DelFina18  ~Kraine no Aikosha~
    

Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 246 Nachricht senden | Erstellt am 02.08.2007 - 17:48 |  |
Kapitel 20: Die Schlacht um Meroluna (5. Spezialkapitel)
Raine saß auf ihrem Bett und hatte das Medaillon geöffnet. Es leuchtete und Raine vermutete, dass Kratos sein Medaillon ebenfalls geöffnet hatte. Stumm saß sie da und betrachtete sein Bild. Sie vermisste ihn. Aber sie wusste, dass sie ihn nicht sehen durfte. Es würde sie nur durcheinander bringen und das war sie auch so schon. Trotzdem wäre sie am liebsten aus dem Palast gestürmt und in Richtung der Tiefseeschlucht geschwommen. Je länger sie das Medaillon geöffnet hatte, desto größer wurde dieser Wunsch. Deswegen schloss sie es, auch wenn es ihr schwer fiel. Sie hörte, wie Syuun neben ihr leise schnarchte. (Kann ein Drache das überhaupt? Egal… XD)
Sie lag seit Stunden jetzt schon wach in ihrem Bett. Aber sie wusste, dass sie schlafen musste. Sie mussten jederzeit mit dem Angriff der Meerhexen rechnen und wenn es so weit war, musste Raine ausgeschlafen sein.
Am nächsten Morgen waren alle angespannt. Raine verdrückte wieder einmal ihre fünf Brötchen und wurde dann von Looki nach draußen gezogen. Sie sollte mit ihm und Fyan verstecken spielen, aber so wirklich Lust hatte sie nicht. Sie spielte nur halbherzig mit, fand aber selbst Fyan immer wieder ohne Probleme, da sie mit ihrem Herzen sah und damit auch ihn finden konnte. Nachdem sie den beiden also klar gemacht hatte, dass es doch keinen Spaß machte, wenn sie immer gewann, schwamm sie zu einem ruhigen Plätzchen, wo sie ihre Ruhe hatte. Nach kurzer Zeit tauchten Delfine auf. Raine war hin und weg. (Wer wäre das nicht? *schnüff* XD)
Sie hatte diese wunderschönen Tiere in den drei Monaten, die sie nun schon unter Wasser war noch kein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Raine war erstaunt, dass sie gar keine Angst vor Syuun hatten, der natürlich wieder einmal bei ihr war. (Den wird sie auch nicht mehr los XD)
Sie streichelte die Delfine und schwamm ein wenig mit ihnen. Erst jetzt wurde ihr klar, dass sie ihr ganzes Leben lang etwas verpasst hatte und in der Hinsicht war sie froh, dass sie hier gelandet war. Auf einmal sah sie eine riesige Gruppe von menschenähnlichen Wesen. Sie befürchtete schon, dass es die Meerhexen waren, aber dann sah sie Aino, die ihr zu winkte.
„Meine Güte! Ich hätte nicht erwartet, dass ihr so viele seid!“, meinte Raine beeindruckt von den vielen Meerjungfrauen. (So, natürlich sind da auch Meermänner dabei, denn irgendwie müssen die sich ja auch vermehren. Aber es ist nervig, ständig „Meerjungfrauen und Meermänner“ zu schreiben, deswegen beschränke ich mich auf die Meerjungfrauen XD)
„Ja, wir sind ein großes Volk“, sagte Aino stolz. „Und das hier ist meine Mutter!“
Neben ihr schwamm eine etwas ältere Frau, die ebenfalls blaue Haare hatte, mit denen sie genauso gerne zu spielen schien wie ihre Tochter.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…, dachte sich Raine belustigt.
„Du musst Raine sein. Aino hat mir schon viel von dir erzählt!“, meinte Eria lächelnd. (Öhh… So viel weiß Aino eigentlich selber nicht… Aber egal XD)
„Wirklich?“, fragte Raine verlegen.
Jetzt gesellten sich auch Ski’ra, Looki und Fyan zu ihnen.
„Nun… Dann wären wir jetzt wohl für einen Angriff gewappnet“, sagte Ski’ra und brachte das Volk der Meerjungfrauen in den Palast. (Okay, weiß jetzt nicht, ob da alle reinpassen O.o Aber zur Not ist es halt ein magischer Palast XD)
Kratos bereitete sich für den Aufbruch vor. Heute würden sie Meroluna angreifen. Kratos war ein wenig unwohl bei dem Gedanken, indirekt gegen Raine kämpfen zu müssen. Aber es ließ sich nicht ändern. So wie es Raines Aufgabe war, den Fischmenschen zu helfen, so war es seine Aufgabe, den Meerhexen zu helfen.
„Auf geht’s! Ziehen wir in die Schlacht!“, rief Riki, die sich einen viel zu großen Helm aufgesetzt hatte und gerade versuchte, ein Schwert zu schwingen, aber es gelang ihr nicht wirklich. (Soooo süß!!! ^-^)
Kratos musste lachen.
„Riki, ich denke, es wäre besser, wenn du hier bleiben würdest“, meinte Kratos zu dem kleinen Mädchen.
„Aber ich muss dich doch beschützen!“
„Ich komme schon klar, Riki. Aber wenn dir etwas zustoßen würde, könnte ich mir das nie verzeihen.“
Riki schmollte.
„Hey, ich komme doch bald wieder zurück!“
„Wirklich?“, fragte Riki und schaute zu ihm auf, wobei ihr der Helm ins Gesicht rutschte.
Kratos nahm ihr lachend den Helm von Kopf und sagte: „Natürlich. Ich verspreche es dir!“
„Hehe!“, lachte Riki, als Kratos ihr den Kopf tätschelte. (T-T Die ist so süß, dass ich davon Karies bekomme… XD)
Serena hatte die beiden beobachtet und ging jetzt, um ihre Sachen zu packen.
„Serena! Ich muss dich um einen Gefallen bitten!“, sagte Morgrary, die auf einmal vor ihr stand.
„Was gibt es?“
„Du musst diese Raine töten. Sie ist eine Bedrohung für uns Meerhexen.“
„Aber Kratos…“
„Hör zu, Serena“, fing Morgrary an und legte ihr eine Hand auf die Schulter, „Du kennst mich jetzt schon sehr lange. Und du weißt, dass ich meine Drohungen immer wahr mache. Solltest du diesen Auftrag nicht erfüllen, dann hat nicht nur dein Leben ein Ende, sondern auch das von deinem geliebten Kratos und Riki würde Haifutter werden. Raine muss so oder so sterben. Also entweder tötest du sie oder ihr alle werdet sterben.“
Serena sah sie erschrocken an. Sie wusste, dass sie keine Wahl hatte.
„Jawohl, Morgrary…“, murmelte sie niedergeschlagen.
„Nun… Dann packst du jetzt wohl am besten deine Sachen.“
Schon war Morgrary verschwunden. In Gedanken versunken machte sich Serena auf den Weg in ihr Zimmer und packte alles Nötige zusammen. Es war nicht so, dass sie ein Problem damit gehabt hätte, Raine zu töten. Sie war ihr immerhin im Weg. Aber sie wusste, dass Kratos sie hassen würde, wenn sie Raine umbrachte. Aber sie konnte nicht zulassen, dass Kratos oder Riki etwas zustieß. Ob sie starb, war ihr egal.
„Serena, bist du fertig?“, fragte Kratos und Serena erschrak.
„J-Ja… I-Ich komme sofort!“, stotterte Serena.
Kratos nickte kurz und verschwand dann wieder. Serena seufzte, nahm ihre Tasche und rannte aus dem Zimmer. Zusammen mit tausenden von Meerhexen machten sie sich auf den Weg nach Meroluna. (Okay, kurze Anmerkung, fällt mir grad so auf: Die Meerhexen müssen sich natürlich auch vermehren… Also entweder machen sie das irgendwie mit ihrer Magie [fragt mich nicht wie XD] oder es gibt noch Meerhexer XD Bleibt jedem selbst überlassen, was er nun besser findet ^-^)
Meroluna war sehr groß und so hatten sowohl die Fischmenschen als auch die Meerjungfrauen genügend Platz. Raine und ihre Freunde aßen gerade Fischsuppe zu Mittag, als sie auf einmal eine Explosion hörten.
„Was war das?“, fragte Raine erschrocken.
„Sie greifen an. Wir dürfen keine Zeit verlieren! Ich werde den Truppen Bescheid geben! Syuun, Fyan, euch möchte ich bitten, mitzukämpfen! Ski’ra, Looki, Raine und Aino, ihr bleibt hier!“, rief der König und wollte schon gehen, aber Ski’ra hielt ihn auf.
„Wir werden auch kämpfen!“
„Ski’ra, dafür haben wir jetzt wirklich keine Zeit! Ihr bleibt hier, dort draußen ist es zu gefährlich!“
„Wir werden auch kämpfen!“, wiederholte Ski’ra noch einmal und schaute ihren Vater durchdringend an.
Der König seufzte. „Ihr lasst euch nicht umstimmen, oder?“
„Nein!“, rief Looki grinsend.
„Aber passt auf euch auf!“
„Natürlich!“, versicherte Ski’ra ihm.
Die kleine Gruppe machte sich auf den Weg nach draußen, wo sich inzwischen die Meerjungfrauen und einige Fischmenschen versammelt hatten. Syuun aß eine Gera-Frucht und wurde wieder groß. Langsam sah man die Truppe von Meerhexen, die auf Meroluna zu schwamm. Ihre Magie musste sehr stark sein, wenn sie aus so weiter Entfernung schon eine Explosion erzeugen konnten.
Kurz standen sich Verteidiger und Angreifer still gegenüber, dann schrie eine der Meerhexen „Angriff!“ und ihre Truppe setzte sich in Bewegung. Sie hatten nur wenige, die im Nahkampf ausgebildet waren, die meisten beschränkten sich auf ihre Magie. Aber auch das war gefährlich. Während die Fischmenschen mit Haken und Speeren etliche Meerhexen niederstachen (oh mann, die tun mir Leid…), beeinflussten die Meerjungfrauen mit ihrem Gesang die Haie so, dass sie die Meerhexen angriffen. Syuun war ein Glücksfall für die Verteidiger, denn er jagte den Meerhexen nicht nur Angst ein, sondern konnte auch viele von ihnen ausschalten. Auch Fyan war ein Meister des Erschreckens.
Raine hatte noch nie in einer Schlacht gekämpft. Sie wollte es auch nie wieder tun. Zwar bemühte sie sich, niemanden zu töten, aber sie wusste, dass es trotzdem Unmengen an Toten geben würde. Und dabei war das ganze Blutvergießen doch gar nicht wirklich nötig. Letztendlich wollten doch alle Völker nur in Meroluna leben.
Sie hatte gerade eine Meerhexe so verwundet, dass sie kampfunfähig war, als sie Kratos sah. Auch er bemühte sich, niemanden zu töten. Ihre Blicke trafen sich und einen Moment lang standen sie einfach nur still da. Auf einmal hörten sie eine ängstliche Stimme rufen: „Krat! Wo bist du?“
„Riki!“, rief Kratos erschrocken und suchte nach dem kleinen Mädchen.
Er konnte sie gerade noch davor retten, von einem Speer durchbohrt zu werden.
„Was machst du hier?! Ich habe dir doch gesagt, du sollst da bleiben!“, schrie Kratos sie an.
Riki fing an, zu weinen. „Aber… Aber… Ich war so allein… Ich hatte Angst… Also bin ich hierher gekommen…“, erklärte sie schluchzend.
Kratos schloss sie in seine Arme. „Tut mir Leid. Wir hätten jemanden bei dir lassen sollen.“
(Da denkste aber früh dran, Kratos! Man lässt ein 5-jähriges Mädchen ja auch nicht allein! Echt verantwortungslos von dir, Kratos… *kopfschüttel* XD)
Kratos schaute zu der Stelle, wo Raine gestanden hatte und seine Augen weiteten sich vor Entsetzen. Irgendjemand hatte Raine von hinten erstochen. Als Raine zusammenbrach, sah Kratos auch, wer es war: Serena.
„Was hast du getan?!“, herrschte Kratos sie an und schüttelte sie durch. „Wie konntest du bloß?!“
„Kratos…“, murmelte Serena und ihr kamen die Tränen. „Ich hatte keine andere Wahl…“
Inzwischen hatten auch Ski’ra, Looki und Aino Raines toten Körper bemerkt und eilten zu ihr.
„Raine?“, fragte Looki erschrocken und wollte sie anstupsen, aber ihr Körper verschwand einfach.
„E-Es war wieder eine Illusion?“, fragte Ski’ra.
„Diese Fähigkeit hat echt ihren Preis…“, keuchte die echte Raine.
„Das… Oh nein…“, murmelte Serena, die wusste, dass jeden Moment etwas Schlimmes passieren würde. „Ihr müsst hier schnell weg!“
Aber es war schon zu spät. Etliche Lichtspeere flogen auf die Gruppe zu. Keiner konnte sich bewegen. Wie festgewurzelt standen sie da und starrten auf die Lichtspeere, die sich ihnen mit rasender Geschwindigkeit näherten. Serena überlegte nicht lange und setzte die wenige Magie ein, die eine der Meerhexen ihr geschenkt hatte. Damit lenkte sie alle Lichtspeere auf sich und im nächsten Moment war sie von ihnen durchbohrt.
„S-Serena!“, rief Kratos und fing sie auf, bevor sie auf den Boden fiel.
„Kra… tos… Es… tut mir… Leid… Sie… hat gesagt… dass sie dich… und Riki töten wird… wenn ich… Raine nicht… töte…“
„Meinst du Morgrary?“, fragte Kratos.
Serena nickte.
„Dafür wird sie büßen…“
„Kratos… Ich… liebe dich…“
Kratos sah sie verwirrt an. Davon hatte er gar nichts gemerkt.
„Serena…“, murmelte er, aber sie war schon tot.
Wut machte sich in ihm breit. Voller Zorn stand er auf und sah in die Richtung, aus der die Lichtspeere gekommen waren.
„Morgrary! Jetzt bist du eindeutig zu weit gegangen!“, schrie er.
„Findest du? Ich denke, so ein Nichtsnutz hat nichts anderes als den Tod verdient“, sagte eine Stimme und im nächsten Moment tauchte die Meerhexe vor ihnen auf.
„Selbst jetzt, wo sie tot ist, wagst du es, sie zu beleidigen?!“, fragte Kratos und er zog sein Schwert.
„Denkst du, du kannst mich mit deinem einfachen Schwert töten?“, fragte sie mit einem fiesen Grinsen auf dem Gesicht.
Auf einmal hörte man einen durchdringenden Schrei. Er kam von Syuun, der anscheinend von einer Meerhexe verwundet worden war. Langsam sank der Drache auf den Meeresboden. Er bewegte sich nicht mehr. Raines Augen weiteten sich. Sie könnte es nicht verkraften, wenn Syuun auch starb, genau wie Njujin.
Aufhören… Sie sollen aufhören…
„AUFHÖREN!!!“, schrie sie wütend.
Alle Kämpfenden sahen sie an. Sie war auf einmal von einem Licht umgeben und stieg langsam nach oben. (Langsam find ich es selber blöd, dass es immer Raine ist… -.-)
Sie veränderte ihr Aussehen, ihre Haare wuchsen und bekamen eine silberne Farbe und ihre Augen wurden blaugrün. Das Licht verschwand nicht und als Raine den Kopf hob, wurde den Bewohnern des Meeres klar, wen sie vor sich hatten.
„Lamara, die Göttin des Meeres!“, riefen einige erschrocken.
Lloyd und Genis saßen wieder einmal im Haus und taten nichts. Genis konnte keine Bücher mehr lesen und Lloyd konnte nicht mehr trainieren. Also starrten die beiden einfach nur vor sich hin. (Tolle Beschäftigung -.-)
Auf einmal stürmte eine Person ins Haus. Es war Yuan.
„Es ist fertig! Das Unterwasserboot ist fertig!“, rief er aufgeregt.
„Okay, dann warten wir eben noch länger…“, seufzte Genis, der nicht wirklich wahrgenommen hatte, was Yuan gesagt hatte.
Auch Lloyd starrte weiter vor sich hin. Yuan sah die beiden verwirrt an. Sprach er Chinesisch oder warum hatten die beiden ihn nicht verstanden? (Obwohl ich mir mal wieder nicht sicher bin, ob sie die chinesische Sprache überhaupt kennen XD)
„Ähm… Habt ihr mich nicht richtig verstanden? Das Unterwasserboot ist FERTIG! F-E-R-T-I-G!“, buchstabierte Yuan.
Das schien zu den beiden durchzudringen. Mit großen Augen sahen sie Yuan an.
„Das heißt, wir suchen damit nach Dad und Raine?“, fragte Lloyd begriffsstutzig.
„Nein, wir suchen damit Arielle die Meerjungfrau, weißt du? (Woher kennt er DIE schon wieder? O.o) Natürlich suchen wir damit nach den beiden!“
„Was hältst du dann noch für große Reden hier?! Wir müssen los!“, rief Genis und war schon aus dem Haus verschwunden.
Auch Yuan und Lloyd verließen jetzt das Haus und eilten an den Strand in der Nähe von Triet. (Was man halt so Strand nennen kann XD)
Als sie im Inneren des U-Boots waren, wandte sich Yuan noch einmal an die beiden.
„Fasst ja nichts an! Es hat eine Ewigkeit gedauert, das alles so einzustellen, dass es einwandfrei funktioniert!“, rief Yuan, der nervös zu Lloyd blickte, weil dieser kurz davor war, einen sehr empfindlichen Schalter zu berühren.
Zum Glück zog Lloyd seine Hand nach Yuans mahnenden Worten doch noch zurück und das Boot tauchte hinab in die Tiefe.
„So viel Leid… So viel vergossenes Blut… Ich werde das nicht länger dulden!“, rief Lamara mit klarer Stimme. „Ich war bis jetzt viel zu nachsichtig mit euch. Schon als die Meerjungfrauen Meroluna verließen, hätte ich merken sollen, dass das Ganze keinen Sinn mehr hat!“
„Wovon sprichst du?“, fragte Ski’ra. „Die Meerjungfrauen haben doch nie in Meroluna gelebt!“
„Das denkt ihr. Aber in Wirklichkeit haben alle drei Völker früher in Meroluna gelebt. Ich erschuf sie und gab ihnen ein Reich, in dem sie friedlich zusammenleben sollten. Als Zeichen der Einigkeit erschuf ich die Turamba-Maske. Aber dann gab es Streit zwischen den drei Völkern. Die Meerjungfrauen wollten nicht länger mit den Meerhexen zusammenleben und verließen deswegen Meroluna. Die Fischmenschen verbannten daraufhin die Meerhexen aus Meroluna, in der Hoffnung, dass die Meerjungfrauen wieder zurückkommen würden. Aber das taten sie nicht. So lebten alle drei Völker getrennt. Jedes Volk besaß einen Teil der Turamba-Maske und mit der Zeit schrieben sie der Maske magische Kräfte zu, die es jedoch nicht besaß. Die Meerhexen versuchten immer wieder, Meroluna zurückzuerobern, inzwischen waren sie nämlich davon überzeugt, dass das Reich ganz allein ihnen gehörte. Es wurden so viele unnötige Kriege geführt… Ich hätte dem Ganzen schon längst ein Ende bereiten müssen. Die drei Völker werden nie zusammenleben können. Deswegen werde ich euch jetzt auch alle vernichten!“, rief Lamara und hob ihre rechte Hand.
„Halt! Was ist, wenn die Völker doch harmonisch zusammenleben? Die Meerjungfrauen sind immerhin schon zurückgekehrt und die Meerhexen wollen auch in Meroluna leben!“, rief Ski’ra.
„Es wird nicht lange gut gehen. Schon jetzt gibt es eine Person unter euch, die versuchen würde, die Macht an sich zu reißen“, erklärte Lamara und schaute Morgrary an.
„Morgrary wird nicht mehr lange genug leben, um die Macht an sich zu reißen!“, schrie Kratos und wollte Morgrary schon angreifen, aber im nächsten Moment stand Lamara neben ihn und hielt ihn sanft am Arm fest. Sie schüttelte den Kopf.
„Wenn ihr mir versprecht, nein… Wenn ihr mir schwört, dass eure Völker harmonisch zusammenleben werden, dann verschone ich euch. Sollte ich aber jemals wieder sehen, dass ein Krieg zwischen euren Völkern ausbricht, dann werde ich alle Völker vernichten!“, rief Lamara den Meeresbewohnern zu.
„Aber was ist jetzt mit Morgrary?!“, fragte Kratos verärgert.
„Keine Angst. Ich habe mir für sie schon eine passende Bestrafung ausgedacht“, sagte Lamara und hob abermals ihre rechte Hand zum Himmel.
Unter Morgrary tat sich ein schwarzes Loch auf.
„Was machst du da?!“, fragte die Meerhexe erschrocken.
„Ich verbanne dich in das Reich der ewigen Finsternis.“
Morgrary wurde schreiend von klauenartigen Händen in die Tiefe gezogen und das Loch verschwand wieder.
„Ich hoffe, ihr haltet euch an euren Schwur“, meinte Lamara noch, dann verwandelte sie sich in Raine zurück.
„Raine! Ist alles in Ordnung?“, fragte Kratos besorgt.
„Ich frage mich nur, warum mir immer so etwas passiert…“, murmelte sie. (Tja… Das sind halt meine verrückten Einfälle XD)
„Jetzt ist alles vorbei, oder?“, fragte Looki.
„Noch nicht ganz. Eine Sache müssen wir noch erledigen“, sagte Raine und sie sah dabei Kratos an.
Dieser verstand sofort und holte den mittleren Teil der Maske aus seiner Tasche, während Raine die anderen beiden Teile hervorholte.
„Auf dass sie diesmal für immer zusammenbleiben wird!“, rief Raine und fügte die beiden Seitenteile der Maske an das mittlere Teil an.
Wie durch Magie war die Maske nun ganz. Plötzlich hörten sie ein leises Stöhnen. Es kam von Syuun. Raine rannte sofort zu ihm hin.
„Raine…“, murmelte der Drache.
„Syuun!“, schluchzte Raine und kniete sich neben ihn.
Der Drache öffnete müde ein Auge.
„Raine… Könntest du mir einen Gefallen tun?“
„Natürlich! Was soll ich für dich tun?“
„Raine… bitte hol mir etwas zu essen! Ich verhungere sonst!“
„Was? Ich dachte… du wärst am Sterben!“, rief Raine überrascht.
„Ja, ich sterbe, wenn ich nicht bald etwas in den Magen bekomme! So ein kleiner Kratzer bringt mich schon nicht um, ich bin immerhin ein Drache! Aber auch ein Drache kann verhungern und ich bin kurz davor, Raine!“
„Du…“, murmelte Raine und starrte Syuun wütend an, umarmte ihn dann aber einfach nur glücklich.
Es wurde ein riesiges Fest gefeiert, bei dem auch Syuun so viel zu Fressen bekam, dass er sich satt zusammenrollte und einschlief. (Er hatte wieder eine Liko-Frucht gefressen und war wieder klein.)
Nur Kratos konnte nicht wirklich feiern. Serenas Tod hatte ihn schwer getroffen, vor allem weil er nicht einmal im Entferntesten daran gedacht hatte, dass sie in ihn verliebt gewesen war.
„Kratos… Ich bin mir sicher, ihr geht es gut, dort, wo sie jetzt ist…“, sagte Raine und umarmte ihn.
„Ja, bestimmt…“, murmelte Kratos, schüttelte dann aber den Kopf und fügte hinzu: „Ich hätte sie besser beschützen müssen! Ich hätte Morgrary schon längst umbringen sollen!“
„Kratos… Du kannst das Geschehene nicht mehr rückgängig machen. Und du solltest dir auch keine Vorwürfe machen! Solange wir an sie denken, kann sie gar nicht richtig sterben! Das hast du auch zu mir gesagt, als Njujin gestorben ist.“
„Ja… Du hast Recht…“
„Krat!“, rief Riki, die auf ihn zugelaufen kam.
„Riki!“
Kratos hob sie hoch.
„Ich bin mir sicher, Seri ist jetzt zu einem Stern geworden und wacht über uns!“ (Riki nennt Serena Seri.)
„Dann sollten wir heute Nacht wohl mal in den Himmel schauen“, meinte Kratos lächelnd. „Riki kann doch bei uns wohnen, oder?“, fragte er Raine.
„Natürlich. Wir haben genügend Platz“, antwortete Raine.
„Jaaaaaa! Ich kann bei Krat bleiben!“, rief Riki glücklich.
„Wir sollten bald aufbrechen, wenn wir heute Nacht uns den Sternenhimmel ansehen wollen…“, murmelte Raine.
„Schon?“, fragte Ski’ra beleidigt.
„Ich möchte einfach nur nach Hause… Und ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwann wieder sehen!“
„Das musst du uns versprechen!“, rief Looki traurig.
„Versprochen.“
Als die anderen erfuhren, dass Raine, Kratos und Riki jetzt schon aufbrechen wollten, waren die drei schnell von der ganzen Menge umgeben.
„Wir können euch gar nicht genug danken! Ihr habt dafür gesorgt, dass alle Völker friedlich zusammenleben!“, rief der König glücklich.
„Es war unser Schicksal“, sagte Raine nur.
„Raine, ich hab noch etwas für dich“, meinte Ski’ra und holte eine Kette hervor, die sie Raine umband.
Der Zahn eines Hais war daran befestigt. Raine fing an zu weinen und umarmte Ski’ra.
„Ihr sollt mir den Abschied nicht so schwer machen…“, schluchzte Raine.
„Du hast doch selber gesagt, dass wir uns wieder sehen! Also mach jetzt nicht ein solches Drama daraus!“, meinte Ski’ra nur.
Raine nickte und wischte sich eilig die Tränen weg. Auch die anderen umarmte sie noch mal. (Öhm… Kann man einen Geist umarmen? O.o)
„Macht’s gut!“, rief Raine ihnen noch zu, dann schwamm sie mit Kratos und Riki nach draußen, natürlich nicht, ohne vorher Xari-Schoten gegessen zu haben.
„Wartet!“, rief ihnen auf einmal jemand hinterher.
Eilig schwamm Syuun zu ihnen.
„Raine, du kannst mich doch nicht einfach zurücklassen!“, schmollte der kleine Drache.
„Du willst mit uns kommen?“, fragte Raine überrascht.
„Natürlich! Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, dich zu beschützen!“
Raine lächelte. Plötzlich sahen sie etwas auf sich zu kommen. Erst dachten sie, es wäre ein riesiger Hai und holten schon ihre Waffen hervor, aber dann wurden sie von hellem Licht geblendet und wussten, dass es sich nicht um einen Hai handeln konnte. Vorsichtig schaute Kratos auf das mysteriöse Ding.
„Unglaublich! Raine, da ist Yuan drin!“, rief er überrascht.
„Was?“
Jetzt sah auch sie ihn. Eilig winkte er ihnen zu und bedeutete ihnen, sich nach hinten zu begeben, wo sich eine Luke öffnete. Sie schwammen in das Innere, die Luke schloss sich, das Wasser lief ab und eine Tür vor ihnen öffnete sich.
„Raine!“
Schon wurde sie von ihrem Bruder umarmt, der unentwegt schluchzte.
„Dad, ich sollte echt wütend auf dich sein, weil du uns einfach zurückgelassen hast!“, rief Lloyd, der seinen Vater dann aber auch umarmte.
„Schön, dass du trotz des Loches in der Sauerstoffflasche überlebt hast“, sagte Yuan und legte Kratos eine Hand auf die Schulter.
„Du wusstest das mit dem Loch? Ich dachte, das wäre ein Hai gewesen…“
„Ich wusste es erst an dem Morgen, nachdem du schon aufgebrochen warst…“, seufzte Yuan.
„Und wer ist das?“, fragte Genis und zeigte auf Riki, die sich ängstlich hinter Kratos versteckt hatte.
„Das ist Riki. Sie wird ab sofort bei uns leben“, erklärte Kratos lächelnd.
„Genau wie Syuun“, sagte Raine und zeigte auf den kleinen Drachen, der vor ihr flog.
„Ihr scheint ja wieder einmal viele Abenteuer erlebt zu haben!“, bemerkte Lloyd und es war deutlich, dass er nur darauf wartete, die Geschichte zu hören.
„Lasst uns erst einmal nach Hause fahren! Ich will wieder die Sonne sehen!“, rief Raine und alle mussten lachen.
Fünf Monate später…
Es war ein heißer Sommertag. Raine war gerade draußen und hängte die Wäsche auf. Es war anstrengend, nicht nur wegen der Hitze, sondern auch wegen dem dicken Bauch, den sie inzwischen hatte. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis das Kind geboren wurde. Raine hatte sich auch schon Namen überlegt. Sanyo, wenn es ein Junge wurde und Kyra, wenn es ein Mädchen wurde. Als Raine fertig war mit Wäscheaufhängen, wischte sie sich den Schweiß von der Stirn und ging hinters Haus, um zuzusehen, wie Lloyd versuchte, Riki Schwertkämpfen beizubringen. Aber das kleine Mädchen war ein totales Energiebündel und schlug so wild um sich, dass Lloyd schon fast nicht mehr dazu kam, ihr irgendetwas zu erklären.
„Riki! Nicht so wild! Du verletzt noch jemanden!“, rief Lloyd nervös und duckte sich gerade unter einem Hieb von ihr hinweg.
„Hihi! Upps!“, kicherte sie.
Raine sah den beiden eine Weile lächelnd zu, ging dann aber ins Haus um sich etwas Kaltes zum Trinken zu holen. Es war wirklich heiß. Aber der Sommer ging schon dem Ende entgegen. Bald würde es wieder kühler werden und die Blätter würden sich bunt färben. Gedankenverloren spielte Raine mit dem Haifischzahn, der an ihrer Kette befestigt war. Sie fragte sich, was ihre Freunde im Meer wohl gerade machten. Nachdem sie sich etwas zu Trinken geholt hatte, ging sie wieder nach draußen, wo ihr eine angenehme Brise entgegenkam.
„Raine!“
Syuun kam zu ihr geflogen. Er war mit Genis und Kratos einkaufen gewesen.
„Dir geht es gut, oder?“, fragte der kleine Drache besorgt.
„Natürlich. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“
„Aber ich habe immer ein schlechtes Gefühl dabei, wenn ich dich alleine lasse!“, rief Syuun.
„Aber ich war doch gar nicht allein… Lloyd und Riki waren doch hier. Außerdem kann ich auf mich selber aufpassen!“
„Das sind doch beides noch Kinder!“, widersprach Syuun.
„Wer ist hier ein Kind?!“, fragte Lloyd beleidigt, der Riki überzeugen konnte, vorerst mit dem Training aufzuhören.
„Genau! Wer ist hier ein Kind?!“, stimmte Riki schmollend zu.
„Und dass du auf dich aufpassen kannst, ist mir auch neu!“, sagte Genis lachend an Raine gewandt.
„Allerdings!“, grinste Kratos.
Raine wollte den beiden schon eine Kopfnuss verpassen, aber auf einmal spürte sie einen stechenden Schmerz im Unterleib. Sie zog scharf die Luft ein.
„Raine!“, rief Kratos besorgt.
„Es… sind die Wehen…“, keuchte Raine.
„Ach du meine Güte!“, rief Syuun und er flog hektisch durch die Gegend.
Auch die anderen schienen nicht zu wissen was sie tun sollten. Ihnen schien es das Beste, Raine erst einmal ins Haus zu bringen und sie in ein Bett zu legen, aber dann standen sie wieder ahnungslos da.
„Holt einen Arzt!“, rief Raine ihnen zu.
Es befand sich gerade einer in Iselia.
„Ein Arzt, natürlich! Ich werde ihn sofort holen!“, sagte Genis schnell und rannte los.
Kratos strich Raine liebevoll über die Stirn. Letztendlich war es soweit. Er wurde zum zweiten Mal Vater. Er wusste noch, wie aufgeregt er bei Lloyds Geburt gewesen war. Auch Syuun schien ziemlich aufgeregt zu sein. Er konnte sich gar nicht mehr beruhigen und flog rastlos durch die Luft, während er nebenbei immer wieder „Meine Güte!“ rief. (XD)
„ARGH!!!“, schrie Raine und holte tief Luft.
„So, keine Panik, ich bin da!“, rief der Arzt.
„Endlich!“, keuchte Raine.
„Ich brauche noch ein Handtuch und einen Eimer mit warmen Wasser!“, bemerkte der Arzt und Lloyd brachte ihm die Sachen sofort. „Ihr solltet jetzt besser das Zimmer verlassen. Die meisten halten das Ganze nicht aus und ich kann es nicht gebrauchen, dass jetzt jemand auch noch in Ohnmacht fällt!“
„Aber…“, protestierte Kratos.
„Geh, Kratos… Es ist… besser…“, japste Raine.
Also verließen alle das Zimmer – bis auf Syuun.
„Syuun… Du bitte auch!“
„Raine, ich kann dich jetzt doch nicht allein lassen!“, widersprach der kleine Drache.
„BITTE!!!“, schrie Raine schmerzerfüllt.
„O-Okay…“
Draußen ging Kratos nervös vor dem Zimmer auf und ab. Immer wieder hörten sie Raines Schreie.
„Wie lange dauert das noch?! Ich halt das nicht mehr aus!“, rief Kratos.
„Dad, beruhige dich!“, sagte Lloyd.
„Aber… Es ist so schrecklich, zu wissen, was Raine durchmacht… Und wenn man doch nichts dagegen tun kann…“
„Es geht ihr bestimmt gut, Krat!“, munterte Riki ihn auf.
„Ja…“, murmelte Kratos und streichelte ihr den Kopf.
Es schien Stunden zu dauern. Alle konnten sie nichts anderes tun, als zu warten. Sie waren einfach zu nervös und aufgeregt. Auf einmal hörten sie einen Schrei, der nicht von Raine kam. Es war das Baby. Kratos hielt es nicht länger aus und stürmte ins Zimmer. Raine hatte das Baby in den Armen und sah ihn glücklich und erschöpft an.
„Herzlichen Glückwunsch! Es ist ein Junge“, sagte der Arzt lächelnd.
„Ein Junge…“, murmelte Kratos und betrachtete seinen kleinen Sohn.
„Haben Sie auch schon einen Namen?“, fragte der Arzt.
„Sanyo… Er soll Sanyo heißen!“, sagte Raine müde.
„Sanyo… Das ist ein schöner Name“, stimmte Kratos zu und küsste Raine.
„Unser Sohn…“, murmelte Raine und wieder einmal liefen ihr Tränen übers Gesicht.
Das Schicksal hatte es ihr nicht immer leicht gemacht, aber trotzdem hatte es auch solche Momente gegeben, wo sie vor Freude weinen musste. Und dieser war eindeutig der Schönste von allen. Sie würde ihn ihr ganzes Leben nicht vergessen können, was auch immer noch geschehen mochte.
Ende
Signatur
Crynil, do rical nade;
Elran, do tilial nade;
Mina, ris fris antaras nideras ko offim desto;
Boli dyx strimur syrax windalk!
© by DelFina18
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