihrer Haustüre gehört, wusste aber nicht, worum es ging und öffnete. "Nesca" saß neben ihr im Türrahmen. Im gleichen Moment ging die Dame aus dem Vorstand auf den Hund zu. Ich konnte ihn gerade noch an seinem Halsband fassen. Jetzt drückte mir die Frau florettartig zwei Finger ihrer rechten Hand so fest gegen den Hals, dass ich nicht mehr in der Lage war, "Nesca" festzuhalten. Als ich dann erneut versuchte, "Nesca" zu greifen, schubste mich die Frau weg, packte sich unsere Hündchen, schmiss es in einen Kastenwagen, den ich zuvor nicht gesehen hatte, schlug die Tür zu und fuhr davon", schildert Alexandra Röhrig den Vorfall, der ihr bis heute schlaflose Nächte bereitet.

Über Tierfreunden schwebt Damoklesschwert: Hund weg - 1.000 EUR Strafe

"Nesca" wurde uns weggenommen, weil sie angeblich unsachgemäß gehalten wurde", sagt Alexandra Röhrig unter Tränen. "Ich habe regelrecht um unsere "Nesca" gefleht, habe gebettelt, man solle sie doch bitte bei uns lassen und uns sagen, was wir falsch gemacht haben. Ich hatte keine Chance." Jetzt droht sogar eine "Vertragsstrafe" von 1.000EUR.

34 Anwohner bescheinigen spontan beste Haltungsbedingungen

Aufregung und Unverständnis für die Vorgehensweise der Tierschützer stellte sich auch bei etlichen Anwohnern ein, die von der skandalösen Wegnahme des Hundes erfuhren. Ein Nachbar der Familie Röhrig startete sofort eine Unterschriftensammlung, in der sich spontan 34 Rossenbacher Bürger eintrugen.

Die Unterzeichner bestätigen, dass "Nesca" während des gesamten Aufenthalts bei der Familie Röhrig von allen Familienmitgliedern mit sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit gehegt und gepflegt wurde. Der Hund wurde weder an einer Kette noch im Keller gehalten. Wir fordern das Tierheim Koppelweide deshalb auf, "Nesca" umgehend an die Familie Röhrig als rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben. Der Hund hat in dieser Familie das richtige Zuhause.

Tiere gehen laut Vertrag nie ins Eigentum der Tierhalter über

Laut des Tierübereignungsvertrags, den Alexandra Röhrig unterschrieben hat, können Mitarbeiter des Tierheims jederzeit ein per Tierübereignungsvertrag abgegebenes Tier wegnehmen. Sogar dessen Nachkommen droht dieses Schicksal. Nicht einmal sie gehen jemals in das Eigentum des Tierhalters über, der im Vertrag als "Übernehmer" bezeichnet wird und überdies bei einem Verstoß gegen den Vertrag mit 1.000 EUR belangt wird.

Erfüllt der Übernehmer trotz Abmahnung die in §6 genannten Anweisungen nicht oder verstößt gegen den Vertrag, willigt er bereits jetzt unwiderruflich ein, dass das Tier ohne weiteres von einem Beauftragten des Tierschutzvereins Oberberg sofort eingezogen wird. Im Falle einer Vertragsverletzung durch den Übernehmer, insbesondere bei einem Verstoß der sich aus §3 dieses Vertrags ergebenden Verpflichtungen, ist der Übernehmer zur Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 1.000 Euro verpflichtet. Die vorgenannten Bedingungen beziehen sich auf die gesamte Lebensdauer des vom Tierschutzverein Oberberg vermittelten Tieres.

Tierhalter erstatten Strafanzeige wegen Raubes

Wie uns Polizeisprecher Ernst Seeberger auf Anfrage bestätigte, erstatteten die Hundehalter inzwischen eine Strafanzeige wegen Raubes.

Glückliches Ende für "Nesca"

Eva Kolwer, erste stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Oberberg und Kassenwartin Maike Brandt, denen von Vorstandskollegen gesagt wurde, "Nesca" sei in einem Hühnerstall untergebracht, in dem sie ihre Notdurft in einem Katzenklo erledigen müsse, brachten die Hündin nach neuen Erkenntnissen am Samstagmittag wieder nach Rossenbach zurück und freuten sich über die große gegenseitige Wiedersehensfreude des kleinen Hundes mit den überglücklichen Röhrigs. Die beiden Vorstandsmitglieder wollten nicht, dass die kleine Hündin bis zur Klärung des Falls im Tierheim sitzen sollte.

Wieder Rücktritte von Vorstandsmitgliedern

Kolwer und Brandt legten am 28.Oktober 2007 aufgrund monatelanger, unüberwindbarer Differenzen und Querelen mit sofortiger Wirkung ihre Vorstandsämter nieder. Auch Beiratsmitglied Ralf Kolwer tritt nach Aussage gegenüber oberberg heute von seinem Amt zurück. Damit ist er das zweite Beiratsmitglied, das dem Verein inzwischen den Rücken zukehrt.

"Erwartet haben wir, gemeinsam etwas zu erarbeiten, eine gesunde Basis für das Tierheim zu schaffen, transparent und offen zu sein. Erfahren haben wir selbstherrliche Arroganz, Intrigen, keine Teamarbeit, ständige Vorwürfe, schlaflose Nächte, Beschimpfungen und Anwaltskosten" so Kolwer und Brandt einhellig.

"Ich kann es vor den Mitgliedern, Spendern und dem Finanzamt nicht mehr verantworten, als Kassenwartin tätig zu sein", erklärt Maike Brandt.

Rainer Gaertner, Vorsitzender des Tierschutzvereins Oberberg ist gegenüber "oberberg-heute" zu keiner Stellungnahme bereit. (Gina Barth-Muth-28.10.2007 22:35)





Regina





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Marietta ...
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...   Erstellt am 29.10.2007 - 13:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dieses Tierheim ist doch sicher dem deutschen Tierschutzbund angeschlossen.
Wenn sich diese Geschichte beweisen läßt, würde doch sicher eine Beschwerde bei dieser Dachorganisation auch etwas bringen. Solche Geschichten schaden dem Ruf aller Tierschützer und Vereine und das können sich solche Institutionen wie z. B. deutscher Tierschutzbund oder Tierhilfswerk eigentlich nicht leisten oder gefallen lassen, zumal, wenn sie sich von solchen Vereinen vor dem Karren spannen lassen um ihnen Seriosität zu verleihen, die eigene Glaubwürdigkeit dieser Dachvereine ginge schnell verloren und damit auch die Spendierfreudigkeit aller Tierfreunde. Ich könnte mir vorstellen, dass die hier eine ordentliche Verwarnung aussprechen und die Augen drauf halten, damit sowas sich nicht wiederholt.

Nicht auszudenken, wenn morgen jemand käme und wollte auch nur eine Maus von unserem Hof holen...

Marietta





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Viele Grüße Marietta
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