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Mondnixe
unregistriert

...   Erstellt am 07.08.2008 - 15:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Das Schriftzeichen „Tee“ besteht aus den Zeichenkomponenten „Gras“ und „Holz“ beziehungsweise aus ihrer Verschmelzung.
Quelle :Lu Yü, Ch`a-ching, 1. Kapitel

Im Wirken der großen Teemeister fand der Tee und die Form seines Genusses letzte Vollendung.
Die Lehre vom Tee entstand, der Tee-Weg,chanoyu.
Großmeister wie Murata Shuko (1423-1502), Takeno Joo (1502-1555) und Sen no Rikyu (1522-1591) traten auf, übernahmen und festigten Altes, schufen Neues und gaben der Lehre Gehalt.

Sie forderten von den Anhängern des Tee-Weges nicht nur die handwerklich-künstlerische Beherrschung der Zubereitung und des Trinkens, sie fragten auch einer bestimmten Lebenshaltung .
Die Lehre des Tees wurde Richtschnur im Leben



Die Kunst des Tees
Muss man wissen,
ist nichts anderes
als Wasser kochen
Tee zubereiten und trinken

Rikyü




Tagtraeumerin
unregistriert

...   Erstellt am 29.08.2008 - 19:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als Zar Alexander I. nach dem Sieg über Napoleon 1814 in Paris einzog, brachte er auch große Mengen Tee mit.
Damals kampierten die Soldaten halb Europas auf den Champs Elysees, darunter auch viele Russen und Engländer. Das Teetrinken ».Tee a la Russe« und »a'Anglaise« kam plötzlich groß in Mode. Die

Franzosen tranken Tee... Aber so recht waren sie wohl doch nicht mit dem Herzen dabei - und blieben beim Kaffee.

Sprach man in Deutschland vom »russischen Tee«, dann meinte man den aus Asien stammenden und dann mühselig auf dem Landweg nach Russland transportierten Tee.
Durch russische Zwischenhändler gelangte er nach Mitteleuropa.
Auch in Deutschland kam das Teetrinken in Mode, und die »russische Mischung« wurde zu einem Qualitätsbegriff.
In der Goethezeit gehörten Teerunden, der sogenannte »ästhetische Tee«, zum guten Ton.

Auch in den literarischen Salons der Rahel Varnhagen und Henriette Herz wurde eifrig Tee getrunken, ebenso bei den Tafelrunden der Herzogin Anna Amalia in Weimar.

Heinrich Heine schrieb sein bekanntes Teegedicht:

»Sie saßen und tranken am Teetisch,

Und sprachen von Liebe viel.

Die Herren, die waren ästhetisch,

Die Damen von zartem Gefühl«





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