Pipasi 

Status: Offline Registriert seit: 01.03.2007 Beiträge: 219 Nachricht senden | Erstellt am 21.04.2008 - 12:40 |  |
Sufismus ist der heiße Atem der indischen Ebene, es ist der Wind, der ins Gesicht bläst, die Freude in Ihrem Herzen. Sufismus ist das heiße Blut in Ihren Adern und das Lachen Ihrer Kinder und das Lächeln Ihrer Frau.
Und, wie der Prophet Mohammed es einstmals sagte:... er liebte die Schönheit, er liebte die Düfte und die Schönheit der Frauen, und das Leuchten der Augen im Gebet ... Was für Worte! Das ist Sufismus! Das ist Leben! Könnte man das niederschreiben? Das war immer und das ist immer noch! Und niemand kann sagen: 'Sufismus ist islamische Mystik.' Sufismus ist alles! Die Muslime haben die Mystiker getötet und verbrannt. Sie waren für sie nichts als Ketzer gewesen; und der Prophet Mohammed war ihnen nicht 'ein Funke in seines Vaters Auge'. Sufis haben schon Jahrhunderte gepredigt und gelehrt. Sufismus ist nicht islamisch. Im Mittelalter jedoch, nach dem Propheten Mohammed, da hat er seine Blüte erreicht."
Quelle : Irina Tweedie Der Weg durchs Feuer
Ich sehe sie vor mir, wie sie energisch, leidenschaftlich und nicht-von-dieser-Welt-leuchtend ihrem Interviewpartner gegenüber sitzt, ihn ansieht ohne ihn anzusehen, mit ihren feingliedrigen Händen gestikulierend, den russischen Akzent in ihrem Deutsch ...
In ihren ersten Vorträgen in Deutschland hat sie wiederholt das Thema Sufitum und Islam aufgegriffen, weil es bei vielen eine wichtige Frage war, ob und wie Sufitum und Islam miteinander verwoben sind.
"Sufismus ist eine Lebensweise. Er ist weder eine Religion noch eine Philosophie. Es gibt hinduistische Sufis, moslemische Sufis, christliche Sufis - mein Verehrter Lehrer Guru Maharaj war zum Beispiel Moslem", zitiert sie ihren Lehrer.
"Es ist ein Rückschritt, wenn von anderen Sufigruppen verlangt wird, man müsse Muslim werden, um ein Sufi zu sein. Vor allem für uns Frauen. Sufismus ist ein Zweig der Urweisheit, die seit Menschengedenken auf der Welt ist. Idris Shah sagt,
älter als die Veden.
Alle Schulen der Sufis folgen keiner Religion, beten kein Götzenbild an, sie stehen über diesen Dingen, empfinden das als Zeitverschwendung.
Sie gehen direkt zum Absoluten. Ein Sufi ist frei, steht jenseits von Glaubensbekenntnissen und Prinzipien.
Einzige Absicht ist Vollkommenheit.
"Ich habe mich ergeben, niemand kann mich dirigieren."
Für alle, die sich interessieren.
Interview mit Anna Platsch von Doris Iding
Offenes Siegel - meine Reise zu Sufis und Muslimen
Das Portal für Sufismus und Islam
Irina Tweedie im Gespräch
Signatur Sinnend in den Tag – träumend in die Nacht |