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Lana unregistriert
| Erstellt am 31.07.2005 - 23:41 |  |
Die habe ich grade gefunden und fand sie ziemlich gut. (c)SdBrain ____________________________________________________Kapitel 1 - Wieder zu Hause
Ja was soll ich sagen, mein Leben konnte extrem anstrengend sein, aber es ist ja nicht erst seit gestern so, naja, nicht ganz. Seitdem ich Frodo zum Besten gegeben hatte, hatte sich mein Leben doch grundlegend verändert, obwohl ich ja schon immer im Rampenlicht gestanden hab, mal mehr, mal weniger. Ich machte mir über die ganze Sache schon so ab und zu meine Gedanken, dass ich verdammtes Glück gehabt hatte, dass Peter mir die Rolle gegeben hatte. Vorallem nachdem ich so ein lustiges Bewerbungsvideo gedreht hatte, von dem ich selbst alles andere als überzeugt gewesen war, aber hey, hatte ja funktioniert! Alles in allem fühlte ich mich sehr zufrieden mit mir selbst und war stolz auf das, was ich bereits geschafft hatte.
Oh man, ohne meine Brille hatte ich auch echt verloren, bemerkte ich mal wieder, als ich in meinem Bett lag und da hin starrte, wo ich die Decke vermutete! An manche Sachen gewöhnt man sich nie, wie zum Beispiel ans schlechte Sehen, aber Kontaktlinsen fand ich auch sehr unbequem und trug sie daher nur dann, wenn meine Agentin mich darum bat, also ziemlich jedesmal in der Öffentlichkeit. Heute hatte ich frei und nicht nur das, die ganze nächste Woche war frei, weil ich vor kurzem erst wieder aus Prag gekommen war und URLAUB brauchte, ganz dringend und ganz viel. Schon allein, um mal wieder etwas Zeit für meine eigene Wenigkeit zu haben, da gab es einiges nachzuholen mit meiner Family und Freunden und das Leben konnte ja nicht nur aus Arbeit bestehen. Nicht falsch verstehen, es machte mir ja Spaß und ich liebte was ich tat...
Ich packte meine Uhr, die auf meinem provisorischen Nachttischchen stand und stellte mit einem wohligen Gefühl und einem Grinsen fest, dass es erst kurz nach halb elf war und ich hatte mir gestern fest vorgenommen, nicht vor zwölf aufzustehen. Hätte ich auch glatt gemacht, mich noch mal auf's Ohr zu hauen, wenn meine volle Blase mir nicht nen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Ich mein, kennt ihr des, wenn man schier zu platzen droht und einem echt nix andres übrig bleibt, als sich aus dem Bett auf's Klo zu quälen? Ich versuchte mich schwungvoll und elegant aus dem Bett zu schwingen, was mir aber glaub ich nicht so ganz gelang, tastete irgendwo nach meiner Brille und streckte mich erst mal ordentlich, nachdem ich die Welt schon etwas deutlicher vor Augen hatte. Dann noch kurz durch die Haare wuscheln, um nachher noch dämlicher auszusehen und noch schnell mal kurz in den Schritt gefasst - man tat das gut und es war noch alles dran- und dann ab ins Bad. Während ich so vor meinem Klo stand, versuchte ich mir krampfhaft einen Plan für heute zu schmieden, was mach ich heut so?? So das eine oder andere spukte da schon in meinem Hirn aber irgendwie wusste ich gar nicht so recht, was ich als erstes auf den Kopf stellen sollte. Ich machte mich ans Zähneputzen und schlich dann in mein Wohnzimmer. Viele konnten immer gar nicht verstehen, warum ich noch daheim wohnte. Gut, ich manchmal auch net, vor allem wenn meine Mom mich nervte. Aber mal ehrlich Leute, ausziehen - warum?? Hab doch hier alles was ich brauchte, Gesellschaft, meine eigene Bude, meine Kumpels und außerdem war mein Aufenthalt hier meistens eh begrenzt, warum also der ganze Stress?? Glaubt mir, am Geld mangelt es net und es geht nicht nur darum, dass man mir meine Wäsche machte. Da legte ich nicht selten selbst Hand an, meine Mom hatte da so ne Begabung, dass immer die Sachen drei Nummern kleiner aus der Maschine kamen, die ich besonders liebte oder besonders teuer waren. Tatsache ist auf jeden Fall, dass ich mein Poolhaus liebe, mich hier sauwohl fühle und es zumindest im Moment nicht ganz einsehe, in ein Projekt "Haus" Geld zu investieren.
Ich platzierte mich vor meinem PC, ließ ihn hochfahren und zündete mir eine an. Herrlich, das Leben konnte so schön sein, ich fühlte mich richtig entspannt und wohl. Ich nahm mir vor, ein paar Levels zu zocken, dann weng im Internet surfen und später mal Hannah anzurufen, ob sie Bock hatte, mit in die Stadt zu fahren, brauchte mal wieder ein paar neue CD's. Die aktuellsten waren schon wieder ein paar Tage alt und wer mich kannte, wusste, dass ich ein absoluter Musik-Junkie war und immer neuen "Stoff" brauchte. Ca. zwei Stunden und ner halben Packung später, verabredete ich mich mit meiner Schwester zum Shoppen (klingt Shoppen bei nem Jungen schwul?? Gut, sagen wir Einkaufen) und ich freute mich total drauf, mit viel Zeit durch die Läden zu streifen. Erstens, weil ich gern Zeit mit Hannah verbrachte und ich zweitens echt Lust hatte, mir ein paar neue Klamotten zu kaufen. Anschließend, so nahm ich mir vor, würde ich sie schick zum Essen einladen und mich dann mit ein paar Kumpels treffen, um weng um die Häuser zu ziehen. Das war doch mal ein Plan, damit konnte ich auch die ganze nächste Woche leben, bis mich meine Agentin anrief und ich wieder an die Arbeit musste. Ich war ja fest davon überzeugt, dass ihr Anruf sicherlich schon in einigen Tagen kommen würde und sie mich schließlich wieder dazu überredete, schon eher meinen "Urlaub" zu beenden und um für Presse und Fans bereit zu stehen. Naja, erst mal hatte ich ja meine Ruhe.
Ich fuhr mit meinem Cooper in die Stadt, ich halte nicht wirklich viel von dem ganzen Taxigefahre, solang ich selbst fähig war, zu fahren. Und mein Cooper passt glaub ich ganz gut zu mir. Hab mal im Internet auf einer Page von mir gelesen, dass ich angeblich einen roten Ferarri fahre, dieses Gerücht hat anscheinend irgendein Fan in die Welt gesetzt und schon machte es so seine Runde. Ehrlich, ich musste echt herzhaft lachen, stellt euch das mal bildlich vor. Natürlich sehe ich in jedem Auto gut aus (hehe), aber das passte dann doch so gar nicht zu mir!! Nein, da war mir mein Cooper am liebsten, der hatte alles was ich brauchte und wollte.
"Hi Maus! Na alles klar!" sie lächelte mich an, nachdem wir uns erst mal herzhaft durchknuddelten. "Ja alles klar und bei dir?" "Hab Urlaub, was gibt's Schöneres?!" Sie nickte und lachte, dann machten wir uns auf den Weg zum ersten Store und ließen beim Einkaufen (!) unsere Seelen baumeln, wobei wir so auch gleich die aktuellsten Neuigkeiten austauschten. Ich deckte mich wieder mit CD's ein, von allen möglichen Bands, die meisten davon Newcomer und mir selbst unbekannt und ich fand sogar eine alte von den Stoneroses, die ich noch nicht hatte, is ne echt gute Band, kann ich nur weiterempfehlen. Wir kauften uns viele Klamotten, wobei ich versuchte, sie so gut wie möglich zu beraten und umgekehrt, wobei sie glaub ich besser abschnitt, es machte unglaublich Fun. "So und nu?" fragte sie mich, nach einem prüfenden Blick auf ihre Uhr und lächelte mich an. "Hunger?" "Oh ja, schon irgendwie! Hast du an was bestimmtes gedacht, Lij?!" Sie kannte mich zu gut, denn meistens wenn ich hier unterwegs war, ging ich zu meinem Lieblingschinesen und das wusste sie ganz genau und ich musste grinsen. "Chinesich??" fragte ich vorsichtig und sie nickte. "Ja okay, lass uns gehn, hab so ein Loch im Bauch!" Ich legte meinen Arm um ihre Schultern und wir schleppten uns mit unseren vollen Tüten in das Restaurant.
"Wie läuft's eigentlich mit Nicole?" Mir blieben meine Glasnudeln im Hals stecken, musste sie ausgerechnet jetzt damit anfangen? "Joa, passt scho!" Natürlich gab sie sich damit nicht wirklich zufrieden, aber ich hatte auch nicht wirklich Lust, mich jetzt ausquetschen zu lassen. "Wie passt scho?? Sie war doch letzte Woche noch bei dir in Prag hast du erzählt!" "Passt schon soll heißen, dass es halt passt!" "Das klingt ja wahnsinnig überzeugend!" Ich konnte es meiner Schwester ja auch gar nicht übel nehmen, dass sie neugierig war (lag in der Familie), als ich letztens mit ihr noch telefoniert hatte, ließ ich sie im Glauben, es sei wirklich alles in Ordnung, aber das war dann doch etwas übertrieben, so was wollte ich nicht am Telefon erzählen - jetzt aber auch nicht. "Naja..., ich hab Schluß gemacht!" Sie sah mich mit großen Augen an, das kam jetzt vielleicht doch etwas überraschend, aber schließlich wollte sie es ja genau wissen und ich endlich meine Ruhe haben. "Jetzt echt?? Wie denn des?? Aber ich dachte, ihr würdet euch so gut verstehen?!" Ich musste es einsehen, sie würde sowieso nicht nachgeben und entweder, ich würde mich ihren Fragen jetzt und gleich stellen oder sie würde mit ziemlicher Sicherheit morgen vor meiner Tür stehen. Ich atmete tief ein. "Wir haben uns eben auseinander gelebt, ganz simpel eigentlich!" "Elijah, ihr ward nur zwei Monate zusammen und davon warst du die meiste Zeit in Europa! Ihr hattet euch nie zusammengelebt!!" "Mmhh, kann sein, aber ich hab sie die meiste Zeit irgendwie gar nicht so richtig vermisst. Wenn sie da war, war es okay, aber wenn sie wieder ging - war es auch okay!! Verstehst du, irgendwie war das nichts Ganzes und nichts Halbes. Vielleicht war ich nicht mal richtig verliebt. Und dann beim letzten Telefonat hab ich ihr dann gesagt, dass wir uns wohl nicht mehr sehen sollten und hab Schluß gemacht, oder so!" Sie sah mich mit traurigen Augen an. "Oh das tut mir leid, war vielleicht besser so!" Irgendwie konnte ich in ihrem Blick Mitleid erkennen, aber ich fand es irgendwie gar nicht so schlimm. Vielleicht war genau das das Schlimme, dass ich einfach mal wieder eine kurze Beziehung hinter mich gebracht hatte, nur um wieder zu erkennen, dass ich nicht fähig war, überhaupt eine zu führen!? Manchmal war es aber auch echt zum Hunde melken, seit so unglaublich langer Zeit hatte ich es nicht mehr auf die Reihe gebracht, eine normale Beziehung zu einem Mädchen aufzubauen, in dass ich mich wirklich verliebt hatte, bei dem ich das Gefühl hatte, sie musste an meiner Seite sein und sonst nirgends, weil sie zu mir gehörte. Mein rechter Unterarm nahm auch schon Bodybuildermaßen an, das war ja schon nicht mehr lustig. Und von meiner Pornosammlung wollen wir gar nicht erst reden. Ich konnte schon meinen eigenen Laden auf machen: Tauschen, Sammlen, An- und Verkauf!! Irgendwie war das ja schon traurig, aber irgendwie mochte ich auch das Single-Leben ganz gern. Du musst dich vor niemandem rechtfertigen, wenn du mal viel zu tun und wenig Zeit hast, oder brauchst nicht ständig Angst haben, dass du eines Morgens aufwachst und sie hat binnen von 24 Std. dein Konto leer geräumt oder dass deine Freundin von der Presse erwischt wurde und die Medien die ganze Sache in der Luft zerfetzten, ohne Rücksicht auf Verluste. Allein zu sein hatte auch echt seine Vorteile und mit denen versuchte ich das einsame Gefühl in mir zu verdrängen - klappte ganz gut!! Wir unterhielten uns noch schön gemütlich und ich hatte anscheinend auch irgendwann die Neugierde meiner Schwester gestillt und wir brachen mit unseren vollen Taschen wieder auf.
Ich fuhr Hannah nach Hause und beschloss, dass ich mich auch noch weng frisch machen konnte, so ne Einkauftour konnte einen echt fertig machen, vor allem wenn du mit einer Frau unterwegs bist, ganz schlimm! Ich haute mir kaltes Wasser ins Gesicht und geelte dann meine Haare wuschelig nach oben, ja so konnte ich mich sehen lassen. Dann schlüpfte ich in die neuen Klamotten, die ich gekauft hatte. Mein geilster Fang heute war eine Jeans, die aussah, als würde ich sie schon seit 10 Jahren tragen, aber Dank des Designers musste ich nicht soviel Zeit in den Look investieren, sie hatte große Löcher in den Beinen und eine Hosentasche am Hintern fehlte. Ich konnte meine Mom schon wieder bildlich vor mir sehen, wie sie mich musterte und mich förmlich anflehte, ich solle mir anständige, saubere Sachen kaufen, aber sie gab es immer sehr schnell wieder auf, auf mich einzureden. Wann würde sie endlich verstehen, dass Converse erst dann ihren perfekten Look hatten, wenn sie total versifft waren?? Richtig - niemals!! So, nun fühlte ich mich richtig gut, um heute mal wieder einen drauf zu machen. Ich fuhr in die Stadt und stürzte mich ins Nachtleben von LA, wieder in meinem Terrain und absolut gutgelaunt.
und was sagt ihr?? Gut??
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Frodo85 unregistriert
| Erstellt am 01.08.2005 - 12:40 |  |
die ist cool geht die noch weiter ??? 
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Lana unregistriert
| Erstellt am 01.08.2005 - 12:56 |  |
Kapitel 2 - Der Zusammenstoß
Der gestrige Abend mit meinen Jungs tat mir mal wieder so richtig gut. Wir landeten in einem kleinen Club mit Live-Band und gutem Bier, indem ich mal wieder so richtig abgehen und meinen Spaß haben konnte. Verdammt, den vielen Alkohol war ich nicht mehr gewohnt und jetzt musste ich mit nem kleinen Männchen und seinem Vorschlaghammer in meinem Hirn bestimmt noch den ganzen Vormittag leben. Ich wälzte mich im Bett hin und her, nachdem ich von meinem Brummschädel geweckt wurde, nur um noch einmal für wenigstens eine halbe Stunde eine geeignete Liegeposition zu finden. Pustekuchen, ich war hellwach und daran ließ sich nun nichts mehr ändern. Auch Wurst, dann würde ich eben aufstehen und mal ne Runde mit meinen Hunden um den Block drehen. Da bekam ich wenigstens etwas frische Luft, die mir und meinem Kopf bestimmt gut tun würde und ich konnte etwas Zeit mit meinen Lieblingen verbringen. Ich schwang mich aus den Federn, setzte meine Brille auf und wackelte ins Bad. Gleiches Ritual wie jeden Morgen, durch die Haare wuscheln, nach schaun, ob in meinen Shorts noch alles Fit im Schritt war und dann ran an die morgendliche Pflege. Ich schlüpfte in meine Klamotten und ging dann rüber zu meiner Mom, um schön zu frühstücken und dann meine Hunde zu entführen. Der Kaffee tat so gut und ich fühlte mich fast wie ein neuer Mensch, mal abgesehen von Johnny, meinem Kumpel mit dem Vorschlaghammer. Ich plauderte weng mit Hannah und meiner Mom, bevor ich aufbrach. Ich leinte meine Hunde an und ging vor die Tür. Nanu, ich blieb in der Einfahrt stehen und sah mich etwas verwundert um: Wir bekamen neue Nachbarn. Hatte ich ja ganz verplant, dass auf der anderen Straßenseite schon seit ich nach Prag gegangen war, das kleine Haus leer war. Ein riesiges Möbelauto und ein Kleintransporter standen auf der Straße und luden alles Mögliche an Kram ab. Ich stand noch einige Minuten da und sah den Leuten zu, musste dabei auch echt nen verpennten Eindruck hinterlassen haben und ich bin eben von Natur aus nicht wenig neugierig, bis ich dann los ging. Der Spaziergang tat mir wirklich gut, Johnny schien auch langsam Feierabend zu machen. Ich ließ meine Hunde im Garten frei, damit sie noch herumtollen konnten und verkrümelte mich auf mein Sofa, um mir meine neuen CD's anzuhören, von denen die meisten echt verdammt gut waren. Ich hatte noch ein paar Minuten, bis ich mich auf den Weg machen musste, mich mit Domi und Billy zu treffen, weil die im Moment in LA waren. Die meiste Zeit über mussten sie allerdings arbeiten und hatten alle Hände voll zu tun, aber heute wollten wir mal wieder richtig cool Surfen gehen, da war ich natürlich sofort dabei. Ehrlich, ich freute mich wie ein kleines Kind, die beiden wieder zu sehen, ihr habt keine Ahnung, wie viel Fun man mit den beiden haben konnte. Außerdem war schon wieder viel zu viel Zeit vergangen, seit wir uns zu letzt gesehen hatten. Ich packte mir noch schnell ein Handtuch, natürlich mein Brett und ein paar CD's für's Auto. Dann schlenderte ich los, warf alles in den Kofferraum und startete den Motor. Mit einem richtig guten Gefühl im Bauch von Vorfreude auf die Wellen und einem tollen Nachmittag mit super Freunden, fuhr ich los. Die Fahrt dauerte exakt vie Sekunden, endete drei Meter weiter hinten und zwar mit einem ziemlich lauten Knall, bei dem es mich unsanft nach vorn haute. Noch bevor ich irgendwas checkte, schoss mir auch schon das Adrenalin durch das Blut und mein Herz pochte wie wild. Am liebsten hätte ich mich gar nicht umgedreht und wäre in meinem Sitz versunken, aber stattdessen öffnete ich langsam die Tür und stieg vorsichtig aus. Auf den ersten Blick war die Lage gar nicht so kompliziert, wie ich befürchtet hatte. Ich Volltrottel war doch echt rückwärts rausgefahren und hatte ein Auto erwischt, dass gerade vorbeifuhr, aber der Schaden hielt sich bei beiden Autos in Grenzen, so was ich im ersten Moment sehen konnte. Die Tür des anderen Wagens öffnete sich und es stieg ein Mädchen aus, mit blondem, schulterlangem Haar. Ihr Blick fiel erst auf ihre verhaute Hintertüre, dann auf meinen Kofferraum und dann ziemlich böse auf mich. Ich schluckte und machte mich auf meinen Anschiss gefasst. Joa und der kam dann auch gleich, als sie zu mir kam, sich vor mir aufbaute (Tatsache, sie war kleiner als ich) und begann auf mich einzureden. "Sag mal hast du keine Augen im Kopf?? Du kannst doch net einfach so rausfahren, stell dir mal vor, da wär etz a Kind auf'm Fahrrad vorbei gefahren, des hättest du eiskalt platt gemacht!! Und jetzt is meine ganze Hintertür im Arsch, gaaaanz toll.....!" Da kam schon noch einiges dazu, aber irgendwann schaltete ich dann ab, immerhin sah ich meine Schuld ja vollkommen ein und hatte keinen großen Bock, auf eine dumme Belehrung. Ganz ehrlich, die Kleine war echt irgendwie süß, wie sie sich aufregte, aber langsam wurde es mir doch zu bunt, wie frech sie war. "Hey hey, mal ganz cool bleiben! Schließlich leben wir beide noch und meine Versicherung macht das schon, keine Angst. Du kriegst auch nen Mietwagen und alles was dazugehört, aber reg dich net so auf! Ich hab dich echt einfach nicht gesehen!" Sie atmete tief ein und aus, sichtlich bemüht, wieder etwas runter zu kommen, aber ihre Augen funkelten mich immer noch böse an. Gut, damit konnte ich leben. "Ja ja, schon okay!! ...trotzdem bist du net ganz Banane!!" Sie verzog keine Miene und ich hätte am liebsten über so nen Kommentar herzhaft gelacht, was in Anbetracht der Situation bestimmt nicht gut kam und so verkniff ich es mir. Was mir aber absolut nicht entgangen war, war der Akzent. Gott, ich lag Frauen mit einem süßen, europäischem Akzent ja praktisch zu Füßen, so was fand ich immer total goldig und machte mich gleichzeitig ziemlich an. "Na wenn das jetzt geklärt wäre, was ich auch immer für dich sein mag, würde ich etz was zum Schreiben holen, wegen der Versicherung!" lächelte ich sie übertrieben freundlich an. Ihr Blick blieb kalt, sie nickte aber und ich sprang schnell ins Haus. Schade, dass sie mich nicht erkannt hatte, jetzt hätte mir das vielleicht echt mal helfen können. Ich jumpte wieder nach draußen, wo sie vor ihrer verbeulten Hintertür stand und den Schaden begutachtete. Naja, sah echt net sehr schön aus und mein Kofferraum hatte auch ne rießen Delle. Ich räusperte mich laut und sie drehte sich wieder zu mir. "Also gut, hier noch mal meine Adresse und die Daten von meiner Versicherung. Ich bräuchte deine aber auch, dann kann ich später gleich mal anrufen und die Sache klären. Tut mir echt leid!" Die Stelle fand ich genau richtig, um meine Augenbrauen gaaanz weit nach oben zu ziehen, was ich ja so gut konnte, um meiner Entschuldigung noch den perfekten Nachdruck zu verliehen. Dennoch sah sich mich immer noch so stur an und machte keine großen Anstalten, meine Entschuldigung anzunehmen. Dann gab ich es eben auf. Sie krakelte auf dem Papier rum. "Also, dann hast du hier meine Adresse und die von meiner Versicherung. Wär net schlecht, wenn du des heut noch auf die Reihe bringst, ich hab viel zu tun und brauch das Auto!" Ich nahm den Zettel und sah sie dann an. Auf nett und freundlich sein hatte ich mittlerweile auch keinen Bock mehr. "Ja wie gesagt, tut mir echt leid und ich regel des scho, kein Stress! Wünsch noch nen schönen Tag!" So ne Zicke, schoss es mir durch den Kopf, bevor ich wieder einstieg und dann zum Strand fuhr.
So ein Penner, schoss es mir durch den Kopf, als ich mich wieder in mein Auto setzte. Jetzt waren wir gut eine Woche hier und dann schon gleich so was. Mag ja sein, dass ich vielleicht etwas überreagiert hatte, aber ich hatte ja schon so meine Problemchen, mich hier anständig einzuleben und der ganze Stress vom Umzug und dann noch der mit seinem dummen Cooper - das das auch immer mir passieren musste. Ich fuhr ins Einkaufcenter mit meinem verbeulten Wagen und machte die Besorgungen, die wir noch brauchten und das war so einiges, während meine beste Freundin zu Hause damit beschäftigt war, noch das ganze Chaos aufzuräumen. In den USA waren wir schon öfter gewesen, doch seitdem meine Großeltern verstorben waren und ich etwas von ihnen geerbt hatte, wussten wir, dass wir hier her mussten - für so ziemlich immer. Geplant war, dass wir uns eine große Wohnung in San Fransisco kaufen wollten, weil wir diese Stadt so unglaublich faszinierend fanden. Aber auf der Homepage der Immobilienfirma entdeckten wir dann dieses Haus. Es war nicht sonderlich groß, aber es hatte etwas Anmutiges, etwas ganz Besonderes, außer, dass es in LA war. Auch in Ordnung, dann würden wir eben dahin ziehen, wegen der Miete mussten wir uns dann auch erst mal keine Sorgen machen und ich hatte das Gefühl, meinen Großeltern hätte es auch gefallen und so schlugen wir zu. Wir hatten erst mal nur vier Tage Zeit, uns das Haus anzusehen und den Vertrag zu unterschreiben, aber ich war so angetan von der ruhigen Gegend und dieser hellen, sonnigen Stadt, dass ich sofort unterzeichnete. Das Ganze geschah, noch bevor wir uns von Deutschland trennen konnten, denn Kiki steckte noch mitten in ihren Semesterprüfungen und ich musste meine Kündigungsfrist einhalten. Bis es dann endlich soweit war und wir aufbrechen konnten, nutzte ich die Zeit um in einer anderen Firma unter zu kommen und Kiki in einer Uni, auf der sie weiter studieren konnte. Für uns beide, so wussten wir, würde das die Herausforderung unseres Lebens sein und da wir schon soviel zusammen erlebt hatten und uns auch nicht erst seit gestern kannten, trauten wir uns das zu. Wenige Tage bevor unser Flug nach LA ging, bekam ich einige Termine zu Vorstellungsgesprächen und schon allein das machte mir Mut, dass wir es wirklich schaffen konnten. Meine Maus hatte auch schon ihre Zusage von einem Collage in der Tasche und so flogen völlig aufgeregt und mit großen Erwartungen nach LA.
Ja und jetzt waren wir grad mal ein paar Tage da und schon war mein Auto halb Schrott. Es ist mir jedoch nicht entgangen, wer mir da rückwärts seinen Cooper in meine Hintertür geparkt hatte, der Makler hatte die Prominenz hier natürlich genutzt, um die gute Gegend und die Lage besser anpreisen zu können, auch wenn es keine Größen wie Georg Clooney waren. Wenn ihr mich fragt, ich machte mir nicht allzu viel draus. Klar, war es aufregend, gar keine Frage, vor allem wenn man sich zumindest was die Lage betrifft dazu zählen konnte. Aber die Leute waren mir alle auf der Leinwand irgendwie lieber. Ich glaubte nicht wirklich daran, dass sie ganz normal waren, ich fand die meisten echt ne Spur zu abgedreht. Okay, ich konnte nicht leugnen, dass mein neuer Nachbar eigentlich ja ganz nett war, mal abgesehen von dem Unfall. Er war nur etwas älter als ich und sah nicht schlecht aus und seine Filme fand ich bisher auch immer ganz cool, aber er war einer aus Hollywood, wie all die anderen. Will doch bestimmt auch nur bei jeder Gelegenheit einen auf wichtig machen. Und wenn ich mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren musste...
"Na Maus, hast du alles bekommen?" empfang mich Kiki nach meiner langen Einkauftour und ich stellte die Tüten in der Küche ab. " Ja, so ziemlich! Wie läuft's bei dir?" "Hab ein gutes Stück geschafft, aber am Schluss hatte ich keinen Bock mehr auf Rumräumen, sorry!" Das konnte ich zu gut verstehen, hatte mich ja nicht um sonst freiwillig zum Einkaufen aus dem Staub gemacht!! "Rat mal mit wem ich Bekanntschaft machen durfte!" Wir machten es uns in unserer Küche gemütlich und ich machte lecker, lecker Limonade mit frischen Zitronen und Eiswürfeln. "Sag bloß irgendeinen Promi!" sie funkelte mich neugierig an und ich musste wieder an den Unfall und an mein kaputtes Auto denken. "Naja, nicht ganz! Ich hab heut unseren Nachbarn kennengelernt, hat mich förmlich umgehaut!" "Echt? Sieht der echt so gut aus? Hast mit ihm geredet? Komm lass dir halt net alles aus der Nase ziehen!" Ich verdrehte die Augen, musste aber lachen, weil sie so neugierig war. "Er ist in unser Auto gefahren, als er rückwärts aus seiner Ausfahrt, Einfahrt, was auch immer, gekommen ist. Wums und schon hatte er seinen Mini direkt in die Hintertür geknallt, ich dacht echt, ich spinn!" "Ach komm, echt? Scheiße und jetzt? Was hat er dazu gesagt?" Ich schenkte mir noch ein Glas ein. "Er entschuldigte sich und meinte, seine Versicherung würde das scho alles machen und er ruft heut noch da an und ich soll mich net so aufregen!" Sie lächelte. "Hast du dich denn so aufgeregt?" Ich nickte, sah tief in mein Glas, sagte aber nichts dazu. "Typisch! Der Arme, hat sich bestimmt was anhören dürfen?!" "Ja wenn der net schaun kann!"
Ich verbrachte den ganzen Tag am Strand, meistens im Wasser mit Billy und Dom und wir konnten fast nicht mehr aufhören. Wenn wir nicht gerade die Wellen von Santa Monica ritten, beobachteten wir die Mädels und davon gab es mehr als genug, auch wenn im Grunde doch alle gleich hier aussahen. Das gehört für uns eben dazu, genauso wie sich cm dick mit Sonnencremè einschmieren, was vor allem für mich immer ganz wichtig war und was ich ständig tat. Kann man diese Sucht eigentlich irgendwo behandeln lassen?? Allerdings musste ich mir eingestehen, dass mir die Sache mit dem Unfall etwas schwer im Magen lag. Mein armer Cooper, das nervte mich am meisten und natürlich, dass ich Depp auch noch Schuld dran war. Was fuhr die aber auch so schnell da rum, war ja immerhin ne verkehrsberuhigte Zone - genau, sie war Schuld, so einfach!! Ich erzählte den anderen natürlich, was passiert war, schließlich hatten sie meine Kofferraumtür gesehen und sich sonst wie gewundert deswegen, aber erst so richtig lustig fanden sie dann die Geschichte dazu. "Na wenigstens hast du deinen verdienten Anschiss bekommen!!" lachte Domi und ich verdrehte gelangweilt die Augen. "Anschiss?? Die komische Tante hat gemeint, ich wär net ganz Banane!!" Billy presste seine Lippen aufeinander und je mehr ich darüber nachdachte, desto lustiger fand ich es ja selbst, auch wenn ich immer noch der Meinung war, dass die Kleine ne ganz schöne Zicke war.
Als die Sonne langsam unterging, verabschiedeten wir uns wieder und das fiel uns wirklich schwer, denn wer wusste schon genau, wann wir uns wieder sehen würden. Das war echt immer hart. Aber ich hatte (zumindest gegen Ende hin) einen echt coolen Tag verbracht und freute mich schon auf den Abend, den ich heut einfach mal nur daheim in meinen eigenen vier Wänden verbringen wollte. Oder wer wusste schon, vielleicht schleifte mich Hannah und ihre Leute noch irgendwo mit hin, ich ließ es einfach auf mich zukommen.
[Dieser Beitrag wurde am 01.08.2005 - 12:56 von Lana aktualisiert]
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Frodo85 unregistriert
| Erstellt am 01.08.2005 - 20:53 |  |
heeeeeeeey mehr mehr mehr gib mir meinen little liji ich brauch doch meinen stoff 
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Frodo85 unregistriert
| Erstellt am 01.08.2005 - 20:54 |  |
heeeeeeeey mehr mehr mehr gib mir meinen little liji ich brauch doch meinen stoff 
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Lana unregistriert
| Erstellt am 01.08.2005 - 21:50 |  |
Weiter gehts
Kapitel 03 - Nicole
Ich hatte es tatsächlich wahr gemacht und war den ganzen Abend daheim geblieben. Lag größten teils daran, dass kurzerhand alle möglichen Leute dafür zu mir gekommen waren. Das lief alles ziemlich spontan ab, so war es mir meistens am liebsten. Ein, zwei Anrufe und die Party stand. Meine Schwester kam dann auch mit ein paar Mädels rüber und mein Poolhaus war voll. Fünfzehn Leute konnten deine Bude echt in kürzester Zeit auseinander nehmen, aber da ich nur anständige und nette Freunde hab, ließen sie fast noch die Hälfte stehen. Ich lieb ja immer die, die einen fragen, ob sie noch jemanden mitbringen können und egal was man antwortete, wenige Minuten später stand dann ne ganze Meute vor der Tür und du hattest keine Chance mehr. Zum Glück ging das gestern Nacht nicht so ab, aber ich kannte es trotzdem. Die paar Mann verteilten sich relativ gut, ein paar von meinen Kumpels vergewaltigten meine PS2, die anderen verbrachten den Abend damit, mein CD-Regal auf den Kopf zu stellen, mir klebten die ganze Zeit die Mädels von Hannah am Hintern und der Rest versuchte sich in meiner Küche bei fast leerem Kühlschrank was zu Essen zu machen - fast wie bei Kochduell, aber meiner Meinung nach etwas aussichtslos. Da ich Urlaub hatte, störte mich das halbe Chaos nicht die Bohne und ich hatte den ganzen Abend meinen Spaß.
Im Großen und Ganzen wisst ihr ja bereits, wie das Aufstehen bei mir so vonstatten geht, eigentlich immer schön das Gleiche. Ich stellte mich unter die Dusche und gab mich ganz meiner Körperpflege hin und sang mich dabei lauthals fast selbst taub (is so ne Angewohnheit).Ich wickelte mir ein Handtuch um die Hüften und als ich dann ins Wohnzimmer schlurfte, musste ich grummelnd erkennen, dass noch ein kleines Überbleibsel von gestern Abend auf meinem Sofa pennte. Ich kratze mich am Kopf und überlegte, ob ich sonst noch irgendwas verpasst hatte, aber so fehlte mir eigentlich nichts. Ich zündete mir erst mal eine an um dann das Chaos in der Küche leichter verkraften zu können, und... - heilige Mutter Gottes, irgendjemand hatte gestern ja doch noch aufgeräumt, mir fiel ein Stein vom Herzen - brav Hannah!! Ich schlüpfte wenig später in meine Klamotten und setzte erst mal Kaffe auf, das war wenigstens was, was ich immer im Haus hatte und blind kochen konnte. Nur meistens war es mir hier allein etwas zu doof und ich ging rüber zu meinen Mädels. Heute zog ich bei meinem verplanten Zustand meine eigenen vier Wände vor und begann Mike zu wecken, weil ich es mir auf dem Sofa bequem machen wollte. Der sah sich auch erst mal erstaunt um, trank dann aber stumm mit mir ne Tasse Kaffee und wir zockten noch ein paar Levels, bis er dann auch irgendwann mal ging. So allein daheim, war für mich schon echt ne entspannende Sache und ich brauchte das auch ab und zu echt, um Energie zu tanken und wieder einen klaren Kopf zu bekommen und das konnte ich einfach am besten auf meinem Sofa, vor meiner PS mit ner Zigarette im Mund - das war eben meine Art von Wellness. Nach ein paar Telefonaten hatte ich dann auch meinen Abend arrangiert und versuchte dabei extrem, meine eigene Bude diesmal aus dem Spiel zu lassen, was mir ganz gut gelang. Noch bevor ich mich ins Bad zurück zog, um meinem Äußerem noch den letzten Feinschliff zu verpassen, verzog ich mich für ein paar Minuten in mein Schlafzimmer mit einer ganz besonderen DVD: Heiße Highschool-Mädels - ich brauchte sieben Minuten. Dann wackelte ich völlig entspannt und komplett zufrieden ins Bad und der Abend konnte kommen.
"Hi ihr beiden!! Find ich ja cool, dass ihr doch noch kommen konntet!" Billy und Domi waren gerade um die Ecke gebogen und wir begrüßten uns mit einer kleinen Umarmung. Meine Leute kannten die beiden ja schon und da sie sich bereits als absolute Stimmungsmacher einen Namen gemacht hatten, waren sie immer gern gesehene Gäste. Wir trafen uns vor einem meiner absoluten Lieblingsclubs, weil die Musik einfach genial war, man dort nur nette und normale Leute traf und gut und günstig trinken konnte. Seitdem ich wieder in der Stadt war, freute ich mich auf den Abend, an dem ich hierher kam. Wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen etwas weiter hinten, an dem man sich noch unterhalten konnte und einen super Blick auf die Leute hatte. Das war auch so was, was ich absolut liebte. Einfach da zu sitzen und zu beobachten. Ich war es immer gewohnt, dass die Augen auf mich gerichtet waren, dass die Menschen mich auf der Leinwand sahen. Aber hier erkannten mich die wenigsten, auch wenn man wusste, dass ich hier sehr oft war und ich ergriff die Möglichkeit, den Spieß etwas umzudrehen. Ich amüsierte mich über die Geschichten, die Domi und Billy so zu erzählen hatten und selbst berichtete ich von meiner Reise nach Europa. Ich kam gerade an eine Stelle, als ein paar Leute vom Filmteam und ich wieder mal irgendwas angestellt hatte, da fiel mein Blick auf ein Mädchen in der Menge. Ich merkte, wie aus meinem Mund nur noch wirres Zeugs kam und meine Knie weich wurden, dass konnte nicht sein, was für ein blöder Zufall. Sie hatte mich ebenfalls entdeckt und kam nun zielstrebig auf mich zu und ich schaffte es nicht, meinen Blick von ihr abzuwenden. Ich hatte sie gar nicht mehr so hübsch in Erinnerung, aber je näher sie kam, umso nervöser wurde ich. "Jungs, entschuldigt ihr mich kurz?!" Ich stand auf, weil ich ganz hinten saß und ich nicht wollte, dass wir uns über all die Leute anbrüllen mussten. Sie lächelte, was mich doch etwas verwunderte und ich kam mir irgendwie absolut blöd vor. "Hi Elijah!" ich schluckte. "Hi Nicole!" "Und, wie geht's dir so? Du bist seit Samstag wieder da, oder?" Ich nickte, mir steckte ein Kloß in der Größe einer Bowlingkugel im Hals, ich hasste meine Schüchternheit und ich HASSTE unangenehme Situationen. "Ähm, jaa... stimmt. Mir geht's soweit ganz gut und dir?" Sie blickte kurz zu Boden und sah mich dann wieder direkt an und jede Sekunde, die ohne ihre Antwort verging, kam mir unerträglich vor. "Mir würde es besser gehen, wenn du mich nicht so eiskalt abserviert hättest!" Autsch, das war etwas, was ich nicht wirklich hören wollte. "Elijah, können wir uns vielleicht kurz draußen unterhalten?!" Und das war eine der Fragen, die mir genauso wenig gefielen und ich musste mich wohl damit abfinden, dass ich gleich durch den Fleischwolf gedreht werden würde. Was war nur mit der Frauenwelt los da draußen!!! Hatte ich vielleicht so was wie ne Zielscheibe auf meiner Stirn?? "Ja klar!" Sie nahm meine Hand und zog mich hinter sich her an die warme Abendluft. Ich atmete tief durch. "Warum hast du einfach so am Telefon Schluss gemacht?! Das hätt ich von dir nicht erwartet, auf so ne bescheuert Art und Weise!! Echt voll das Letzte!!" Na das nannte ich mal direkt und sie machte mir auch nicht unbedingt den Anschein, als wäre sie traurig. "Naja, ich hab eben viel über uns nachgedacht und irgendwie hatte ich das Gefühl, wir passen doch nicht so gut zusammen!" Ihr Blick durchbohrte mich. Jetzt, da ich sie so ansah, mich ihre Augen so anglänzten und ihr Haar locker über ihre Schulter fiel, fragte ich mich auch irgendwie, warum ich sie so abserviert hatte. "Vielleicht hast du recht, aber du hättest mir das auch echt anders beibringen können!! Das war absolut beschissen von dir! Andererseits mag ich dich und ich hoffe, dass es uns nicht daran hindert, dass wir uns ab und zu sehen können?!" Ein Friedensangebot?? "Hör zu! Es tut mir leid, normalerweise is das auch echt net meine Art!! Weiß irgendwie auch net, was zur Zeit mit mir los is, aber als ich im Flugzeug so darüber nachgedacht und meinen Entschluss gefasst hatte, wollte ich es dir sofort mitteilen - also dich anrufen!! Ich mag dich echt und du kannst mich jeder Zeit mal anrufen und wir könnten mal nen Kaffee trinken oder so!" Ja Leute, das meinte ich wirklich ernst, ohne nur den einen Hintergedanken zu haben, obwohl der natürlich auch nicht schlecht war!! "Ja das denk ich wär okay, aber tu mir nen Gefallen und hör auf Mädchen so zu verarschen!! Zum Glück war ich gerade erst dabei, mich in dich zu verlieben, sonst würde ich dir wahrscheinlich jetzt den Kopf runterreißen!!" Sie funkelte mich ernst an und dennoch bildete sich ein gaaanz kleines Lächeln auf ihrem Mund "Es tut mir leid, sehr sogar!" Wir sahen uns schweigend an, sie wusste, dass ich es wirklich so gemeint hatte und ich wusste, dass ihr Anschiss von Herzen kam und dass ich sie trotz allem sehr verletzt hatte und tat mir selbst irgendwie weh. "Kommst du wieder mit rein?!" Ich schüttelte mit dem Kopf. "Nein geh ruhig, ich schnapp hier noch weng frische Luft!" Sie ging wieder zurück und ich ging ein paar Schritte und dachte nach. Ich hatte mich vorhin dabei ertappt, wie sehr ich mich danach gesehnt hatte, sie zu umarmen, ihre Lippen zu schmecken und den Duft ihrer Haut einzuatmen - als sie da so vor mir stand war mir plötzlich klar geworden, wie schön die Nächte mit ihr gewesen waren. Aber das war es dann doch auch irgendwie gewesen, vielleicht erkannte ich gerade zum erstenmal, dass ich eben kein Mädchen mehr für schöne Nächte und eine Fernbeziehung mehr haben wollte. Ich wollte endlich wissen, wo mein Platz war, an welche Seite ich gehörte, wem ich endloses Vertrauen und meine aufrichtige Liebe schenken konnte. Ich sah es ganz klar vor Augen und Nicole hatte bei dieser Vorstellung leider keinen Platz mehr. Ich musste mir eingestehen, dass ich den Glauben an eine Beziehung, in der ich glücklich war, fast aufgegeben hatte. Ich atmete tief ein und ging dann zurück zu den anderen und obwohl ich doch etwas betrübt war, fühlte ich mich durch das Gespräch zwischen Nicole und mir frei und erleichtert. "Wer war denn das süße Mädchen?" flüsterte mir Billy ins Ohr. "Sie ist, na ja also, meine Ex-Freundin!" Sein Blick wurde etwas finsterer, er hatte eher gehofft, ich würde sie ihm als eine gute Freundin vorstellen, von der ich selbst nichts wollte und sie ihm gern überlassen würde. "Oh, hast du ja gar nicht erzählt!" Ich winkte ab und trank von meinem Bier. "Nur halb so wichtig!" "Klappt es zur Zeit bei dir auch net so wie du's gern hättest?? Also ich mein natürlich was Frauen betrifft!" Seine Offenheit neben mir so plötzlich ließ mich etwas skeptisch werden und nach einem prüfenden Blick in seine auffällig kleinen Augen stellte ich schnell fest, dass er doch das eine oder andere Bier mehr intus hatte, als ich. "Ja scho irgendwie, ich glaub alle Frauen in meinem Umfeld haben nur eins im Kopf: Mich blöd anzumachen! Heut Nicole und gestern die Tussi mit dem Auto..........oh Shit Billy, ich hab das mit der Versicherung ganz verplant!! Da wollt ich scho gestern unbedingt anrufen!!" Billy lächelte schadenfroh, schon allein, weil er nun nicht mehr der einzige war, der sich sein Problem mit Frauen eingestehen musste... "Dann darfst du's morgen net verpennen, sonst gibt's wieder Ärger! Komm Wood, lass uns noch ne Runde bestellen! Wir ham noch nen ganzen Abend vor uns!"
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Frodo85 unregistriert
| Erstellt am 02.08.2005 - 01:02 |  |
so geil als hätte es little lij selber geschrieben lol
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Lana unregistriert
| Erstellt am 02.08.2005 - 17:25 |  |
Kapitel 04 - Der Spanner
Ich hatte bereits die Nummer der Versicherung gewählt, als meine Maus zur Tür hereinkam und ihre Sachen in die nächste Ecke feuerte. Eine nett klingende Dame meldete sich am anderen Ende und fragte mich, wie sie mir helfen könnte. "Ich hatte einen Unfall und wollte nachfragen, ob der schon gemeldet wurde, denn ich war nicht der Verursacher und da ich mein Auto dringend brauche, wollte ich mich informieren, wie schnell man das regeln könnte?!" Ich gab ihr die Daten, die sie von mir brauchte und auch die von Elijah und ich hörte, wie sie begann auf ihre Tastatur einzutrommeln. "Leider ist uns kein Unfall bekannt, aber ich kann gerne in der Zwischenzeit Ihren Bericht aufnehmen und wir werden uns soweit es geht darum kümmern!" So ein Holzkopf, schoss es mir durch den Kopf. Also begann ich zu erzählen und zu berichten und versuchte dabei korrekt und sachlich zu bleiben. Nachdem zumindest für's erste alles geklärt war, versicherte mir die Frau, dass sie sich wieder melden würde und ich legte auf. Ich schlurfte rüber ins Wohnzimmer, in dem es sich Kiki schon auf dem Sofa breit gemacht hatte. "Und, wie sieht deine neue Uni so aus??" Wollte ich wissen und ließ mich neben sie fallen. "Sieht ganz gut aus, aber ich hab ne halbe Ewigkeit dahin gebraucht!! Hab mich mit zwei Professoren unterhalten und die haben gemeint, ich darf an ihren Kursen jetzt schon teilnehmen, weil ich ja ne Studienbescheinigung hab und wenn das Semester dann zu Ende ist, soll ich mich dann wieder normal einschreiben. Da komm ich wenigstens nicht raus aus dem Stoff und hab was zu tun!" "Ist doch genial, dass alles so geklappt hat, freut mich voll!!" Sie nickte und wir ließen uns noch ein Stück tiefer in die Kissen sinken. Mittlerweile war es draußen schon wieder affenheiß geworden und auch wenn es hier angenehm kühl war, konnte einen die Hitze total fertig machen. "Und??? Hast du da mal angerufen?" Ich verdrehte die Augen. "Oh sag mir nix!" Sie musste lachen, weil sie es einfach köstlich fand, wie mich die ganze Sache nervte und umso lieber mochte sie es, mich darauf anzusprechen. "Die ham gar nix von nem Unfall gewusst, des langweilt so! Also der Autofuzzi von der Werkstatt gestern hat gemeint, er braucht so drei Tage und dann kann ich es wieder holen. War also gar nicht so dumm, das Auto gleich am nächsten Tag abzugeben! Am liebsten würd ich unsern Lieblings-Promi mal anrufen und ihn bitten, er soll des klären, sonst darf ich in zwei Tagen am Schluss noch bar bezahlen!! Wer weiß, wie die des hier machen!!" Kiki blickte zum Fenster. "Du kannst auch einfach rüber gehen und es ihm selbst sagen, dass er sich drum kümmern soll!" Ich sah sie empört an, aber dann kam mir, dass die Idee ja eigentlich gar nicht so dumm war. "Könnt ich ja eigentlich echt mal machen!! Immerhin hat der mir ja die ganze Sache eingebrockt!" "Also ich wird etz erst mal duschen gehen, kann mir ja dann denken, wo du bist, wenn ich dich nimmer find!" Sie grinste mich an und stand auf. "Wie sieht's aus, hast du dann Lust auf ne Shoppingtour durch LA?" Die Augen meiner Maus begannen zu funkeln. "Wenn du noch solang warten kannst, bis ich geduscht und fertig bin, bin ich dabei!" Ich nickte und sie sprang die Treppen nach oben. Ich verfiel in der Zeit in Gedanken. Vielleicht sollte ich ja wirklich mal rüber gehen und nachfragen. Irgendwie hatte ich echt das Bedürfnis, die Sache schnell zu klären, denn in Deutschland wusste ich genau, wie so was ablaufen würde, aber hier hatte ich nur bedingt einen Plan. Ich wollte nicht gleich meinen Start in LA mit so was versüßen und mich damit lang rumstreiten. Aber würde ich mich wirklich trauen??? NEEE!!! Oder doch?? Ich sah auf die Uhr und schon allein nur bei dem Gedanken wurde ich nervös. Es war kurz nach Mittag!! Hmm, rein theoretisch konnte ich ja schon mal rüber..... Ich stand kurzerhand auf, streckte mich ordentlich, damit ich etwas größer aussah und stapfte los. Wahrscheinlich würde er sowieso nicht da sein und irgendwo in der Weltgeschichte herumfliegen, also wovor Schiss haben, immerhin hatte er es mir versprochen, da anzurufen. Bis Kiki mit dem Duschen fertig war, durfte ich auch mit Mr. Wood fertig sein!! Ich öffnete die Tür, schlurfte mit meinen Flip Flops über die Straße und stieg hastig die drei Stufen zur Nachbarshaustür rauf. An der Klingel stand kein Name, war ja auch verständlich und ich drückte einmal fest drauf. Plötzlich kam ich mir mega doof vor, aber da musste ich nun wohl drüber stehen. Ich konnte Schritte hören - mein Herz wurde immer schneller. Die Tür wurde geöffnet und vor mir stand ein Mädchen, etwas größer als ich, mit dunkelblondem, schulterlangem Haar, ca. in meinem Alter. "Oh hallo?" Sie sah mich fragend an. "Ähm, könnte ich Elijah sprechen?? Es geht um den Unfall vor zwei Tagen!" Ihr fragender Blick hellte sich auf, ich war mir sicher, ich war bestimmt nicht das erste Mädchen, dass einfach so vor ihrer Tür stand, aber wegen des Unfalls schien sie Bescheid zu wissen. "Ja klar, er ist im Garten!! Also ich mein, er wohnt im Poolhaus!! Geh doch einfach nach hinten und klingel da." Sie deutete auf einen kleinen Weg, der hinter das Haus führte, der mir auch vorher so nie aufgefallen wäre. "Okay danke! Mach's gut!" "Ja du auch!" Und so hüpfte ich die Stufen wieder runter und machte mich auf den Weg in den Garten. Irgendwie fand ich das jetzt schon etwas komisch. Er war doch berühmt, verdiente viel Geld und wohnte im Poolhaus?! Wie abgefahren war das denn, irgendwie fand ich den Gedanken total cool. Aber nicht jetzt - ich hatte ein Hühnchen zu rupfen. Da stand ich also einen kurzen Augenblick später vor seiner Haustür, diesmal vor der Richtigen und ich musste wirklich zu geben, dass er sich hier hinten ein schönes Reich geangelt hatte. Ich klingelte und atmete tiiiiiief durch, er konnte ja schließlich nicht mehr machen, als mich von seinem Grundstück schmeißen, also warum nervös sein. Es dauerte.... Jetzt hatte ich noch die Möglichkeit mich vom Acker zu machen - was vielleicht sogar besser war.... Und gerade, als ich mich wieder zum Gehen umdrehen wollte.... wurde die Tür geöffnet. Mich riss es total, als er vor mir stand, in Shorts mit T-Shirt, kleinen, verschlafenen Augen, verstrubbelten Haaren und barfuss!! An seinem Blick konnte ich nur zu deutlich erkennen, dass er mit allem, nur nicht mit mir gerechnet hatte und er konnte wohl in meinem Blick erkennen, dass ich mit allem, nur nicht mit ihm in Shorts gerechnet hatte. "Oh... hallo!" stammelte das verpeilte etwas mir gegenüber vor sich hin und diese Situation war mir nun mehr als peinlich. Ich HASSTE unangenehme Situationen! "Ähhhhm,..... ja....... ähhhh! Hab ich dich geweckt?!" Oh Scheiße, wie blöd war ich denn, aus der Dusche kam der Junge ja nicht gerade! "Was? Äh.... ja scho!" Wer zur Hölle buddelte mir endlich ein Loch, indem ich versinken konnte?? Ruhig bleiben Conny, nicht vergessen, warum wir hier waren. "Tut mir leid, war nich meine Absicht! Hör mal, du hattest doch vorgestern versprochen, du rufst gleich die Versicherung an!! Die ham mir aber heut gesagt, die wissen nu nix!! Glaub mir, ich will dich echt nicht nerven, aber übermorgen hol ich mein Auto wieder ab, hast du's bis dahin vielleicht mal geschafft, den Hörer in die Hand zu nehmen? Kann doch net so schwer sein!" Er fuhr sich mit seiner Hand durch seine Haare und verzog sein Gesicht. "Ja ich mach des schon noch! Bist du extra deswegen her gefahren?!" Ich verstand nicht ganz, was er damit sagen wollte. "Wie hergefahren? Ich wohn dir gegenüber, dafür brauch ich net mal'n Fahrrad!" Seine Augen wurden nun etwas größer, sein verwirrter Blick wurde klarer, dem Jungen ging gerade ein Licht auf - und nicht nur ihm. "Sag bloß, du hast dir noch net mal die Mühe gemacht und auf den Zettel geschaut, den ich dir gegeben hab!" "Ja ehrlich gesagt, hab ich des irgendwie vergessen. Es tut mir leid, es war soooo viel los die letzten Tage, klär des heute noch - versprochen!" Er sah mich plötzlich mit einem gaanz merkwürdigem Dackelblick an, bei dem er seine Augenbrauen gaanz weit nach oben zog, aber irgendwie zog das nicht bei mir, ich konnte immer noch nicht glauben, was der mir hier für Sachen erzählte. "Ja klar, gleich heute!! Und ich bin Tina Turner!" "Hey du wohnst echt auf der anderen Straßenseite?" Langsam wurde mir klar, dass das hier alles keinen Sinn machte, warum war ich überhaupt her gekommen, der hörte mir doch sowieso nicht zu. Außerdem checkte der doch eh nichts in seinem verpennt Zustand, wahrscheinlich war er noch betrunken von der gestrigen Nacht, ganz toll!! "Ja, genau da wohn ich, richtig! Ich werd etz dann wieder gehn und einfach dafür beten, dass du des irgendwie auf die Reihe bringst...!" Ich drehte mich um und ging wieder. "Ja also bis dann...!" Hörte ich noch hinter mir, Gott, was war das für ein Spinner. Kopfschüttelnd bahnte ich mir einen Weg zurück zur Straße und zu meiner Haustür - klasse, ich hatte keinen Schlüssel und Kiki war noch am Duschen!! Wie blöd war das denn jetzt, ich wollte nur noch in die Stadt zum Shoppen....
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Musste ich das nun irgendwie verstehen?? Nicht wirklich, der Rausch gestern Nacht war auch wirklich zu heftig gewesen, ich musste wohl endlich mal lernen einzusehen, dass Billy und Domi als Europäer mir als kleinen Amerikaner weit überlegen waren, was den Alkohol betraf. Ich schlurfte wieder zurück ins Schlafzimmer, das wegen den Rollos immer noch angenehm dunkel war und zog mir mein T-Shirt wieder über den Kopf, das ich nur schnell übergeworfen hatte, weil es klingelte. Ich warf mich wieder in die Federn und warf beiläufig einen Blick auf die Uhr - verdammt erst kurz nach viertel zwölf. Ich stellte mein Bein wieder aus dem Bett, damit sich das Bett nicht mehr drehen konnte! Dann schloss ich auch schon wieder meine Augen und versank wieder in tiefen Schlaf.
So gegen drei hatte ich es dann endlich geschafft und den betäubenden Alkohol in meinem Blut besiegt, in dem ich langsam wie aus meinem Koma erwachte. Ich rieb mir die Augen und blieb noch etwas liegen, um ja keinen Stress in den Nachmittag zu bringen. Oh man ich konnte es immer noch nicht glauben. Jetzt ging mir die Kleine vom Unfall schon im Traum nach, war das verrückt!! Ich schmunzelte über mich selbst, das durfte ich echt keinem erzählen. Und wie ich wohl auf den Gedanken kam, dass sie neben mir wohnen würde - ich brauchte dringend mal wieder Sex, das hält doch keiner mehr aus!! Ich schwang meinen kleinen Hintern aus dem Bett und setzte mir erst mal einen Kaffee auf, während ich eine rauchte. Der erste Nikotinschub an diesem Tag ließ alles gleich besser aussehen und nach der ersten Tasse, war ich mir sicher, würde ich mich auch wieder wie ein ganzer Mensch fühlen und meine Vermutung kam nah dran. Nachdem ich mich kalt geduscht und angezogen hatte, ging ich erst mal in den Garten und schnappte frische Luft. Ich beschloss zu meiner Mum und Hannah zu gehen, ich hatte Lust auf Gesellschaft und vielleicht würde sich mein Schwesterherz ja dazu erbarmen, mit mir ne Runde ans Meer zu fahren. Ich klopfte an die Terrassentür, weil ich keinen Bock hatte, um's ganze Haus zu schleichen. Es dauerte einen Augeblick, dann öffnete mir Hannah die Tür und begrüßte mich herzlich. Wir hauten uns auf's Sofa und begannen uns zu unterhalten. Plötzlich sah sie mich mit großen Augen an, als ob ihr etwas Wichtiges eingefallen wäre und unterbrach ihren Satz. "War das heut das Mädchen, in dessen Auto du gefahren bist!" Ich verstand nur Bahnhof. "Wie?? Welches Mädchen?" Jetzt sah sie mich verwundert an. "Na heut Mittag hat ein Mädchen bei mir geklingelt, die dich sprechen wollte und ich hab sie zu dir geschickt. Sie sagte was von dem Unfall, den du vor zwei Tagen hattest!" Ich haute mir mit der flachen Hand auf die Stirn, dass es klatschte. "Na ganz doll, ich bin halt auch überhaupt kein Vollidiot!" "Elijah kannst du mal Klartext reden?! War sie denn net bei dir?" Ich nickte. "Doch, aber sie hat mich geweckt und ich war noch total dicht!! Kann mich auch nur noch wage daran erinnern, wie sie vor der Tür stand und als ich vorhin aufgewacht bin, hab ich gedacht, ich hätt des geträumt!" Hannah neben mir begann zu lachen. "Ja wie geil!! Elijah du bist so verpeilt!" Ich fand das irgendwie noch gar nicht lustig, vielleicht kam das ja noch. Das einzige was ich wusste, war, dass ich mich total zum Affen gemacht hatte, man wie peinlich war das denn?! Also wohnte sie wirklich neben an - na klasse, das konnte ja was werden. Andererseits machte mich das jetzt total neugierig. Erst mal, so nahm ich mir vor, würde ich das mit der Versicherung machen, das war ich ihr mehr als schuldig und auch ich wollte das Ganze nimmer länger vor mich her schieben. "Weißt du überhaupt noch irgendwas von dem, was sie gesagt hat?" Hannah schien sich wieder beruhigt zu haben. "Ja KLAR! Blöde Frage!" winkte ich ab, sie musste ja nicht alles wissen. "Also wie sieht's aus, fahren wir dann an den Strand?? So in anderthalb Stunden?" Sie nickte. "Okay, bin dabei!" Ich ging wieder zurück und wenig später hing ich auch schon am Telefon und lieferte mein Geständnis ab, danach fühlte ich mich wirklich besser. Aber dass das blonde, aufmüpfige Mädchen mir nun gegenüber wohnte, dass ließ mir ehrlich gesagt noch keine Ruhe. Ich bekam manchmal aber auch echt gar nichts mit. Ich merkte schon, es wurde mal wieder Zeit, mit meinen Hunden eine Runde um den Block zu drehen - obwohl ich mir sicher war, das es auch auf die andere Straßenseite reichte. Und selbst wenn ich das Pech hatte, sie durch Zufall zu treffen, dann würde ich versuchen nicht an heut Mittag zu denken und ihr sagen, dass ich die Sache nun wirklich geklärt hatte, genau!! Da meine Mum einen der Hunde zum Einkaufen mitgenommen hatte (damit sie nicht immer so allein im Auto war), leinte ich Rascal an und ging los. Erst lief ich wirklich bis ans Ende der Straße und wechselte dann die Seite und lief zurück. Ich sah mich genauestens um, ob ich nicht das Auto der Kleinen sehen konnte, aber irgendwie bildete ich mir ein, mich zu erinnern, dass sie was davon gesagt hatte, dass sie das Auto schon abgegeben hatte. Na ja egal, ich wurde immer langsamer, je näher ich ihrem Grundstück kam. Hoffentlich würde sie jetzt nicht irgendwie rauskommen! Einige Schritte weiter stand ich nun vor ihrer Einfahrt und konnte in den Garten blicken, weil ja kein Auto da stand. Vielleicht sollte ich mich ja auch bei ihr entschuldigen, für meinen geilen Auftritt von heute, dann wäre es möglich, dass sie mich nicht für völlig bescheuert mehr hielt. Ich ging noch ein paar Schritte weiter und stand nun vor dem kleinen Weg, der zur Haustür führte. Ich konnte nicht, irgendwas in mir sträubte sich dagegen. Ich hatte eindeutig Schiss. Es konnte ja auch sein, dass überhaupt niemand da war. Da ich meine alten Nachbarn gut gekannt hatte, wusste ich zumindest schon mal, wo das Wohnzimmer war. Ein einfacher Blick durch's Fenster würde mir schon mal verraten, ob es sich überhaupt lohnte, zu klingeln!! Ich sah mich kurz um, ob mich auch keiner sah und zog meinen Hund mit in die Einfahrt, über die ich hinter das Haus kam. Der Garten sah noch genauso aus, wie früher, meine Family und ich waren hier sehr oft zum Barbecue eingeladen gewesen. Ich kam mir ja schon total bekloppt vor, wie so ein Spanner oder Einbrecher, aber es machte auch Spaß. Und ach ja, hatte ich erwähnt, dass ich neugierig war??? Langsam schlich ich mich unter das Fenster, nahm meinen Hund kürzer an die Leine und versuchte gaaanz langsam und vorsichtig mich am Fensterbrett hochzuziehen (war zwar nicht hoch, aber so machen das Spanner eben), damit ich hineinschauen konnte. Je mehr ich vom Innenraum sah, umso schneller wurde mir klar, dass niemand da zu sein schien. Und die Einrichtung war cool, sah auch so aus, als wäre sie nicht allein. Vielleicht ist sie mit ihrem Typen oder auch die ganze Familie eingezogen!! Nee, dann hätte ich wahrscheinlich heute Besuch von ihrem Dad bekommen!! Ich war gerade dabei, den Wohnzimmertisch nach irgendwelche interessanten Sachen abzusuchen, als es plötzlich geschah - Rascal begann zu bellen. Ich war so erschrocken, dass mir fast das Herz in der Brust stehen blieb. "Hey ruhig, ganz ruhig!!" Versuchte ich ihn zum Schwiegen zu bringen, aber keine Chance. Ich entschied mich noch einmal einen Blick ins Haus zu werfen, um dann schnell das Weite zu suchen. Warum ich nicht auf die Idee gekommen war zu schaun, warum mein Hund bellte?? Ja, im Nachhinein frage ich mich das auch, denn als ich mich zum Gehen entschlossen hatte, mich umdrehte, traf mich noch mal der Schlag. "Kannst du mir mal bitte sagen, warum du da ins Fenster glotzt?" Die kleine Blonde!! "Ähhhhhhhhm!!! Ich wollte nachschaun, ooooob du da bist!" Stotterte ich, oh man ich war der größte Volldepp, denn es doch gab!! "Aha!! Schon mal was von Klingeln gehört?!" Tat ich ihr denn nicht langsam mal leid?? Ich mir schon! "Ja klar, also....!" Ihr gefiel es, mich hier wie einen Idioten stehen zu sehen und dumm auszufragen. Gut ich fände es auch komisch, wenn ich sie bei mir am Fenster hängen sehen würde. So was war auch normalerweise echt net mein Ding, ich garantier euch, noch nie in meinem Leben zuvor hab ich so was gemacht und auch jetzt kann ich mein Verhalten nur schwer erklären. "Was gibt's denn?" Ihr Stimme klang nicht mehr ganz so streng und ich glaubte, sie fand das Ganze langsam lustig. "Ja also ich wollt mich wegen heut entschuldigen, weil ich so verplant war und dir sagen, dass ich da angerufen hab und du dir wegen der Bezahlung und so keinen Kopf mehr machen brauchst!!" So, Mission erfüllt - ich war richtig stolz, dass ich die Situation doch so meisterte. "Oh, kein Problem, immerhin hab ich dich ja geweckt!! Ja das find ich natürlich cool, dass du des heut noch gemacht hast!" Stille, eine so was von unangenehme Stille trat zwischen uns ein. "Willst du vielleicht noch mit reinkommen, was trinken?" Schoss es plötzlich aus der Kleinen raus - wie war noch gleich ihr Name auf dem Zettel?? Irgendwas mit C, das wusste ich noch! Ich war wirklich baff, dass sie mich echt noch einlud, nachdem sie mich hier beim Spannen an ihrem Fenster entdeckt hatte. Ich deutete das irgendwie wie ein Friedensangebot - sie konnte also doch auch ganz okay sein!! "Ähm, ich hab leider keine Zeit mehr, vielleicht ein anderes mal! Ich muss dann nämlich wieder...!" Fragt mich nicht, warum ich nicht zugestimmt hatte, vielleicht hatte ich Schiss, dass sie mich noch mehr wegen des Vorfalles eben ausfragen würde. "Oh ja klar - hast bestimmt keine Zeit! Ja dann mach's gut!" Irgendwie klang sie nicht wirklich sehr enttäuscht oder sie wollte sich es nicht anmerken lassen. "Ja du auch! Vielleicht sieht man sich ja mal wieder!" "Ja kann sein!" Na das war doch mal nett, ich wandte mich zum Gehen um und lief die Ausfahrt entlang. "Ganz toll Rascal, braver Hund - echt!" flüsterte ich dem kleinen Verräter an meiner Seite zu. Ich hörte, wie hinten im Garten jemand die Hintertür aufsperrte. Das durfte echt keiner erfahren, was da grad passiert war - das war ja so peinlich gewesen!!
Ja ja so is der Lij ein ganz schlimmer Spanner (hat sciher gehofft er würde Dom dort finden, Lij du kleines Luder) 
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Frodo85 unregistriert
| Erstellt am 02.08.2005 - 19:35 |  |
lol ja unnter der dusche hehe
hoffe es geht bald weiter die story ist zu geil ganzr unser little liji
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Lana unregistriert
| Erstellt am 02.08.2005 - 19:49 |  |
Kapitel 05 - The Trade East Company
Ich dachte wirklich, ich sei im falschen Film und wusste im ersten, zweiten und auch im dritten Moment absolut nicht, was ich von diesem Vorfall halten sollte. Der Typ war so was von abgefahren, dass es ja irgendwo schon wieder total cool war. Ich fühlte mich von dem Geschehenen hin und her gerissen, denn das musste man sich mal vorstellen: Er hatte doch echt in unser Fenster gespannt!! Ich meine, was fiel dem eigentlich ein, er dachte wohl echt, nur weil wir neu sind und er Schauspieler, er könne sich alles erlauben!! Als er da mit seinem Hund so vor mir gestanden war und auf frischer Tat ertappt wurde, war ich erst ziemlich wütend gewesen. Dann tat er mir irgendwie doch leid, wenig später fand ich es lustig und im Allgemeinen irgendwie süß. Ich hätte nie gedacht, dass er so schüchtern sein konnte, denn obwohl er den Mut hatte, durch das Fenster zu spannen, war er nicht in der Lage gewesen, einfach an der Tür zu klingeln. Konnte mir mal bitte jemand sagen, was ich von diesem jungen Mann und seinen Aktionen halten sollte?? Das Problem, dass ich eigentlich nur an der ganze Sache sah, war sehr simpel: Typen, die absolut abgedreht waren, liebte ich total! "Hast du heraus finden können, woher das Bellen kam?" Kiki trat soeben durch die Wohnzimmertür und stellte neben dem Tisch ihre ganzen Tüten ab. "Du wirst es nicht glauben!" Wie denn auch, ich glaubte es ja selbst noch nicht mal!! "Wieso was war denn?" "Es war unser toller neuer Nachbar, der mit seinem Hund in unserem Garten Gassi ging und den ich dabei erwischen durfte, wie er gerade in unser Wohnzimmerfenster gaffte!" Die letzten Worte waren mir etwas schwer gefallen, denn ich merkte, wie ein Lachen sich nach oben kämpfte, als ich die ganze Szene noch mal vor Augen sah. "Ach nöö, komm schon!! Is doch net dein Ernst!" Sie musste grinsen, denn sie wusste, dass ich es so meinte, wie ich gesagt hatte und wir begannen zu lachen. Dann wurde ihr Blick aber doch wieder ernst. "Warum in aller Welt spannt der bei uns?? Is der noch ganz sauber?? Erzähl, was hat er gesagt?" Also begann ich zu berichten, welcher Anblick mir geboten wurde, als ich um die Ecke kam und Elijah da hängen sah, wobei wir beide ziemlich lachen mussten. "Ich hätte ihm beim nächsten Mal mit der Polizei drohen sollen, wer weiß, wie oft er noch auf die Idee kommt!" "Ich möchte den jetzt auch endlich mal kennen lernen, der scheint echt lustig zu sein!" schmunzelte meine Maus. "Musst einfach nur schön langsam in nem Auto die Straße runterfahren, so wie ich, dann stehen deine Chancen ganz gut, dass du das Vergnügen haben wirst!" Sie nickte und wir gingen nach oben unsere neuen Sachen auspacken.
Der Vorfall mit unserem neugierigen Nachbarn lag nun zwei Tage zurück und ich war gerade auf dem Weg in die Stadt, um mein Auto zu holen. Gestern bekam ich dann auch einen Anruf von der Versicherung und ich war so was von erleichtert gewesen, als sie mir bestätigte, dass nun alles geklärt werden konnte, weil sich der Unfallverursacher gemeldet hatte. Außerdem war ich mehr als froh, nun wieder etwas mobiler zu sein, denn auch wenn Busfahren was für sich hatte, morgen war mein erster Vorstellungstermin und zu dem fuhr ich doch lieber mit mir selbst am Steuer. Und Elijah? Den hatte ich seitdem nicht mehr gesehen, also ich hatte ihn weder besucht und wieder geweckt, noch das Vergnügen gehabt, ihn wieder im Garten zu erwischen. Ich wusste nach wie vor nicht, wie ich über ihn denken sollte und fragte mich immer wieder, ob er wirklich dachte, er könne sich alles erlauben?!
Wir lebten uns langsam aber sicher richtig schön in unser neues Leben ein, auch wenn uns jeden Tag immer etwas anderes Aufregendes passierte. Sei es auch nur beim Einkaufen oder am Strand, wir mussten uns immer anderen Situationen stellen, die meistens mit der amerikanischen Kultur und der Sprache zu tun hatten. Wir konnten beide gut Englisch und mochten die Sprache doch sehr, aber wir konnten es wohl nicht abstreiten, dass wir uns ab und zu noch ziemlich unsicher waren (ab und zu). Ich hatte nun auch schon mehrere Bewerbungsgespräche hinter mir und ich fand, dass alle ganz gut gelaufen waren. Ich war nur immer mächtig nervös und merkte oft zu meinem Entsetzten, dass ich so dumme Leichtsinnsfehler machen konnte, die ich im Nachhinein gar nicht erklären konnte, aber ich glaube, man war ganz nachsichtig mit mir. Kiki fand sich in ihrer Uni ebenfalls immer besser zurecht und lernte auch immer mehr Leute kennen, mit denen sie sich gut verstand und die Zeit in den Vorlesungen und dazwischen verbringen konnte. Das hatte einen großen Vorteil, denn wir bekamen auch über diesen Weg langsam aber sicher mit, was in dieser Stadt alles so abging und in war. Man kann sich das als Europäer vielleicht irgendwie vorstellen, aber im Grunde war ein Leben in den Staaten doch was wirklich ganz anderes. Auch wenn wir uns im Moment kein großes Party-Machen erlauben konnten, wollten wir doch schnell Anschluss an die junge Kultur finden und alles richtig erkunden. Bis jetzt hatte Kiki nur Leute kennen gelernt, die selbst nicht von hier kamen, auch für ein Auslandsstudium hier in LA waren oder eigentlich ganz woanders wohnten. Und wenn einer dabei war, der uns mal etwas herumführen konnte, dann meistens an die Plätze, die uns selbst nur wenig interessierten. Überhaupt, es bot sich irgendwie nie einer so richtig dafür an. So stürzten wir uns selbst ab und an ins Stadtleben und erforschten viele Sachen in Eigenregie, was auch immer ziemlich lustig war. Wir waren nun etwas mehr als zwei Wochen in LA und hatten Wohnungstechnisch zumindest alles soweit, wie wir es uns vorgestellt hatten und was für uns wichtig gewesen war. Ich stand gerade in meinen Sommerklamotten mitten im Wohnzimmer mit meiner Staffelei, um ein mega großes Bild für die Küche zu malen, als plötzlich das Telefon klingelte. Ich war allein zu Haus, genoss die kühle Brise im Zimmer und schreckte beim ersten Klingeln so hoch, dass ich einen schrägen Strich genau durch die Mitte zog. "Shit!" murmelte ich, weil ich mein Bild als völlig ruiniert sah, obwohl ich gerade erst angefangen hatte. Außerdem wunderte ich mich absolut, wer jetzt bitte anruft, denn ich wusste, dass unsere Eltern in Deutschland um diese Zeit noch gar nicht wach waren, denn hier hatten wir gerade 11 Uhr mittags. Vielleicht war ja was passiert?? Mein Schritt zum Telefon wurde schneller und mein Herz klopfte, denn ich kannte hier auch keine Leute, die diese Nummer hatten und uns anrufen könnten. "Ja hallo?" flüsterte ich unsicher in den Hörer. "Hallo! Spreche ich mit Ms. Hauer!" "Ja, ich bin Ms. Hauer! Was kann ich für Sie tun?" Irgendwie kam mir die Stimme am anderen Ende ja schon bekannt vor. "Ich bin Mr. Smith von der Trade East Company und wollte mit Ihnen über unser Bewerbungsgespräch reden!" Wenn ich vorhin erwähnte hatte, das mein Herz klopfte, dann raste es nun. "Oh ja, natürlich! Hallo Mr. Smith!" Meine Stimme begann zu zittern und ich trat nervös von einem Fuß auf den anderen. "Ich wollte Ihnen mitteilen, dass wir uns für Sie entschieden haben und Sie gerne ab nächsten Monat in unserer Firma begrüßen möchten. Ihr Arbeitsgebiet werden wir auch dann genauer besprechen, damit Sie auch genau wissen, wo Sie hingehören. Wir freuen uns sehr Sie in unserem Team bald Willkommen heißen zu dürfen, Ms. Hauer! Herzlichen Glückwunsch. Ich musste mir ernsthaft ein lautes Jubeln unterdrücken, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich ausgerechnet in dieser Firma eine Stelle bekommen würde. Das lag daran, dass es einfach ein brillant bezahlter Job war, bei dem ich auch noch halbtags arbeiten konnte und das bei drei Tagen in der Woche. Klar hätte ich auch wesentlich mehr arbeiten können, aber da wir für das Haus keine Miete zahlen mussten (hatten wir ja wie gleich gekauft), die Kosten für die Heizung wegfielen (hey, das macht in Deutschland viel aus) und Kiki nebenbei auch noch jobben gehen wollte, reichte dieser Verdienst vollkommen aus. Ich würde in einem schönen Büro sitzen und eine interessante Arbeit haben - schöner konnte das Leben doch gar nicht sein!! "Es freut mich ebenfalls sehr, das zu hören! Sie haben keine Ahnung, wie sehr!!" Mr. Smith am anderen Ende musste lachen. "Oh doch, das kann ich mir gut vorstellen! Gut, dann sehen wir uns ja schon bald. Ich werde Ihnen einfach noch einen festen Termin schriftlich zukommen lassen!" "Das wäre schön! Vielen Dank!" "Ich habe zu danken! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!" "Ich Ihnen auch!" Ich hörte das Klicken in der Leitung und das Besetztzeichen und doch brachte ich es vor Aufregung nicht auf die Reihe, aufzulegen. Als ich dann aber doch soweit war, knallte ich das Ding in die Ladestation und hupfte erst mal freudig durch das ganze Wohnzimmer. Ich musste mich zwar dabei erwischen, wie ich alle Fenster kontrollierte (in dieser Nachbarschaft war man ja bekanntlich vor nichts sicher) und ließ dann meiner Freude freien Lauf. Daheim konnte ich leider noch keinem von dieser coolen Nachricht berichten und als ich es bei Kiki auf dem Handy versuchte, hatte sie es ausgeschalten. Na ja, sie würde sowieso bald nach Hause kommen und ich nutze meine gute Laune, um Dinge zu tun, auf die ich vorher keinen Bock gehabt hatte. Also machte ich mich zum Beispiel auf in die Wäschekammer und dergleichen, während ich bei der Arbeit fröhlich vor mich her pfiff. Ich überlegte beim Staubwischen angestrengt, wie man dieses Ereignis doch feiern könnte und es schossen mir Ideen durch den Kopf wie: In einen tollen Club zu gehen, oder einfach schön Cocktail trinken, oder eine leckere Flasche Wein auf der Terrasse öffnen. Ich malte mir in meinem Hirn die angenehmsten Sachen aus, als plötzlich mein Handy klingelte. Ich war wieder erschrocken, weil ich damit nicht gerechnet hatte, aber als ich Kiki's Nummer sah, atmete ich erleichtert die Luft aus. "Hallo Maus!! Du hast mich angerufen, hab ich gesehen?? Was gibt's denn!" "Haaaaaaseeeeeeee!! Ich hab die Stelle bei Trade East!! Is das nicht genial, das war die, die so gut bezahlt wird!" kreischte ich in den Hörer. "Oh man is das toll!! Super Süße, ich hab gewusst, du schaffst es. Wohin gehen wir feiern?!" Schön, dass wir immer gleich an das Gleiche dachten!! "Keine Ahnung, lass uns das ausmachen, wenn du widda da bist! Wie lang brauchst du noch??" Ich rechnete damit, dass sie noch mindestens eine Stunde nach Hause brauchte. "Ich bin in ca. 15 Minuten da, weil ich hier von jemandem mitgenommen werde!" "Jetzt echt?? Das is cool, aber pass ja auf dich auf, nicht, dass er dich dann in irgend ein Slum mitnimmt und du nimmer heim kommst!" Ich hörte ein herzliches Lachen am anderen Ende. "ER ist eine SIE und sie wohnt mehr als nur in unserer Nähe! Aber das erzähl ich dir gleich, ich kann sie dir ja gern mal vorstellen!" Ich musste zugeben, dass ich sehr neugierig wurde. "Ja mach das, ich freu mich!! Ciao!" Wen sie wohl da mitbrachte?!
Da ich nun ja nur noch eine viertel Stunde Zeit hatte und wir auch noch unerwartet Besuch bekamen, schwang ich meine Hufe, um mein Putzzeug zu verstauen und mich herzurichten, dass man mich wenigstens ansehen konnte. Außerdem sparte ich mir auf diesem Wege das Gedrängel im Bad später. Und ich wurde wirklich ganz knapp fertig, als ich den Schlüssel in der Tür hörte. Ich flitzte nach unten und als ich meine Maus mit ihrem Gast im Flur stehen sah, verschlug es mir erst mal die Sprache. "Hey Süße!! Herzlichen Glückwunsch!" fiel mir Kiki um den Hals. "Darf ich vorstellen: Das ist Hannah!! Sie ist an der selben Uni wie ich!" Ich hatte sie sofort wieder erkannt, Elijah's Schwester. Ich reichte ihr die Hand und schüttelten sie. "Hallo, ich bin Conny, der Alptraum deines Bruders - na ja, oder von seinem Auto!" Sie begann zu lachen. "Ja stimmt, er hat die ganze Zeit über seinen Cooper gejammert!! Aber du musst wissen, dass er ohne Brille nun mal blind wie ein Maulwurf is!" Wir mussten alle grinsen, ich mochte sie. Sie war mir richtig sympathisch, immerhin zog sie gerade ihren eigenen Bruder durch den Kakao. Damit konnte man bei mir richtig viele Pluspunkte sammeln. "Komm doch rein, möchtest du was trinken?!" "Ja klar doch, gern!! Meine Mom kommt sowieso erst heut Abend wieder!" Und so begann ein wunderschöner Mädchen-Abend zu dritt. Kiki hatte Hannah bereits bei der Heimfahrt erzählt, dass es heute etwas zu feiern gab und man musste Hannah nicht lange überreden, den Abend bei und mit uns zu verbringen. Wir flaggten lässig auf unserer Terrasse rum, redeten über Gott und die Welt miteinander und es machte unglaublich viel Spaß, ihr dabei zuzuhören, wenn sie von LA und ihrem Leben hier erzählte. Natürlich erwähnte sie automatisch immer mal wieder ihren Bruder und ihre Familie, aber darauf wollte ich zumindest ersrmal nicht näher eingehen - außerdem sollte es nicht so wirken, als wäre sie nur wegen ihrem berühmten Bruder hier so willkommen. Ich wollte ja sowieso nichts weiter von ihm wissen - hatte ja schon Bekanntschaft genug mit ihm gemacht. Als wir unsere Flasche Rotwein leer hatten, beschlossen wir ein bisschen um die Häuser zu ziehen, denn morgen Vormittag würde keiner der beiden in eine Vorlesung müssen und auch bei mir ging es erst in vielen Tagen los. Sie nahm uns mit rüber zu sich, um sich noch schnell was Neues anzuziehen und Bescheid zu sagen, dass sie heute erst später wieder kommen würde. Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch gleich Mrs. Wood kennen, die uns überaus freudig begrüßte. "Das ist ja mal ein netter Besuch!! Schön euch zu sehen, immerhin sind wir ja jetzt eure neuen Nachbarn!" Wir mochten sie auf anhieb total und auch wenn Elijah Wood absolut nicht ganz sauber hinter den Ohren war - seine Familie war schwer okay. "Na dann macht euch doch einen schönen Abend und passt auf euch auf Mädels! Ach ja, Conny und Kiki: Falls ihr irgendwann mal was braucht oder wenn ihr Probleme habt, dann könnt ihr gerne jeder Zeit zu uns kommen! Wir helfen euch wirklich gern!" Man merkte ihr an, dass sie es auch wirklich so meinte, wie sie sagte, und wir waren ihr sehr dankbar. Ich liebte diese Frau schon jetzt.
"Also gut Mädels, dann sagt mir doch einfach mal, was euch so an Musik und Locations gefällt und ich sag euch dann, ob wir was passendes hier finden!" Wenn man mich nach meinem Musikgeschmack fragte, dann bekam man sehr schnell eine laaaaaaange Antwort, denn wie auch Kiki liebte ich Musik und hatte eine Menge Bands, die ich mochte. Wir beschrieben Hannah zur Hilfe einfach unseren Lieblings-Club und sie freute sich sehr, dass unser aller Geschmack sehr ähnlich war. Und so fuhren wir mit dem Taxi in die Stadt und freuten uns, endlich jemanden gefunden zu haben, mit dem das auch Spaß machte und ein echter Erfolg zu werden schien.
Für dich Poste ich doch gern mal weiter
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