Ronin_Yago Rear Admiral


Status: Offline Registriert seit: 21.06.2004 Beiträge: 591 Nachricht senden | Erstellt am 28.06.2006 - 20:33 |  |
Superman Returns – Ab dem 17. August im Kino!
Ein Blick hinter die Kulissen
Eigentlich müsste man doch annehmen, dass die Aufgabe, einen neuen „Superman“-Film zu inszenieren, zu den leichteren Jobs im Filmbusiness zählt. Man kann aus Tausenden von Geschichten auswählen, die Charaktere sind bekannt, die Layouts stehen fest ... Alles was man braucht ist ein guter Actionregisseur, einen sportlichen Darsteller und fähige Trickspezialisten. Dennoch verschliss das Projekt „Superman Returns“ drei fähige Regisseure, etliche Drehbücher und brauchte zehn Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung. Doch wenn man das Ergebnis sieht, kann man nur sagen: Was lange währt ...
Die Handlung
In Bryan Singers Film verlässt Superman die Erde, um nach möglichen Überlebenden seines vernichteten Heimatplaneten Krypton zu suchen. Nach sechs Jahren erfolgloser Suche kehrt er zu einer Erde zurück, die inzwischen gelernt hat, ohne Superman zurechtzukommen. Auch für Lois Lane, Supermans große Liebe, ist das Leben nicht stehen geblieben. Sie ist in einer festen Beziehung und hat sogar einen Sohn. Dennoch, der Zeitpunkt für Supermans Rückkehr ist günstig, denn sein Erzfeind Lex Luthor wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und hat natürlich wieder neue, teuflische Pläne: Diesmal will er mit Hilfe der kryptonischen Kristalle, mit denen Superman die Festung der Einsamkeit erschuf, die Erde zu einem zweiten Krypton transformieren. Superman muss so für eine Welt kämpfen, die den Glauben an ihn verloren hat und er muss seine frühere Geliebte beschützen, in deren Leben er eigentlich keinen Platz mehr hat. „In diesem Film ist Superman ein Mensch“, erklärt Singer, „dem es schwerfällt, sich wieder einzufügen, und damit kann sich jeder identifizieren.“ Denn es sei wichtig, einen Mann, der Züge hochheben kann und an dem Kanonenkugeln abprallen, verletzlich zu zeigen.
Die Suche nach Superman
Bryan Singer war überzeugt davon: Der Darsteller von Superman musste jemand sein, der unbekannt war. James Caviezel, der Jesus in Mel Gibsons Film „Die Passion Christi“ verkörpert hatte, war in die engere Wahl gekommen, doch Bryan war entschieden dagegen, weil er den Schauspieler für zu prominent hielt. Der Regisseur begann, Szenen mit unbekannten Darstellern, die er für geeignete Kandidaten hielt, auf Videoband zu sammeln, und ließ etliche davon vorsprechen. Einer davon war Brandon Routh, der bereits zu Beginn seiner Karriere von seinem ersten Manager zu hören bekam: „Du siehst aus wie Christopher Reeve!“ 2001 hatte sich Brandon Routh für die Rolle des Clark Kent in „Smallville“ beworben, doch die Verantwortlichen entschieden sich für Tom Welling. „Damals“, so Brandon, „hatte ich innerlich mit der Rolle abgeschlossen. Ich glaubte nicht, jemals in meinem Leben Clark Kent verkörpern zu dürfen.“ Als Brandons Agentin anrief, um ihm mitzuteilen, er habe ein Vorsprechen bei Bryan Singer für den neuen „Superman“-Film, wehrte er daher auch ab. Er lag gerade mit einem schrecklichen Migräneanfall im Bett und wollte den Termin verschieben, doch Bryan musste noch am selben Tag nach Australien, also gab Brandon nach. So gegen 17.00 Uhr trafen sich die beiden und unterhielten sich. Als Bryan aufbrechen musste, um rechtzeitig zu seinem Flugzeug zu kommen, bat er Brandon, ihn auf dem Weg dorthin zu begleiten. Brandon erhob sich, und Bryan sah fassungslos, wie groß der potenzielle Superman-Darsteller war. Heute betont Bryan, dass er sich bereits damals ziemlich sicher war, den richtigen Schauspieler gefunden zu haben. Es folgten zahlreiche Testaufnahmen und zwei Monate später wurde Brandon offiziell unter Vertrag genommen.
Lois Lane
Die Geschichte von Superman wird von drei Elementen beherrscht: der Action, einem Gegner und der Beziehung zwischen Lois Lane und Superman. In all den verschiedenen Reinkarnationen und Varianten von Superman sind das die Säulen, auf die ein erfolgreicher „Superman“-Film bauen muss. Lois Lane hat sich im Verlauf der Jahrzehnte am extremsten gewandelt. Von dem hilflosen „Fräulein in Not“ bis hin zur emanzipierten Titelrolle. Auch in „Superman Returns“ durfte Lois Lane einen Schritt weiter gehen, denn sie will nicht länger einen Supermann, den sie mit der Welt teilen muss. Dies sollte auch die Darstellerin vermitteln und dennoch als typische Lois Lane funktionieren. Die Suche nach der perfekten Lois wurde daher fast aufwändiger als das Casting von Superman. Es wurden Darstellerinnen wie Elisha Cuthbert, Claire Danes, und Keri Russell in Betracht gezogen. Doch dann sah Bryan Singer den Film „Beyond The Sea” von Kevon Spacey (Lex Luthor) mit Kate Bosworth in der Hauptrolle. Obwohl Kate erst 22 Jahre alt ist (Erica Durance, die Lois Lane aus „Smallville“, ist fünf Jahre älter), war sie ideal für die Rolle. „Sie war in der Lage“, so Bryan Singer, „die Reife und Erfahrung einer Frau auszustrahlen, die eine Zeit lang als Reporterin gearbeitet und die bereits ein fünfjähriges Kind hat.“ Zugleich beeindruckte ihn die Chemie zwischen ihr und Brandon Routh.
Lex Luthor
Lex Luthor ist der klassische Gegner von Superman, und so wird er auch diesmal mit von der Partie sein. Es ist im Grunde erstaunlich. Obwohl das „Superman“-Universum von phantasievollen und eindrucksvollen Gegnern wie Darkseid, Braniac oder Doomsday wimmelt, ist Lex Luthor in vier von insgesamt fünf Kinofilmen Supermans Hauptfeind. Oscarpreisträger Kevin Spacey („American Beauty“) – seit dem Film „Die üblichen Verdächtigen“ mit Regisseur Bryan Singer befreundet – verkörpert erstmals Supermans Erznemesis Lex Luthor und tritt damit in die Fußstapfen von Gene Hackman. Er ist der klassische Psycho-Lex, der entweder im Gefängnis sitzt oder Weltvernichtungspläne entwirft. Gene Hackman hatte vor den Dreharbeiten des ersten „Superman“-Films die Idee gehabt, die Figur noch lächerlicher zu machen, indem Lex versucht, seine Glatze mit unsinnigen und offensichtlichen Perücken zu kaschieren. Auch Kevin Spacey trägt in fast allen Einstellungen künstliche Haarteile. Es ist eine witzige Figur im Stil typischer Bond-Bösewichter der 1970er und 1980er Jahre. Junge Fans, die nur den charismatischen Lex Luthor aus den aktuellen Comics oder Serien wie „Smallville“ kennen, werden die Witzfigur Lex vielleicht ein wenig albern finden.
Quelle: Space View
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