IrasCignavojo  WeltChronist und Ex-ZSL
    

Status: Offline Registriert seit: 14.05.2006 Beiträge: 2759 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2006 - 20:58 |  |
Temania erwache !
Es war ein wunderschöner Tag, die Sonne stand hoch über den Kuppeln der
Hauptstadt, und die seltenen Loirid Vögel trällerten ihren fröhlichen Gesang
über den Paradeplatz von Teegra. Zu hunderten hatte Rexor sie über den Platz
verteilen lassen, um diesem Tag durch ihren Gesang und ihr buntes Farbenkleid
den richtigen Rahmen zu verleihen.
Überall standen Gardesoldaten aus Rexors persönlichem Leibregiment, alle in
Paradeuniformen gekleidet. Ja dieser Tag sollte wirklich etwas besonderes
werden dachte Rexor, zu lange hatte das Leben in Temania einen Winterschlaf
gehalten, aus dem es nun erweckt werden sollte. Dieser Tag würde durch eine
wahrhaft prunkvolle Parade eine neue Zeit für Temania einleiten.
Menschenmengen säumten die Straßen vom Palast bis zum Paradeplatz, alle
wollten sie ihren Herrscher nach langer Zeit wieder zu Gesicht bekommen, und
ihn bejubeln. In erster Reihe standen die kleinsten unter der Bevölkerung, und
die Wachen die mit der Sicherung der Parade beauftragt waren, hatten alle
Hände voll zu tun um nicht einen von Ihnen unter den Absperrungen durchwischen
zu lassen. Fahrende Händler mit Ihren Bauchläden drängten sich durch die
Menschenmengen um ihre Waren an den Mann zu bringen, die Luft wurde durch
Ihren Lärm und unterschiedlichste Gerüche geschwängert. Ja dies sollte
wirklich ein besonderer Tag werden sagte Rexor leise, wie zu sich selber. Noch
einmal überprüfte er die Schnallen seiner Rüstung auf ihre Position hin. Alles
perfekt. Halt, war wirklich alles perfekt, stand auch der Schimmel bereit den
sich Rexor für die Parade vorbereiten hatte lassen ?
Just in diesem Moment betrat ein Kammerdiener die Räumlichkeiten des
Herrschers und überbrachte Rexor die Nachricht das alles für die Parade bereit
stand. Gut, es schien wirklich alles perfekt zu sein. Langsam schritt der Herr
des Sumpfes in seiner bräunlich grün schimmernden Rüstung die breiten Treppen
in die Vorhalle des Palastes hinunter, wo er durch ein Dutzend seiner
Elitesoldaten in Empfang genommen wurde. Gemeinsam betraten sie den Vorhof des
Palastes, wo seine Gemahlin Daya bereits mit ihrem Gefolge wartete, und
bestiegen ihre Pferde. Wie aus tausend Mündern gleichzeitig brach der Jubel
aus, als Rexor sich zum ersten Mal seit langer Zeit seinem Volk zum ersten Mal
wieder zeigte, und es schien als ob er nichts an Sympathie eingebüßt hatte.
Langsam ritt die Kolonne unter dem immer lauter werden Jubel der Bevölkerung
Richtung Paradeplatz, die Loirid Vögel waren unter dem Getöse der
Menschenmengen nicht mehr zu hören und stiegen durch den Lärm aufgeschreckt
schnell gen Himmel auf, als plötzlich eine einzelne Person einen Gardisten der
die Straße sicherte hinterrücks niederstach, und mit einem Pfeil auf dem Bogen
auf die Straße sprang. Wie gebannt starrten die umstehenden auf die einzelne
Person, die sich in großen Sprüngen in eine gute Schußposition brachte, zielte
und auf den Herrscher feuerte. Durch die hektischen Bewegungen aufgeschreckt
und irritiert stieg Rexors Schimmel auf und versuchte aus der Formation
auszubrechen. Nur mit größter Mühe gelang es Rexor den Gaul unter Kontrolle zu
halten, wodurch er sich nicht auf den Angreifer konzentrieren konnte. Wie in
Trance blickte er auf den tödlichen Pfeil des, mittlerweile durch
Elitesoldaten überwältigten, Attentäters der auf ihn zuraste. Unausweichlich
schien der tödliche Treffer, zumal der Herr des Sumpfes den Schimmel noch
nicht wieder ganz unter Kontrolle hatte, als Rexor von der Seite einen
schnellen Schatten vernahm der sich in Richtung des Pfeiles zubewegte. Ein
Augenschlag und alles war vorbei.
Rexor sah einen seiner jungen Offiziere schwer verwundet zu Boden sinken.
Durch den lebenden Schild vom eigentlichen Ziel abgelenkt verfehlte der Pfeil
zwar Rexors Herz knapp, dennoch wurde er schwer verwundet und fiel nach einem
kurzen Augenblick des Schockes schwer verwundet vom Pferd. Abrupt brach der
Jubel der Bevölkerung ab, und man konnte aus weiter Entfernung das fröhliche
Lied der Loirids hören.
Als Rexor schmerzverzehrt ein Auge öffnete und sich zwang seine Sinne wieder
unter Kontrolle zu bringen, bemerkte er das sich seine Gemahlin zusammen mit
einem Medicus tief über ihn gebeugt hatte. Voller Schmerz schrie er auf als
der Medicus den Pfeil entfernen wollte, etwas grober als es seine Art war
schubste er ihn zur Seite, er hatte etwas zu sagen, und nach dieser Tat mehr
den je.
Durch Schmerzen und den noch in seiner Brust steckenden Pfeil geplagt
rappelte er sich durch Daya gestützt auf, und hob die rechte Hand.
Stille kehrte ein in Teegra, und jeder Bürger lauschte den Worten des
Verwundeten.
"Volk von Temania, Freunde, heute ist ein großer Tag für uns, nach dieser Tat
mehr den je. Zu lange (schmerzen durchzuckten ihn) waren wir von den
Ereignissen auf Myra ausgeschlossen, zu lange gingen die Geschehnisse an uns
vorbei. Es wird Zeit uns zu strecken und aus dem Winterschlaf (Rexor knief die
Augen zusammen und versuchte den Schmerz zu ignorieren, ein Soldat eilte
herbei und stütze ihn auf der anderen Seite) zu erwachen !!
Es mußte soweit kommen das ich in meinem eigenen Land um mein Leben bangen
muß, um die Augen zu öffnen.
Hiermit verkünde ich das Temania ab heute alles tun wird um sich zu wehren,
und die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten. (unter schmerzen
bricht Rexor zusammen, nur um sich noch einmal hochzurappeln).
Die Hand in Richtung Himmel erhoben, das Haupt trotz seiner schweren
Verletzung hoch erhoben setzt er zu einem letzten Ruf an bevor ihn seine
Kräfte verlassen und er in seine Gemächer getragen wird:
TEMANIA ERWACHE !!!!!!!!
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IrasCignavojo  WeltChronist und Ex-ZSL
    

Status: Offline Registriert seit: 14.05.2006 Beiträge: 2759 Nachricht senden | Erstellt am 24.05.2009 - 00:10 |  |
Tag der Entscheidung
Der Tag war düster, dunkle tief hängende Wolken verdeckten die Sonne.
Zusätzlich zu dem bereits sehr schwachen Licht verursachten die
zugezogenen Vorhänge eine überaus beunruhigende Atmosphäre im
zweitgrößten Zimmer des Palastes von Tegra. Mitten im Raum brannte eine
kleine Kerze, ihr Licht warf flackernde Schatten an die kalkweisen
Wände, und zeichnete tanzende Dämonen in die Schatten. Plötzlich wehte
ein Windböe durch das Zimmer und tötete die Dämonen auf einen Schlag,
die Luft war drückend, und der Geruch nach zermahlenem Ginseng und
gekochter Alraune erleichterte das Atmen nicht gerade.
Neben der nur noch glimmenden Kerze, deren Rauch sich langsam mit der
Luft vermischte, stand ein kleiner Stuhl auf dem eine zierliche Gestalt
in sich gekrümmt eingenickt war. Immer wieder erwachte die Person aus
ihrem Dämmerzustand und blickte besorgt in Richtung des riesige Bettes,
das knapp ein drittel des gesamten Raumes beherrschte, und auf den sich
darin befindenden Mann.
Die Augen waren ihr schwer geworden nachdem sie die gesamte Nacht am
Krankenbett gewacht hatte, und so kam es das die Gestalt in der durch
das erlöschen der Kerze hervorgerufenen Dunkelheit in einen unruhigen
Schlaf verfiel, aus dem Sie durch einen lauten Schrei des Schmerzes
gerissen wurde. In wilder Panik sprang die Gestalt auf und zündete
sofort einen neue Kerze an. Was sich ihr bot war ein Bild der Trauer,
der einst so starke und stolze Herrscher von Temania war nur noch ein
Schatten seiner selbst, die letzte Nacht hatte ihn viel Kraft gekostet,
seine Wangen waren eingefallen, und sein Gesicht weis wie die Wand des
Zimmers. Er hatte bereits seit Tagen das Bewußtsein nicht wiedererlangt
und war durch die mangelnde Nahrung stark abgemagert, dennoch schlug er
die Augen auf und sah sich um. Als er die Frau erkannte die neben ihm
auf dem Stuhl saß öffnete er den Mund und begann langsam und leise zu
flüstern: " Meine liebe Gemahlin, wie steht es um mich, ich fühle mich
nicht gut, meine Lippen sind trocken und mein Oberkörper ist taub".
Nachdem ihm seine Frau Dyla geantwortet und ihm mitgeteilt hatte das
sein Zustand nicht mehr kritisch aber immer noch Grund zur Sorge gäbe,
fragte Rexor nach dem jungen Soldaten der sein Leben riskierte um als
Schild für ihn Rexor zu dienen. Erst nachdem er erfahren hatte das auch
der junge Offizier nicht mehr in Gefahr schwebte sank Rexor wieder in
tiefen Schlaf zurück................................
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