lebenslust  Administrator

Status: Offline Registriert seit: 19.11.2005 Beiträge: 5047 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2009 - 14:07 |  |
Erderwärmung bringt zahlreiche Lebewesen in Bedrängnis
+ 07.09.2009 + Vor allem tropische Arten können sich Änderungen nicht anpassen.
Spezies, die in begrenzten Regionen wie etwa den Tropen leben, sind genetisch nicht so ausgestattet, dass sie sich Klimaveränderungen anpassen können. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Ary Hoffmann vom Centre for Environmental Stress and Adaption Research an der University of Melbourne in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science.
Die Adaption ist eine physiologische oder behavoriale Veränderung, die einen Organismus besser an seine Umwelt anpassen lässt und die Chance darauf erhöht, dass dieser überlebt und sich reproduziert. Da solche Veränderungen üblicherweise aufgrund von Genmutationen auftreten, haben Arten mit einer größeren Variation an Genen, eine bessere Basis zur Adaption. Hoffman kommt zum Schluss, dass spezialisierte Spezies ein fundamentales evolutionäres "Limit" aufweisen und daher nicht in der Lage sein werden, sich den Veränderungen anzupassen.
"Anpassungsprozesse dauern normalerweise länger als die derzeitige Veränderung des Klimas", meint Thomas Hoffmeister, Leiter der Arbeitsgruppe Populations- und Evolutionsökologie an der Universität Bremen. Die anthropogen erzeugte Klimaänderung ist größenmäßig einer schweren Katastrophe gleichzusetzen", meint der Forscher. Das liegt vor allem an der hohen Geschwindigkeit der Klimaveränderung. "Möglicherweise gab es auf der Erde bisher keine so schnelle und drastische Veränderung wie jetzt." Vergleiche man die Situation mit dem Ende der Kreidezeit, so könne man daran sehen, dass manche Arten wie etwa die der Saurier total verschwunden sind, sich bei den Insekten hingegen vergleichsweise wenig verändert habe. Nicht alle Organismengruppen sind demnach von den Veränderungen gleich stark betroffen.
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