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Gubsi94 ...
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...   Erstellt am 13.09.2005 - 17:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit dem Henger SV führt er die Kreisliga Neumarkt an

Die Zeitung mit den großen Buchstaben lehnte sich mal wieder sehr weit aus dem Fenster, damals, Mitte der siebziger Jahre. "Unser Stürmer für die WM 1990" lautete die Schlagzeile, darunter das Bild eines kleinen Jungen. Sechs oder sieben Jahre alt mag Thomas Ziemer gewesen sein, da schaffte er es schon auf das Titelblatt der "Bild"-Zeitung.

Kein Wunder: Der Steppke erzielte Tore wie am Fließband. "In einer Saison hab’ ich 240, in der nächsten 236 Tore für den MTV Grundig Fürth geschossen", erinnert sich Ziemer heute an seine Anfänge. Zu diesem Zeitpunkt hatte der torgefährliche Junge schon eine Medaille des Bayerischen Fußball-Verbandes im Schrank hängen, weil er 1973 als Vierjähriger beim TSV 61 Zirndorf mit dem Fußball begonnen hat und damit der jüngste Spieler in Bayern war. Er wechselte schon nach kurzer Zeit zum MTV und schenkte seinem alten Verein beim 32:0-Erfolg der Fürther in Zirndorf gleich mal 29 Treffer ein.

Der Beginn seiner Laufbahn war wirklich verheißungsvoll, und völlig falsch lag die "Bild" mit ihrer gewagten Prognose ja nun auch nicht. Gut, Ziemer brachte es nicht zum Nationalspieler; aber immerhin kam er auf 24 Bundesligaspiele für den FC Hansa Rostock (14) und den 1. FC Nürnberg (10) sowie auf stattliche 207 Zweitligaeinsätze und 43 Treffer für den FC Homburg (34/6), den TSV 1860 München (31/3), den FSV Mainz 05 (97/27) und den Club (45/7).

Heute lässt der mittlerweile 36-Jährige seine aktive Laufbahn beim Henger SV ausklingen; obendrein beginnt für den offensiven Mittelfeldspieler ein neues Kapitel, denn Heng ist zugleich die erste Trainerstation des Ex-Profis. Seit dem 1. Juli betreut Ziemer den Aufstiegsaspiranten in der Kreisliga Neumarkt, und bislang verläuft sein Engagement sehr erfolgreich. Von den ersten drei Spielen gingen zwar zwei verloren, aber dann startete Heng eine Siegesserie, gewann fünfmal in Folge und ist nun Erster.

Dass Ziemer, der einst als Publikumsliebling bei den Münchner "Löwen" oder beim Club von 30 000 Fans bejubelt wurde, nun vor 200 Zuschauern in Untermässing, Ezelsdorf oder Oberferrieden kicken muss, ficht den Routinier nicht an: "Das ist als erste Station ein sehr guter Einstieg. Und ich hab’ ja als Aktiver zunächst auch vor 200 Zuschauern und nicht vor 20 000 gespielt."

Wobei sich sehr schnell abzeichnete, dass Ziemer auf eine Profikarriere zusteuern würde. 1976 lotste der 1. FC Nürnberg den E-Junior an den Valznerweiher und entschädigte den MTV Grundig Fürth mit zwei Trikotsätzen. "Das gab es auch nicht so oft, dass für E-Jugendliche Ablösesummen gezahlt wurden", erinnert sich Ziemer schmunzelnd. Der Club ist sein Verein, Nürnberg seine Stadt. Dass er in der Frankenmetropole geboren wurde, ist ihm wichtig: "Wir haben damals in Fürth gewohnt, zwei Minuten vom Krankenhaus entfernt. Aber als meine Mutter schon in den Wehen lag, hat mein Vater trotzdem darauf bestanden, dass der Taxifahrer ins 20 Minuten entfernte Nürnberger Nordklinikum fährt, damit ich dort zur Welt komme und ein waschechter Nürnberger werde", erzählt Ziemer.

Sein Vater, Rudi Ziemer, der den kleinen Thomas an den Fußball heranführte, litt unter einem Herzfehler; er starb schon mit 35 Jahren. Seit 25 Jahren ist Ziemers Mutter mit Club-Meisterspieler Fritz Popp (64) liiert. "Mit dem Fritz kann ich immer über alles reden, sowohl sportlich als auch privat", sagt Ziemer.

Ziemer durchlief sämtliche Juniorenteams des 1. FC Nürnberg und feierte 1987 mit der A-Jugend unter Trainer Manfred Rüsing den Gewinn des DFB-Jugendkicker-Pokals. Die Chance, in den Profibereich einzusteigen, bot ihm 1990 der gerade in die Zweite Liga abgestiegene FC Homburg. Warum es beim Club nicht geklappt hat? "Was zählt der Prophet im eigenen Land?", fragt Ziemer lakonisch. "Außerdem war damals Hermann Gerland Trainer, und ich war ja eher ein filigraner Spieler. Auf solche hat Gerland nicht so viel Wert gelegt."

Bei den Saarländern avancierte er sehr schnell zum Stammspieler. Dennoch wechselte er in der Winterpause 1991/92 innerhalb der Zweiten Liga zu 1860 München. Ziemer stieg mit den "Löwen" in die Bayernliga ab und anschließend zweimal hintereinander auf. "Wir haben selbst in der Bayernliga vor 20 000 Zuschauern gespielt", schwärmt Ziemer noch heute von den "Sechzigern": "Das war mit die schönste Zeit." Die erfolgreichste kam dann in Mainz, wo er zwei Jahre als torgefährlicher Spielmacher glänzte, obwohl der FSV stets gegen den Zweitliga-Abstieg spielte.

Ziemer wurde für Bundesliga-Vereine interessant und ging zu Hansa Rostock, wo er sich nicht recht wohlfühlte. So kam das Angebot des zweitklassigen Clubs gerade recht: Ziemer kehrte 1997 zum FCN zurück.


Folgenschweres letztes Bundesligaspiel

Dort führte er sich mit zwei Treffern beim 4:1 gegen den SC Freiburg im ersten Heimspiel glänzend ein und erlebte anschließend drei turbulente Jahre. Bei Felix Magath war er Stammspieler der Aufstiegsmannschaft, dessen Nachfolger Willi Reimann kippte ihn im November 1998 aus dem Kader, während der auf Reimann folgende Friedel Rausch wieder auf den Spielgestalter baute. In der Rückserie 1998/99 erzielte Ziemer beim 2:0 gegen Mönchengladbach sein einziges Bundesligator. Beim "Last-Minute-Abstieg" gegen Freiburg (1:2) absolvierte er seinen letzten Erstligaeinsatz - ein folgenschweres Spiel: Wegen einer positiven Dopingprobe wurde Ziemer ein halbes Jahr gesperrt.

"Ich habe nur die Tabletten genommen, die mir unser Ernährungsberater verschrieben hat", sagt Ziemer, der glaubt, dass er sich offensiver hätte verteidigen müssen. "Ich war zu blauäugig. Im Nachhinein hätte ich zivil gegen die Sperre klagen müssen. Aber ich wollte möglichst schnell wieder spielen und habe eingelenkt." Vom Club hätte sich Ziemer in dieser Phase "mehr Rückendeckung" gewünscht.

Nachdem seine Sperre abgelaufen war, hatte mit Klaus Augenthaler schon wieder ein anderer Trainer das Sagen. Ziemer, mittlerweile 31, kam noch auf einige Einsätze, langfristig aber passte er nicht mehr in "Auges" Konzept. Im Herbst 2000 ging er nach Mainz zurück. Dort und beim österreichischen Zweitligisten Austria Memphis Lustenau (2002-2004) ließ er seine Profikarriere ausklingen.

Eigentlich wollte er höherklassig weiterspielen, aber ein Flirt mit dem SC Feucht zerschlug sich im Sommer 2004. Dann kam im April 2005 das Angebot aus Heng, wo noch Ex-Profi "Joe" Zinnbauer Trainer war. Wegen seiner Reamateurisierungssperre musste Ziemer drei Monate warten; ab Juli wurde er Nachfolger des beruflich nach Oldenburg gewechselten Zinnbauer. Parallel dazu suchte sich der gelernte Industriekaufmann auch beruflich eine neue Herausforderung - er arbeitet nun als Repräsentant einer Firma für Bürodesign und moderne Präsentationssysteme.

"Ich fühle mich sehr wohl dort", sagt Ziemer, der in Oberasbach wohnt. Zu seiner Frau Birgit, mit der er in Scheidung lebt, hat er "ein sehr gutes Verhältnis". Sohn Kevin wandelt bei den G-Junioren des TSV Altenberg bereits auf den Spuren des Herrn Papa.

In seiner neuen Rolle als Coach beurteilt Ziemer manche seiner früheren Übungsleiter nun nachsichtiger: "Ich weiß jetzt, wie viel Verantwortung man in dieser Funktion hat." Im Umgang mit den Spielern ist es ihm wichtig, stets ein offenes Ohr zu haben; allerdings fordert er auch Disziplin ein. "Das ist mir wichtig, obwohl ich ja selbst ein ziemlicher Heißsporn war."

Wenn er heute auf seine Zeit als Profi zurückschaut, weiß er auch, dass er mit einer etwas professionelleren Einstellung vielleicht mehr hätte erreichen können. "Irgendwas hat nicht gestimmt in meiner Karriere", sagt Ziemer nachdenklich. Aber auch daraus zieht er in seiner neuen Rolle Vorteile: "Von meinen Spielern kann mir niemand was vormachen, weil ich alle Tricks kenne."

Quelle Nürnberger Zeitung




<Libelle>
unregistriert

...   Erstellt am 28.11.2010 - 23:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe mich amüsiert als ich das hier gelesen habe... Maria-Magdalena Ziemer ist eine Alkoholikerin die ihren Sohn Roger als Säugling weggegeben hat und sich nie darum kümmerte..





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