Polydeukes  Registriertes Mitglied


Status: Offline Registriert seit: 29.04.2009 Beiträge: 3 Nachricht senden | Erstellt am 06.05.2009 - 15:00 |  |
Gardez la Dame
Sie war eine Zicke.
Eine Katastrophe.
Ein Bombenhagel auf mein Selbstwertgefühl, welches, das soll ruhig eingeräumt werden, wohl immer etwas übersteigert ist.
Sie war die Strafe der Götter.
Die ich mir redlich verdient hatte.
Sie war gespickt mit Vorurteilen und fast nichts konnte sie begeistern.
Nicht einmal ein Regensturm auf dem Deich.
Sie war genau die Frau, die meine Gefühle stündlich heißer lodern ließ.
Natürlich hatte sie auch Vorzüge.
Sie konnte Salat putzen.
Sie konnte so schelmisch lächeln, dass mir jegliche Traurigkeit zwischen den Fingern zerrann.
Und sie konnte Schach spielen.
Die erste Partie gewann ich knapp.
Bei der zweiten wurde ich übermütig und leichtsinnig. Das nützte sie gnadenlos aus.
Die weiteren Partien waren ausgeglichen, auch ihre Ergebnisse.
Wir tranken einen wunderbaren alten Rioja, Cosecha 1983.
Ich hatte noch zwei Flaschen davon und nach 6 Partien waren beide geleert.
Ein guter Cognac leistete die weitere Arbeit.
Wir waren nicht mehr völlig nüchtern, als wir feststellten, dass es nach der Zahl der gewonnenen Partien zwischen uns unentschieden stand. Es war schon zwei Uhr und so war es Zeit für eine Entscheidungspartie.
Es gehörte zu den besonderen Eigenschaften dieser Frau, dass sie eine Herausforderung nicht ablehnen konnte. Daher goss ich noch eine kleinen Cognac ein und schlug einen erhöhten Einsatz vor.
“Und wie soll der sein?”, fragte sie mit blitzenden Augen.
“Stripschach”, antwortete ich knapp.
“Das dauert ja ewig”, grinste sie frech.
“Nach zwei Bauern ein Kleidungsstück, nach jedem Offizier eines und wer matt ist, ist auch nackt”, sagte ich.
“Da hab ich ja nichts von”, lächelte sie mitleidig und ihr Lächeln tat weh, wie so vieles zuvor.
“Wenn ich Ernst mache, hast du keine Chance. Bald sitzt Du im Höschen”. antwortete ich ungerührt.
Da hatte ich sie. Obwohl sie mich durchschaute. Aber solche Machosprüche hasste sie einfach.
“Ich bin dran mit schwarz”, sagte sie und stellte ihre Figuren auf. Ich nahm die weißen und hatte so die Wahl der Eröffnung.
Die italienische und die spanische Eröffnung hatte ich schon gespielt. Ich bin kein Spieler, der viele Eröffnungen im Kopf hat. Aber eines Tages war ich bei meinen spärlichen Studien eines Schachbuchs auf etwas gestoßen, was mir sofort sympathisch war. Leicht zu merken, wenige Fallstricke, aber was für eine Überraschung. Also reine Psychologie.
Ich eröffnete mit c4. Schottische Eröffnung.
Im Schachclub hatten die Besseren milde gelächelt.
Die mittelstarken Spieler waren ins Grübeln geraten und waren verunsichert, was ein schöner Vorteil war.
Und sie war verunsichert. Nach sieben Zügen Stellte sie einen Springer “ein” und ich konnte ihn schlagen. Sie zog die Schuhe aus.
Es kam mir wirklich nicht darauf an, sie sich ausziehen zu lassen, während ich voll bekleidet wie in einer Stripteasebar meine Augen auf die Weide schicken konnte. Aber sie hatte schon die Söckchen und Ihr T-Shirt abgelegt, als ich nach dem Verlust zweier Bauern meine Schuhe ausziehen musste. Socken trage ich im Sommer selten.
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Da ich besser stand, spielte ich auf Abtausch, das heißt ich schlug, was immer zu schlagen war und zwang sie so, meine angreifenden Figuren zu schlagen.
Wir wurden beide übermütig und nahmen noch eine kleinen Cognac.
Nur noch mit Slip und BH bekleidet wollte sie rochieren. Dazu nahm sie statt des Königs ihre Dame, was nicht erlaubt und außerdem völlig sinnlos ist. Mein zarter Hinweis darauf löste bei uns beiden unbändiges Gelächter aus..
Kurz darauf verwechselte sie wieder König mit Dame und schlug mit ihrem König meinen Läufer, der vier Felder vor dem König stand.
Unter lautem Gelächter stellte sie den König zurück.
“Jetzt fehlt nur noch, dass Du nachher Deinen weißen Bauern in eine schwarze Dame verwandelst!”
Sie hatte also eingesehen, dass sie verloren hatte, aber sie gab nicht auf.
Ich schlug ihren vorletzten Bauern und mit dem nächsten Zug ihre Dame.
“Wenn die Dame in Gefahr ist, sagt ein ritterlicher Spieler Gardez la Dame!”, beklagte sie sich.
Sie schlüpfte aus ihrem BH und enthüllte einen der zauberhaftesten kleinen Busen, den ich je gesehen hatte.
“Ich weiß ja, er ist zu klein”; sagte sie trotzig. “Aber immer noch besser, als ein Hängebusen”.
Ich stimmte eifrig zu, aber als ich dazu auch meine Finger sprechen lassen wollte, zuckte sie zurück.
“Anfassen war nie ausgemacht”, sagte sie mit plötzlichem Ernst. Trotzdem konnte ich deutlich erkennen, wie ihre Brustspitzen sich aufrichteten
Ich erwartete, dass sie bald aufgeben würde, aber sie kämpfte weiter mit größter Hartnäckigkeit um ihr Höschen.
Zwei Züge weiter erreichte mein Freibauer die Grundlinie, womit ich ihn in eine Dame verwandeln konnte.
“Schau nur!”, jubelte sie und lachte. Tatsächlich hielt ich in der Hand bereits die Dame zum Umtausch bereit. Aber es war die schwarze Dame.
“Berührt ist geführt”, forderte sie. Aber auch sie wußte, dass das nur für Figuren auf dem Brett gilt und so setzte ich die weiße Dame an die Stelle meines Bauern.
Unverdrossen griff sie meinen Springer mit ihrem König an. Dieser verstellte ihrem Freibauern den Weg zur Grundlinie, so dass ich guten Grund sah, ihn mit einem Damenzug zu decken.
Böser Fehler. Die Partie war eigentlich klar gewonnen. Aber durch meine Damenzug hatte ich zwar kein Schach geboten, aber ihr König konnte nun keinen Zug mehr machen, ohne ins Schach zu geraten. Und ihre einzige weitere Figur, ihr Bauer konnte nicht weiter.
“Patt….unentschieden!”, jubelte sie triumphierend und sie hatte Recht.
Ich hatte meinen eindeutigen Sieg verspielt.
“Und jetzt?”, fragte ich und starrte auf ihr Höschen.
“Keiner oder beide”, sagte sie lächelnd. “Aber du traust Dich ja nicht. Wahrscheinlich bist Du ganz uninteressant”:
Jetzt hatte sie mich, denn solchen Spott über meinen Familienschmuck kann ich nun gar nicht leiden. Lässig, ganz lässig, streifte ich meinen Slip ab, nicht ganz ohne Widerstand meines Bockshorns.
Sie ging fast genussvoll langsam einmal um mich herum un gab mir plötzlich einen scharfen Klaps auf meine Kehrseite.
Als sie dann wieder vor mir stand, war auch sie völlig nackt. Ich konnte kaum atmen. Sie sah wunderschön aus. Ich nahm sie in die Arme und nun durfte ich anfassen. Meine Hände und Finger sprachen zu ihrem köstlichen glatten Körper und dieser begann, langsam aber eindeutig zu antworten.
Es ist mir wichtig, noch einen der Vorzüge dieser Zicke zu erwähnen.
Sie hat den zartesten und aufregendsten Körper, den ich je berührt habe.
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