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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 08.09.2009 - 23:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nö. Durch häufige Wiederholung wird es nicht richtiger. Die mutagene Wirkung von UV hat nichts mit der Bildung von Ionen sondern von Radikalen zu tun. Beispiele zur Halbwertszeit gibt es bei Wikipedia. Such selbst. Wenn du Angst vor Radikalen hast solltest du erstens keinen Wein trinken, zweitens keinen Sherry und drittens aufhören zu atmen. Die Zellatmung ist die wesentliche Quelle für zerstörerische Radikale. Solange man die Griffel nicht in den UV-Brenner hält, selbstverständlich.

Wie sagte mal jemand so schön: "Ich habe nur wertneutral die Fakten dargestellt. Aber offensichtlich sind Glauben und Wissen etwas Verschiedenes. Und wer glaubt, will nicht wissen."

Das unterschreibe ich gern.





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Schmidtek 
500 Liter Wein
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 00:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das unterschreibe ich auch.
Physik ist doch keine Klofrau

DW, natürlich hängt alles von der Wellenlänge ab.
Durchfringungsfähigkeit UND Wechselwirkungsfäigkeit (gut, die noch von vorliegenden Bindungen und deren Energien) hängen von der Wellenlänge ab - was stimmt also nicht an dem Satz?

Gruß Schmidtek




Augustus 
100 Liter Wein
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 20:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


UV-Sterilisation ist eigentlich das harmloseste Mittel, eine wässrige Flüssigkeiit zu sterilisieren.

Was hat das mit Radioaktivität zu tun?

Sicher, es werden kurzfristig Radikale gebildet, aber selbst der direkte Trunk aus dem Sterilisator dürfte z.B. so gut wie kein Ozon mehr enthalten.

Wer ein Problem mit UV hat, sollte sich vielleicht in einen lichtdichten Raum einschließen und meditieren...ist immer eine Frage der Dosis und des bestrahlten Mediums.
Menschen in Australien sind gefährdet, weil sich selbige Radikale direkt im Körper bilden und die Strahlung direkt auf menschliche Zellkerne einwirkt. Da ist die Halbwertszeit völlig wurscht, es verändert Zellen direkt.

Beim UV-bestrahlten Wein ist es doch etwas völlig anderes...wie soll da menschliches Erbgut von der energiereichen UV-Strahlung, die nur auf den Weinling wirkt zerschossen werden?

Badet hier jemand im Wein während der Bestrahlung?
Falls ja, wird es kaum zu Problemen kommen, da die umgebende Flüssigkeit (Wein) die Strahlung absorbiert.

Das schlimme an den meisten Ängsten ist, dass sie kaum jemand wirklich fundiert erklären kann.
Deshalb haben wir auch Angst vor Vampieren und kleinen Spinnen in der Küche

Sorry...vielleicht Off-Topic, aber sobald das Wort "Strahlung" fällt, hört meist alle Logik auf.

Von Sonnenbänken rede ich hier gar nicht...

Liebe Grüße

Roland

PS: danke für den Tipp...ich hab hier noch einen UV-Sterilisator herumfliegen....sogar die Glas-Variante. Da müssste ich mir wirklich mal einen Kreislauf basteln.....

Liebe Grüße

Roland

[Dieser Beitrag wurde am 09.09.2009 - 21:03 von Augustus aktualisiert]





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Im Wein steckt zwar manchmal die Wahrheit, selbige existiert aber auch trocken ;-)

Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 21:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das Problem beim Wein ist die Farbe bzw. die Inhaltsstoffe: Wenn ich die Berichte über den SurePure-Apparat richtig verstehe ist die "Eindringtiefe" des UV-Lichts ein Problem. Wenn der Rohrduchrmesser, die Flussgeschwindigkeit, die Verwirbelung und die Leistung des Brenners nicht aufeinander abgestimmt ist werden sich die Mikroben freuen Ich bin mir nicht sicher ob da mit einfachen Bordmitteln Erfolg haben wird, aber lass dich nicht aufhalten... und pass auf die Finger auf Scherz beiseite: Die Brenner sind wirklich nicht ohne, aber dessen bist du dir sicherlich bewusst wenn du einen hast... Also immer schön geschlossen halten das Ding.





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Augustus 
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 21:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab das Ding in einem Riffaquarium eingesetzt, um die Keimzahl (und damit den bakteriellen Stress für die Bewohner niedrig zu halten). Das ist mir über viele Jahre hervorragend gelungen.

Andere nutzen Ozon, das (über einen Lichtbogen gebildet)in das Filterwasser geleitet wird.

Sicher, UV bleicht Farben von Stoffen. Vielleicht auch Farben von Flüssigkeiten. Aber die Frage ist doch, wie lange man einen Weinling der UV-Strahlung aussetzen muss. In einem Aquarium bilde sich ständig neue Keime, die durch das Futter und die Oberfläche eingetragen werden.
Wenn ich einen Weinling bestrahle, ist er am Ende seiner Laufbahn angelangt. Kein Zucker mehr. Nichts mehr. Nur die Hefen und evtl. Keime abtöten und ab in die Flasche. Da sollte eine Stunde im Kreislauf völlig genügen...und in dieser Stunde bleicht der Wein nicht aus. Sagen wir mal 10 Liter an einer 100Liter/h-Pumpe...dann geht er 10x am Brenner vorbei. Für die Keime reicht das...aber an der Farbe ändert sich nichts. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch niemand in einem Blindtest einen Geschmacksunterschied herausfinden würde.
UV-Entkeimung wird mittlerweile fast überall genutzt, wo Flüssigkeiten schonend entkeimt werden sollen...der Gesetzgeber fordert zwar noch Verfahen wie das Pasteurisieren, aber die UV-Entkeimung ist viel schonender und wird in den manchmal recht langen Produktionsprozessen schon lange vor der Pasteurisierung eingesetzt.

Übrigens...diese Entkeimer haben einen "doppelten Boden": der Brenner sitzt hinter UV-duchlässigem Glas und das Medium wird hinter einer zweiten (nicht UV-duchrchlässigen) Glasschicht am Brenner vorbei geleitet. Dadurch ergibt sich ein optimaler Bestrahlungsabstand. Ist schon ein ausgereiftes und erprobtes System

Die Theorie sagt: 5 Durchläufe reichen zur völligen Abtötung aller Keime...nun, da bin ich mit 10 Durchläufen beim Wein bestimmt auf der richtigen Seite

Wenn ich mal Zeit habe, eine Pumpe zu sterilisieren, dann probiere ich es mal aus und berichte, ob die Hefe danach noch gezuckt hat

Liebe Grüße

Roland





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DW ...
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 22:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich glaube, recht genau über die Wirkung von diversen Strahlenarten Bescheid zu wissen, da ich seit ca. 25 Jahren mit kurzen Unterbrechungen auf diesem Gebiet in der Forschung tätig bin (Entwicklung von Stahlen-Diagnostikverfahren). Jedenfalls weiß ich mehr darüber als die zumeist unwissenschaftlichen oder Halbwissen-Beiträge im Internet. Das Problem ist, mit wenigen Sätzen komplizierte Zusammenhänge zu erklären, schließlich hat dieses Forum andere Ziele.

Den Zusammenhang zwischen UV und Radioaktivität habe ich relativ anschaulich erklärt. Das Beispiel Hautkrebs als Folge der ionisierenden Wirkung von UV hat natürlich nichts mit dem Weingenuss zu tun.

Der verharmlosende Vergleich des UV-Anteils in der Sonnenstrahlung mit der Dosis bei der Sterilisation beweist, dass nicht darüber nachgedacht wurde, dass hier die Dosis vieltausendfach höher ist - und damit die Mutationsrate.

Das Gefährlichste bei der UV-Sterilisation liegt, wie im letzten Beitrag erwähnt, in der DNS-verändernden Wirkung der UV-Strahlung. Jede ionisierende Strahlung wirkt mutagen. Dadurch können aus den eigentlich zu bekämpfenden Mikroben neue Arten entstehen, die verheerende Auswirkungen haben können, da es in der Natur keine Widerparte gibt und das menschliche Immunsystem solchen Killermikroben hilflos ausgeliefert wäre.

Als Beleg für die Realität dieser Gefahr brachte ich die menschlichen Infektionskrankheiten, die durch natürliche Mutationen der Erreger tierischer Krankheiten entstanden sind und immer noch, z.B. bei Grippe jährlich neu entstehen. Diese Infektionskrankheiten haben oft jeweils Millionen von Toten verursacht, z.B. die Pest im Mittelalter bis zu 50 ... 75 % der Bevölkerung der betroffenen Gebiete oder die spanische Grippe nach dem 1. Weltkrieg, die weit mehr Tote forderte als der Weltkrieg. Alles nur durch Mutation relativ ungefährlicher Mikroben. Auch heute sterben jährlich Millionen Menschen an Infektionskrankheiten.

Das ist der Hauptgrund, warum eine Verbreitung der Strahlensterilisation in höchstem Maße unverantwortlich ist. Sie sollte nur dort angewandt werden, wo unumgänglich, z.B. in Hochsicherheitslabors.




Augustus 
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 22:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei aller Liebe...aber UV-Entkeimer in Hochsicherheitslabors zu verdammen, erinnert mich an die Bedenken bei den ersten Versuchsfahrten der Eisenbahn mit "wahnsinnigen" 30 km/h (siehe Adler/Nürnberg).

Wir reden hier nicht davon, Keime lange einer schwachen Strahlung auszusetzen, so dass Mutationen entstehen können, sondern kurz einer absolut tödlichen.

Leichen mutieren nicht.

Ausser in italienischen Kanibalo-Zombie-Filmen der 80er.

Liebe Grüße

Roland

[Dieser Beitrag wurde am 09.09.2009 - 22:15 von Augustus aktualisiert]





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matzl0505 ...
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 22:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also langsam aber sicher wird die Diskussion abstrus und lächerlich.





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Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?

Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann

Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 09.09.2009 - 22:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich finde das überhaupt nicht abstrus und lächerlich. Jetzt wissen wir endlich dass die spanische Grippe und die Pest durch die UV-Sterilisation von Wein entstanden ist. Und ich weiß jetzt endlich wozu die Plexiglasscheiben unserer Sterilbank eigentlich da sind: Damit die Monstermikroben nach UV-Sterilisation der Oberflächen nicht entkommen können. Und jetzt verstehe ich auch endlich wieso in den Hochsicherheitslabors nur mit harmlosen Organismen gearbeitet wird: Weil die mal gefährlich werden könnten bei der UV-Bestrahlung. Mit den gefährlichen Organismen Organismen kann man hingegen auch in der niedrigen Sicherheitsstufe arbeiten, das sind ja schon Monster.

Siehst du vielleicht zu viele B- und G-Filme?

Ach ja: UV-Strahlung aus den hier diskutierten Brennern ist keine ionisierende Strahlung. Langsam hast du Zeit genug gehabt das zu recherchieren. Und das ist das letzte Mal dass ich das schreibe. In Zukunft wird gelöscht, ich habe es satt dass hier meine Zeit verschwendet wird und dass hier mit Halbwissen Ängste geschürt werden. Ich habe jedenfalls schon Mikroorganismen erfolgreich mutagensiert, sowohl mit UV- als auch mit chemischen Agentien. Man kann mir also unterstellen dass ich eine gewisse Vorstellung habe was dabei passiert und was nicht.

Edit wegen der Nachfragen per PM: Natürlich ist UV-Licht mutagen (auch wenn es KEINE IONISIERENDE STRAHLUNG IST). Sonst hätte es ja keinen sterilisierenden Effekt. Das Licht aus dem Brenner ist genauso Mutagen wie das natürliche UV-Licht, wie bei der Atmung entstehende ROS, wie abertausende Naturstoffe in Pflanzen und Pilzen die wir täglich zu uns nehmen, wie Nitrosamine die beim Grillen entstehen, wie Acetaldehyd, wie Ozon und andere Radikale in der Luft, undundund... Trotzdem haben wir die Monstermikroben bislang erfolgreich überlebt. Falls sich das in Zukunft ändern sollte liegt das aller Voraussicht nach eher am unverantwortlichen Umgang mit Antibiotika und weniger an der Pulle Wein... Womit wir dann ganz Off-Topic wären.
Ich habe fertig. Diskussion geschlossen.

Die PM-Annahme zum Thema ist ebenfalls geschlossen.

[Dieser Beitrag wurde am 10.09.2009 - 11:32 von Fruchtweinkeller aktualisiert]





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