Kulinarische Genüsse

Habt Mitleid...




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...   Erstellt am 29.04.2006 - 14:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Teequalität (woran erkenne ich einen guten Tee)


Bei etwas besseren Tees findet man normalerweise eine Qualitaetsbezeichnung. Diese ist allerdings "kodiert". Sie besteht aus einer Folge von Buchstaben. Diese moechte ich hier mal erklaeren:

TGFOP ist die Qualitaetsbezeichnung fuer einen guten Tee. Diese Buchstaben stehen fuer Tippy Golden Flowery Orange Pekoe. Tippy heisst Spitzen, Golden hat wohl was mit der Farbe zu tun, Flowery bezeichnet ein "blumiges" Aroma, Orange ist eine Verunstaltung des Namens Oranien (Koenigshaus in Holland), und was Pekoe heisst, weiss ich auch nicht.

Weniger gute Qualitaeten kann man nun daran erkennen, dass von vorne ein oder mehrere dieser Buchstaben weggelassen werden. Also die naechstmindere Qualitaet heisst dann "GFOP". Und so weiter.

Bei diesen Qualitaetsbezeichnungen handelt es sich immer um sogenannte Blatt-Tees. Einen Broken-Tee erkennt man an einem "B" zwischen dem "F" und dem "O", also z.B. "GFBOP". Bei einem Broken Tee handelt es sich sozusagen um einen "zerkruemelten" Blatt-Tee.

Broken sind ergiebiger und kraeftiger und herber im Geschmack als vergleichbare Blatt-Tees.

Die mindeste Qualitaetsbezeichnung, die mir je untergekommen ist, ist uebrigens "OP" bzw. "BOP". Wenn keine Qualitaetsbezeichnung dransteht, dann handelt es sich moeglicherweise um "Dust". Das ist der Staub, der beim Brechen der Teeblaetter runterfaellt. Der wird dann zusammengekehrt und in Teebeutel abgefuellt.

Und noch eine kleine Bemerkung am Rande: Von entscheidender Bedeutung fuer die Qualitaet des Endproduktes ist das Wasser. Kalk z.B. schadet sehr. Auch Eisen gibt einen seltsamen Beigeschmack. Wer in einer Gegend mit stark belastetem Wasser wohnt, und trotzdem gerne guten Tee geniessen moechte, sollte sich vielleicht einen Wasserfilter zulegen. In Spanien kann man uebrigens sehr gut das Wasser verwenden, das dort als "Mineralwasser" verkauft wird. Das ist naemlich einfach naturbelassenes Wasser aus den Gletschern der Sierra Nevada oder aehnlichen Gegenden, ohne Kohlensaeure. Das ist recht gut geeignet.

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...   Erstellt am 14.10.2006 - 23:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Weißer Tee

Was macht weißen Tee so besonders?


Weißer Tee ist nicht grün oder schwarz oder grünlich, sondern er ist silbrigweiß. Trotz seiner hellen Farbe entfaltet der aufgegossene Tee das frische Aroma der Teeknospe. Der weiße Tee ist sehr bekömmlich und auch für empfindlichere Mägen geeignet. Weißer Tee ist nur ganz schwach anfermentiert, bedingt durch den langsamen und schonenden Welkprozess in freier Natur. Der silbrige Flaum der Knospen, die im Tee durchschimmern, gibt dem Tee seinen Namen. In den Bergen von Fujian im Süden Chinas wachsen diese besonderen Teepflanzen. Er ist eine Spezialität unter den chinesischen Tees und hat das süße Aroma von frischen Teeblättern. Da weißer Tee nicht bitter wird, können die Blätter in der Kanne bleiben - und sogar ein zweites Mal mit heißem Wasser aufgegossen werden

Einige Spezialitäten

Am verbreitetsten ist Pai Mu Tan, zu deutsch weiße Pfingstrose, ein großblättriger Tee, der aus der Blattknospe und den ersten zwei bis drei Blättern hergestellt wird. Zahlreiche "Spielarten", die teilweise neu kreiert wurden, sind ebenfalls auf dem Markt. Yin Long, zu deutsch Silberdrache, ist eine der älteren und bekanntesten Sorten. Dann gibt es Jasmin Perle, Weiße Perle oder Weißer Drache. Die hochwertigste Sorte ist der Yin Zhen, zu deutsch Silbernadel oder auch Silvery Pekoe, eine sehr spezielle Pflückung ausgewählter Knospen, die sorgsam verarbeitet werden. Ein Grund für die teilweise extrem hohen Preise dieses Tee.

Die aufwendige Ernte und Verarbeitung

Gepflückt wird der weiße Tee von besonderen Teebüschen, da diese besonders schönen und langen weißlich behaarten Blattknospen liefern. Generell sind die ersten Austriebe der Teebüsche im Frühling die hochwertigsten; der zweite und dritte Austrieb ergibt schon einen deutlich geringeren Tee, und die Blattknospen der Sommerpflückung werden nicht mehr verwendet.

Das Geheimnis des weißen Tees liegt in der jahrhundertealten Tradition der Auswahl der Blätter bis hin zu deren Verarbeitung. Es werden nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs gepflückt - und zwar einzeln per Hand. Für ein Kilo fertigen Tee sind rund 30.000 Knospen notwendig. Während grüner Tee in Pfannen geröstet bzw. gedämpft, und schwarzer Tee zudem noch einer Fermentation unterworfen wird, bleibt der weiße Tee nahezu gänzlich unbehandelt.

Die Teeblätter werden für die Herstellung sehr vorsichtig auf Bambussieben ausgebreitet, wobei die Blätter nicht in mehreren Schichten liegen dürfen. Der Tee wird dann in mildem Tageslicht oder in einem gut belüfteten Raum natürlich getrocknet, bis er ca. 70% seiner Feuchtigkeit verloren hat. Dann werden zwei Siebe zusammengeschüttet, bis der Tee zu 80% getrocknet ist, woraufhin wiederum zwei Siebe zusammengeschüttet werden. Hat der Tee 90% seiner Feuchtigkeit verloren, wird er in sog. Dörrkörbchen umgefüllt und bei 90-100°C gedörrt, bis er fertig ist. Es folgt noch ein Verlesen des Tees per Hand, wobei Stengel, Bruch und qualitativ mindere Blättchen aussortiert werden, dann wird der Tee verpackt und ist versandfertig.

Auf großen Trockengestellen werden die Knospen bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. In der Herstellungszeit werden dann unzählige dieser Bastmatten mit einer Haltevorrichtung an die Decke der Teefabrik gehängt , bevor er gegen Ende des Fertigungsprozesses noch einmal kurz erhitzt wird, um ihn gänzlich zu trocknen. Daher bleiben beim weißen Tee auch besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe erhalten .Danach kommen sie in große Körbe, werden kurz erhitzt und trocknen noch einmal an der Luft. Durch die besonders schonende Verarbeitung erhält der weiße Tee seine exklusive Note.

Eine uralte Tradition

Die Geschichte des weißen Tees geht bis in das 11. Jahrhundert vor Christus zurück. Das süß-liebliche Aroma hatte es schon damals den Kaisern Chinas angetan: die kostbaren Teeblätter galten als unverzichtbare Zutat für ein Elixier, das zur Unsterblichkeit verhelfen sollte. Mythen und Legenden zufolge soll weißer Tee lebensverlängernde Kräfte besitzen.

Aktuelle wissenschaftliche Studien untermauern die These der alten Chinesen. Das besondere ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Sie gehören zu den hochwirksamen Antioxidanzien, die freie Radikale unschädlich machen. Und: Ebenso wie grüner und schwarzer Tee wirkt auch der "Kaiser" anregend und fördert die Konzentration.

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...   Erstellt am 08.11.2006 - 15:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Tee



Eine duftende Tasse schwarzer Tee an einem kalten Winternachmittag, da kommt Gemütlichkeit auf. Wer mag, rührt etwas Kandis oder Zucker dazu. Oder auch einen Schluck Milch, wie es die Engländer lieben.
Immer beliebter: grüner Tee. Er wirkt ebenso anregend wie schwarzer. Gut, wenn man einiges über die verschiedenen Sorten und die Zubereitung weiß.

Wichtig ist weiches Wasser. In manchen Gegenden schmeckt Trinkwasser nach Kalk und Chlor und zerschlägt das zarte Teearoma. Hier sollte man es mit den kräftigen
Sorten Ceylon und Assam probieren, sie können ihr Aroma am ehesten gegen hartes Wasser durchsetzen.
Ansonsten hilft folgendes: Das Wasser durch einen Wasserfilter laufen lassen. Die austauschbare Filterpatrone hält Klak und Chlor zurück.
Hilfreich ist auch, wenn man Wasser ein paar mal bei offenem Deckel aufwallen lässt. Dadurch entweicht Chlor und Kalk und setzt sich an der Kesselwand ab.

Bei der Zubereitung rechnet man pro Tasse bei großblättrigem Tee 1 Teelöffel, bei sehr feinem Tee einen knappen Teelöffel.
Am besten entfaltet sich das Teearoma, wenn die Blätter gut von heißem Wasser umspült werden. Dafür gibt es mehrere Methoden: Zum Beispiel zwei Kannen nehmen. In einer den Tee aufbrühen, in die andere durch ein Sieb abgießen.
Oder man kann eine Teekanne mit integriertem Siebeinsatz nehmen. Man hebt ihn nach der Ziehdauer samt Blättern heraus.
Weiterhin gibt es spezielle Teefilterbeutel aus Stoff oder Papier, die man in die Kanne hängt.
Für die schnelle Tasse zwischendurch tut's natürlich auch ein Teebeutel oder das gute alte Tee-Ei.
Schwarzer Tee wird mit sprudelnd kochendem Wasser übergossen, grüner Tee nur mit heißem, sonst schmeckt er zu bitter. Dazu erst das Wasser aufkochen und bei geschlossenem Deckel 5 Minuten im Kessel abkühlen lassen.
Beide Teesorten wirken nach 3 Minuten anregend. Dann hat sich das gesamte Tein (Koffein) gelöst. Zieht der Tee länger, so lösen sich nur noch Gerbstoffe. Sie bremsen
die anregende Wirkung des Teins und beruhigen.

Für viele ist Tee gleich Tee. Doch jeder schmeckt anders. Am besten, Sie probieren und finden die für Sie richtige Sorte heraus.
Schwarzer Tee besteht aus zerkleinerten, fermentierten, das heißt an der Luft oxidierten, Teeblättern. Je nach Anbaugebiet schmeckt er anders.
Die bekanntesten Sorten hier sind:
Darjeeling-Tee - er wächst in Nordindien, in 2000 Meter Höhe am Himalaya. Feines, zart-duftendes Aroma und die goldgelbe Farbe des Aufgusses zeichnen ihn aus.
Assam-Tee kommt aus der indischen Assamebene. Er ist würzig mit rötlich - tiefbraune Farbe und schmeckt besonders gut mit Milch.
Ceylon-Tee aus dem heutigen Sri Lanka ist kräftig, herb von dunkler Farbe.

Grüner Tee kommt meist aus China und Japan. Die Blätter sind nicht fermentiert. Er enthält weniger Koffein und mehr Gerbsäure als schwarzer Tee. Grüner Tee ist von frisch-herbem Geschmack und der Aufguss ist von gelb-grüne Farbe.

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...   Erstellt am 29.11.2006 - 11:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zum Warmhalten - Stövchen

Das Teekomfortje


Das "Teekomfortje" entstammt dem Fußstövchen aus Holz, welches mit einer Teste (Einsatz) aus Ton in jedem ostfriesischen Haushalt vorhanden war. Dieses hölzerne Fußstövchen mit seiner Tonteste wurde mit brennenden Holzkohlen zum Wärmen der Füße verwendet. Findige Ostfriesinnen haben aber gerade jene auch zum Wärmen ihrer Teekanne in der guten Stube benutzt. Die Entwicklung wurde verfeinert, um auch auf dem Tisch ein ansprechendes Wärmegerät für den Tee zu erhalten.

Die Pottjebakker

Die "Pottjebakker" oder Töpfer drehten auf Ihrer Töpferscheibe kunstvolle Tonstövchen, die zu Beginn mit glühenden Holzstücken beheizt wurden. Später wurde auch mit Rüböl und Petroleum geheizt. Von Anfang an waren die Stövchen mit einem durchbrochenen Rand geschmückt. Einzelne Handwerker fertigten kunstvolle Ornamente, durch welche die flackernden glühenden Lichter einen schönen Effekt auf den Tisch brachten. In den einzelnen Gemeinden konnte das Tonstövchen bestimmten Töpfern zugeordnet werden. Später wurden Stövchen aus Metall gefertigt, wobei gerade in der ostfriesischen Familie das Messing ein beliebtes Material war. Auch heute noch prägt eine stilvolle Teetafel das Stövchen aus massivem Messing in traditioneller Handwerkskunst. Passend zum Teeservice wird der Teetisch aber auch mit dem Porzellan- oder Glasstövchen gedeckt. Heute gibt es eine Große und auch moderne Auswahl an Gebrauchsstövchen, die eingesetzt werden.

Was die Hausfrau alles wusste

Das Zubereiten bei Tisch war immer in der Handhabe der Hausfrau. Sie überlies es nie den Dienstboten oder dem Gesinde im Haus. Alle Zubehörteile wurden von ihr mit größter Sorgfalt behandelt. Was die Hausfrau alles wusste: Manche Stövchen eignen sich lediglich zum Teeziehen, denn nicht alle Teesorten können die Hitze eines Stövchens vertragen. Gerade grüne Tees sollten nie auf ein Stövchen, denn ihre wertvollen Inhalte werden dort zerstört. Stövchen müssen immer eine gute Höhe haben, so dass die Flamme oder die Hitze nie den Tee zu heiß werden lässt. Der Abstand zur Teekanne muss also ausreichend sein, so dass der Tee nicht kocht und damit verdirbt. Schöne, leichte Tees sollten auch nicht der großen Hitze ausgesetzt werden, besser sind dort Teemützen oder Isolierkannen. Früchtetees können bedenkenlos längere Zeit auf einem Stövchen warm gehalten werden, da dort eine lange Ziehzeit von Vorteil ist.

Worauf sollte man achten

Um ein Gebrauchsstövchen zu benutzen, muss auf genügend Höhe, eine gute Standfläche, einen passenden Rand, eine gute Standfestigkeit der Kanne sowie eine gute und einfache Reinigung des Kerzenwachs geachtet werden.

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...   Erstellt am 21.02.2007 - 08:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kräutertee für Genießer

Kräuterkunde


Ob zum Würzen von Speisen, als Tee-Aufguss oder zur Linderung und Heilung von gesundheitlichen Beschwerden - Kräuter sind vielfältig einsetzbar. Dass unsere Vorfahren mehr über die Kräuterkunde wussten als wir heute, wird kaum jemand bestreiten. Oftmals werden Kräuter heutzutage als störende Unkräuter angesehen, wohingegen sie in früheren Zeiten sehr geschätzt wurden. Sie gehörten wie selbstverständlich zum Alltag, heute sind uns ihre Namen und ihre Nutzung meist fremd geworden.

Kräutertee als Medizin

In fast allen Kulturen hatten heimische Kräuter einen wichtigen Stellenwert: in der Medizin ebenso wie in der Küche. Viele verbinden diese beiden Bereiche jedoch miteinander, wenn sie an Kräutertee denken - Kräutertee ist Medizin. Man trinkt ihn hauptsächlich zu Heilzwecken. Dass dies nicht der Fall sein muss, zeigt ihnen unsere Tee-Expertin Birgit Krauße. Denn heute entdecken wir den Kräutertee als Genussmittel. Gästen in vielen Teilen der Welt wird Kräutertee als wohlschmeckendes Getränk angeboten - zur Erfrischung, zum Aufwärmen oder gegen den Durst.

Kräutertee-Mischungen

Es gibt verschiedene Einzelsorten und viele fantasievolle Mischungen als Kräutertee, mit Komponenten aus aller Herren Länder, z.B. heimische Kräuter und Blüten, Rooibos aus Südafrika oder Tulsi aus Indien. Blüten und Kräuter haben kein Coffein, kaum Säuren und Genusskräuter kaum Gerbstoffe. Ausprobieren heißt der Tipp - vor allem auch die Spezialitäten aus anderen Regionen. Jeder wählt nach eigenem Geschmack. Auf Qualität und Frische sollten sie unbedingt achten: braune Blätter und muffiger, fahler Geruch deuten auf unsachgemäße Verarbeitung und falsche Lagerung hin. Kaufen Sie am besten großblättrige, großstückige Tees, die Sie erst kurz vor der Zubereitung zerkleinern, da darin das Aroma am besten erhalten bleibt. Kräutertees haben einen frisch-blumigen bis würzigen Charakter. Sie können warm oder kalt, mit und ohne Zucker genossen werden. Außerdem sind sie gute Durstlöscher.

Frischer Kräutertee selbstgemacht

Sie können ihren Tee mit Klassikern wie Pfefferminzeblättern, Brennesselblättern oder Melissenkraut selbst aufbrühen. Oder aber sie verwenden exotische Kräuter wie Lemongras, Fenchelsamen, Hibiskusblüten, Feigenkaktusblüten, Rosenblütenknospen oder Orangenblüten.
Blüten, Blätter und Stengel sind bei vielen Kräutern aromatisch. Nehmen Sie Garten- oder Topfkräuter und Blüten, die nicht gespritzt und gedüngt sind. Eine Wildsammlung erfordert gute Pflanzenkenntnisse! Erfrischend und aromatisch sind Minze, Zitronenmelisse oder blumige Duftrosenblätter und Lavendel.

Zubereitung

1-2 frisch geschnittene Pflanzenstängel oder schöne Blätter kurz abspülen und mit frisch gekochtem Wasser übergießen. Mit geschlossenem Deckel ca. 6 - 8 Minuten ziehen lassen. Für den kalten Genuss sehr starken Tee zubereiten und zum Kühlen über Eiswürfel gießen, das erhält das Aroma. Zur Dekoration ein frisches Blatt mit ins Teeglas geben. Kräuter kann man nahezu überall züchten: im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder auf der Fensterbank.

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...   Erstellt am 03.05.2007 - 17:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die ostfriesische Teezeremonie

Welche Teesorte wird verwendet


Das Teeprodukt der Region wird heute überwiegend aus dem Gebiet Assam in Nord Indien importiert. Assam wegen seiner schweren und würzigen Note im Ausguss. Die Zeit der Teeernte ist für uns der Sommer, das heißt die Second Flush Pflückung. Nur dort werden diese schönen kräftigen Assam Tees geerntet. Unsere Mischungen können aus mehr als 20 Lots (Partien) bestehen, die wiederum dem Wasser und Gebietbereich zugeordnet sind. Ein Lot ist immer eine Tagespartie eines Teegartens. Packungsware gibt es erst seit ca. 1930, und seitdem werden auch die gleichen Produkte in den ostfriesischen Familien getrunken.

Ostfriesenteezubereitung

Die Wasserqualität in der Region bestimmt den ausdrucksstarken Charakter der Sorten. Die malzig-würzige Teemischung wird mit dem Kluntje (Kandis) und der Sahne getrunken, wobei es eine Sahne mit mindestens 30 % sein muss. Andernfalls ergibt es nicht die klassische Wolke. Die Teezubereitung in der klassischen Methode wird in jedem ostfriesischem Haushalt zelebriert. Der Stolz der Hausfrau ist immer Ihr Treckpott (Teekanne), an diesen lässt Sie niemanden ran! Der Besucher in einem solchen Haushalt sollte sich geehrt fühlen, wenn Ihm eine solche Aufforderung wie: "Set die man ebenen heen, ick mock eben een Tass Tee!!", auf hochdeutsch "Setz dich ein Weilchen, ich mache dir eine Tasse Tee." Für eine echte ostfriesische Teestunde gibt es am Tag viele Gelegenheiten. Die Menschen in Ostfriesland trinken mindestens 5-6 mal am Tag Tee. Die anregende Wirkung des Koffeins ist allzeit im Körper spürbar!

Die ostfriesische Teekultur

Abgegossen wird nicht der gesamte Tee, sondern das Teeblatt wird noch ein letztes Mal aufgegossen. Bei einer dritten Tasse gibt eine gute Hausfrau noch ein Teemaß Tee zur Kanne dazu, um so einen guten dritten Aufguss zu bekommen. Gerührt wird nicht, Löffel liegen in einem Löffelkörbchen auf dem Tisch. Erst nachdem jemand genug hat, nimmt er sich den Löffel, stellt ihn in die Tasse, um damit zu zeigen: es reicht mir. Drei Tassen sind aber Pflicht, sowie das Lob an die Hausfrau über den so wohlschmeckenden Tee. Es gehört eine Menge Erfahrung, viel Fingerspitzengefühl und Liebe zum Detail dazu, alles dieses in einer Harmonie und Ruhe zu zelebrieren. Auch der Gast sollte sich an die Regeln halten. Denn wenn er sich ungebürtig verhält, wird er nie wieder zum Tee geladen, auch wenn er noch mal Gast im Hause sein sollte. Alternativ wird ihm ein Wasser oder evtl. etwas anderes angeboten, aber mit Sicherheit keine Teezeremonie mehr.

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Die ostfriesische Teezeremonie

Von Generation zu Generation


Die ostfriesische Hausfrau bekommt das Teemachen als Kind gelehrt. Die Mutter bereitet ihre Tochter auf diesen seit Jahrhunderten weiter entwickelten Teegenuss vor. Sie zeigt alle Regeln im Umgang mit dem Teeprodukt und dem Teegut. Aber auch die gesellschaftliche Norm, die in Ostfriesland einen hohen Stellenwert hat, wird so seit Generationen weiter gegeben.

Kleines ostfriesisches Teelexikon

Waterkedel...Wasserkessel
Weiches Wasser
Teebürss....Teedose
Teedöpsel......Teemass
Treckpott...Teekanne
Teestov....Stövchen
Tee........Feine Echte Ostfriesenmischung = Tees aus Assam - Ceylon – Darjeeling
Koppkes...Teetassen aus wunderbar dünnen Porzellan
Kluntje ....dicker weißer Kandis
Teesieb oder Filtertüten
Rohm.......frische Sahne 30%
Rohmleepel....gebogener Sahnelöffel
Löffelkörbchen
Teelöffel

Ein historisches Rezept

Das frische, kalte Wasser wird zum Kochen gebracht. Die Teekanne muss heiß ausgespült werden. Dann den Tee lose in die Teekanne geben, ca. 2-3 Teemaß für eine ¾ Lt. Kanne, oder pro Tasse 1 Teelöffel und einen für die Kanne. Mit dem Wasser, welches jetzt eine Temperatur gerade unter dem Siedepunkt hat, die Teeblätter gut bedecken und dann auf das Stövchen setzen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. In die Teetasse kommt jetzt ein dickes Stück Kandis, ungefähr so groß wie ein Schleifstein. Danach wird so viel Wasser aufgegossen, wie man Tassen ausschenken will. Das Knistern des Kandis ist die schönste Melodie! Es darf nicht auf den Kandis gegossen werden sondern daneben, da der Kandis für 3 Tassen Tee reichen muss. Jetzt wird der Sahnelöffel erst in der eigenen Tasse angewärmt, damit die Sahne besser in den Tee fliesen kann. Die Sahne wird mit dem Sahnelöffel aus dem Sahnebowl genommen und vorsichtig an den Tassenrand gesetzt. Die Sahne gleitet am inneren Tassenrand in den Tee .....jetzt steigt diese als Wolke wieder auf den Tee und legt sich oben auf den Tee. Getrunken wird in drei Ebenen: erst die süße Sahne, die vom Teespiegel abgeschlürft wird. Dann der herbe Tee, der genauso in kleinen Schlucken geschlürft wird. Und als letztes die Süße des Kandis, die nur kurz die Zunge benetzt. Beim Teetrinken ist schlürfen Pflicht, denn nur so kann der Tee in seinem dreistockigen Trinkgenuss erlebt werden.

Ein modernes Rezept

Im normalen Alltagsleben sieht es so aus, dass die Zubereitung sich auch dort vereinfacht hat. Nur bei der Qualität des Tees gibt es keine Kompromisse. Heute ist in jedem Haushalt eine moderne Teekanne oft „doppelwandig“ zum Warmhalten aus Metall in Gebrauch. Es wird der lose Ostfriesentee als Brockenmischung gekauft. Dieses Produkt wird in ein Teefiltertütchen mit Lasche gegeben. Diese sind nicht geklebt und nicht mit Chlor behandelt, also geschmacksneutral. Die Ziehzeit bei diesem Teeaufguss ist kürzer als bei Blatt-Tees, da die Angriffsfläche durch die feinere Körnung des Tees größer ist. Somit können die Inhaltsstoffe des Tees schneller an das Wasser abgegeben werden. Die Ziehzeit ist mit 3 Minuten ideal, doch wenn etwas mehr Gerbstoffe gewünscht sind, kann die Ziehzeit bis max. 5 Minuten ergänzt werden. Was gerade für den ostfriesischen Trinkgenuss ideal ist. Ansonsten wird genauso weiter verfahren wie bei der klassischen Methode.

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Eine kühle Erfrischung - Eistee


Der Eistee kam 1904 durch einen Engländer, Richard Blechyden, das erste Mal zu größerer Aufmerksamkeit. Er war auf der Weltausstellung in St. Louis, USA, auf einem Stand und sollte den Besuchern Schwarzen Tee schmackhaft machen. Da es in diesem Sommer besonders heiß war fand heißer Tee wenig Anklang, so dass Mr. Blechyden auf die Idee kam, Eistee anzubieten. Rezepte für gekühlte Teegetränke gab es schon länger, jedoch wurde Eistee erst richtig beliebt seit es Kühl- und Gefrierschränke gab. Iced Tea ist heute das heimliche Nationalgetränk Amerikas.

Eistee lässt sich mit ein bisschen Fantasie in vielen Variationen mit verschiedenen Beimischungen herstellen. Der wichtigste Trick ist, dass der heiße, sehr konzentrierte Tee zum Abkühlen über eine größere Menge Eiswürfel gegossen wird, so dass er schnell abkühlt und sein volles Aroma sowie seine frische Farbe behält.

Der Vorteil bei Eistee gegenüber Fertiggetränken ist, dass sie wissen was sie für Grundstoffe verwendet haben und den Zucker- sowie Säureanteil selbst bestimmen können. Verwenden sie für kalte Getränke Puderzucker und Traubenzucker, denn diese lösen sich besser als Kristallzucker.

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Die Teegärten Taiwans

Die Grüne Insel


Das sehr günstige Klima auf der gesamten Insel ist ein Garant für hochwertige Tees. Fast immer liegt ein leichter Dunst über der Insel Taiwan. Hier herrscht ein sehr feuchtes Klima mit Temperaturen, die im Sommer 28 Grad nicht überschreiten und im Winter nicht unter 13 Grad fallen. Ein ideales Klima, um Tee anzubauen. Dabei ist die Nachhaltigkeit des Tee-Anbaus beispielhaft: Pestizide sind tabu. Dafür werden die Teepflanzen liebevoll gepflegt und mit Soja sowie Milcheiweiß gedüngt. Ein guter Tee braucht gesunde, schadstofffreie Teeblätter sowie sauberes Wasser. Noch heute werden die Tees von der Insel Taiwan als Formosa-Tees bezeichnet. Da die ersten Teepflanzen von Festlandschinesen vor 300 Jahren nach Taiwan gebracht wurden wachsen hier die grünen und schwarzen China-Tees unter gleichem Namen, aber nicht vergleichbar in der Qualität. Den guten Ruf bei allen Teeliebhabern verdankt Formosa aber seinen berühmten Oolongtees, für die teilweise höhere Preis als für Darjeelings bezahlt werden müssen. Der Hauptanteil der Produktion liegt somit beim Oolong Tee, auch Schwarzer Drache genannt. Beim Oolong werden die frischen Teeblätter nur kurz fermentiert und dann getrocknet. Ein guter Oolong aus Formosa hat ein hellbraunes Blatt und silberne Blattspitzen. Die Herstellung erfolgt durch viele kleine Familienbetriebe. Oolong ist ein halbfermentierter Tee, der in Farbe und Aroma zwischen grünem und schwarzem Tee liegt und sich durch eine weiche, blumige Tasse auszeichnet. Oolong-Tee hat weniger Koffein als schwarzer Tee und ist deshalb auch ein ideales Getränk für den Abend. Ein weiterer bedeutender Anteil der Produktion gilt dem Grüntee, der aufgrund seiner guten Qualität inzwischen weltweit geschätzt wird. Weitere Teesorten aus Taiwan sind der Pouchong-Tee, der oft mit Jasminölen und -blüten angereichert wird, und natürlich nicht zu vergessen, der schwarze Tee.

Eine einzigartige Teekultur

Für Taiwan ist Tee als Anbauprodukt sowohl für den Export als auch für den eigenen Verbrauch immens wichtig. Im Gegensatz zu früher, als Tee nur von der Oberschicht getrunken wurde, erlaubt es der allgemeine Wohlstand in Taiwan, dass sich jedermann guten Tee leisten kann.
Der Genuss von Tee wird bei allen Gelegenheiten im Rahmen von Teezeremonien zelebriert. Handwerklich perfekte, kunstvoll gearbeitete Teetische, Keramiken und Zubehör sowie die Verwendung bester Tees sind heute wichtige Gradmesser des sozialen Status eines Taiwanesen. Keramiken sind ebenso geschmackvoll gearbeitet wie der Teetisch aus Zeder oder Rosenholz und das Teebesteck. Zu der Trinkschale gehört auf Taiwan unbedingt ein schmaler Duftbecher. Beides - Teeschälchen und Duftbecher werden auf einem kleinen Rosenholztablett gereicht. So kann der Teeliebhaber, bevor er sich am Geschmack des Tees erfreut, zuerst den wunderbaren Duft des Tees genießen, dem in Taiwan soviel Wert beigemessen wird. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, sieht man einem Teemeister oder einer Teemeisterin dabei zu, wie flüssig und gelassen die Kanne und Schalen im Wasserbad vorgewärmt, die Kanne mit Tee gefüllt und dann wohltemperiertes Wasser in hohem Bogen über Tee und Kanne gegossen wird.

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