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<Cohen>
unregistriert

...   Erstellt am 17.02.2012 - 19:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Feindbild USK:

http://www.consolewars.de/features/feindbild_usk/521/




Vicarocha ...



...

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...   Erstellt am 17.02.2012 - 20:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


schrieb

Anmerkungen:

"Auch wenn die deutsche Gesetzeslage eine Zensur ausdrücklich verbietet und sogar unter Strafe stellt, so ist es am Ende auch nicht die USK welche die verhasste Schere ansetzt, es sind die Publisher selbst. Natürlich sollte man dabei nicht außer Acht lassen, dass die USK zumindest eine indirekte Zensur der Publisher aktiv unterstützt."
Das ist m.M.n. verharmlosend... die "Wahl" der Publisher ist regelmäßig die einer Nichtveröffentlichung oder des (nahezu hunderprozentigen) Risikos einer Indizierung, die wieder für sich alleine schon Existenzbedrohend sein kann, zumidnest aber mit massivsten finanziellen Verlusten verbunden ist.

"Ein Spiel welches der USK nicht zur Prüfung vorgelegt wird, bekommt keine Alterseinstufung und darf damit nicht im freien Handel ausgestellt und beworben werden."
Nein; § 12 Abs. 3 JuSchG:
"Bildträger, die nicht oder mit "Keine Jugendfreigabe" nach § 14 Abs. 2 von der obersten Landesbehörde oder einer Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle im Rahmen des Verfahrens nach § 14 Abs. 6 oder nach § 14 Abs. 7 vom Anbieter gekennzeichnet sind, dürfen
1. einem Kind oder einer jugendlichen Person nicht angeboten, überlassen oder sonst zugänglich gemacht werden,
2. nicht im Einzelhandel außerhalb von Geschäftsräumen, in Kiosken oder anderen Verkaufsstellen, die Kunden nicht zu betreten pflegen, oder im Versandhandel angeboten oder überlassen werden."

"Immer mehr Spiele werden in ihrer ursprünglichen Form in Deutschland veröffentlicht. Naht ein goldenes Zeitalter für erwachsene Gamer, oder gewöhnt man sich bei der USK an immer schlimmere Szenen und trauen sich die Publisher auch ohne Zensur an die Einstufung?"
Das halte ich ja nach wie vor für ein Gerücht... Datenlage zu so einer Behauptung wird ja für gewöhnlich nicht präsentiert; ich wüßte auch nicht, woran man das denn konkret festmachen sollte (die marginalen Fluktuationen im Bereich der kennzeichnungsverweigerungen, wie man sie den jahresbilanzen entnehmen kann, sprechen wohl kaum dafür): Da spielt einem wohl eher der Umstand, dass ein paar prominentere, vermeintlich "sichere" Indizierungskandidaten durchgekommen sind, einen Streich bei der Bewertung der Sachverhalte: Auch vor 6 (Urban Chaos: Riot Response), bzw. 7 Jahren (Shadow of Rome) wurden bereits explizitere Titel durchgewunken.

EDIT:
Mich wundern sowieso die in regelmäßig auftauchenden USK-specials u.ä., in denen all zu oft die Arbeit der USK vm.M.n. viel zu unkritisch und beschwichtigend dargestellt wird; es streitet ja niemand ab, dass da bona fides gearbeitet und Klassifiziert wird (wie könnte man das auch negieren), aber die Straße zur Hölle ist halt mit guten Absichten gepflastert...

[Dieser Beitrag wurde am 17.02.2012 - 20:22 von Vicarocha aktualisiert]





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~ Samuel Langhorne Clemens (* 30.11.1835 - † 21.04.1910)

<Pyri als Gast>
unregistriert

...   Erstellt am 17.02.2012 - 20:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


schrieb


Fragwürdiger Unsinn.

schrieb

    Der Staat muss den Schritt nach vorne wagen und volljährige Gamer selber entscheiden lassen, was für sie zuviel des Guten ist und wann sie nicht länger an der nach oben steigenden Gewaltspirale aktiv teilhaben wollen.


Aus meiner Sicht gibt es eher zu wenig "Gewalt" in Videospielen.
Es gibt auch kaum (mehr) Videospiele welche ausdrücklich Gewalt thematisieren würde - was aus meiner Sicht im Gegenteil sogar wichtig wäre: von einem "Manhunt 3" fehlt jede Spur, ein "Condemned 3" ist noch immer nicht angekündigt - selbst "Dead Rising 2" scheint sich nicht sonderlich gut verkauft zu haben.
Die meiste "Gewalt" in Videospielen ist doch so funktional, dass sie allein über die Visualisierung noch zu empören vermag: und da macht sich auch die USK schuldig, wenn bei USK-0-Titeln wie "Super Mario 64" etwa behauptet wird dort wäre gar keine Gewalt vorhanden.
Letztlich sagen reden über "Gewalt" so auch immer mehr über die Sprechenden als über Videospiele aus -




Vicarocha ...



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...   Erstellt am 17.02.2012 - 20:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


"Der Staat muss den Schritt nach vorne wagen und volljährige Gamer selber entscheiden lassen, was für sie zuviel des Guten ist und wann sie nicht länger an der nach oben steigenden Gewaltspirale aktiv teilhaben wollen."
Insb. die Rede einer "nach oben steigenden Gewaltspirale" ist ziemlicher Unsinn... aber solche Brutalisierungstendenzen der Medien wurden ja schon vor der reanimativen Installation des bundesdeutschen Jugendmedienschutzsystems kolportiert; damals wie heute ohne Beleg. Zwar gibt es die ein oder andere Studie, die Gewaltdarstellungsquantitäten und z.T. auch -qualitäten gemessen haben wollen, allerdings sind diese nicht nur methodisch durch und durch (und ausnahmslos) fragwürdig, auch sind das einerseits durchweg keine Langzeitstudien und andererseits sind zu verschiedenen Zeitpunkten gefertigte Studien schon deswegen nicht miteinander vergleichbar, weil durchgängig die methodischen Unterschiede generell und speziell die Gewaltdefinitionen extrem divergieren (so dass man bspw. die Werte einer Ausgangsstudie mit den diesbzgl. Werten einer in nachfolgenden Jahren publizierten Studie nicht vergleichen könnte, auch wenn man es wollte). Mithin handelt es sich um das, was man hierzulande "Leichenzählerei" nennt, dabei hat Werner FRÜH schon 2001 eine funktionale Inhaltsanalyse präsentiert, die gem. der Prämisse, dass Gewalt auch die Rezipientenperspektive würdigte, dass "Gewalt" in den Medien kein objektiver Beobachtungsterminus, sondern das Resultat subjektiver Wahnehmung ist. I.d.S. sagt dann natürlich auch die Behauptung einer "Gewaltspirale" eher was über denjenigen aus, der meint eine solche beobachten zu können...





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<Pyri als Gast>
unregistriert

...   Erstellt am 17.02.2012 - 20:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Nachtrag @Vicarocha
Mich wundert das nicht. Das sind doch alles Äußerungen welche ein angepasstes Verhalten der Industrie legitimieren sollen, Machtverhältnisse aufrecht erhalten - bloß nichts zu sehr in Frage stellen.
Nach allem was dort bereits vorgefallen ist dürfte die Industrie beim Computerspielpreis schonmal gar nicht mehr mitmachen - allein was sich der Ring gegen "Dragon Age: Origins" zu sagen geleistet hat. Das ist so als ob er den Haneke wegen der mordenden Kinder aus dem "Weißen Band" rügen würde. Einen kulturellen Eklat müssten solche Äußerungen verursachen - im Gegenteil ist man vielleicht noch bemüht zu beruhigen, rechtfertigen. Und verlängert diese widerlichen Eingriffe, Vergriffe (im Ton) bei Fiktionen noch.

Da wird sich die ganze Zeit an Fiktionen vergriffen und niemand scheint sich daran besonders zu stören, alle wollen das noch - so oder so - legitimieren. Mit Jugendschutz etc.
Wo ist da ein Gewissen? Wo eine moralische Verantwortung?

Die Probleme mit dem Jugendschutz und System beim Strafrecht, der Spielpresse in Deutschland, beginnen in den (Chef-)Redaktionen und oberen Etage einer Industrie, welche sich einerseits mit einer wohlwollenden Pädagogik noch verbrüdert hat, anstatt sich von einer Sichtweise auf Spiele als von für eine (Medien-)Pädagogik besonders interessantes Medium zu distanzieren. Beim deutschen Filmpreis fragt zum Beispiel niemand danach. Da gibt es wenn dann eigene Pädagogik-Preise. Hier ist es nicht einmal umgekehrt, nicht einmal so dass es einen eigenen Nicht-Pädagogikpreis wenigstens gäbe. Beim Staat.

Was bei diesen USK-Specials auch immer gründlich vermieden wird ist ein Blick ins Ausland. Bei der Gamestar ist mir das einmal ganz besonders aufgefallen: die haben mal ein USK-Special gemacht und dann noch ein zweites Extra, extra nur um zu zeigen dass es woanders (angeblich) noch schlimmer wäre, also in Deutschland so übel die Lage schon nicht ist. So manipuliert man sein eigenes Publikum. Und dann soll sich so noch gegen die ganzen "Spielkritiker" (wieder) abgegrenzt werden -




ShaneFenton 



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...   Erstellt am 17.02.2012 - 22:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


The association Mediengewalt e.V. has some news.

First, their reply to Christopher Ferguson has been translated in English : http://mediengewalt.eu/downloads/Reply% … rguson.pdf

Second, they have a new flyer for the readers : http://www.mediengewalt.eu/downloads/Elternberatung.pdf

I'm curious what Ferguson will have to say about accusations of manipulation.




<Rey>
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...   Erstellt am 17.02.2012 - 23:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


@shane

This Flyer seems to has a relation to the new aaw-Flyer ("In's Gerede gekommen").




<Doktor Trask>
unregistriert

...   Erstellt am 18.02.2012 - 09:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


So ein Special wie das von der GameStar hatte die ComputerBildSpiele auch einmal gehabt, mit so ziemlich den gleichen Inhalt. Das USK-Special aus der GameStar war auch 1 zu 1 in der GamePro zu finden, klar ist ja auch das Schwestermagazine.




ShaneFenton 



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...   Erstellt am 18.02.2012 - 11:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


schrieb

    @shane

    This Flyer seems to has a relation to the new aaw-Flyer ("In's Gerede gekommen").


Yes, it seems. After all, it's Rudolf Weiß who wrote the AAW-flyer.




maSu 



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...   Erstellt am 20.02.2012 - 12:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Bei Gameone wurde Prototype 2 vorgestellt. Im ganzen Beitrag hat man ziemlich (bescheuert) versucht, jedwede Nennung oder Anspielung auf den indizierten Vorgänger zu vermeiden.

Richtig bescheuert wurde es, als es um den reinen Grafikvergleich ging und dann das mittlerweile doch recht alte "HULK"-Spiel zum Vgl. herangezogen wurde. Denn: Wenn man eben keine gewalthaltigen Szenen aus dem indizierten Vorgänger nimmt, dann darf man sehr wohl Bildmaterial dazu verwenden, insbesondere weil es keine Werbung darstellt, weil man sagt: Vorgänger:Hässlich, Nachfolger: schön.

Derlei Vergleiche sind durchaus zulässig. Stattdessen bemüht man sich, selbst bei der Storyerklärung den indizierten Vorgänger nicht zu erwähnen.

Besonders abstrus (für mich als Fan besonders) ist die Tatsache, dass der Hersteller selbst oft genug alle Fehler in Prototype aufgelistet hat und daraus gelernt haben will. D.h. Storytelling, Charakterentwicklung usw. werden gezielt anders gemacht und verbessert. Wenn GameOne nichteinmal darauf in dem Beitrag hinweisen will, dann fühle ich mich schlichtweg fehlinformiert oder zumindest mangelhaft informiert und frage mich, woher diese unglaubliche Feigheit kommt, in einem Bericht ein indiziertes Spiel zumindest zu erwähnen?!

In einem ganzen Beitrag so zu tun, als gäbe es Prototype nicht, während man über Prototype 2 berichtet ist gelinge gesagt "unbefriedigend".

Die Schere im Kopf ist wohl allgegenwärtig.





Signatur
Egocide: Konstantin Wecker singt zugunsten des Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden

Alreech: Gute Nachricht, er hat auch schon für die SED und die irakische Baath Partei gesungen, die sind kurz danach weg vom Fenster gewesen.

YMMD!

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