Laird  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 12.02.2006 Beiträge: 10593 Nachricht senden | Erstellt am 31.08.2006 - 23:40 |  |
Buchrücken:
Während Kommandeur Mumm von der Stadtwache den gefährlichen Verbrecher Carcer verfolgt, wird er auf dem Dach der Bibliothek vom Blitz getroffen und dreißig Jahre in die Vergangenheit versetzt, ins alte Ankh-Morpork: Dort herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Die damalige Wache besteht aus korrupten Versagern, die Gefahren scheuen und ihre Aufgabe keineswegs darin sehen, dem Gesetz Geltung zu verschaffen. Und einer von ihnen ist auch ausgerechnet der junge Obergefreite Sam Mumm.
Inhalt:
Kommandeur Mumm schlüpft in die Rolle des Oberfeldwebels John Keel und versucht, die Wache auf Vordermann zu bringen, die Unruhen zu beenden, eine Elitetruppe der Stadtwache – die Unaussprechlichen – auszuspielen, den ebenfalls „mitgereisten“ Carcer dingfest zu machen… und ganz nebenbei einen Weg zurück in die Zukunft, seine Gegenwart, zu finden.
Mit dem Wissen um die bereits einmal erlebte Vergangenheit sollte dies eigentlich ein leichtes Unterfangen darstellen. Wäre da nicht das für Zeitreisen typische Problem: Ändere nicht die Vergangenheit, denn dadurch verändert sich die Zukunft. Auch die Mönche, die eine Art Wächter der Zeit sind, bieten Kommandeur Mumm keine große Hilfe, so dass er zunächst auf sich allein gestellt ist.
Ankh-Morpork:
Ankh-Morpork ist eine Stadt auf der Scheibenwelt (ja, diese Welt ist eine Scheibe), in der Menschen neben Zombies, Trollen, Zwergen und Zauberern leben. Was sich auf den ersten Blick seltsam anhören mag, erfährt durch Terry Pratchetts Weise, Fantasy-Figuren nur allzu menschlich darzustellen, eine Normalität zum „auf die Schenkel schlagen“.
Beurteilung:
Der Leser früherer Romane um Ankh-Morpork, Kommandeur Mumm und die Stadtwache trifft in „Die Nachtwächter“ auf viele bekannte Personen: Fred Colon, Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin-Schnapper, Reg Schuh und natürlich die typischen Ankh-Morporkianer.
Terry Pratchett treibt in lockerem Erzählstil die Story voran, ohne sich in langatmigen Erläuterungen zu verlieren, versäumt es aber nicht, Atmosphäre zu schaffen. Mit seinen bekannt trockenen Kommentaren und Dialogen bindet er den Leser an sein Buch und läßt diesen sich mit Kommandeur Mumm identifizieren.
Für Terry-Pratchett-Fans ist das Buch ein absolutes Muss. Aber auch Nicht-Fantasy-Lesern kann ich das Buch nur ans Herz legen. Wer dieses Buch jedoch liest, ohne andere Romane aus der Scheibenwelt gelesen zu haben, wird sich um das Vergnügen des Wiedererkennens alter Bekannter bringen.
Von mir gibts für dieses Buch die volle Punktzahl!!!
Signatur Man kann dem Schicksal mitteilen: Das ist nicht fair. Und es antwortet vermutlich: Ach, tatsächlich nicht? Entschuldige. |